Was bedeutet "ventrale Höhenminderung" eines Brustwirbels?

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Lexi77
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Was bedeutet "ventrale Höhenminderung" eines Brustwirbels?

Beitrag von Lexi77 » 01.06.13, 14:45

Hallo zusammen!

Bei meinem letzten KH-Aufenthalt wurde u.a. ein MRT der BWS und der LWS gemacht, um eine Ursache für meine Bauchschmerzen von dort ausschließen zu können.

Quasi als Nebenbefund kam dabei heraus, dass eine ventrale Höhenminderung von BWK 11 vorliegt (Zitat aus dem Befund: "Geringe ventrale Höhenminderung von BWK 11, wobei sich kein assoziiertes STIR Signal zeigt"), die laut Befundbericht des Radiologen "möglicherweise Folge eines stattgehabten älteren Traumas ist." Im Befund steht weiter "Ein Wirbelkörperödem als Korrelat für eine akute Wirbelsäulenverletzung zeigt sich nicht."

Ich hatte in der Tat vor 10 1/2 Jahren einen Unfall, bei diesem hatte ich mir einen Bänderriss an den Kopfgelenken, also der HWS zugezogen. Im Bereich der BWS hatte ich nach dem Unfall keine Probleme, deswegen gibt es von dort auch keine Voraufnahmen, die zeitnah zum Unfall entstanden sind.

Die BWS hat bis vor einiger Zeit eigentlich nie Probleme gemacht. Erst vor ca. 2 Jahren fing es an, dass ich in der BWS immer wieder Blockierungen und starke Verspannungen und Schmerzen hatte. Das haben die Physiotherapeuten und mein Orthopäde aber auf die Fehlhaltung durch das HWS-Problem geschoben. Ein Röntgenbild war zwar da gemacht worden, aber der Orthopäde hatte gesagt, dass da nichts drauf zu sehen gewesen wäre. Seitdem bekomme ich aber schon regelmäßig KG für die BWS, zusätzlich zur HWS.

Heißt das Ergebnis dieses MRT jetzt, dass ich damals bei dem Unfall möglicherweise auch eine Verletzung an diesem 11. Brustwirbel hatte? :?: Denn sonst hatte ich keine Unfälle.
Und was wäre das dann gewesen? Angebrochen? Oder was verursacht so eine Höhenminderung?
Kann diese Höhenminderung auch (jetzt noch) ursächlich für die ständig auftretenden Blockierungen und Schmerzen verantwortlich sein?

Danke und viele Grüße
Lexi
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Anästhesieschwester
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Re: Was bedeutet "ventrale Höhenminderung" eines Brustwirbel

Beitrag von Anästhesieschwester » 01.06.13, 15:50

Hallo Lexi,

wie alt sind Sie? Ist eine Osteoporose bei Ihnen bzw. bei nahen Verwandten bekannt (Knochendichtemessung nach der DXA-Methode)? Hatten Sie schon mal andere Knochenbrüche?
Gab es mal ein "Stauchungstrauma" der Wirbelsäule, z.B. duch einen Sprung / Sturz?

Gruß
Die Anästhesieschwester

Lexi77
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Re: Was bedeutet "ventrale Höhenminderung" eines Brustwirbel

Beitrag von Lexi77 » 01.06.13, 16:30

Hallo Anästhesieschwester,

vielen Dank für die schnelle Antwort!
wie alt sind Sie?
Ich bin 36
Ist eine Osteoporose bei Ihnen bzw. bei nahen Verwandten bekannt (Knochendichtemessung nach der DXA-Methode)? Hatten Sie schon mal andere Knochenbrüche?
Meine Oma hatte zwar ziemlich schlimm Osteoporose, aber bei mir kann das eigentlich nicht eine Ursache sein. Erst im letzten Jahr wurde eine Knochendichtemessung gemacht (weil ich relativ schnell stark abgenommen hatte), und der Arzt hatte da gesagt, dass meine Werte top in Ordnung wären und ich mir keine Gedanken machen müsste. Knochenbrüche hatte ich noch nie!
Gab es mal ein "Stauchungstrauma" der Wirbelsäule, z.B. duch einen Sprung / Sturz?
Ja, das war der oben erwähnte Unfall vor 10 1/2 Jahren. Ich bin bei einer Notbremsung im Zug wegen eines Unfalls kopfüber mit dem Kopf voran in das gegenüberliegende Sitzpolster geflogen und konnte mich dabei nicht mit den Armen abfangen/abbremsen, bin also mit voller Wucht mit dem Kopf gegen die Polster gekracht. Dabei habe ich eine Schädelprellung und einen Bänderriss in den Kopfgelenken erlitten, war aber bisher davon ausgegangen, dass ich sonst dabei keine Verletzungen erlitten hätte. Es wurden auch immer nur Aufnahmen von der HWS gemacht, weil ich nur da Beschwerden hatte.
Könnte da ein Zusammenhang bestehen?

Viele Grüße
Lexi
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Lexi77
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Re: Was bedeutet "ventrale Höhenminderung" eines Brustwirbel

Beitrag von Lexi77 » 07.06.13, 22:35

Hallo nochmal,

ich habe mal den Befund aus dem letzten Jahr herausgesucht, in dem auch die Werte der Knochendichtemessung stehen. Folgende Werte wurden genannt:

BMD = 1,068 g/cm²
T-Wert = - 0,9
Z-Wert = - 0,5

Also nach dem, was ich im Netz rausgesucht habe, liegen die Werte ja alle im Normbereich, oder?

Und was ist das jetzt genau mit der Höhenminderung?

Danke und viele Grüße und ein schönes sonniges Wochenende!
Lexi
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Anästhesieschwester
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Re: Was bedeutet "ventrale Höhenminderung" eines Brustwirbel

Beitrag von Anästhesieschwester » 08.06.13, 07:14

Guten Morgen,

die Höhenminderung könnte von einer älteren Verletzung stammen, die Sie ggf. nicht als solche bemerkt haben. Genau lässt sich das aber wohl nicht sagen.

Gruß
Die Anästhesieschwester

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