Krampfartige Beschwerden Wade/Oberschenkel ausgehend LWS

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Gas73
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Krampfartige Beschwerden Wade/Oberschenkel ausgehend LWS

Beitrag von Gas73 » 31.08.12, 15:29

Ich (m, 39 Jahre, 78 kg, 186cm) leide seit Januar diesen Jahres beträchtlich unter krampfartigem Schmerz/Ziehen in beiden (hauptsächlich links) Beinen. Begonnen hat der Spuk mit einer Art Verkrampfungserscheinung im rechten hinteren Oberschenkel. Bald darauf traten Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich auf, welche zunächst mit Schmerzmitteln und Wärmflasche behandelt wurden. Ein Orthopäde schloss (ohne meines Erachtens) eine vernünftige Untersuchung einen Bandscheibenschaden aus (Beweglichkeit, wie auf Fersen/Zehenspitzen gehen oder mit gestreckten Beinen zum Boden nicht eingeschränkt) und wollte mich "einrenken"...das hat dann nicht funktioniert. Ein weiterer Orthopäde und auch ein Neurochirurg kamen zum gleichen Ergebnis...die Schmerzen blieben jedoch. Ein Unfallchirurg und BG-Arzt (ich war wegen dieser Geschichte aus eigenem Willen übrigens nie krankgeschrieben, da ich in einer sehr verantwortungsvollen Position stehe) schickte mich sodann zu einer Kernspintomographie. Das Ergebnis: eine leichte Vorwölbung einer Bandscheibe, allerdings nicht zu operieren. Von Physiotherapie und Massagen wurde abgeraten, bis die akuten Beschwerden vorüber wären. Das Ganze ist jetzt ca. 6 Monate her. Einer Besserung von Juni bis Anfang August folgt nun seit 3 Wochen erneut eine Verschlechterung mit oben genannten Symptomen. Ein Verkrampfen der Ober- und Unterschenkel ausgehend vom Lendenwirbelbereich (leichter Druckschmerz). Ein Besuch bei einem anerkannten Orthopäden und Schmerztherapeut, der sich noch einmal die Kernspinaufnahmen genau angesehen hat, brachte die Erkenntnis, dass die leichte Vorwölbung der Bandscheibe auf keinen Fall in die Beinen ausstrahlen kann. Er überwies mich sofort zur Neurologie (Termin Anfang September), um z.B. Borreliose auszuschließen (deren Symptome allerdings anders sind). In meiner Verzweiflung ging ich letzte Woche zu einem Ostheopathen. Der hat mich eingehend untersucht und als Schmerzursache starke Muskelverhärtungen im Gesäßbereich ausgemacht, welche nach Druck auch äußerst schmerzhaft reagieren. Diese Drucktherapie (mit dem Daumen ca. 3-4 min auf den verhärteten Muskel) brachte dann tatsächlich eine Besserung...und zwar sofort. Wo ich verher kaum noch laufen konnte, war direkt nach dieser Sitzung eine wirkliche Befreiung zu spüren. Allerdings nur für ein paar Stunden...am nächsten Tag war alles wieder wie vorher. Ich kann mich kaum bewegen, schlecht laufen, nicht lang sitzen...naja wenigstens geht liegen noch ohne Probleme (übrigens auch nachts). Auch nach Aufstehen ist es i.O. Zu Erwähnen wäre evtl. noch ein verstärktes "Knacksen" in mehreren Bereichen des LWS-Bereichs.

romy01
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Re: Krampfartige Beschwerden Wade/Oberschenkel ausgehend LWS

Beitrag von romy01 » 27.09.12, 14:25

Hallo Gas73,

die Muskelverspannungen die der Osteopath findet enstehen wahrscheinlich durch die Krämpfe u. unbewußte falsche Haltung durch die Schmerzen, sind aber wohl nicht die Ursache für die Krämpfe.

Ein bekannter hatte sowas auch u. bei ihm kam es von einem alten Bandscheibenvorfall. Ihm wurde vom Neurochirugen unter CT-Kontrolle 5x ein Kortison/-Betäubungsmittel an die Bandscheibe bzw. Bandscheibennerven gespritzt, seitdem hat er Ruhe.

Manchmal kann man auf einem MRT nicht genau sehen, ob es nun ein BSV oder eine Bandscheibenvorwölbung ist. Wurde denn ein MRT mit Kontrastmittel gemacht (ist genauer, aber auch teurer für die Kassen).

Sind Durchblutungsstörugen ausgeschlossen worden (die ja auch zuweilen Krämpfe auslösen können)?

Viele Grüße
romy01

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