Nervenwasserdruck messen bei Verdacht auf [...]

Moderator: DMF-Team

Antworten
wsunter
Topicstarter
DMF-Mitglied
Beiträge: 72
Registriert: 06.01.17, 11:56

Nervenwasserdruck messen bei Verdacht auf [...]

Beitrag von wsunter »

[...] intrakranielle Hypertension

Hallo, eine Patientin (sie ist an einem Astrozytom Grad II erkrankt, welches einen Nervenwasserstau ausgelöst hatte. Der Tumor war teilweise entfernt worden, und es war ein Shunt-System implantiert worden [Einstellung bei 150mmH2O]) leidet an Beschwerden in Form von einer Schlafstörung. In diesem Kontext war bei der ersten Untersuchung (der Schlafstörung) eine Verdachtsdiagnose formuliert worden: möglicherweise treten die Beschwerden im Zusammenhang mit erhöhtem Nervenwasserdruck auf. Meine Fragen nun:

Wie kann man den Nervenwasserdruck bei der o.g. Verdachtsdiagnose messen? So wie ich das verstanden habe, stellt die o.g. Verdachtsdiagnose eine Kontraindikation für die Liquorpunktion dar. Im Internet steht, dass man dies auch mit einem Sehnerv-Ultraschall messen kann. Unsere Fragen hierzu:

Wird diese Untersuchung in der Augenklinik oder in der Neurochirurgie durchgeführt? Sind die Ergebnisse bei dieser Untersuchungsmethode auch aussagekräftig? Spuckt auch der Hirnnerv-Sonograph Werte in mmH2O aus?

harri887
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 18.01.20, 20:22
Kontaktdaten:

Re: Nervenwasserdruck messen bei Verdacht auf [...]

Beitrag von harri887 »

Die Sonographie des Nervus opticus liefert Ergbnis nicht in mmHg oder cmH20 sondern im Durchmesser des Nervus opticus, welcher zu oder abnimmt je nach Hirndruck. Die Untersuchung hängt jedoch sehr stark vom durchführenden Arzt ab. Es gibt zwei Möglichkeiten den Hirndruck herauszufinden. 1) Lumbalpunktion , welche bei einem Shunt bzw Intrakranieller Hypertension nicht kontraindiziert ist 2) per Shuntpunktion, das ist jedoch weitaus gefährlicher wegen dem Risiko eines intrakraniellen Infekts.

Antworten