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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Krebsvorbeugung durch Naturheilmittel ...
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BeitragVerfasst: 05.12.11, 16:48 
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Liebe Forenfreunde,

... Magen-Darm-Krebs und Prostadakrebs sollen in der Regel durch Vorsorge-Untersuchungen rechtzeitig erkannt werden. Allerdings mĂŒsste es auch krebsvorbeugende Naturheilmittel geben. Frage: gibt es PrĂ€parate die aus gesicherten Erkenntnissen den zuvor beschriebenen Krebsarten entgegenwirken können ?!

b) wer kann mir hierzu ein geeignetes Fachbuch empfehlen ?!


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BeitragVerfasst: 05.12.11, 18:18 
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Registriert: 02.12.11, 21:31
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Helmes63 hat geschrieben:
Allerdings mĂŒsste es auch krebsvorbeugende Naturheilmittel geben.

Wieso MÜSSTE es das?

Helmes63 hat geschrieben:
... Magen-Darm-Krebs und Prostadakrebs sollen in der Regel durch Vorsorge-Untersuchungen rechtzeitig erkannt werden.?!

Das sind schonmal zwei sehr unterschiedliche Paar Schuhe.

Der Darmkrebs (hĂ€ufiges Problem heutzutage) zeigt eine Eigenart: es ist die einzige Form der Krebsentwicklung, die ĂŒber Vorstufen lĂ€uft. Wenn bei einer Darmkrebsvorsorge Polypen entdeckt werden (1. Schritt), werden diese entfernt. Es lag also erst eine Vorstufe vor - und nicht mehr.

In allen anderen Organen folgt die Krebsentwicklung den bekannten Mustern.

Zitat:
gibt es PrÀparate die aus gesicherten Erkenntnissen den zuvor beschriebenen Krebsarten entgegenwirken können ?!
b) wer kann mir hierzu ein geeignetes Fachbuch empfehlen ?!

Magen-Darm-Kanale: alle 7 bis 8 Jahre zur Vorsorge (Endoskopie). Wird dort eine Vorstufe gefunden, wird sie entfernt und man hat gut 10 Jahre Ruhe.
Prostata: die bekannten Vorsorgeuntersuchungen.

Ansonsten gibt es keine explizit "krebsvorbeugenden" Mittel oder Stoffe.
Es wird viel diskutiert, was Krebs vorbeugen KÖNNTE, aber daraus lassen sich keine pauschalen Therapieempfehlungen ableiten.

Das hat folgenden Grund: ob eine Krebszelle mutiert, wird durch etwa 350 verschiedene Faktoren (genetische, biochemische, Ă€ußerliche und andere) bestimmt - die bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprĂ€gt sind.
Dennoch kommt es trotzdem regelmĂ€ĂŸig zu Mutationen: in unserem Körper mutieren tĂ€glich etwa 20 bis 1000 Zellen zu Krebszellen. Diese werden vom Immunsystem zerstört.

Nun könnte man sagen: okay, welche dieser Faktoren sind das und kann man die alle irgendwie abschalten?
Nein, kann man nicht.

Allerdings gibt es ein paar Faktoren, auf die wir selbst Einfluss haben.
Ich befasse mich mit der wissenschaftlichen Thematik Krebs schon etwas lĂ€nger und es wird ein Faktor immer wieder als sehr sehr krebsförderlicher Faktor genannt (und zwar fĂŒr alle Krebsarten): das Rauchen.
Wer darauf verzichtet, verbessert seine Chancen schonmal deutlich.

Ansonsten gibt es aber nix, das man pauschal trinken, kauen oder schlucken könnte, dass evidenzbasiert als krebsvorbeugend gilt.

Daher ist auch dringend von irgendwelchen "Krebs heilen" oder "Krebs, so vermeiden Sie ihn" BĂŒchern abzuraten. Da sind meist nur irgendwelche Empfehlungen fĂŒr die Einnahme von hochdosierten Vitaminen drin.
Hin und wieder stĂ¶ĂŸt man auch auf BĂŒcher, die irgendwelche merkwĂŒrdigen Zaubermittelchen als Krebsheiler verkaufen wollen - die sind die schlimmsten.

_________________
Medizinstudent-BeitrĂ€ge geben meinen bisherigen oder fĂŒr den Thread erworbenen Kenntnisstand wieder.


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BeitragVerfasst: 05.12.11, 23:35 
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SubclaviusMaximus hat geschrieben:
[

Der Darmkrebs (hĂ€ufiges Problem heutzutage) zeigt eine Eigenart: es ist die einzige Form der Krebsentwicklung, die ĂŒber Vorstufen lĂ€uft. Wenn bei einer Darmkrebsvorsorge Polypen entdeckt werden (1. Schritt), werden diese entfernt. Es lag also erst eine Vorstufe vor - und nicht mehr.

Magen-Darm-Kanale: alle 7 bis 8 Jahre zur Vorsorge (Endoskopie). Wird dort eine Vorstufe gefunden, wird sie entfernt und man hat gut 10 Jahre Ruhe.


Nur am Rande: Man hat 10 Jahre Ruhe wenn nichts gefunden wurde. Ansonsten ist eine Nachkontrolle nach 5 oder sogar 3 Jahren notwendig.

Viele GrĂŒĂŸe

Lizard

_________________
Hinweis unter Bezug auf §7(3) der Berufsordnung fĂŒr Ärzte:
Mein Beitrag ist eine Stellungnahme, die auf den vorliegenden Angaben beruht. Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 27.11.13, 05:27 
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Wobei das jetzt nicht ĂŒberbewerten sollte, da die Studien, die zumeist die Hinweise liefern durch ihr Design recht anfĂ€llig fĂŒr ScheinkausalitĂ€ten sind.

Auch In Vitro Versuche lassen keinen RĂŒckschluss zu, ob sich ein Stoff zu einem Therapeutikum eignet, auch er liefert nu Hinweise ĂŒber eine mögliche Verwendbarkeit.


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BeitragVerfasst: 27.11.13, 11:13 
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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Es gibt natĂŒrlich noch eine weitere-geradezu klassische- Krebsart, die ĂŒber Vorstufen verlĂ€uft:
:arrow: GebÀrmutterhalskrebs.

_________________
GrĂŒĂŸe Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung fĂŒr Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 27.11.13, 17:06 
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Registriert: 27.12.06, 01:51
BeitrÀge: 3469
Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:
Es gibt natĂŒrlich noch eine weitere-geradezu klassische- Krebsart, die ĂŒber Vorstufen verlĂ€uft:
:arrow: GebÀrmutterhalskrebs.


genau, und da gibt es keine Naturheilmittel, sonder nur den jÀhrlichen Gang zum Gyn. und den Abstrich. Sollte wirklich jede Frau ernst nehmen und auch machen.


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