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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Brustkrebs. JA Schulmedizin und NEIN unlauteren Heilmethoden
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BeitragVerfasst: 05.06.18, 15:09 
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Registriert: 05.06.18, 15:00
Beiträge: 1
Hallo meine Lieben,


Mein Name ist Nina und bin 40 Jahre alt.


Ich habe lange überlegt ob ich hier rein schreiben soll. Es geht um meine Schwester die an Brustkrebs mit 42 Jahren gestorben ist und einen 5 Jährigen Sohn hinterlassen hat weil sie der Schulmedizin nicht vertraut hat sondern unlauteren Heilmethoden. Sie hat den Heilpraktiker und Schamanen mehr geglaubt wie uns alle. Die Ärzte haben ihr prophezeit das sie sterben wird wenn sie sich nicht behandeln lässt. Vertraut Bitte der Schulmedizin und lasst euch behandeln. ICH MUSS DAZU SAGEN DAS NICHT ALLE HEILPRAKTIKER SCHLECHT SIND. Ich kämpfe jeden Tag mit den Tod meiner Schwester. Hört euch Bitte meine Geschichte an. Dann wisst ihr genau worüber ich spreche.



https://youtu.be/EMCptz0nDuo



Ich würde mich auf Kommentare oder auch eure Erfahrungen/Geschichte freuen.


Liebe Grüße


Nina


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BeitragVerfasst: 08.06.18, 09:16 
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DMF-Mitglied

Registriert: 05.06.18, 13:48
Beiträge: 23
Hallo,
Ich finde solche Aussagen, Beurteilungen oder Einschätzungen sollte man dem jeweiligen Arzt der betroffenen Person überlassen.
Meine Tante ist nach mehrmonatigem Kampf mit 40 an Brustkrebs gestorben, trotz schulmedizinischer Behandlung, Bestrahlung, das volle Programm.

So lange ein Patient nicht entmündigt ist, bleibt es seine eigene Entscheidung ob- und wie der Patient sich behandeln lässt. Und ich gehe davon aus, das Betroffene von den jeweiligen Ärzten ausreichend Aufklärung und Ratschläge bekommen. In deinem Fall war es die Entscheidung deiner Schwester, auch wenn du evtl. anders entschieden hättest, es war ihre freie Entscheidung.

Ich sehe dich nicht dazu berechtigt, anderen Betroffenen via Internet pauschal einen medizinischen Rat zu geben.

Dein verlinktes Video ist von Mai 2017 und du scheinst das immer noch nicht verarbeitet zu haben. Bitte suche dir Hilfe bei der Trauerbewältigung, anstatt deinen Verlust auf diese Weise zu kompensieren.


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BeitragVerfasst: 06.07.18, 02:40 
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DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 07.09.14, 22:15
Beiträge: 372
Hallo,

das Problem scheint doch zu sein, dass die Betroffene eben gerade nicht frei entscheiden konnte, sondern an unseriöse Dienstleister geraten ist, die sie letztlich falsch beraten und sie somit wohl vom Weg einer empirisch abgesicherten Therapie abgehalten hat. Insofern halte ich die Warnung vor Scharlatanen für durchaus berechtigt.

Solche Erkrankungen wie Brustkrebs gehören primär nicht in die Hände von Heilpraktikern (welche so gesehen medizinische Laien sind), sondern von spezialisierten Brustkrebszentren. Allein die Tatsache, dass sich ein Heilpraktiker ohne ärztliche Mitbehandlung kurativ an Krebserkrankungen versucht, garantiert praktisch für Unheil. Begleitende oder palliative Ansätze stehen auf einem anderen Blatt.

Freilich kann, je nach individueller Krankheitsausprägung, auch ein Brustkrebszentrum leider manchmal einen traurigen Verlauf nicht verhindern. Aber bei den heute am häufigsten diagnostizierten Fällen, nämlich dem noch relativ kleinen, hormonsensitiven, HER2-negativen und lymphknotenfreien Mammakarzinom, werden bei leitliniengerechter Therapie 5-Jahres-Überlebensraten von über 90 Prozent erreicht. Und das oft ohne Chemotherapie (Stichwort Genexpressions-Risikoanalyse)!

Unseriöse Quacksalber, hier insbesondere auch eine zunehmende Heerschar selbsternannter Experten auf Youtube und Co., verunsichern die Betroffenen mit bevorstehenden Hororszenarien wie "Tumoraussaat durch die Biopsie", "tödliche Chemotherapien", "entstellende Totaloperationen an der Brust" und "Invalidität durch die Lymphonodektomie". Es wird jedoch in den meisten Fällen brusterhaltend operiert, nur ein Sentinelknoten entfernt, und eine Chemo/-Immuntherapie ist auch oft gar nicht erst erforderlich. Und für eine Tumoraussaat durch die Biopsie gibt es beim Brustkrebs keinerlei Hinweise.

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


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