internet basierter pillenspender zur Überwachung von Patient

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karomi
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internet basierter pillenspender zur Überwachung von Patient

Beitrag von karomi » 29.11.06, 21:12

Hallo Allerseits,
ich habe eine Idee, die ich gerne im Rahmen meiner Arbeit als Diplom Ingineur Elektrotechniker realisieren möchte. Die Rede ist über eine mögliche Enticklung eines internet basierten pillenspender zur Überwachung von Patientenmedikamenteneinnahme. (Über WLAN drahtloses Internet)

Die Schwester bei ihrer Visite vom Patient stellt das System ein und überwacht die Medekamenteneinahme des Patienten über eines zentralen Monitors in ihrem Raum. Wenn der Patient seine Medikamente nicht rechtzeitig einnimmt, schlägt auf dem Monitor einen Alarm aus. So könne die Arbeit von der Schwester erheblich reduziert werden.

Ich hoffe, dass ich mich klar und eindeutig ausgedrückt habe.
Meine Fragen lauten:
1. Gibt es schon so was auf dem Markt? Hat man schon mal davon gehört?
2. Was haltet ihr von so einer Idee?
3. (((Sehr wichtig)))) Wird das Gesundheitswesen dadurch verbessert? Wie? Tips bitte??
4. Welche Patienten benötigen eine strenge Kontrolle für ihre Medikamenteneinnahme?? Akute Patienten???
5. Gehört so eine Entwicklung im Bereich der Telemedizin???
6. Was können eure Meinung nach die Vorteile so eine Entwicklung

Ich bedanke mich bei euch und freue mich auf eure Tips und Antworten...
Karomi aus Berlin

Lexion
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Beitrag von Lexion » 01.12.06, 11:51

Hallo,

wie soll den die Überwachung funktionieren? Soll im Patientenzimmer eine Kamera instaliert werden, und die Schwester sitz vorm Monitor und muß permanet den Patienten beobachten? Das währe mit der Heutigen Personaldecke gar nicht zu realisieren.

Gruß

Bodo

karomi
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internet basierter pillenspender zur Überwachung von Patient

Beitrag von karomi » 01.12.06, 12:13

Hallo,
ich habe mir das so vorgestellt:
Der Pillenspender hat intelegente sensoren eingebaut. Wenn drei Fächer mit medikamenten gefühlt ist, erkennt das System dass die Medikamenten dreimal am Tag eingenommen werden müssen. Wenn keine Medikamenteneinnahme statgefunden hat, schickt das System über WLAN an einem zentralen Server ein TCP/IP Paket mit den nötigen Daten damit auf dem Monitor der Schwester Alaram ausgelöst wird.

Ist das realistisch?
Danke
Gruss

Jan Alkemade
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Beitrag von Jan Alkemade » 01.12.06, 12:36

Hallo karomi,

Ihr Vorhaben scheint mir sehr realitätsfremd. Medikamente gibt es in Form von Tabletten, Kapseln, Tropfen, Spritzen, Tinkturen, Salben, Pasten etc.. Hinzu kommen hygienische Aspekte des Pillenspenders und die Beachtung der elektromagnetischen Verträglichkeit. Ich empfehle Ihnen vor Ihrem Vorhaben ein Praktikum auf einer Krankenstation, um den Klinikalltag etwas besser kennen zu lernen.

Die Umsetzung einer Lösung mit Hilfe einer Kameraüberwachung im Krankenzimmer würde schon an den datenschutzrechtlichen Grundfesten des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes scheitern.

Herzliche Grüße
Jan Alkemade
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maria21
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Beitrag von maria21 » 01.12.06, 12:39

und was ist, wenn der patient das fach oeffnet, die tabletten entnimmt und sie dann die toilette hinunterspuelt (oder in den nachttisch packt, oder...)?

ausserdem: wer soll das denn bezahlen?

ich glaube, so wie es im moment ist, ist es okay - die patienten, die geistig dazu in der lage sind, bekommen am morgen eine pillendose und nehmen die tabletten selbststaendig zu den gegebenen zeiten ein. die patienten, die das nicht mehr koennen, bekommen ihre medikamente von einer schwester.


wenn, dann wuerde ich ueber einen implantierbaren "drogentest" nachdenken. aehnlich wie bei der invasiven blutdruckmessung wird ein messfuehler in einem blutgefaess platziert. das geraet ueberprueft dann den plasmaspiegel von bestimmten substanzen, auf die es vorher programmiert wurde. das geraet kann dann via blauzahn oder wlan mit einer basisstation kommunizieren, die wiederum daten an eine "kontrollperson" uebermittelt. so koennte das geraet auch beim patienten zuhause eingesetzt werden.
Nothing in life is to be feared, it is only to be understood. - Marie Curie

achtung! ich bin KEIN mediziner - jegliche angaben daher nach bestem wissen, aber ohne gewaehr!

Neutral
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mich hat dieser tread, zimlich betroffen gemacht

Beitrag von Neutral » 28.12.06, 16:30

in allem Respekt, auf diese Idee und die offenen Fragen. Meine Antworten treffen also nicht den Fragesteller, sondern sind eine Antwort auf Fragen,
die ich von jeder Seite her, so beantworten würde.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


nun muss ich doch einen *kleinen Moment * inne halten. Und dass meine Antworten, nur *mein Empfinden und denken * ist.
(aber doch habe ich von früher her, Spitalalltagerfahrung und einiges dazu..)


Meine Fragen lauten: ( also Ihre Fragen)


1. Gibt es schon so was auf dem Markt? Hat man schon mal davon gehört?
-Gottlob NICHT !
-bin ja offen für neue Ideen, aber bin auch offen mit dem Umgang meiner Kritik
-möchte auch nie mehr, von so einer Erfindung hören. (kein persönlicher Angriff)

2. Was haltet ihr von so einer Idee?
- ich hoffe, dass Sie das, NIE schaffen!!!
-den Patienten zuliebe, ihrer Persönlichkeit und Menschlichkeit!!



3. (((Sehr wichtig)))) Wird das Gesundheitswesen dadurch verbessert? Wie? Tips bitte??
verbessert? gar nicht!
Verschlimmert? ja! Wie?
- wenn es dies gäbe.(mal angenommen)
-solche Kosten sind gar nicht finanzierbar
-bei Nichteinnahme, müsste ja IMMER eine Notfallschwester ausrücken! teurer Spass
-die Patienten würden *noch kranker* weil sie nicht mal mehr, einen Menschen sehen
-de Patienten können so, ja gar nicht mehr, das Haus verlassen.
-man wäre ja angebunden, wie ein Hund an der Leine
- Vereinsamung, Isolation, würden noch schlimmer ( dies hat schon heute längst drastische Ausmassen angenommen)
-Nachteil? Ja! Wieso ist nur die Medikamenten einnahme wichtig?? Wird eine Schwester, ersetzt durch eine überwachung der Tabletten,
macht ein Einsatz einer Schwester nicht EINIGES mehr? Als Oft angenommen wird!
*Körper
*Seele
*Geist (mal so nenne)
*Rundumblick!!!!
* Erfassung der Momentaufnahme??
* Ernährung ( sieht abgemagert oder ausgetrocknet aus)??
* ist Körperpflege gewährleistet??
*braucht der Patient weitere Hilfeleistungen??
*hat eine Wunde..??
* ist desorientiert??
* ernährt er sich auch einigermassen normal??
* lässt einfach Kochherd an, und vergisst es??
* etc. etc

4. Welche Patienten benötigen eine strenge Kontrolle für ihre Medikamenteneinnahme?? Akute Patienten???
-was bitteschön, versteht man unter "akute" Patienten?
- (hierzu geb ich keinen Kommentar)


5. Gehört so eine Entwicklung im Bereich der Telemedizin???
---
---


6. Was können eure Meinung nach die Vorteile so eine Entwicklung
meine Meinung zu Punkt 1-6!

Punkt 7, einer der Wesentlichsten, fehlt!

7.) WO liegen die Nachteile??? Inwiefern würde dies den Patienten möglichen Schaden erbringen??

Fazit! Ist ein Mensch dermassen angewiesen, dass er * nicht wirklich* daran denkt, seine lebensnotwendigen Medikamente einzunehmen,
liegen garantiert die Kontrolleinheiten der täglichen Bedürfnisse, auch mit eingeschlossen.

für mich würd sich so eine Erfindung *erübrigen*. Denn solche Menschen, (sprich Patienten) gehören in eine Rundumpflege und NICHT allein zu Hause.

der Hinweis von Jan Alkemade scheint mir gut formuliert.
Diesem möchte ich mich anschliessen, bevor Sie sowas weiterstudieren zu entwerfen, machen Sie Sich erst mal ein Bild der *Endbenutzer* (Patienten)
Bitte halten Sie einmal Einsicht in einen Spitalalltag, oder dergleichen.

8.Meine Meinung! Sowas wirds gar nicht geben können, eben, weil solche Menschen, wirklich in Betreuung kommen müss(t)en,
Pillenkontrolle allein,

wieviel ist der MENSCH DENN überhaupt NOCH WERT `???

sind wirklich nur noch die Pillen-Einnahmezeiten, das Wichtigste?? WO bleibt DA DER MENSCH MIT SEINER SEELE und weiern Problemen????

--
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Bin offen für neue Entwicklungen, habe aber auch klar, meine Ansichten, dank den Einblicken, in die Welt derPatientenwelt

und heute, wo die Vereinsamung auch zu einem Krankheitsbild führt.. wäre dies nun wirklich das RICHTIGE????

wenn ja, höchstens für den Markt!

die mit *** gekennzeichneten Punkte, würden, mit so einer Erfindung, WIE abgedeckt? Ausser gar nicht mehr???


ist diese Erfindung gut???
ich behaupte, NEIN! Für den Menschen jedenfalls nicht. Neutral :?

Zusammenfassung:
"statt dem Patienten Zeit, Zuwendung und Aufmerksamkeit zu schenken,
würde ihm , dann nur nocheinschlägige, medikamentenorientierte, KONTROLLE angeboten!"

DavidW
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Beitrag von DavidW » 28.12.06, 17:02

Hallo!

Ich glaube das ist ein sehr empfindliches Thema. Vorallem der Datenschutz muß auch in betracht gezogen werden. Neutral hat es ziemlich direkt formuliert, aber auch viele wichtige Punkte genannt.

Auch Maria's Standpunkt ist sehr wichtig. Gerade bei Personen, wo die Medikamenteneinnahme lebenswichtig ist, sollte man sich auf die Technik nicht zu sehr verlassen.

Aber mal das ganze von der technischen Seite. Ich denke die Realisierung wäre viel schwieriger als man denkt. Ein wLan arbeitet höchstens mit einer WEP bzw. WPA Verschlüsselung und diese ist nicht sicher. Wenn jemand im Auto auf dem Parkplatz eines Krankenhauses sich befindet und ein Laptop hat, kann das böse enden.
Einfach einen Sniffer laufen lassen, die TCP Packete abfangen, auswerten und anschließend ist eine Manipulierung eines Systems möglich.
Also müßte eine zusätzliche Verschlüsselung her und dann müßte der Mikroprozessor speziell darauf eingestellt werden und das ist ein riesen technischer Aufwand.
Viele Grüße
David

Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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