Viele Fragen und keine Antworten

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Shirley-2000
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Viele Fragen und keine Antworten

Beitrag von Shirley-2000 » 28.08.19, 09:52

Guten Tag,

ich habe ein paar Fragen bezüglich eines Gehirntumors - ich selbst bin nicht betroffen-aber eine gute Bekannte von mir.
Vor ungefähr 6 Wochen wurde per Zufallsdiagnose bei der Bekannten ein Hirntumor diagnostiziert ( eine genauere Bezeichnung des Tumors habe ich nicht und meine Bekannte weiss das wohl nicht )
Da der Tumor ( wohl Walnusgroß) im hinteren Bereich ( rechts hinten) des Schädels , direkt an einer Blutbahn/ Arterie ? sitzt wurde angeraten sofort zu operieren...
Der Termin zur OP war ca 3-4 Wochen später- ca 2 Wochen vor diesem Termin wurden im Krankenhaus noch OP vorbereitungen getroffen wie ein erneutes MRT, Blutabnahme ; Augenarzt usw
einen Tag später- also 2 Wochen vor dieser wichtigen OP wird der Termin verschoben , weil die operierende Ärztin an diesem Tag und für ca 2 Wochen nicht da ist. der OP Termin wurde dann gleich mal um 4,5 Wochen verschoben.
Nun zu meinen vielen Fragen:

Kann vorher schon festgestellt werden ob der Tumor gut oder böse ist ?
Wenn die OP wichtig ist ( er drückt wohl auf diese Blutbahn und diese OP ist wohl auch nicht ohne- da er so ungünstig sitzt) WARUM verschiebt man dann und das gleich um 4,5 Wochen ? Es hätte doch ein anderer Arzt operieren können-und ich denke die Ärztin wusste doch wohl schon bei der Terminabsprache ob sie Urlaub hat oder nicht.

Angeblich wurde bei dem zweiten MRT auch nicht geschaut ob er gewachsen ist sondern nur geschaut wo er genau sitzt wegen der OP

ich bin sehr skeptisch ehrlich gesagt ob das alles so ist ( ich habe da schon meine Erfahrungen mit dieser Bekannten gemacht und finde nicht das man damit scherzen sollte )
es kommt mir nur so komisch vor, weil eine so dringede OP plözlich scheinbar nicht mehr so wichtig ist. Vielleicht könnt ihr Licht in das dunkle bringen

Des Weiteren hat ihr man nur eine Woche nach der Diagnose plötzlich auch Krebs ( Prostata ) das glaube ich ihm -allerdings hat er die schlimmste Form die es gibt und muss dringend operiert werden...nur ziehen sich auch seine Untersuchungen und Befunde ewig in die Länge . Allein der Befund einer Knochenszintigrafie lässt jetzt schon 10 Tage auf sich warten...naja und die OP will er vorläufig nicht obwohl es so schlimm ist und auf den Bildern der Szinti - wo der Befund noch nicht da ist - auf den weissen Knochen schwarze kleine Punkte gesehen hat.

Ich habe in den vergangenen Jahren viel mit beiden erlebt - haben immer die gleiche Krankheit-zur gleichen Zeit-in der schlimmsten Form
Ich frage mich ob sie jetzt wieder ich nenne es mal übertreiben auf eine schäbige Art und weise
Über Antworten freue ich mich
und allen Erkrankten hier im Forum wünsche ich Genesung ,viel Kraft und alles Gute

Chandra
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Re: Viele Fragen und keine Antworten

Beitrag von Chandra » 31.08.19, 09:15

Hallo Shirley,

ob Deine Bekannte tatsächlich an einer Tumorerkrankung leidet, kann Dir natürlich hier niemand beantworten. Zur Frage der Gut/ Bösartigkeit: Gutartige Tumore zeichnen sich dadurch aus, dass sie das umliegende Gewebe nicht infiltrieren (dort hineinwachsen) und keine Metastasen bilden. Oft werden sie sogar von einer Art Kapsel umhüllt. Man kann somit aufgrund einer Bildgebung alleine zwar oft einen Verdacht bzgl Gutartigkeit äußern, Sicherheit gewinnt man jedoch erst,wenn das entfernte Tumorgewebe vom Pathologen untersucht wurde.

Die Geschichte mit der verschobenen OP klingt schon seltsam, je nach Größe der Klinik und Schwierigkeit der OP ist durchaus denkbar, dass nur diese eine Ärztin die Operation durchführen kann/ möchte. Wenn die OP jedoch tatsächlich sehr dringend sein sollte, liegt es in dem Fall in der Verantwortung dieser Klinik, den Pat. an ein anderes Haus zu verweisen, in dem die OP durchgeführt werden kann. Bist Du sicher, dass aufgrund von Urlaub verschoben wurde? Viele Pat. haben oft nicht auf dem Schirm, dass Ärzte auch nur Menschen sind und genauso erkranken können wie der Rest der Menschheit auch. ;-)

Es ist schon traurig, dass Deine Bekannte mit ihrem bisherigen Verhalten dazu geführt hat, dass Du Dich fragen musst, ob sie über ein so ernstes Thema lügen würde. Da gebe ich Dir völlig Recht: Darüber sollte man wirklich keine Witze machen. Denn selbst ein gutartiger Tumor kann unter Umständen gefährlich werden, wenn er auf bestimmte Hirnareale drückt. :roll: Darf man fragen, was Du bisher mit ihr erlebt hast, das Dich so skeptisch macht?

Liebe Grüße
Chandra
To know how to do something well is to enjoy it.

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