Poltern/Stottern Kleinkind 2 Jahre

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Lara1980
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Poltern/Stottern Kleinkind 2 Jahre

Beitrag von Lara1980 » 06.01.15, 11:01

Guten Tag,

Unser Sohn ist jetzt 2 Jahre und ein Monat alt. Mit 1 1/2 hat er schon 2-3 Wort Sätze gesprochen und jetzt mit seinen 2 Jahren schon 6-7 Wort Sätze. Er ist sehr aufgeschlossen und redet sehr gerne. Eine Woche nach seinem Geburtstag hat er an ohne einen Anlass angefangen zu stottern. Nicht immer aber ich habe das Gefühl das es schlimmer wird. Das erste Wort wird mit den Anfangsbuchstaben wiederholt. Seit 1-2 Wochen wird er lauter um das Wort rauszubekommen. Wir können nicht fest machen wann es mehr oder weniger ist. Wenn er alleine spielt hat er das nicht. Sprich wenn er Rollenspiele mit seinen Spielzeugen macht. Er möchte immer viel erzählen. Er geht in die Kita seit dem er 14 Monate ist und wird bilingual erzogen. Zu hause reden bzw. versuchen unsere Muttersprache anzuwenden und in der Kita eben deutsch.

Gem. Fachliteratur und Empfehlungen kommentieren wir die Hänger nicht. Sagen ihm auch nicht das er langsamer reden soll. Wir weisen ihn nicht zurecht und achten auf das gesprochene. Im Internet steht man soll es 6 Monate beobachten.

Gestern beim Kinderarzt wurde gesagt das wir warten sollten bis er 3 ist, da es sich auch um dieses Entwicklungsstottern handeln könnte und es von einem Tag auf den anderen Tag verschwinden kann. Und mit 3 Jahren wäre die Sprachentwicklung abgeschlossen. Sie hat uns aber für Pädaudiologie verwiesen um sein Gehör zu prüfen - was wir auch machen werden. Ich glaube aber nicht das es sich um sein Gehör handelt weil er ja sehr flüssig gesprochen hat und weil er alles wahrnimmt an Geräuschen. Sie würde aber falls gewünscht uns eine Überweisung für die Logopädie geben, weil der Vater Stotterer ist.

Bei uns liegt nämlich der Fall vor, dass mein Mann nach einer Therapie mit fast 30 es zu 100% kontrollieren kann wenn er aufpasst. Ich bzw wir glauben nicht das er sein Papa nach macht.

Im Internet wird aufgezeigt, dass es genetisch sein kann. Ich habe bei unserer Krankenversicherung angerufen und wurde von einem Kassen Arzt zurück gerufen. Dieser hat mir auch gesagt das man bis zum 3 Lebensjahr warten soll und das es nicht nachgewiesen ist das es genetisch sein kann.

Einerseits wird empfohlen 6 Monate zu beobachten und andererseits wird von den Ärzten gesagt man solle bis zum 3 Lebensjahr warten.

Meine Frage ist: Wann sollten wir uns bei einem Logopäden vorstellen? Und wie können wir richtig handeln?

Entschuldige Sie den langen Text aber ich versuche soviel wie möglich Meinungen einzuholen damit wir richtig handeln. Wir möchten ihm jeglichen unbegründeten Stress ersparen aber alle möglichen Wege gehen damit es behandelt wird falls notwendig.

Vielen Dank

Barca
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Re: Poltern/Stottern Kleinkind 2 Jahre

Beitrag von Barca » 06.01.15, 11:32

Die pädaudiologische Abklärung ist durchaus sinnvoll und spätestens dann auch wärmstens zu empfehlen, wenn man über den Beginn einer logopädischen Behandlung nachdenkt. Ob das zum jetzigen Zeitpunkt sein muss, kann nur der behandelnde Arzt entscheiden. Ich selbst würde auch erst einmal entspannt zuwarten. :wink:
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Lara1980
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Re: Poltern/Stottern Kleinkind 2 Jahre

Beitrag von Lara1980 » 06.01.15, 11:45

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort. Wir haben im Februar den Termin. Sollte am Gehör alles in Ordnung sein. Wann würden Sie empfehlen einen Logopäden aufzusuchen?

Barca
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Re: Poltern/Stottern Kleinkind 2 Jahre

Beitrag von Barca » 06.01.15, 12:51

Also wenn der Pädaudiologe nichts findet, kann man es denke ich in jedem Fall vertreten, noch mal etwas zu warten. Das mit der 3-Jahres-Grenze habe ich so auch gelernt, allerdings sehe ich das mit starren Fristen eher pragmatisch. Im Gegenteil, eigentlich wird fast zu oft Logopädie verordnet und die Kinderärzten wurden zur restriktiveren Verordnung angehalten. Man muss eben aufpassen, dass keine Kinders durchs Raster fallen, deswegen muss man sich eben nicht nur nach dem Alter, sondern nach dem Befund richten.
Wenn das Kind vorher nicht arg auffällig wird, und der pädaudiologische Status jetzt keinen behandlungsbedürftigen Auslöser ergibt, dann wäre ich auch entspannt und würde vielleicht in 6-7 Monaten noch mal gucken, ob sich was getan hat. Und wenn man sich dann zur logopädischen Diagnostik / Behandlung entscheidet, ist das -auch bei unter 3 Jahren- vollkommen in Ordnung. Das ist aber nur meine Meinung, die Entscheidung treffen Sie in Zusammenarbeit mit dem Kinderarzt. Ich würde in jedem Fall das Ergebnis der fachärztlichen Untersuchung abwarten und dann gucken. Der Pädaudiologe ist der Fachmann nicht nur für Hörprobleme, sondern auch für Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen. Er wird Ihnen sicher auch noch was dazu erzählen, und dann können Sie ganz beruhigt entscheiden, ohne Angst haben zu müssen, den besten Zeitpunkt zu verpassen :)

Viele Grüße
Barca
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