Schaufensterkrankheit/PAVK

Koronare Herzerkrankung, Hypertonie, Herzinfarkt, Stents, Herzkatheter, Blutverdünnung, Lungenembolie, Herzklappenfehler etc. Hier können auch EKGs befundet werden. Vgl. öffentliche FB-Gruppe "Smartwatch-EKG"

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Monty2022
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Schaufensterkrankheit/PAVK

Beitrag von Monty2022 »

Hallo zusammen, ich bin neu hier, weil auf der Suche nach Erfahrung/Info bezüglich folgender Frage:
Bei mir wurde im vergangenen Jahr eine PAVK diagnostiziert, im November wurde in einer OP die Arterie erweitert. Zunächst sah das Ergebnis gut aus, aber nach 2-3 Wochen war der Muskelschmerz wieder da.
Ich bin Raucherin, und bisher ist es mir in mehreren Anläufen nicht gelungen, damit aufzuhören.
Mein Gedanke: "Es nutzt ja jetzt eh nicht mehr viel, die Arterien erholen sich nicht mehr."
Tatsächlich finde ich bisher im Netz auch nur Info darüber, dass sich nach einem Rauchstopp Lunge, Haut und generelle Durchblutung regenerieren. Trotzdem mein nächster Gedanke: "Wenn sich kleine Gefäße regenerieren, dann doch logisch auch die größeren."
Drum mag ich hier mal in einer fachkundigen Runde fragen: Kann ich nach einem Rauchstopp drauf hoffen, dass sich die Arterien wieder etwas erholen (wenn auch wahrscheinlich ergänzend eine weitere OP nötig sein wird), oder muss ich mich wohl eher damit zufrieden geben, dass es nach einem Rauchstopp bestenfalls nicht schlimmer wird?
Generell: Ich WEISS, dass Rauchen sehr schädlich ist, und ich will damit aufhören. Es würde mir aber helfen zu wissen/einschätzen zu können, ob/nach welcher Zeit ich mit einer Verbesserung rechnen kann.
Achja - Eckdaten: Ich bin 51, habe zwischen 15-40 ca. 20 Zigaretten/Tag geraucht, dann knapp 7 Jahre nicht, und seit Mitte 2018 wieder ca. 15/Tag. Ernährung: Omnivor, etwas fettlastig, aber wenig Junkfood.
Freue mich auf Euren Input, jetzt schon lieben Dank!
Viele Grüße
Monty
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jaeckel
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Re: Schaufensterkrankheit/PAVK

Beitrag von jaeckel »

Hallo Monty,
auch wenn Sie derzeit nur eine pAVK diagnostiziert haben, sind die Gehirndurchblutung und die Herzdurchblutung ebenfalls gefährdet, da die schädlichen Einfüße alle Gefäße betreffen. Neben dem Weglassen der Schädigung gibt es ja auch positive Einflußmöglichkeiten wie gesunde Ernährung, Bewegung, Sport etc.. Gründe das Verhalten zu ändern gibt es viele. Ein Rückgängigmachen von massiven Schädigungen kann man eher nicht erwarten. Drücke Ihnen die Daumen, dass die Umstellung gelingt.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Klinische Akut- und Notfallmedizin
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)
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