Starke Herzrhythmusstörungen und niedriger TSH-Wert

Koronare Herzerkrankung, Hypertonie, Herzinfarkt, Stents, Herzkatheter, Blutverdünnung, Lungenembolie, Herzklappenfehler etc. Hier können auch EKGs befundet werden. Vgl. öffentliche FB-Gruppe "Smartwatch-EKG"

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Jabi7881
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Starke Herzrhythmusstörungen und niedriger TSH-Wert

Beitrag von Jabi7881 »

Hallo und vielen Dank, dass ich hier sein darf!

Zunächst zu den Antworten auf die Fragen:

Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht: w, 67, 162, 60
Rauchen Sie? Nein, noch nie.
Haben Sie bereits festgestellte o. ggf. schon behandelte Erkrankungen? Wenn ja, welche? Seit wann? PEX-Glaukom seit 4 Jahren.
Leiden Sie an Allergien? Wenn ja, welche? Seit wann? Pollenallergie und Kreuzallergien, Kontrastmittelallergie
Welche Medikamente nehmen Sie? Bitte nur Wirkstoffe nicht Handelsnamen (siehe auch Hinweis unten)! Betablocker kurzzeitig, wurde aber wegen viel zu niedrigen Blutdrucks abgesetzt.
Was haben Sie für Beschwerden? Seit wann? Haben sich die Beschwerden verändert? Seit 2,5 Jahren starke Herzrhythmusstörungen, hauptsächlich nachts, seltener am Tag. Manchmal für einige Wochen Ruhe, dann geht es wieder los.
Waren Sie schon bei einem Arzt? Ja
Welche Untersuchungen wurden gemacht? Langzeit-EKG, mal in Ordnung, mal nicht. Nuklearmedizin Schilddrüse: Zysten vorhanden, Blutwerte bis gestern in Ordnung, jetzt liegt TSH zu niedrig, Verdacht auf latente Überfunktion.
Liegen Ihnen Ergebnisse vor? Ja
Zu welcher Diagnose kam Ihr Arzt? Die Ärzte rätseln noch bzw. widersprechen sich.
Welche Behandlung hat Ihr Arzt vorgeschlagen bzw. eingeleitet? Noch keine, ich muss wieder zur Nuklearmedizinerin
Welche Frage(n) haben Sie an die DMF-Forengemeinde?

Wie aus meinen Antworten zu entnehmen ist, habe ich seit 2,5 Jahren sehr deutliche Herzrhythmusstörungen, die sowohl vom Hausarzt wie auch vom Kardiologen festgestellt wurden. Das Herz ist aber altersgemäß in Ordnung. Der Kardiologe sah im Ultraschall Zysten an der Schilddrüse, auch diese wurden mittels Szintigraphie und Ultraschall bei der Nuklearmedizinerin bestätigt, aber als nicht behandlungsbedürftig eingestuft.

Nach drei Monaten ohne Herzrhythmusstörungen ging es vor vier Wochen wieder los. Ich spüre die Schläge sehr deutlich an mehreren Stellen im Oberkörper, dazu habe ich einen pulssynchronen Tinnitus - ich höre sie also auch im Kopf kreischen. An Schlaf ist nicht zu denken. Ich stehe nachts auf, setze mich auf den Heimtrainer, strampele meinen Puls auf ca. 120 Schläge/Minute hoch und die Rhythmusstörungen sind weg! Ich lege mich ins Bett und es dauert keine zwei Minuten, dann sind sie wieder da!

Vor zwei Wochen wurde mir morgens nach einer solchen sehr schlechten Nacht schwarz vor Augen und ich fiel um, war aber bei Bewusstsein. Unterarme und Unterschenkel kribbelten stark, ich konnte beides nicht bewegen. Die Hände nahmen eine Pfötchenstellung ein. Das ganze dauerte ca. 15 Minuten, dann konnte ich langsam wieder aufstehen.

Ich bin wieder zum Hausarzt gegangen und habe gestern die Blutbefunde bekommen. Ein Wert ist seit einigen Jahren immer etwas niedrig: eGFR (CKD-EPI-Formel) liegt bei 55 und sollte >90 sein. Dazu sagt der Hausarzt nichts.
fT3 ist in der oberen Norm, fT4 in der unteren Norm. TSH ist dieses Mal zu niedrig, bei 0,30 (Ref. 0,35 - 4,94). Der Hausarzt tippt auf eine latente Überfunktion der Schilddrüse. Nun soll ich zum Endokrinologen gehen, der nächstmögliche Termin wäre im Februar 2023. Also wurde ich wieder zur Nuklearmedizinerin geschickt... Termin ist nächste Woche.

Insgesamt bin ich sehr schlapp und antriebslos, habe 7 kg in einem Jahr zugenommen und fühle mich "weinerlich".

Können die Rhythmusstörungen mit der Schilddrüse zusammenhängen? Was kann ich noch tun, wen kann ich noch aufsuchen um den Dingen wirklich auf den Grund zu gehen? Ich habe heute Nacht mal ein kurzes EKG aufgezeichnet, so sieht der Herzrhythmus über viele Stunden aus: Bild
Viele Grüße und danke an alle, die bis hierher durchgehalten haben!
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