T-Negativierung in III

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Meer001
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T-Negativierung in III

Beitrag von Meer001 »

Sehr geehrte Damen und Herren,

mir wurde das letzte Mal sehr gut in diesem Forum geholfen. Ich hoffe, dass ich eine zweite Frage stellen darf.

Bei mir im EKG wurde (erneut) eine T-Negativierung in III festgestellt (mir bekannt erstmals im Juli 2019).

Meine Kardiologin findet diese T-Negativierung nicht beunruhigend, kann mir dazu aber auch nichts Weitergehendes sagen.

Was ist die Ursache einer solchen T-Negativierung? Kann eine Herzbeteiligung bei einer vergangenen Virusinfektion der Grund sein? Kann Aufgeregtheit der Grund sein? Ist eine solche generell als pathologisch zu werten?

Zu mir: männlich, 28 Jahre alt, sportlich, keine Vorerkrankungen, gesunder Lebensstil, Blutdruck in Ruhe bei 115/75, Ruhepuls 62, Blutwerte allesamt in bester Ordnung (-> LDL 62, HDL 48).

Die Echokardiographie, die auf meinen Wunsch durchgeführt wurde, blieb ohne Befund.

Mit freundlichen Grüßen
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jaeckel
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Re: T-Negativierung in III

Beitrag von jaeckel »

Meer001 hat geschrieben: 24.01.21, 19:01 Was ist die Ursache einer solchen T-Negativierung?
Das kann z.B. durch Lagetyp- oder durch Ableitung bedingt sein. Ein EKG ist ja nur ein sehr sehr indirekter "Blick auf das Herz".
Meer001 hat geschrieben: 24.01.21, 19:01 Kann eine Herzbeteiligung bei einer vergangenen Virusinfektion der Grund sein?
Eher nicht. Die Anamnese, die anderen Ableitungen oder das Echo sollte diese Hypothese entkräften können.
Meer001 hat geschrieben: 24.01.21, 19:01 Kann Aufgeregtheit der Grund sein?
Eher nicht.
Meer001 hat geschrieben: 24.01.21, 19:01 Ist eine solche generell als pathologisch zu werten?
Nein. S.o.: "Das kann z.B. durch Lagetyp- oder durch Ableitung (wo klebt man genau die Elektroden an) bedingt sein. "
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
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Meer001
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Re: T-Negativierung in III

Beitrag von Meer001 »

Sehr geehrter Herr Dr. Jäckel,

vielen Dank für die rasche Antwort.

Ich hoffe, dass eine Nachfrage gestattet ist.

Kann ich davon ausgehen, dass Vernarbungen oder Schädigungen des Herzmuskelgewebes im Ultraschall gesehen worden wären?

Mit freundlichen Grüßen
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jaeckel
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Re: T-Negativierung in III

Beitrag von jaeckel »

Meer001 hat geschrieben: 30.01.21, 20:25 Kann ich davon ausgehen, dass Vernarbungen oder Schädigungen des Herzmuskelgewebes im Ultraschall gesehen worden wären?
Ja, davon muss man ausgehen. Jede Untersuchung wird in Beziehung zu den klinischen Befunden interpretiert. "männlich, 28 Jahre alt, sportlich, keine Vorerkrankungen, gesunder Lebensstil, Ergometrie bis 200 Watt".
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
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Meer001
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Re: T-Negativierung in III

Beitrag von Meer001 »

Sehr geehrter Herr Dr. Jäckel,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Leider habe ich nicht ganz verstanden, was Sie damit meinen, dass jede Untersuchung in Beziehung zu den klinischen Befunden interpretiert wird.

Ich hatte gelesen, dass z. B. Vernarbungen nach einer Myokarditis so klein sein können, dass man sie im Ultraschall nicht sehen kann.

Eigentlich war ich sehr froh darüber, dass im Ultraschall alles regelrecht ist.

Abschließend, weil ich ein wenig verunsichert bin: Kann ich davon ausgehen, dass auch kleine Narben gesehen worden wären?

Viele Grüße
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jaeckel
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Re: T-Negativierung in III

Beitrag von jaeckel »

Meer001 hat geschrieben: 01.02.21, 14:06 Abschließend, weil ich ein wenig verunsichert bin: Kann ich davon ausgehen, dass auch kleine Narben gesehen worden wären?
Vielleicht nicht.
Meer001 hat geschrieben: 01.02.21, 14:06 Leider habe ich nicht ganz verstanden, was Sie damit meinen, dass jede Untersuchung in Beziehung zu den klinischen Befunden interpretiert wird.
Das soll heißen, wenn jemand 28 Jahre alt und sportlich ist, keine Vorerkrankungen hat, ein gesunder Lebensstil vorliegt, eine Ergometrie bis 200 Watt schafft, das Echo normal ist, die Wahrscheinlichkeit einer relevanten Herzerkrankung gegen null geht.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

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