pulmonal arteriellen Druck sPAP oder mPAP

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Sonja12334
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pulmonal arteriellen Druck sPAP oder mPAP

Beitrag von Sonja12334 »

Hallo,

wegen des Verdachts auf eine Kollagenose (die sich vermutlich nicht bestätigen wird laut Autoimmunambulanz), war ich heute zum kardiologischen check. meine frage dazu: als wir zum pulmonal arteriellen Druck kamen sagte der Kardiologe, mein Wert wäre 20 und bis 34/35 wäre es normal. Nun stellt sich mir die Frage: ist damit wohl der systolische oder der mittlere pulmonal-arterielle Druck gemeint? Der Kardiologe meinte es wäre alles wunderbar. Nur bei einem Wert von 20 beim Mitteldruck wäre es ja schon eher im Graubereich vor allem im Hinblick auf die Verdachtsdiagnose.

Welcher der beiden Werte wäre denn bis 34/35 im Normbereich?

vielen dank für die Hilfe

(den Kardiologen erreiche ich erst nach seinem Urlaub wieder)

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jaeckel
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Re: pulmonal arteriellen Druck sPAP oder mPAP

Beitrag von jaeckel »

Hallo Sonja,

üblicherweise wird per Echokardiographie der sPAP gemessen. So gehts:
Pilarczyk, Renner, Haake: Akutes Rechtsherzversagen auf der Intensivstation, Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin > Ausgabe 6/2019 hat geschrieben: Die Bestimmung des systolischen PA-Drucks (sPAP) erfolgt im apikalen 4-Kammer-Blick, indem zunächst mittels Farb-Doppler-Sonographie eine für diese Messung notwendige Trikuspidalklappeninsuffizienz dargestellt und anschließend der Continous-wave(CW)-Doppler-Ultraschall möglichst winkelgetreu in den „Refluxjet“ im rechten Vorhof positioniert wird, um die systolische Maximalgeschwindigkeit (Vmax) über derTrikuspidalklappe abzuleiten. Mithilfe der modifizierten Bernoulli-Gleichung kann daraus der Druckgradient zwischen dem systolischen RV- und RA-Druck errechnet werden. Da der RV-Druck in der Systole dem PA-Druck entspricht, muss auf den ermittelten Gradienten der RA-Druck (=zentraler Venendruck, ZVD) addiert werden.
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

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