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Verschluß nach Ablation

Verfasst: 03.02.20, 13:59
von Exilhamburger
Hallo nach Vorhofflimmern wurde bei mir eine Ablation der Lungenvenen im linken Vorhof durch eine kryoablation durchgeführt.

März 2019 hatte ich einen Tia der durch große Wahrscheinlichkeit durch ein PFO ausgelöst wurde.
Dieses PFO habe ich im Juni 2019 verschließen lassen.

Durch die Ablation wurde jetzt ein neues Loch vom rechten in den linken Vorhof gestochen.
Jetzt habe ich große Angst das wieder Blut von der rechten Seite in die linke Seite gedrückt werden könnte. Sollte man dieses Loch verschließen lassen oder wächst dies eventuell von allein zu?

Vielen Dank für eure Hilfe

Re: Verschluß nach Ablation

Verfasst: 08.02.20, 22:54
von downcase
hallo,

in der regel verschließen sich die durch die transseptale punktion verursachten löcher von allein. ein verschluss ist nicht sinnvoll möglich; allein schon weil ich nicht denke, dass es ein ausreichend kleines verschlusssystem gibt; nicht zuletzt jedoch auch, weil es möglich ist, dass für das vorhofflimmern im laufe ihres lebens weitere ablationen im linken vorhof erforderlich werden. und in den linken vorhof zu kommen, ist schon bei einem einzigen okkluder nicht einfach, bei mehreren wäre es wahrscheinlich rasch unmöglich.
letztlich ist bei einer konstellation wie der von ihnen geschilderten diese frage auch eigentlich irrelevant. als jemand mit vorhofflimmern, der schon einmal eine tia hatte, sehe ich die notwendigkeit zur dauerhaften blutverdünnung. diese wiederum schützt auch vor schlaganfällen, die durch eine öffnung in der vorhofscheidewand entstehen.
pessimistisch formuliert könnte man sagen, dass durch das auftreten von vorhofflimmern der verschluss des pfo überflüssig geworden ist.

grüße

downcase