Defi sondenextraktion

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E64
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Defi sondenextraktion

Beitrag von E64 » 25.02.19, 23:21

Hallo und guten Abend,

ich liege nun innerhalb von 4,5 Monaten zum 12x mit einem fiebrigen Infekt (ersten 3-5 Tage wegen Vigilanzminderung intensiv pflichtig) im Krankenhaus.
Ich habe immer eine Nierennbecken Entzündung, 5x mit Sepsis, mit und ohne Stauung 1 oder beider Nieren .

Die är6sid verzweifelt auf der suche nach dem Auslöser, ich bekomme Antibiotika i.V nach ca 7 bis 14 Tagen nachhause und komme innerhalb der nächsten 7 bis 12 tage wieder.

Nun wurde ein Schluckechokardio gemacht und dabei fand man am Defi Kabel etwas was da nicht hingehört..
Aussage der Ärztin, Blutkulturen und wahrscheinlich muss das kAbel entfernt werden, zumal es von metronic als brüchige Kabel mit hohem Risiko ausgewiesen wurde.
Da ich den Defi seid 5.2005 implantiert habe, (hatte mach meinem 1 Schlaganfall einen herzstillstand mit angelegtem LZ EKG) wurde mir gesagt das die Entfernung nur per offener Herz op möglich ist

Stimmt das?

Und wie wollen sie die eingewachsene sondern raus bekommen ohne Schäden zu verursachen?

Wie lange das eine op?

Meine Uro stoma op dauerte bis Narkose ausleitung 11 Std und aufgrund meiner erheblichen Erkrankung lag meine Überlebenschance bei 30%, wie ist sie dann bei der op?

Und kann das wirklich der Auslöser der Infektionen sein??

Ich sage ganz herzlichen Dank!
Und allen allzeit gute Gesundheit!!

Gruß
E64 weiblich noch 54

downcase
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Re: Defi sondenextraktion

Beitrag von downcase » 27.02.19, 12:22

hallo,

extraktionen von auch lange einliegenden defi-elektroden sind über den zugang der implantation grundsätzlich möglich und sollten auch hierüber zuerst versucht werden. vor einem solchen eingriff sollte zweifelsfrei sichergestellt sein, dass auch wirklich die elektrode(n) das problem sind. hier spielen die blutkulturen eine große rolle. wenn auftretende infekte durch einen herd am defi ausgelöst werden, dann müssen sich im blut die bakterien nachweisen lassen. gelingt dies nicht (obwohl vorher kein antibiotikum gegeben wurde), dann muss diese vermutung in zweifel gezogen und nach einer anderen ursache des infektes gesucht werden. eine nierenbeckenentzündung ist eine -- vorsichtig gesagt -- sehr ungewöhnliche folge einer defi-infektion. auflagerungen auf elektroden von schrittmachern und icd sieht man im echo/tee relativ häufig auch ohne, dass es sich hierbei um einen infekt handelt.
es erscheint mir fast überflüssig zu sagen, dass so ein eingriff natürlich in einem zentrum durchgeführt werden sollte, wo entsprechende erfahrung besteht. er sollte entweder durch einen entsprechend erfahrenen herzchirurgen oder einen kardiologen in zusammenarbeit mit einem herzchirurgen vorgenommen werden; nicht jedoch durch einen kardiologen allein.
das risiko einer solchen op lässt sich aus der entfernung nicht beurteilen. selbst in kenntnis aller zahlen wäre es kaum möglich, hier eine zahl anzugeben.

grüße

downcase

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