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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Notfall-Medikamente mitzuführen? z.B. Nitro-Spray
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BeitragVerfasst: 15.03.18, 10:45 
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Beiträge: 16
Hallo zusammen,

ist es ratsam, bei einer diagnostizierten Arteriosklerose, Notfall-Medikamente mitzuführen?
In erster Line denk ich an ein Nitro-Spray oder auch ASS.

Mein Arzt mein „nein“. Seine Begründung: der Notarzt ist in 5 min vor Ort und man könne mehr falsch als richtig machen .
So ganz kann ich dem nicht zustimmen. Mein Vater ist vor einigen Jahren am Herzinfarkt gestorben und musste über 10 min auf den Notarzt warten. Zugegeben, die Zeiten ändern sich.
Zudem bin auch des öfteren in der Natur unterwegs, etwas abseits von gut erreichbaren Plätzen.

Danke für Eure Meinungen und Antworten,
Uli


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BeitragVerfasst: 15.03.18, 15:06 
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DMF-Moderator

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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
"der Notarzt ist in 5 min vor Ort "- das wäre schön und entspricht absolut nicht der Realität. Wenn der Notarzt innerhalb 15-30 Minuten an Ort und Stelle ist-je nach örtlicher Begebenheit- kommt das schon näher.
Nitrospray ist okay, ASS ist nicht nützlich, allenfalls zur Praevention und auch das ist etwas umstritten. Am besten ist natürlich bei evtl. Vorliegen von Risikofaktoren ( Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen u.a.) die Änderung der Lebensgewohnheiten.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 15.03.18, 18:14 
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Registriert: 18.02.05, 19:27
Beiträge: 429
nitro spray rettet aber kein leben und verhindert keinen herzinfarkt. es ist für chronisch stabile ap gedacht und anderen fällen kann es wirklich mehr schaden als nutzen.


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BeitragVerfasst: 15.03.18, 18:31 
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Interessierter

Registriert: 03.03.18, 17:30
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"verhindert keinen Herzinfarkt" das ist mir klar. Ich dachte an den Notfall, ein Herzinfarkt und falls der Notarzt dann zu lange braucht.

@ Dr. Fischer: Danke Ihnen.
Mein Leben habe ich im letzten Monat schon so gut es geht umgekrempelt. Vom Vegetarier (ca. 10 Jahre) bin ich zum Veganer mutiert um keine tierischen Nahrungsmittel mehr zu essen. 10 kg abgenommen, so wiege ich jetzt 75 kg bei 180cm Größe. Geraucht habe ich nie. Sport, meist Ausdauersport haben ich auch viel gemacht, Wandern ist mein großes Hobby :), Radfahren, ...
Gegen den hohen Blutdruck nehme ich zur Zeit Ramipril, und Simvastatin zur Senkung des zu hohen Cholesterinwerts über 200 (trotz Vegetarier, das ist wohl erblich bedingt) plus ASS 100.

Herzliche Grüße
Uli


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BeitragVerfasst: 15.03.18, 18:51 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
"das ist wohl erblich bedingt"- gut möglich, so etwas gibt es. Bei familiärer Hypercholesterinämie sind Statine nur schwach wirksam, da die mutierten LDL-Rezeptoren nur wenig LDL aus dem Blutplasma sequestrieren können. Da gibt es diesbezüglich andere Mittel, sind mir jetzt aus dem Stehgreif nicht im Kopf abrufbar. Ich denke aber, dass Sie diesbezüglich in wissender Betreuung sind.
Es gibt ja ständig neue Erkenntnisse in der Behandlung der Hsperlipidämie, auch in ständiger Diskussion über die Notwendigkeit bzw. Nichtnotwendigkeit, das Chlesterin zu senken, Fakt ist jedoch, dass LDLviel wichtiger ist, ferner Lipoprotein a , Homocysteinsäure und noch einige andere Lipide.
Radeln Sie, das ist eine der besten und gelenkschonendsten Ausdauersportarten. Mache ich persönlich auch in einem für mein Alter extremem Umfang.

_________________
Grüße Dr. Fischer
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BeitragVerfasst: 15.03.18, 21:02 
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Interessierter

Registriert: 03.03.18, 17:30
Beiträge: 16
Hallo Dr. Fischer,

die Stadien wurden mir von meinem Hauarzt verschrieben und vom Kardiologen, der die Herzkathederuntersuchung durchführte, als weitere Therapie bestätigt. Das ich Vegetarier bin wissen beide. Ich betone das nur, weil ich als Vegetarier ja eigentlich einen niedrigen Cholesterinspiegel haben müsste. Mein Hausarzt sagte "wenn Sie sich vegetarisch ernähren, ist es wahrscheinlich, dass ein hoher Cholesterinspiegel familiär bedingt ist.
Falls Ihnen diese alternativen Mittel einfallen sollten dann würde ich mich freuen von Ihnen zu hören. Ich würde das gerne bei meinem nächsten Termin zu Sprache bringen.

Danke!


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BeitragVerfasst: 05.04.18, 14:26 
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Interessierter

Registriert: 03.03.18, 17:30
Beiträge: 16
Hallo Dr. Fischer,

könnten Sie mir noch den Tipp zu den alternativen Medikamenten, die bei familiärer Hypercholesterinämie besser wirken als die mir verschriebenen Statine, geben? Das wäre sehr nett. Ich würde das gerne bei meinem Kardiologen ansprechen.

Danke Ihnen!
Uli


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BeitragVerfasst: 05.04.18, 15:22 
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DMF-Moderator

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Beiträge: 12017
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
das Mittel ist " Lomitapid" ( chemischer Name), näheres bitte unter PharmaWiki suchen. Voraussetzung ist aber eigentlich, dass es auch bewiesen wurde durch einen Gentest, ob eine vererbte Form der Hypercholesterinämie wirklich vorliegt. Ferner ist auch sicher die Höhe des Gesamtcholesterins entscheidend, Zielwert bei " normaler" Erhöhung läge unter 240 mg/dl ( grenzwertig), besser noch unter 200 mg/dl.
Die Bewertung eines erhöhten Cholesterins wird ja immer wieder neu betrachtet und das Cholesterin als solches wird aktuell nicht mehr so verteufelt wie früher. In Ihrem Fall aber bei manifester Arteriosklerose muß das schon strenger gesehen werden, falls Sie noch zu den jüngeren Jahrgängen zählen und da ja die Sklerose in den Koronararterien sich befindet.
Ich denke aber, dass Sie bei einem Kardiologen in guten Händen sind.

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Grüße Dr. Fischer
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BeitragVerfasst: 05.04.18, 17:31 
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Beiträge: 16
Ich danke Dr. Fischer!


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