Aortenklappeninsuffizienz

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Michael1988
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Aortenklappeninsuffizienz

Beitrag von Michael1988 » 29.11.17, 11:59

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich habe einen angeborenen Herzfehler (also seit 28 Jahren) und muss diesen regelmäßig im halbjährlichen Rythmus beobachten bzw. kontrollieren lassen.
Bei meiner letzten Kontrolle vor einigen Tagen wurde mir mitgeteilt, dass es an der Zeit für einen operativen Eingriff ist und ich eine neue Aortenklappe benötige.
Obwohl ich wusste, dass dieser Tag irgendwann kommt, hat mich diese Information doch sehr mitgenommen.
Da ich im kommenden Frühjahr Haus bauen werde, kann ich den Eingriff erst im nächsten Winter, also in einem Jahr durchführen lassen.
Jetzt wollte ich mich einfach mal an Gleichgesinnte wenden und fragen, wie das Ganze vor der OP (Info an Familie, Freunde, Arbeit) bei euch abgelaufen ist, für welche Klappe ihr euch entschieden habt (organisch oder künstlich) und warum.
Vorallem interessiert mich auch wie sich das Ganze dann nach der OP (Krankenhaus, Reha, Zuhause) überstanden habt und wie lange man außer Gefecht gesetzt ist.
Für alle Erfahrungsberichte und Ratschläge bin ich euch sehr dankbar, da ich, auch wenn ich eigentlich im normalen Leben recht taff bin, ziemliche Angst vor dem Tag X.
Ich komme aus Niederbayern, in welcher Klinik würdet Ihr euch operieren lassen?

Danke Euch.
Grüße Michael

Michael1988
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Re: Aortenklappeninsuffizienz

Beitrag von Michael1988 » 25.06.18, 09:46

Schade, dass niemand auf meine Fragen eingegangen ist. :?

Euphemia
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Re: Aortenklappeninsuffizienz

Beitrag von Euphemia » 26.06.18, 18:11

Ich find's auch immer sehr schade, wenn jemand gar keine Antwort erhält. Nur ist es ja auch wenig hilfreich, wenn du – aus Mangel an gemachten Erfahrungen - Antworten erhälst, die dir nicht weiterhelfen in deiner Fragestellung.

Ich könnte jetzt beispielsweise anbringen, dass meine Mutter jeweils biologische Aorten- und Mitralklappen erhielt. Nur weiß ich eben nicht, weshalb sich für die biologischen entschieden wurde; vermutlich weil meine Mutter an terminaler Niereninsuffizienz litt und keine allzu hohe Lebenserwartung mehr hatte.
Ich las mal, dass biologische Klappen eine geringere Haltbarkeit – es war seinerzeit von 10-15 Jahren die Rede - als mechanische Klappen haben, weshalb es bei der Auswahl ganz offensichtlich auch besonders auf das Alter des Patienten ankommt. Zumindest vor einigen Jahren tendierte man bei jungen Menschen noch eher zu mechanischen eben wegen der deutlich längeren bzw. lebenslangen Haltbarkeit. Vielleicht hat sich die Medizin seitdem aber auch schon wieder weiterentwickelt.
Seinerzeit hieß es, bei mechanischen Klappen wäre eine lebenslange Antikoagulation notwendig. Meine Mutter musste nur ein halbes Jahr Blutverdünner nehmen – wahrscheinlich weil sie biologische Klappen hatte.

Zur Regenerationszeit nach der OP kann ich keine Angabe machen, weil meine Mutter als Dialysepatientin schwerkrank und komorbid war. Nach der Öffnung des Brustkorbs verlief die Heilung der großen Narbe bei ihr jedenfalls problemlos.

Wurden dir die Vor- und Nachteile der möglichen Ersatzklappen denn nicht von deiner Kardiologin/deinem Kardiologen erläutert? :?: Das kann ich mir nun wirklich kaum vorstellen. Darüber muss man vor einer solchen Operation doch sprechen?!!

Jetzt hat dir zwar jemand geantwortet, aber hilfreich ist es eben leider nicht für dich. Meiner Meinung nach solltest du einen solchen Eingriff aber unbedingt in einem Herzzentrum machen lassen.

Vielleicht solltest du dir für deine Fragen auch einfach ein passenderes Forum suchen, dann wäre die Wahrscheinlichkeit auf viele Antworten nämlich größer. Bei einfachem Googeln bin ich sofort auf ein sehr spezielles Herzforum gestoßen, wo Patienten deine Fragen stellten, als sie vor ihrer Aortenklappen-OP standen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und im Winter eine reibungslose Operation.
"Wer sich nur tragen lässt, lernt weder laufen noch tragen." (Kyrilla Spiecker)

jaeckel
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Re: Aortenklappeninsuffizienz

Beitrag von jaeckel » 28.06.18, 16:59

Hallo Michael1988,

bei jüngeren Patienten nimmt man grundsätzlich wegen der längeren Klappenhaltbarkeit lieber mechanische Klappenprothesen. Die biologischen Prothesen werden eher bei Pat. über 75 Jahren oder bei Pat. mit einer Lebenserwartung < 10 J. eingesetzt. Zu den Nachteilen der mechanische Klappenprothesen gehört die Notwendigkeit zur Antikoagulation (Blutverdünnung) mit z.B. Marcumar. Zu den Nachteilen der biologischen Klappen zählt die begrenzte Haltbarkeit (ca. 15 Jahre).
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

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