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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Fragen zu Befunden evtl. Sick-Sinus-Syndrom
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BeitragVerfasst: 31.07.18, 11:35 
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Beiträge: 426
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Wir wissen nicht mehr weiter, weil scheinbar auch die Ärzte nicht weiterwissen. Kann jemand aus den Ergebnissen Ideen schlussfolgern?

Patent ist männlich, 63, 1,74m, anfangs 73 kg, jetzt 66 kg.
Beschwerden:
Schwäche, Brustschmerz, Antriebslosigkeit
Untersuchungen im Allgemeinen: EKG, Blutdruckmessung, evtl. Kipp-Test, evtl. Blutuntersuchung, Puls, 24-h-EKG stationär

Januar 2015 Klinik
Herzkatheteruntersuchung:
Koro + LV = koronare 2-Gefäßerkrankung (LAD/RCX)
arterielle Hypertonie Stadium, Hyperlipidämie
HF 70/mmin.
Medikamente: Ass., Ramipril, Simvastatin,

Dezember 2015 Klinik
Herzkatheteruntersuchung:
instabile Angina pectoris, artherosclerotische Herzkrankheit 2-Gefäß-Erkrankung,
arterielle Hypertonie Stadium II, Hyperlipidämie
HF 65/min., Blutdruck 120/71; auf Ergometer 214/68
Medikamente: Ass., Amlodipin, Corvaton, ISDN, Ramipril, Simvastatin

Dezember 2016 Kardiologiepraxis
mittelgradige LAD-Stenose
Simvastatin nicht vertragen, Atorvastatin verschrieben

Februar 2017 Herzklinik
Herzkatheteruntersuchung:
koronare 1-Gefäß-Erkrankung mit grenzgradiger RCX-Stenose, LAD mit geringen Wandunregelmäßigkeiten ohne Stenosen, HF 56/min bis 64/min, Blutdruck 138/74
Medikamente: Ass., Amlodipin, Atorvastatin, ISDN, Metopolol, Ramipril

Juni 2017Klinik
Herzkatheteruntersuchung: instabile Angina pectoris-Symptomatik, koronare 2-Gefäß-Erkrankung, mittelgradige Stenose der LAD vor Bifurkation zu D1 sowie RCX mit medialer mittelgradigen Stenose, arterielle Hypertonie Stadium II, Hyperlipidämie,
durchgehend Sinusrhythmus mit bradykarden Phasen vor allem nachts mit HF 43-70/min.
Evtl. hier wurde auch das Rechtsherzsyndrom festgestellt. Habe grad den Befund nicht da.

Juni 2017
ambulant: Myocardperfussionsszintigraphie: eine geringe persitierende Perfussionstörung der Hinterwand, keine Hinweis auf belastungsinduzierte Myocardischämie, linksventrikuläre Pumpfunktion nicht eingeschränkt

Beschwerden immer:
Schwäche, Brustschmerz, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit,;
Nächtlicher Schlaf gut; nach Aufstehen morgens beginnen die Kreislaufbeschwerden;
Gewichtsverlust 6 kg; Muskelschwund, weil kein Sport möglich ist; Depression

Mai 2018
Notfall wegen Brustschmerzen, plötzlicher Bewusstlosigkeit, ständiger Kopfschmerzen:
EKG normal, HF 77/min., Blutdruck 167/94
Diagnose: Migräne, Ausschluss intrazerebrale Blutung

Notfall wegen Brustschmerzen, plötzlicher Bewusstlosigkeit:
EKG unauffällig, HF 64/min., Blutdruck 150/80
Diagnose: Anpassungsstörungen; psychische Komponente (Psychologe empfohlen)

Juni 2018
Notfall Brustschmerzen, Rhythmusstörung, Schwindel: HF 74/min, Blutdruck 178/77, Langzeit-EKG=mittlere HF 62/min., überwiegend nächtliche Bradykardien bis 47/min., Langzeit-Blutdruck= 96/60 bis 115/69
Frage: Durchfluss Brustaorta? o. B.
Medikamente: Ass., Atorvastatin, Amlodipin, Ramipril, Metoprolol, Mirtazapin, Ranolazin

ambulant: Carotis-Angiographie: Carotisstenosen ausgeschlossen; kein Anhalt für pAVK

Juli 2018
ambulante Untersuchung Gefäßchirurg wegen Blutgefäßzuleitungen zum Gehirn: o. B.

Einweisung in Klinik wegen nächtlichen Schwindels und plötzlicher Bewusstlosigkeit
pathologisch: Kalium 4,59 mmol/l, CKD-EPI-Formel 82,4; MCH 1,98, MCHC 22,9;
HF 68/min. und 54/min.,
Herzkatheteruntersuchung: erfolgreiche PCI mit DES-Implantation der Bifurkation Cx/PLA1 von 60% auf 0%,
Koronarangiographie: 70%ige Stenose des RD1-abgangs, 40%ige Stenose der Bifurkation RIVA/RD1; 60%ige Stenose der Bifurkation Cx/PLA1; Klapptischuntersuchung unauffällig
Medikamente: Ass. lebenslang, Clopidogrel 6 Mon., Atorvastatin, Ramipril, Ranolazin

1. Fazit eines Arztes: Sick-Sinus-Syndrom/Sinusknoten

1. Langzeit-EKG notwendig unter normalen Alltagsbedingungen (könnte er in zwei Wochen bekommen)
2. Eventrecorder evtl. um Rhythmusstörungen zu erkennen (Krankenkasse schwierig)
3. evtl. Herzschrittmacher notwendig

2. Frage ist: Rechtsherzsyndrom
Deutet das auf eine Lungenkrankheit hin wie Fibrose, COPD? Es liegen allerdings keine Atembeschwerden vor.

Praktisch ist es so, dass er nur noch zu Hause ist, sich viel hinlegt, wenn er nicht mehr kann. Sich auch bewegt, solange er es schafft. Ich mache mir ständig Sorgen, wenn ich auf Arbeit bin. Ich schlafe schlecht, weil ich bei jedem Geräusch wach bin, denn er könnte ja Hilfe brauchen. Ich kann bald auch nicht mehr. Der Stent hat leider nichts verbessert. Oder ist er nur psychisch krank oder/und ein Simulant? Wir sind hilflos. Hat jemand einen Rat?

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BeitragVerfasst: 31.07.18, 18:20 
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Registriert: 30.05.18, 18:40
Beiträge: 14
Hallo

Warten sie das LZ-EKG ab.

Vieleicht steckt tatsächlich eine Rhythmusstörung dahinter.

Typisch wären paroxysmales Flimmern- bzw. Flattern der Vorhöfe oder eine zeitweilige Störung
der Erregungsweiterleitung bei AV-Block, evtl. sogar mit Kammerersatzrhythmus.

Wurde ein sg. Herzecho (Klappenvitien) durchgeführt?
Ödeme?

Vieleicht sollten sie/ihr einmal einen Termin in einer Herz-/Rhythmusabbulanz(Uni-Klinik) vereinbaren.
Viele Grüße


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BeitragVerfasst: 03.08.18, 19:40 
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Registriert: 21.03.05, 12:49
Beiträge: 426
Wohnort: in Sachsen-Anhalt
Hallo Cardiofan,
ich bedanke mich für die Antwort und möchte noch ergänzen.
"Wir" waren schon wieder in Krankenhaus, weil sein Arzt meinte, es wäre notwendig.
Zu deinen Fragen: Herzecho ja. Ergebnis weiß ich nicht. Ödeme nein.

Der Entlassungsbrief sagt u. a. Folgendes:
Langzeit-EKG: Wach 130/78 und Schlaf 117/72, Normotonie, EKG: konstant normfrequenter Sinusrhythmus mit vereinzelten VES und SVRS, erhaltene zirkadiane Rhythmik, insbesondere keine Brady- oder Tachykardien, Ein Schellong-Test zeigte einen unauffälligen Befund.
Einbau eines Ereignisrekorders am 03.08.18.
Medikamente: Ramipril, Atorvastatin, Ass. Clopidogrel
Empfehlung Neurologie/Psychiatrie für begleitende anxiolyt. Therapie.

Es stellt sich wohl nun heraus, dass es etwas für die Psychokardiologie ist, da die Herzsymptome Ergebnis der Psyche sind. Das basiert auf Angst, Unruhe, Depression, überall ein Problem sehen, wo keins ist.
"Wir" haben kommende Woche sowieso einen Termin bei der Neurologin. Mal sehen, was sie zu einer psychokardiologischen Therapie sagt.

Und dann gucken die Ärzte ja auch immer mal, was der Eventrekorder so von sich gibt.

Wir sind auf einem guten Weg.

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