Herzleistung 20%, Rechtsherzbelastung...

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jaeckel
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Re: Herzleistung 20%, Rechtsherzbelastung...

Beitrag von jaeckel »

Man kann es ausprobieren und ggf. nochmals die Dosis halbieren, wenn der Blutdruck zu sehr in den Keller geht. Nach ein bis zwei Wochen (RR-Kontrollen, Laborkontrollen) kann man dann die Dosis erhöhen. Die Kombi Sacubitril/Valsartan darf man nicht zusammen mit Ramipril kombinieren.
Alles Gute!

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Dr. med. Achim Jäckel
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kk9979
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Re: Herzleistung 20%, Rechtsherzbelastung...

Beitrag von kk9979 »

Sehr geehrter Dr. Jäckel,

mein Vater bekommt keine Ramipril mehr. Was mir noch eingefallen ist. Er hatte vor etwa 10 Jahren schon einmal einen geschwollene Zunge. Zu dem Zeitpunkt hatte er Benazeplus genommen. Damals sagten wir es dem Arzt, der meinte, dass es nichts damit zu tun hat, weil er es schon so lange nimmt. Also nahm mein Vater es weiter. Eine Schwellung ist dann nie wieder aufgetreten.

Muss man sich da trotzdem Sorgen machen, zwecks der Valsartan/Sacubitril-Kombi? Nachgewiesen ist es jedenfalls nicht woher das damals kam....

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jaeckel
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Re: Herzleistung 20%, Rechtsherzbelastung...

Beitrag von jaeckel »

kk9979 hat geschrieben:
16.10.20, 15:15
Also nahm mein Vater es weiter. Eine Schwellung ist dann nie wieder aufgetreten.
Dann ist ja ein Zusammenhang höchst unwahrscheinlich und ebenfalls unwahrscheinlich, dass von der neuen Kombination ausgelöst werden könnte.
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kk9979
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Re: Herzleistung 20%, Rechtsherzbelastung...

Beitrag von kk9979 »

Sehr geehrter Dr. Jäckel,

seit Freitag bekommt mein Vater Sacrubitril/Valsartan. Seit dem Wochenende geht es ihm nun allerdings schlecht. Er zeigt dieselbe Symptomatik, wie damals auf der Intensivstation: Schläfrigkeit, nicht mehr richtig sprechen können, sondern lallen wie betrunken, er kann nun nicht mehr Essen und Trinken und muss gefüttert werden. Er saugt an den Händen, wenn er was trinken, will weil er gar nicht realisiert, wo der Trinkbecher ist. Sein Urin ist sehr sehr dunkel. Es ist so, als ob er in einem komatösen Zustand ist.

Ich habe mich gestern mit dem Pflegepersonal des Pflegeheims angelegt und daraufhin gewiesen, ob es nicht sein kann, wenn es so zeitnah angefangen hat zu der neuen Dosierung, dass die Dosis vielleicht zu hoch ist für ihn. Das Pflegepersonal hat alles abgeriegelt. Es wäre eben mal so. Ein Tag schlechter und einer besser. Allerdings hat er davor solch einen Zustand nicht gehabt. Er konnte Essen und Trinken, sprechen und war geistig anwesend. Müde war er zwar auch, aber nicht so....jetzt verdreht er die Augen, wie, wenn jemand wegtritt weil er Ohnmächtig wird. Das Pflegepersonal hat uns abgewimmelt und alles schön geredet.

Ich habe gestern abend dann nochmals nachgefragt, da haben sie behauptet, er hätte gegessen und es würde ihm gut gehen. Was einfach eine Lüge ist. Nun habe ich das Problem, dass die Hausärztin im Urlaub ist. Ich weiß nicht, ob die Vertretungsärztin Zeit findet, mal nach ihm zu schauen. Ich habe schon überlegt im Herzzentrum anzurufen und seinen Zustand zu schildern, dass könnte es wirklich an den Tabletten liegen, dass die dortigen Ärzte wenigstens im Pflegeheim anweisen, dass wir es erstmal mit der halben Dosierung versuchen. Was kann ich machen, wenn das Pflegepersonal alles verschönigt? Ob er alt ist oder nicht, man kann ihn doch jetzt nicht ununtersucht liegen lassen bis zum bitteren Ende?

Könnte meine Vermutung stimmen, dass es eine "Überdosierung" der Tabletten ist? Blutdruck hat das Pflegepersonal mit Sicherheit auch nicht. Nach dem ich nach seinem Blutdruck gefragt habe, wurde mir gesagt er wäre in Ordnung. Werte konnte mir man aber nicht sagen.

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jaeckel
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Re: Herzleistung 20%, Rechtsherzbelastung...

Beitrag von jaeckel »

Hat Ihr Vater eine Vorsorgevollmacht und sind Sie die Bevollmächtigte? Sonst kann es kompliziert werden.
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Re: Herzleistung 20%, Rechtsherzbelastung...

Beitrag von kk9979 »

Sehr geehrter Dr. Jäckel,

ich habe eine Vorsorgevollmacht, die ich zusammen mit meiner Schwester und Mutter habe, aber wir dürfen je einzeln entscheiden oder Auskunft einholen. Ich habe jetzt mit der Pflegedienstleitung gesprochen, die riegelt auch alles ab. Stellt meine Schwester als Lügnerin dar, was sie nicht ist. Die Stuhlprobe auf Clostitidien haben sie auch verschlampt, ich habe gerade im Labor angerufen. Und mir hat die Pflegedienstleitung vorgeworfen, ich würde ihnen nicht vertrauen: Zu Recht!

Der Vertretungsarzt ist überlastet, weil er Vertretung für gleich 2 Ärzte macht. Und die Arzthelferin hat gesagt, dass es immer schwierig ist, wenn der Vertretungsarzt ihn nicht kennt. Nun konnte ich für Nachmittag einen Telefontermin im Herzzentrum ergattern und kann mit der Kardiologin sprechen.

Könnte meine Vermutung richtig sein, dass es an den Medikamenten liegen könnte, dass sie zu hoch dosiert sind? Ich mache mir große Sorgen. Und ich liege doch im Recht, dass wenn seine Verschlechterung zeitnah eingetreten ist, dass man das überprüfen sollte, woran das liegt und nicht einfach abzuriegeln, dass der Mann alt ist.

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jaeckel
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Re: Herzleistung 20%, Rechtsherzbelastung...

Beitrag von jaeckel »

Aus der Ferne ist das immer schwierig zu beurteilen. Vermutungen und Verdächtigungen helfen nicht weiter. Wenn er sich so verschlechtert hat, sollte ein Besuch durch den Vertretungsarzt, nachts und am WE durch Rücksprache mit 116117 -ärztlicher Notdienst- erfolgen.
Alles Gute!

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Re: Herzleistung 20%, Rechtsherzbelastung...

Beitrag von kk9979 »

Sehr geehrter Dr. Jäckel,

ich habe gestern noch mit der Kardiologin vom Herzzentrum gesprochen. 'Sie hat gesagt, möglich wäre auch, dass Endresto für ihn zu hoch dosiert ist und hat im Pflegeheim angerufen, dass sie es etwas herunter dosieren sollen nach ihren Anweisungen. Der systolische Blutdruck lag auch teilweise bei 90, dann aber auch wieder bei 140. Die Ärztin des Herzzentrums hat sich angeboten, dass sie jederzeit für Rückfragen und Mitteilung der weiteren Entwicklung seines Zustandes angerufen werden kann. Persönlich erscheinen ist wäre kompliziert. Das Herzzentrum ist 100 km entfernt.

Beim Vertretungsarzt wurde ich abgewimmelt. Wir sollten doch am kommenden Montag mit dem Hausarzt sprechen. Das ist in meinen Augen aber zu spät, dass irgendjemand was unternimmt.

Heute gehe ich ins Pflegeheim und schaue mir seinen Zustand höchst persönlich an. Sollte es sein, dass er massiv schlechter ist, dann kann ich doch als Vollmachtinhaber auch die Anweisung geben, dass das Pflegeheim einen Arzt hinzuziehen soll????!!! Ich habe nur davor Angst, dass die dann vor dem Arzt es hinstellen, als ob sein Zustand schon immer so wäre, was ja nicht stimmt.

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