Abtrainieren vom Tracheostoma

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Monika50
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Abtrainieren vom Tracheostoma

Beitrag von Monika50 » 13.09.08, 17:11

Ich bin neu in diesem Forum und hoffe, ich bin hier richtig? Ansonsten hoffe ich das mir jemand den richtigen Weg zeigt. Kurz zu meiner FRage: Mein mann hatte am 28.12.07 einen schweren Unfall und erlitt ein schweres Schädel- Hirntrauma mit vielen anderen Verletzungen. Seit dieser Zeit liegt er in einem besseren Wachkoma und reagiert immer mehr. Er wird intensiv zuhause betreut und macht Fortschritte. Nur an das Entfernen der Trachealkanüle will keiner ran. Nun meine Frage, wer kann mir erklären wie wir es schaffen, das mein Mann diese Kanüle loswird? Gibt es da ein besonderes Vorgehen und wo kann ich mir Unterstützung holen?
Bin für jede - fundierte - Hilfe dankbar, da ich Angst habe hier wertvolle Zeit zu versäumen.

Coza
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Beitrag von Coza » 13.09.08, 19:18

Hallo Monika!

Mit Trachealkanüle ist die Atmung eigentlich wesentlich sicherer als ohne.

Erst einmal ein paar Fragen:

Ist es ein operativ angelegtes Tracheostoma (muß operativ verschlossen werden)oder ist es eine fiberoptische Dilatationstracheotomie (wächst allein zu) gewesen?

Ist er im Moment sicher infektfrei?

Wie oft am Tag muß er abgesaugt werden?

Was für eine Trachealkanüle hat er?
- geblockt oder ungeblockt?
- mit Sprechaufsatz?
- wann ist er zuletzt beatmet worden (vor Tagen, Wochen, Monaten)?
- Dicke der Trachealkanüle (8,0 oder 8,5 oder 9,0 oder 9,5 oder 10,0...) - das steht an der Kanüle

Wie wird er ernährt (PEG?)?

Viele Grüße

Coza

Monika50
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Hallo Coza

Beitrag von Monika50 » 14.09.08, 11:21

danke für die schnellle Reaktion. Hier nun der versuch ausführlich zu antworten. Das Tracheostoma wurde operativ angelegt. Mein mann bekam bis Sonntag letzter Woche aufgrund eines Pseudomonasinfektes ein Antibiotikum, wir erwarten den Abstrichbefund morgen.Es liegt einer geblockte 10er Kanüle ohne Sprechaufsatz und abgesaugt werden muss er unterschiedlich, da er zum Teil gut selbstabhustet. Vom Beatmungsgerät wurde er bereits Ende Februar abtrainiert und benötigte auch nach größeren OP`s nur ganz kurzfristig die Unterstützung. Er wird über eine PEG ernährt.
LG

Coza
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Beitrag von Coza » 14.09.08, 11:54

Hallo Monika!

Ich würde warten, bis er einige Wochen sicher infektfrei ist. Außerdem sollten alle Schutzreflexe vorhanden sein, also vorab ein Versuch mit ungeblockter Kanüle, bei der dann keine Aspiration auftreten darf. Weiterhin sollten keine (planmäßigen) Op's mehr ausstehen, eine Intubation kann bei Zustand nach Tracheotomie schwieriger sein.
Am ehesten sollte das mit einem HNO-Arzt besprochen werden. Zuerst Test Wechsel der Kanüle zu einer ungeblockten (Bisalski), falls das möglich ist und die Schluckreflexe vollständig erhalten sind. Wenn die Reflexe nicht funktionieren, dann sehe ich einen Entwöhnungsversuch von der Trachealkanüle wegen der Aspirationsrisiken als nicht sinnvoll an.

LG

Coza

Monika50
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Beitrag von Monika50 » 14.09.08, 15:45

Ich sehe unser größtes Problem darin, das die Betreuung zuhause nicht wirklich dazu in der Lage ist solche Versuche - auch mit anderer Kanüle durchzuführen. Die niedergelassenen HNO Ärzte übrigens auch nicht. Ich habe schon gesurft nach Kliniken die soetwas anbieten, bin jedoch nicht fündig geworden. Trotzdem hast du mir schon geholfen. Zumindest weiß ich nun wo ich ansetzen muss.

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