Intensivstation / Betreuung

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sailtec
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Intensivstation / Betreuung

Beitrag von sailtec » 28.05.08, 16:29

hallo zusammen,

ich weiss nicht ob ich das richtige forum unter den foren hier aussuchte, aber ich hoffe es passt und mi r kann jemand helfen.

folgender sachverhalt: wie ist es zu bewerten, wenn die großmutter auf der intensivstation liegt. ursprünglich wegen einer knie-op ins krankenhaus gekommen, dann lungenentzündung beidseitig, mrsa-virus, künstliche beatmung und ernährung und dauerharter, weggetretener zustand aufgrund der starken täglichen medikamente. sie hat vorher schon starke medikamente bekommen, da sie starkes rheuma hat und diverse künstliche gelenke.

nun hat ihre tochter die betreuung übernommen, der arzt hat es an das amt weitergeleitet und es wurde genehmigt, grund zur notwendigkeit war der anstehende luftröhrenschnitt, da die großmutter lt. arzt nicht von allein von der künstlichen beatmung loskommt.
der luftröhrenschnitt wurde erfolgreich durchgeführt und die oma war zwar nicht wirklich ansprechbar, jedoch wurde die dauerharte betäubung langsam reduziert, so dass man mit ihr wieder ein wenig reden konnte. auch wenn sie sich nicht bewegen konnte, hat sie einen ab und zu angeschaut und sogar ab und an genickt o.ä.

jetzt kommt ein brief vom amt, mit datum von vor zwei tagen, dass ein angestellter vom amt bei der großmutter im krankenhaus war, auf der intensiv, und dem brief war ein protokoll beigeführt, dass von einem "gespräch" mit der großmutter "berichtet". so wurde sie von der amtsperson davon in kenntnis gesetzt, dass die tochter betreuerin ist und gefragt, ob sie weiterhin damit einverstanden ist. im protokoll steht sie hätte genickt, womit die rechtslage der betreuung unverändert ist.

jetzt ist es so, dass die großmutter seither sehr depressiv ist und nahezu jeden lebenswillen verloren hat. jetzt meine frage:

klar ist es ratsam, dass ein amt dafür sorge trägt, dass es dem betreuten gut geht. aber ist es rechtens es auf diesem wege zu tun? damit meinte ich, ist es okay, dass eine amtsperson unangekündigt (für betreuten und betreuer und familienangehörige ) zu der großmutter auf der intensiv aufkreuzt, sich vermummt ( aufgrund des mrsa ) ins zimmer begibt und der großmutter diese fragen stellt, obwohl sie eh kaum reagieren und geschweige denn sprechen kann?
ich stelle es mir vor, wenn ich da liegen würd und jemand unbekanntes - eh schon vermummt wie alle, was schlimm genug ist - in mein zimmer kommt und mir diese oben genannten dinge zumutet.
ich finde das unverantwortlich in dem zustand, zumal niemand der familie annähernd informiert wurde und die mitteilung, dass dieser besuch stattgefunden hat, auch erst 13tage danach per post kam!
kann mir dazu jemand was sagen, ob das so üblich ist und mein einfühlvermögen da etwas neben der spur ist oder ob ich zu recht irritiert bin?

über eine antwort wäre ich sehr,sehr dankbar.
herzlichen gruß

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