Schmerzmittel nach Hämmorhoiden OP

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ackibaun
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Schmerzmittel nach Hämmorhoiden OP

Beitrag von ackibaun » 22.01.09, 12:57

Hallo

bin Neuling im Forum.
Habe nach einer Hämmorhoiden (Longo-Stapler)+ Marisken OP noch ziemliche Probleme
Im Krankenhaus erhielt ich 4 Tage 3x täglich je 2 Tabletten a 500 mg eines bekannten Schmerzmittels (neben abführenden bzw. stuhlformenden Medikament)
Zu Hause hat mir dann die Ärztin das Medikament weiterverordnet allerdings keine
Einnahme-und Mengen-+Dauerhinweise gegeben (so mehr nach Bedarf)
hatte dann schnell gemerkt, dass die Schmerzen (obwohl nun weniger) wiederkamen.
Bin zur Zeit auf 2-3 x 20 Tropfen Morgens Nachmittags bis spätabends -
Wie lange sollte/kann man eigentlich dieses Schmerzmedikament nehmen, bis überhaupt keine Beschwerden mehr da sind? oder der Zustand eines Erträglichen erreicht ist?
Denn das Darmentleeren (neben den Wundbeschwerden + leichten Nachblutungen)
mit Abführmitteln scheint doch noch eine ganze Weile an der Wunde vorbei Beschwerden
bzw. Schmerzen zu verursachen

Lindel
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Beitrag von Lindel » 22.01.09, 13:19

Hallo ackibaun,

zu den medikamenten kann ich dir keine auskunft geben. aber ich kann dir sagen was ich gemacht habe, nach meiner Hämmorhoiden OP.

ich hatte sehr wenig , bzw. gar keine schmerzen nach der OP (direkt nach OP habe ich eine schmerzspritze bekomme und habe damit auch zwei tage und nächte nur geschlafen. ) danach gings mir schon ziemlich gut und hatte auch keine schmerzen. (okay, noch dazu gesagt, ich neige eh wenig zu schmerzen)

ich habe schon im krankenhaus (auf anraten der ärzte) mit sitzbädern angefangen und diese dann auch fast 6 wochen lang täglich(2 mal) zu hause weiter gemacht. ich habe ein mittel (gibts als flüssigkeit, oder auch tee, bzw. hausmittel zu kaufen, namen bekommst per PN, ich weiß nicht ob ich dass mittel so her schreiben darf.) für die sitzbäder genommen.

ich habe mir slipeinlagen, oder die normalen monatsbinden für frauen, als schutz, damit die wäsche nicht so reibt, vorn/an po gelegt.
zu hause bin ich auch sehr oft ohne slip/hosen... gelaufen, damit luft ran kommt.

harten stuhl hatte ich nicht, habe aber auch sehr viel obst gegessen, aber auch aufgepaßt, dass kein durchfall wird. weil durchfall reiz in dem fall und verursacht zusätzlich schmerzen. abführmittel habe ich keine genommen.

ich war auch sehr lange (glaube 8 wochen oder so) krank geschrieben. ich hatte damals eine tätigkeit wo ich fast die ganze arbeitzeit über laufen musste. durchs laufen aber ne reibung ensteht, welche zur heilung nicht so gut wäre (meinung der ärztin) .

Chandra
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Beitrag von Chandra » 22.01.09, 13:58

Hallo ackibaun,

zur Schmerztherapie kann man pauschal keine Informationen geben, wenn Sie den Wirkstoff nicht nennen. Wirkstoffe dürfen Sie ja nennen, nur Handelsamen nicht. Die Wirkstoffe stehen immer in der Packungsbeilage. Notfalls können Sie aber auch den Handelsnamen in der Suchmaschiene eingeben und nach dem Wirkstoff googeln. :wink:

So, wie Sie es beschreiben, klingt es, als würden Sie Metamizol-Tropfen nehmen. Metamizol hat eine tägliche Höchstdosierung von 6g - das heisst, Sie dürften maximal 4x 50 Tropfen davon einnehmen. Wenn Sie bereits vorher schmerzfrei sind, ist dies natürlich umso besser. :wink: Diese sehr hohe Dosierung kommt auch eher in der Onkologie (Krebsheilkunde) zum Einatz...
Viele Ärzte neigen aus verschiedenen Gründen dazu, Schmerzmittel instinktiv zu unterdosieren - sollte es sich um Metamizol handen, so würde ich von 2-3 x 20 Tropfen im Leben keine Schmerzfreiheit erwarten. Erstens ist die Halbwertszeit dafür viel zu kurz, sodass es mind. 4x tgl. eingenommen werden sollte, zum anderen kann mit der Menge von 20 Tropfen kaum ein ausreichender Wirkstoffspiegel im Blut erreicht werden.

Sollten Sie ein anderes Medikament als das Metamizol einehmen (z.B. Opioide wie Tramadol oder Tilidin), so steht die Tageshöchstdosis immer in der Packungsbeilage. Bei Opioiden würde ich aufgrund des hohen Suchtpotenzials die Dosierung jedoch immer mit Ihrem Arzt absprechen.

Generell sollen Sie jedoch schon darauf achten, dass Sie schmerzfrei sind, denn neben einigen anderen unerfreulichen Nebeneffekten verzögern Schmerzen auch die Wundheilung.

Und was die Dauer der Therapie betrifft: Da gibt es prinzipiell keine zeitliche Begrenzung. Viele chronische Schmerzpatienten sind gezwungen, ihr ganzes Leben lang derartige Medikamente einzunehmen - was natürlich nicht gesund ist, aber gesünder als die Schmerzfolgen.
Ich würde also davon ausgehen, dass Sie das Analgetikum so lange einnehmen dürfen, bis die Schmerzen durch Heilung nachlassen. Sollte dies die Dauer einiger Wochen überschreiten, würde ich erneut einen Arzt aufsuchen - zum einen, um die weitere Schmerzherapie mit ihm abzusprechen, zum anderen, um den Heilungserfolg zu kontrollieren.

Alles Gute und liebe Grüße
Chandra
To know how to do something well is to enjoy it.

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