Wie mutig bin ich dieses Mal ?

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Lindel
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Wie mutig bin ich dieses Mal ?

Beitrag von Lindel » 16.01.09, 00:49

Herr Tillenburg ich bin am überlegen, ob ich mir bei der MRT (Kopf) (ist in paar Tagen) sagen lasse, falls was gesehen wird.

Bis jetzt hatte ich ja immer "nein" angekreuzt.

Meine Tochter sagt, ich soll es mir sagen lassen. Also JA ankreuzen.

:roll:

Sagen sie auch Ja ?

Hab aber immer noch keine Ärzte die mich auffangen , wo ich mich sicher fühle... falls was ist.

Daher....würde unheimlich anstrengend werden... ich glaube anstrengender als wenn ich nicht weiß, ob was ist.

Und Sie wohnen ja so weit weg.

Soren
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Re: Wie mutig bin ich dieses Mal ?

Beitrag von Soren » 16.01.09, 01:28

So eifrig wie du anderen immer Ratschläge erteilst, müsste man eigentich davon ausgehen dass du dir solche Fragen selber beantworten kannst.

Ralf Tillenburg
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Beitrag von Ralf Tillenburg » 16.01.09, 08:42

Hallo,

ich würde immer alles wissen wollen. Das hat verschiedene Gründe:

1) Man kann vor Krankheiten nicht davon laufen, irgendwann werden sie einem ja doch bewusst.

2) Je eher man von einer Krankheit weiß, desto größer die Chancen einer guten Therapie.

3) Wenn ich um eine schlimme Krankheit weiß, habe ich die Chance, mich damit zu beschäftigen, wie ich sie besiegen kann. Oder zumindest, wie ich das beste aus der Situation machen kann. Wenn ich es nicht weiß, zerfleischen mich meine Sorgen, was ich alles haben könnte.
Soren hat geschrieben:So eifrig wie du anderen immer Ratschläge erteilst, müsste man eigentich davon ausgehen dass du dir solche Fragen selber beantworten kannst.
Diese jetz hier stehende Version ist kaum besser als die erste, die Sie gepostet haben. Bitte unterlassen Sie solche Anmerkungen, da sie ja nicht der Beantwortung der gestellten Frage dienen.
Alles Gute
Ralf Tillenburg
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Lindel
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Beitrag von Lindel » 17.01.09, 23:38

Hallo Herr Tillenburg,

vielen dank für die antwort, ich weiß sie haben recht.

ich will mich auch bei ihnen entschuldigen, weil ich "nein, ich will es nicht gesagt bekommen...." angekreuzt habe.

ist klar, ich muss mich gar nicht bei ihnen entschuldigen, ist ja meine sache was ich mache . die entschuldigung ist jetzt auch : weil ich erst frage, sie antworten und dann mache ich doch was ich für richtig halte .

sorry deswegen.

ihre antworten waren mir aber denoch eine sehr große hilfe und geben irgendwie kraft.

ich habe auch in drei richtungen nachgedacht, praktisch, logisch und emotional (blödsinnig).

Praktisch= solche "untersuchungen, tests" geben ne sehr große möglichkeit dass was gefunden wird, wo ansonsten so tiefgehend gar nicht geguckt wird. außerdem würden mehrere fliegen mit einer klappe geschlagen werden. mehrere hätten von einer untersuchung nutzen, gelder könnten gespart werden.

Logisch: ne kleine möglichkeit dass ich etwas habe, ist schon gegeben. denke grad nur daran, weil ich so zeitig in die wechseljahre gekommen bin, noch nichts dahingehend richtig abgeklärt wurde. hab im internet gelesen, mein vieles wasser lassen (große mengen urin) könnten auch was im kopf sein, was man im MRT als veränderung sehen könnte.

Emotional: wenn bei mir etwas schlimmes festgestellt werden würde, würden die ärzte, die es feststellen/mir mitteilen mich NICHT behandeln. ich müsste mir andere ärzte suchen.
(ist so schon festgelegt) .

mir ärzte suchen würde für mich eine unheimliche überforderung dastellen. ich würde gar nicht wissen, wo , wie , welchen arzt nehmen. und wenn beim MRT was festegstellt werden würde, wäre das ja nicht nur ne beule, sondern dann schon schlimmer.

klar wie sie in punkt 3 schreiben, es wäre echt mal ne vernünftige herrausforderung sich sowas unangenehmen zu stellen.

aber ich bräuchte dazu echt ärzte denen ich vertrauen kann, die ich schon ein wenig kenne.. damit die mich bissel auffangen, mir hilfe geben.

wenn ich mir jetzt vorstelle, ich bekomme einen schlimmen befund, nach dem ja gar nicht gesucht wurde. der nur durch zufall/als nebeneffekt erkannt wurde... ich dann mit dem befund durch berlin renne, suche wo ich den arzt finde, mit dem ich gut klar komme... vielleicht monate auf den termin bei dem arzt warten muss.... dann vielleicht mit ärzten rumdiskutieren muss, weil ich ne OP will, die ärzte aber mit bestrahlung oder gar nur medikamenten behandeln wollen.....

:cry: :roll: :shock:

sie sind zur zeit der einzige der für mich in frage kommt,wo ich mich sicher fühlen würde, wo ich glauben und trauen würde.... aber in dem fall einer schlimmen (echt erwiesenen krankheit) brauchte ich sie von angesicht zu angesicht. da würde mir das forum nicht mehr reichen. aber real laiv wohnen wir beiden einfach zu weit auseinander.

ich bin ein feigling, lass es mir auch dieses mal nicht sagen.

:oops:

aber ich denke ich werde noch öfters solche MRT (kopf ) haben, vielleicht lasse ich mir es das nächste mal sagen.

bestimmt sogar.

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Beitrag von SusanneG » 18.01.09, 07:56

Mal ne dumme Frage...

Was nutzt ein MRT, wenn niemand den Befund erfährt?
Bez. irgendein Arzt muss es doch veranlasst haben, der den Befund dann ja wohl bekommt....
Aber wenn ich den Befund nicht abfrage - warum lege ich mich dann in die Röhre rein?

Dann könnte ich das doch auch lassen, oder?

Susanne

Ralf Tillenburg
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Beitrag von Ralf Tillenburg » 18.01.09, 08:17

Hallo Sieglinde,
Lindel hat geschrieben:ich will mich auch bei ihnen entschuldigen, weil ich "nein, ich will es nicht gesagt bekommen...." angekreuzt habe.

ist klar, ich muss mich gar nicht bei ihnen entschuldigen, ist ja meine sache was ich mache . die entschuldigung ist jetzt auch : weil ich erst frage, sie antworten und dann mache ich doch was ich für richtig halte .

sorry deswegen.
Wozu. Das ist ddoch genau der richtige Weg. Sie holen sich eine Meinung ein, die Ihnen hilft, Ihre eigene Meinung zu finden. Das ist doch sinnvoll. Und nirgendwo steht geschrieben, dass Patienten die gleiche Meinung haben müssen wie Ärzte. :wink:
Lindel hat geschrieben:emotional (blödsinnig).
Ich finde Emotionen nicht blödsinnig. Sie gehören zu uns, wir sind eben keine Maschinen.
Lindel hat geschrieben:...und wenn beim MRT was festegstellt werden würde, wäre das ja nicht nur ne beule, sondern dann schon schlimmer.
Ja, aber trotzdem oft mit guten Heilungschancen, oder zumindest guten Therapiemöglichkeiten. Es gibt ja nicht nur inoperable Hirntumore, sondern vieles mehr. Z. B. kleine Funktionsstörungen der Hypophyse, die man (sofern erkannt) mit ein wenig Hormongabe super behandeln kann.

@ Susanne: Es geht hier um ein MRT im Rahmen einer Forschungsstudie, nicht zur Abklärung von Krankheiten.
Alles Gute
Ralf Tillenburg
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Beitrag von christine16 » 18.01.09, 19:37

Guten Abend Herr Tillenburg,

hab eine (generelle) Frage dazu:

Wenn zu Forschungszwecken die `Bekanntgabe des Ergebnisses' nicht gewünscht wird, was geschieht im Falle eines positiven Befundes?
Akzeptiert der Arzt für sich dann, dass er (im Falle einer behandlungsbedürftigen Therapie) - diese nun (doch) nicht stattfinden kann? Wäre das nicht fahrlässig?

Sorry, wenn ich mich zum obgenanntem Thema hier 'dreinmische' :wink: - aber auch ich habe Emotionen - und die sind wie Sie schon zu Sieglinde sagen - nicht 'blödsinnig'.

Liebe Grüße,
Christine

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