Schilddrüsenunterfunktion

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Jessy-81
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Schilddrüsenunterfunktion

Beitrag von Jessy-81 » 05.12.08, 21:08

Habe folgendes problem.War vor 2 Wochen beim Arzt weil es mir nicht gut ging (konnte kaum aufstehen war nur müde usw) hatte auch Haarausfall, blass, niedrigen Blutdruck 90 zu 65 mmHg, BZ nach dem essen 75mg/dl (habe kein Diabetes).
Wurde ein zu hoher TSH festgestellt
Meine Blutwerte.
TSH 4.62 (0,3-4,0)

Freies T3 4.17 (1.8-4.6)

Freies T4 1.36 (0,7-1,85)

TPO Ak 9,52 (unter34)

Auto AK unter 0,05 das andere mal 0,3 Normwert steht da nicht.

Bei einer 2 Minuten Sonografie wurde gesagt das die Schilddrüse in Ordnung sei.
Habe Jodid 200 ug bekommen.
Soll in 4 Wochen noch mal zur Butentnahme kommen.
Habe folgendes problem,. Mir geht es immer noch nicht besser( Psychisch bin ich auch nicht gut drauf), kann es ein wirklich so schlecht gehen nur wegen ein zu hohen TSH wert? Und wäre es sinnvoll zum Endokrimologe zu gehen? Was Thema ist, dass ich mich von mein Arzt nicht wirklich gut aufgehoben fühle, habe das gefühl man nimmt mich nicht ernst.

Ice1983
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Beitrag von Ice1983 » 06.12.08, 19:15

wenn Sie schon das Gefühl haben das Sie bei dem Arzt nicht gut aufgehoben sind, dann suchen Sie am besten einen 2. auf, oder wechseln zu einem Arzt dem Sie wohlmöglich mehr Vertrauen schenken. Normalerweise kann ein Arzt für innere Midizin Sie schon ausreichend untersuchen und beraten.

Ralf Tillenburg
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Beitrag von Ralf Tillenburg » 07.12.08, 10:27

Hallo Jessy,

es wurden doch bestimmt noch weitere Blutwerte bestimmt, oder? Wie sahen die denn aus?

Für die Schilddrüse sind zwei Minuten mehr als ausreichend zur sonografischen Abklrung. Das geht meist noch schneller, das Organ ist ja nicht sehr groß. :wink:

Leider schreiben Sie nicht, wie die Schilddrüse im Ultraschall ausgesehen hat.
Alles Gute
Ralf Tillenburg
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Jessy-81
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Beitrag von Jessy-81 » 07.12.08, 13:27

Es wurde nur gesagt das die Schilddrüse in Ordnung sei. Auf fragen wurde nicht eingegangen.
Meine Blutwerte waren sonst in Ordnung.
Außer oder grenzwertig (aber wahrscheinlich unwichtig).
alk. Phosphatase 41 (40-129)
Harnsäure 2.2 (3,4-7)
Kreatinin 0,6 (0,7-1,2)
MCHC 32 (32-36)

Jessy-81
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Beitrag von Jessy-81 » 09.12.08, 16:22

Ich habe jetzt folgendes Problem. Seit ich die Jodidtabletten nehme habe ich öfters Hautausschlag( Hautrötung und kleine Quddeln die nach 10 Min. verschwinden) und öfters einen zu schnellen Puls teilweise in Ruhe von 120. Aber der Blutdrück ist trotzdem ehr niedrig 100/65. Kann das an den Tabletten liegen?

Ralf Tillenburg
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Beitrag von Ralf Tillenburg » 10.12.08, 17:00

Hallo,

möglicherweise liegt das an den Tabletten, aber auch andere Ursachen sind denkbar. Sprechen Sie noch einmal mit Ihrem ARzt
Alles Gute
Ralf Tillenburg
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Beitrag von Jessy-81 » 20.12.08, 20:20

War beim Endokrimologe. Nach dem ich druck beim Hausarzt machen musste um eine Überweisung zu bekommen. Es ist doch Hashimoto Thyreoiditis. Die Schilddrüse war beim Sono nicht in Ordnung. Wäre schon wenn ein Arzt der nicht die benötigten Geräte beziehungsweise das nötige wissen hat, zu sagen Sie mussten zum Facharzt und nicht selbst umprobieren und einem was verschreiben war die Krankheit noch verschlimmert. Mein Ziel ist nicht die Ärzte schlecht zu machen ich weiß es super Ärzte aber man muss immer selbst mitdenken und auch den Mut haben, zu sagen "Es reicht und ich möchte eine Überweisung zum Facharzt".

Ralf Tillenburg
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Beitrag von Ralf Tillenburg » 21.12.08, 10:13

Hallo Jessy,

ich verstehe, dass Sie nicht begeistert sind, wenn zwei Ärzte unterschiedliche Meinungen vertreten. Sie haben jetzt hier den Standpunkt vertreten, dass der zweite Arzt mit seiner Meinung Recht hat.

Wenn man jedoch kritisch hinterfragt, ist das ja gar nicht so klar. Sie schreiben, der zweite Arzt hätte Hashimoto diagnostiziert, und Ihrem Unterton entnehme ich, dass Sie der Meinung sind, dass der erste hier falsch gehandelt hat.

Ich kenne die aktuellen Untersuchungsbefunde nicht. Jedoch muss ich anmerken, dass aufgrund der von Ihnen selbst hier geschilderten Befunde kein Anhalt für eine Hashimoto bestand.

Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, charakterisiert u. a. durch das übermäßige Auftreten von Antikörpern. Diese hat der erste Arzt richtigerweise bestimmt, und sie waren im Normbereich, und das spricht nun einmal gegen eine solche Autoimmunerkrankung.

Es kann natürlich sein, dass der zweite Arzt diese Werte neu bestimmt hat, und jetzt diese höher lagen. Dann kann man dem ersten Arzt aber keine Vorwürfe machen. Hat der zweite Arzt die Werte nicht neu bestimmt, und ohne Antikörper diese Diagnose gestellt, sind zumindest Zweifel an der Richtigkeit angebracht. Denn allein durch Ultraschall kann man die Diagnose nicht stellen.

Auch die Tatsache, dass Sie auf Jod reagiert haben, lässt sich nicht im Sinne einer Hashimoto verwerten, sondern spricht eher für eine Allergie auf einen der Bestandteile in dem Medikament.

Vestehen Sie mich bitte nicht falsch, ich kann aus der Ferne nicht beurteilen, wer nun Recht hat und welche Diagnose bei Ihnen wirklich vorliegt. Aber nicht immer hat der Recht, der lauter ruft, oder schnell mit einer Diagnose zur Hand ist.
Wäre schon wenn ein Arzt der nicht die benötigten Geräte beziehungsweise das nötige wissen hat, zu sagen Sie mussten zum Facharzt und nicht selbst umprobieren und einem was verschreiben war die Krankheit noch verschlimmert.
Wie schon angemerkt, hat der erste Arzt nach Ihrer Beschreibung keinen Fehler gemacht. Ob er das nötige Wissen hat, kann ich nicht beurteilen. Und die von ihm getätigte Verschreibung ist aufgrund seiner Untersuchungsbefunde auch nicht zu kritisieren.
aber man muss immer selbst mitdenken
Das sollten Sie sowieso immer, denn es geht ja um Ihre Gesundheit. :wink: Das ist aber unabhängig von der Qualität eines Arztes und Sie sollten bei jedem Arzt kritisch bleiben.
Alles Gute
Ralf Tillenburg
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Beitrag von Jessy-81 » 21.12.08, 15:41

Es ist ja so das bei 10% bei Hashimoto die Antikörper nicht im Blut nachweisbar sind und man nur durch die Sono es feststellen kann. Den Sonobericht habe ich noch nicht aber es wurde gesagt das die SD noch normal groß ist aber leicht entzüntet und zu stark duchblutet und schwammig ist. Die Blutwerte habe ich noch nich weil ich erst Ende dieser Woche da war. Es ist ja auch die frage wenn es nicht Hashimoto ist, durch was kommt die Unterfunktion? Durch ein Stuma ist es nicht und extema Jodmangel ist es auch nicht (wobei normalerweise sich die Schildrüse erst vergrößert bevor es zu einer Unterfunktion kommt, meines wissens). Es ist doch auch unwichtig durch was die Unterfunktion kommt, punkt ist ist die SD ist im moment nicht in Ordnung. Ich soll wenn alle Ergebnisse da sind mit Thyroxin 12,5 µg anfangen.Der sinn sollte auch sein mein SD zu "entlasten" Würden Sie denn sagen das es noch sinnvoll wäre weiter es mit Jodid zu probieren?. Es wollen noch weiter Autoimmunerkrankung ausgeschlossen werden und Cortisol bestimmt werden, muss Morgen denn 24 Stunden Urin abgeben.Weil mache Symptome für weiter Erkrankungen sprechen z.b Gewichtsabnahme niedriger BZ, Blutdruck.

Ralf Tillenburg
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Beitrag von Ralf Tillenburg » 23.12.08, 08:30

Hallo Jessy,
Es ist ja so das bei 10% bei Hashimoto die Antikörper nicht im Blut nachweisbar sind....
darüber gibt es unter Ärzten unterschiedliche Meinungen, ich halte es aber grundsätzlich für möglich, eine Autoimmunerkrankung zu haben, ohne dass es gelingt, Antikörper nachzuweisen.
...und man nur durch die Sono es feststellen kann.
Diese Aussage ist falsch. Wer sich lange genug mit der Sonografie an sich beschäftigt hat, weiß, dass man nie allein mittels einer solchen Untersuchung eine Diagnose stellen kann. Man kann damit lediglich einen physikalsichen Zustand beschreiben. In Ihrem konkreten Fall kann man also sagen: "SD sieht aus wie z. B. Hashimoto". Man kann aber nie sagen "Es ist Hashimoto", denn andere Krankheiten der SD können im Ultraschall durchaus genauso aussehen.

Ich weiß, dass dies im Internet leider oft behauptet wird, aber das macht es nicht wahr. Posten Sie mal den Sonobericht, ich bin neugierig... :wink:

Es ist bei Ihren geposteten Werten nicht einmal sicher, ob überhaupt eine Unterfunktion vorliegt. Denn über den Grenzwert des TSH wird noch gestritten, und die Hormonwerte selbst liegen ja durchaus noch im guten Bereich.
Es ist doch auch unwichtig durch was die Unterfunktion kommt,
Doch, das ist durchaus wichtig, da dies Auswirkungen auf die Therapie hat.
Würden Sie denn sagen das es noch sinnvoll wäre weiter es mit Jodid zu probieren?.
Kann man im Moment nicht zu raten, solange die Diagnose noch nicht endgültig feststeht . Es gibt Hinweise dafür, dass man Jod bei Hashimoto nicht nehmen sollte, ob es wirklich negativ wirkt, ist noch nicht endgültig bewiesen. Solange jedoch wäre ich mit Jod vorsichtig, wenn möglicherweise eine Hashimoto im Raum steht.
Alles Gute
Ralf Tillenburg
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Beitrag von Jessy-81 » 23.12.08, 10:03

Was könnte es denn sonst sein ausser Hashimoto? Und wie würde das therapiert werden?

Ralf Tillenburg
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Beitrag von Ralf Tillenburg » 24.12.08, 08:17

Hallo,

was als mögliche Usache in Frage kommt, kann ich aus der Ferne nicht sagen. Ich kann Sie ja niht untersuchungen.
Da Sie ja derzeit noch weiter untersucht werden, sollte man die weiteren Ergebnisse abwarten.

Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Ich kann weder sagen, dass die erste, noch dass die zweite Diagnose richtig war, dazu fehlen mir aus der Ferne die Möglichkeiten. Ich wollte aber veranschaulichen, dass eine Diagnostik nicht immer so einfach ist, und dass keineswegs derjenige, der etwas findet, auch Recht haben muss. Keisewegs hat auch ein Arzt, der nichts findet, oder zu einem anderen Ergebnis kommt, gleich einen Fehler gemacht oder "keine Ahnung".
Alles Gute
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Beitrag von Jessy-81 » 25.12.08, 23:29

Mir ist im Moment erst mal wichtig das ich überhaupt ernst genommen werde und weiter untersucht werd, weil ich weiß das irgendwas nicht mit mir stimmt. Es ist nämlich kein tolles gefühl wenn es einem immer schlechter geht und gesagt wird kommen Sie in 4 Wochen wieder(wie es beim andern Arzt war) und als ich hingegangen bin und gesagt hab das ich die Jodidtabletten nicht vertrage geagt wurde, das kann nicht sein. Darum bin ich auch zum Endokrimologe gegangen. Es wurde ja schon vom Endokrimologe gesagt das viele Symptome nicht passen z.b Gewichtsabnahme, esse aber viel. Bin mit 170cm 50 KG schwer. Muss wohl abwarten. Muss es schon positiv bewerten das man erst alle Ergebnisse abwarten will bevor behandelt wird (hab darum auch noch keinen Sonobericht :wink: wird mir alles zugeschickt ). Hoffe bloß das es nicht so lange dauert.
Hoffe bloß das dieses mal die die TG-AK untersucht werden die wurden wohl beim ersten Arzt vergessen, die werden doch normalerweise auch untersucht bei verdacht auf Hashimoto, oder?

Ralf Tillenburg
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Beitrag von Ralf Tillenburg » 28.12.08, 15:29

Hallo,

dass Sie ernst genommen werden wollen beim Arzt, ist nur zu verständlich. Ich kann das gut nachvollziehen. Immerhin scheint es nach Ihren Schilderungen, dass der Endokrinologe ja weiter abklären will. Das klingt doch positiv.

Ob die TG-AK mitbestimmt werden, kann ich nicht sagen. Eine direkte Beweiskraft für Hashimoto haben Sie ja nicht, wären aber ein Hinweis. Ich denke, dass dies jeder Arzt individuell entscheidet, ob er sie bestimmen lässt. Bitte machen Sie nicht den Fehler, die Qualität des Arztes danach zu bewerten, was in manchen Internetseiten als angeblich zwingende Diagnostik zur Abklärung empfohlen wird. Im Internet steht gerade bzgl. der Schilddrüse auch viel Unsinn, und ich denke, dass ein Facharzt weiß, was er tut. :wink:
Alles Gute
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Beitrag von Jessy-81 » 30.12.08, 15:37

Habe jetzt den Sonobericht: Schilddrüsenvolumen 12 ml, bds. inhomogenes Muster. keine Raumforderung, Perfusion gesteigert.

Ohne Therapie findet eine normale Schilddrüsenfunktion statt. In der Zusammenschau lassen sie sonographische Hinweise auf eine Autoimmunthyreopathie darstellen, die Antikörper sind allerdings nicht nachweisbar. Keine Hinweise auf eine Malnutrition und zentrale Hormonregulationsstörung.
Keine Therapie notwendig.

Die Blutwerte sind nicht dabei.
Ich muss da jetzt irgendwie durch, und gucken wie's weiter geht. Weiter zum Arzt gehen kann ich wohl nicht, sonst werde ich noch als Hypochonder abgestempelt.

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