Darmprobleme

Moderator: DMF-Team

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Shadra
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Darmprobleme

Beitrag von Shadra »

Ich habe seit einigen Monaten das Problem das ich immer Durchfall habe oder bleistiftdünnen Stuhl. Dazu kommen krampfartige Bauchschmerzen und wenn ich dann nicht sofort eine Toilette finde wird mir schwarz vor Augen.
Bei meinem letzten Aufenthalt in der Klinik ( Psychiatrie bin borderliner mit depressionen).
meinte die Ärztin man sollte das ganze ignorieren weil es sicher psychisch sei und eine Darmspiegelung wolle ich sicher nicht.

Meine Frage dazu:

Ist es so sicher das es psychisch ist oder könnte es andere Gründe haben und wenn ja welche?

Sollte ich meine panische Angst vor Ärzten mal versuchen zu überwinden und das ganze mal abchecken lassen ?

Grüße Shadra

Ralf Tillenburg
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Beitrag von Ralf Tillenburg »

Hallo,

sicher ist in der Medizin gar nichts. Welche andere Ursache in Frage kommt, wird die weitere Abklärung zeigen. Es gibt einige hundert mögliche Ursachen für Durchfall.
Alles Gute
Ralf Tillenburg
Facharzt für Allgemeinmedizin
http://www.praxis-tillenburg.de

Shadra
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Beitrag von Shadra »

Danke für Ihre Antwort
Ist es nötig das ich es abklären lasse oder kann ich das ganze auf sich beruhen lassen?
Ein Arztbesuch würde mir extrem schwer fallen und ich möchte nicht wegen einer Lapalie hingehen.

Grüße Shadra

Lindel
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Beitrag von Lindel »

Hallo Shadra

ich antworte dir mal, aber ich bin kein arzt.

Ist es nötig das ich es abklären lasse oder kann ich das ganze auf sich beruhen lassen?

Eigentlich sollte man gesundheitliche probleme schon abklären lassen. ABER es kommt für jeden menschen selber drauf an, wie und ob man mit den problemen umgehen kann. sobald gesundheitliche probleme das leben eines menschen beeinträchtigen sollte man schon für sein glück was machen. sprich, zum arzt gehen, sich helfen lassen....

ich hatte 2 jahre lang ständig durchfall. zum anfang war ich zwar beim arzt, aber da diese nicht so wirklich viel drauf gegeben haben, habe ich die arztbesuche dann eingestellt.

nur ich bin in der lage sehr gut mit vielen klar zu kommen, kanns also echt ignorieren.

durchfall kann unter anderem schon sehr das leben belasten. oft muss man ein WC
aufsuchen, auch oft in situationen wo man damit auffällt (kino, vorlesungen, schulungen, auf arbeit, bein stadtbummel.....)

oft mals gucken die anderen menschen, wenn man innerhalb kurzer zeit mehrmals aufs WC geht.

beantworte dir die frage selber, kommst du mit dem durchfall klar, so das dein leben wirklich lebenswert ist.
kannst du auch mit durchfall leben, ohne dir ständig sorgen zu machen. ohne zu denken, dass du schlimm krank bist.

Ein Arztbesuch würde mir extrem schwer fallen und ich möchte nicht wegen einer Lapalie hingehen.

nunja, unbedingt eine lapalie muss ein durchfall nicht sein.
aber ich kann dich auch verstehen, weil für mich stellt es auch eine größere belastung da, solche dinge mit ärzten zu besprechen. ich habe größere probleme in der arztpraxis mehrmals auf WC zu gehen, als wenn ich z.B. bei einer veranstaltung mehrmals den raum verlassen muss.

wie schon geschrieben, ich konnte ohne psychischen schaden zu nehmen mit durchfall leben.
:lol: wenn die anderen leute komisch geguckt haben , habe ich es ihnen erklärt.

:wink: Jaaaa und nach drei mal erklärt von mir, hat gar keiner mehr geguckt. hat sich wohl keiner mehr getraut. weil meine umfangreichen erklärungen aller cart lindel dann wohl zu anstrengend für die anderen waren.

krampfartige Bauchschmerzen und wenn ich dann nicht sofort eine Toilette finde wird mir schwarz vor Augen.

bauchschmerzen hatte ich nie bei meinem durchfall. aber wenn ich versucht habe etwas anzuhalten, ist mir auch schwarz vor augen geworden, bzw. ich habe gemerkt wie langsam so eine hitzewelle, bzw. das schwarz-werden kommt.

Ist es so sicher das es psychisch ist oder könnte es andere Gründe haben und wenn ja welche?

andere gründe für durchfall gibt es gaaaaanz viele. schon die ernährung kann ein auslöser sein.

klar kann es auch psychisch bedingt sein (angst, aufregung, hemungen vor menschen oder situationen....)

ich weiss aber auch von sehr vielen menschen, dass sie mit dauerdurchfall psychische probleme bekommen. weil der durchfall ihr leben verärmt.

ich wusste bei meinem durchfall, dass es nicht psychisch bedingt ist. und ich wusste auch dass ich keinen psychischen schaden durch den durchfall nehme. weil ich eben erkläre wenn etwas eigenartig an/mit mir ist. so dass eher die anderen menschen schaden nehmen. ich hatte aber für mich auch das gefühl, dass mein durchfall nicht lebensgefährlich für mich ist.
daher konnte ich mich mit dem durchfall sehr gut arrangieren, habe für meine aktivitäten lösungen gefunden, damit ich auf nichts verzichten muss.

Shadra
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Beitrag von Shadra »

Hallo lindel
danke für deine Antwort.

Leben kann ich damit aber ich kann mit sehr vielem leben, ob das gut ist sei jetzt mal dahingestellt.
Meine Selbstfürsorge ist eigentllich nicht vorhanden und deshalb meine Frage ob ich es abklären lassen sollte oder nicht . Weil auf mein Urteil kann ich da nicht vertrauen.
Wenn es nach mir ginge würde ich nie zu einem Arzt gehen auch nicht mit dem Kopf unter dem Arm :roll:

LG Shadra

Lindel
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Beitrag von Lindel »

Shadra hat geschrieben: Weil auf mein Urteil kann ich da nicht vertrauen.
Wenn es nach mir ginge würde ich nie zu einem Arzt gehen auch nicht mit dem Kopf unter dem Arm :roll:

LG Shadra
ich dachte es kam richtig rüber wie ich es meine.
ich sage es noch mal.

eine krankheit abklären müssen wir überhaupt nicht, wenn wir es nicht mögen.
kein arzt oder andere mensch verpflichtet uns dazu, etwas abklären zu lassen. wir als mensch/patient entscheiden für uns selber, was abgeklärt, untersucht und behandelt werden muss. dabei entscheiden wir danach, wie uns eine krankheit belastet , oder auch nicht. wir entscheiden danach, wie wir uns mit einer krankheit wohl fühlen, oder auch nicht. wir entscheiden danach wie wir mit einer krankheit leben können.

damit leben können bedeutet aber, dass dich deine/eine krankheit ÜBERHAUPT nicht belasten darf.weder psychisch , weder in deinen aktivitäten.

ich muss seit längerem sehr viel wasser lassen. ungefähr jede halbe stunde , kann es dann auch nicht mehr anhalten.
wenn ich über eine stunde gejoggt bin, musste ich auch während des rennens.

nicht mit dem problem klar kommen würde bedeuten, wenn ich mein joggen wegen dem grund oft wasserlassen, nicht mehr nachgehe. aber ich lebe meine aktivitäten denoch aus. wenn keine möglichkeit des öffentlichen WCganges möglich ist, pisele ich im park/wald hinter einen strauch oder baum.
also lösung für mich, womit ich für mich klar komme.

ich verstehe schon was du meinst, dass deine selbstfürsorge bei dir nicht vorhanden ist.... naja , wenn du selber keine selbstfürsorge hast, du dir egal bist, dann ist doch auch okay. dann hast du doch die antwort. dann must du auch nichts abklären lassen.

daher, nur du alleine entscheidest, was für dich anzuklären wichtig ist. und das ist dann auch die richtige entscheidung. das eigene urteil ist nie falsch.

Laluna
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Beitrag von Laluna »

Hallo,

ich hab hier eine andere Meinung.
Lindel hat geschrieben:wenn du selber keine selbstfürsorge hast, du dir egal bist, dann ist doch auch okay. dann hast du doch die antwort. dann must du auch nichts abklären lassen.
Ich denke nicht, dass man sich diese Antwort so leicht machen kann. Shadra hat ja genau deswegen hier angefragt, weil sie meint bzw. weiß, dass sie sich in diesem Punkt auf ihr eigenes Urteil nicht verlassen kann. Vielleicht auch (aus Vernunftgründen) nicht verlassen möchte.

Natürlich kann jeder selbst entscheiden, ob und wann er zum Arzt geht und ob und was er gern abgeklärt hätte.
Lindel hat geschrieben:dabei entscheiden wir danach, wie uns eine krankheit belastet , oder auch nicht. wir entscheiden danach, wie wir uns mit einer krankheit wohl fühlen, oder auch nicht.
Mit dieser Argumentation in der Wir-Form bin ich allerdings nicht ganz einverstanden.
Ich persönlich treffe meine Entscheidung für oder gegen eine Abklärung in erster Linie nicht danach, ob ich mit den Symptomen (ob eine Krankheit dahintersteckt, weiß ich zunächst ja nicht) gut leben kann oder nicht. Mir geht es aber auch nicht darum, nur einen Namen für meine Beschwerden zu bekommen.

Doch wenn ich bedenke, dass es

1.) harmlose Erkrankungen mit relativ starken und unguten Symptomen gibt
2.) aber auch schwere Erkrankungen mit vergleichsweise harmlosen Symptomen (manche verlaufen in der Anfangsphase auch überhaupt symptomlos), und dass
3.) doch die meisten Krankheiten in einem früheren Stadium noch leichter, besser und mit größeren Erfolgsaussichten behandelt werden können als in einem späten und
4.) viele Erkrankungen unentdeckt bzw. unbehandelt ja fortschreiten und sich verschlechtern,

dann sehe ich persönlich es nur als vernünftig an, neu aufgetretene, nennenswerte Beschwerden, die länger anhalten, abklären zu lassen. Denn dann weiß ich (hoffentlich), ob Punkt 1 oder 2 zutrifft oder ob hinter den Symptomen gar keine körperliche Erkrankung steckt oder keine zu finden ist (auch das ist ja möglich).

Und dann erst (!) geht es für mich darum, ob und wie ich mich mit meiner Krankheit oder meinen Beschwerden (eventuell ohne dass eine Ursache dafür gefunden wurde) arrangiere, sodass ich möglichst gut damit leben kann. Das schließt dann natürlich auch eine entsprechende Behandlung der Erkrankung (so eine gefunden wird) mit ein. Diese Chance nehm ich mir aber, wenn ich es so mache wie von Lindel geschrieben.

Aber: Jeder ist seines Glückes Schmied. :wink:

Schöne Grüße
I.

Shadra
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Beitrag von Shadra »

Danke lindel und laluna

Ich kämpfe einen ständigen Kampf zwischen meiner nicht vorhandenen Selbstfürsorge und meinem Verstand. Genau deshalb wollte ich eben die Einschätzung eines Profis haben ob ich es abklären lassen sollte oder nicht.
Das ganze lässt sich schwer erklären hat aber wohl mit meiner psychischen Erkrankung zu tun.

LG Shadra

Renate02
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Beitrag von Renate02 »

Hallo Shadra,

auch wenn Deine "panische Angst vor Ärzten" da wahrscheinlich vor ist: Ich würde versuchen, einen (Haus-)Arzt zu finden, mit ihm über meine psychische Problematik reden und dann lieber einmal zu oft hingehen als zu selten. Wenn der Arzt dann jedesmal irgendetwas sagt, in Richtung: "Das war jetzt harmlos." oder "Gut, dass Sie gleich gekommen sind.", entwickelst Du vielleicht (hoffentlich?) irgendwann selber ein Gefühl dafür, wann der Gang zum Arzt sich "lohnt" und wann nicht (sorry, ich kenne ich mich mit Borderline nicht aus - aber vielleicht klappt's ja?).

Das setzt aber voraus, dass Du einen Arzt findest, dem Du so uneingeschränkt vertraust...

Grundsätzlich sehe ich es eher wie Laluna.

Alles Gute!

Lindel
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Beitrag von Lindel »

Shadra hat geschrieben:
Ich kämpfe einen ständigen Kampf zwischen meiner nicht vorhandenen Selbstfürsorge und meinem Verstand.Shadra
hallo, shadra, ich habe dich schon verstanden. ich weiss was du meinst. ich weiss, was dein krankheitsbild (borderliner mit depressionen) aussagt. bzw. ich weiss es nicht aus eigener erfahrung, aber ich habe mich sehr viel (interesse und weil ich eigentlich mal in richtung mit menschen arbeiten wollte, da wäre so ein wissen zu haben gut) mit beschäftigt habe. habe auch kurse/lehrgänge usw. dazu besucht.

ich weiss jetzt nicht wie doll deine krankheit (borderlein) ausgeprägt ist (musst du aber jetzt auch nicht sagen )

ich denke jetzt mal so, da du einen kampf zwischen deiner selbstfürsorge und deinem verstand hast, bist du schon ein klein wenig auf dem weg der gesundung.

ich bin kein arzt ! aber ich denke auch, zwischen krankheiten die von selber kommen und krankheiten die man sich selber zufügt (selbtverletzung . einnahme von drogen, alkohol....) gibts einen unterschied im bezug zur selbstfürsorge.

ich denke da darfst du auch trennen. also mehr auf die selbstfürsorge wert legen, die du selber steuern kannst. no verletzung, no drogen.....

bei dem was von selber kommt ( ohne deinem zutun) , lasse mal das wort selbstfürsorge weg.
da gehe nach gefühl.

:wink: jups, ich weiss, ist ja grad schwer für dich.

da gefühl viellecht nicht so wirklich funktioniert, nehme es so wie ich schon schrieb, gucke wie du damit klar kommst.
Shadra hat geschrieben: Genau deshalb wollte ich eben die Einschätzung eines Profis haben ob ich es abklären lassen sollte oder nicht.

LG Shadra


"profis" hier im forum sind nur die ärzte. und diese müssen dir , wenn du fragst ob du es weiter abklären lassen musst, IMMER "ja" sagen. weil das schreibt ihre berufsverpflichtung so vor. zumal sie dich auch gar nicht untersuchen können.

ein forum ist immer was öffentliches . keiner weiss vom anderen, stimmt den sein identität. stimmt die frage, welche gestellt wird (wer einen beitrag eröffnet, fragen stellt, dass kann unter anderem immer erfunden sein)

:wink: aus langeweile(was darunter auch jeder für sich versteht) fällt vielen menschen, vieles ein.....

daher ist hier alles offen und die antworten (meine genau so wie die der anderen mitglieder) sind immer mit vorsicht zu benutzen. da ist nichts profimäßig dabei.

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