Blähbauch ohne übermäßiges Aufstoßen und ohne Blähungen

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Aengstlicher
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Blähbauch ohne übermäßiges Aufstoßen und ohne Blähungen

Beitrag von Aengstlicher »

Hallo Forum,

ich habe bei mir vor Wochen einen Blähbauch festgestellt und war auch bereits bei meinem Hausarzt, allerdings wegen
einer anderen Sache (Rektusdiastase, schilderte ich bereits in einem anderen Beitrag), bei der ich vermutete, daß sie in
Verbindung mit leichtem Übergewicht ein Symptom des Blähbauchs ist. Beides habe ich vermutlich schon viel länger, nur jetzt erst
bemerkt, da der Fokus (psychisch wie auch physisch) inzwischen nur noch auf dem Bauch liegt.

Falls es wichtig ist, ich habe u.a. eine gesichert diagnostizierte Angststörung. Da ich mit Angst vor einer Krebserkrankung und
einer Leberschädigung durch fast dreijährige Einnahme eines Antidepressivums an meinen Hausarzt rantrat, hat er
erstmal einen Bluttest gemacht. Hier ist aber nichts zu erkennen. Alle Werte (Leuko, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Blutsenkung,
Blutarmut, Blutzucker und sogar Werte, die auf eine übermäßige Zellteilung bzw. Zellzerfall hindeuten würden), waren alle im
Normalbereich und meine Ängste damit erstmal besänftigt. Da ich zu der Zeit (Mitte Februar) auch leichte Magenprobleme wie Völlegefühl,
Appetitlosigkeit und leichtes Magendrücken nach einer Tasse Kaffee hatte, verdächtigte er zunächst eine Gastritis und die damit
verbundene überhöhte Magensäureproduktion als Ursache für den Blähbauch. Eine Gastritis könne man anhand des Blutbildes wohl
aber nicht diagnostizieren. Ich machte sodann eine 14tägige Therapie mit Protonenpumpenhemmern (tgl. 30 Minuten vor dem Frühstück
eine Tablette). Die Magenbeschwerden waren währenddessen und auch nach der Therapie weg, jedoch der Blähbauch blieb.

Seit diesen Wochen traten auch Verstopfungserscheinungen auf. Ich habe daher die ganze Zeit viel Wasser getrunken, auf Alkohol seit
Wochen komplett verzichtet und auch geschaut, daß ich viel Ballststoffe zu mir nehme, viel Obst esse und auch Gemüse mit
einbezog. Aktuell nehme ich seit 3 Tagen 3xtgl. einen Beutel Elektrolytelösung in Wasser gelöst in der Hoffnung, den
Darm wieder in Gang zu bekommen. An Abführmittel traue ich mich nicht so richtig ran. Momentan klappt es mit dem täglichen
Stuhlgang besser, allerdings durch Elektrolyttherapie alles eher durchfallartig. Eine vorherige Therapie mit Simeticonwirkstoff-Tabletten
war auch erfolglos.

Irgendwie bekomme ich die Gase nicht aus dem Darm, weder durch erzwungenes Aufstoßen noch habe ich übermäßige Blähungen.
Mein Hausarzt würde mich gern an einen Gastroenterologen verweisen, um eine Gastritisdiagnose abzusichern, aber ich habe Angst
vor einer Magenspiegelung, die m.E. mal nötig ist, da ich keine Symptome für eine Gastritis habe.

Ich habe inzwischen fast 6 kg Gewicht (gewollt und bewußt, inzwischen BIM von 25) verloren. Daher ewrscheint mir der Blähbauch
irgendwie noch viel wuchtiger. Seit gestern trinke ich täglich zwei Tassen Kräutertee (mit Kamille, Fenchel, Anis, Ingwer), den ich noch
mit Extrastücken Ingwer verstärke und die Stücke dann direkt gut zerkaut esse. Soll helfen, tut es aber leider nicht, nicht mal
kurzzeitig. Der Bauch bleibt dick.

Ich muß gestehen, daß ich nicht viel Bewegung habe und hatte, nehme mir aber täglich die Zeit, ca. 6-8 km und 1-1,5 Stunden
spazieren zu gehen. Das tut mir psychisch und seelisch zwar gut, aber dem Bauch anscheinend nicht.

Das Komische ist halt, daß ich keine Schmerzen habe und auch nicht übermäßig aufstoßen oder pupsen ;) muß, wie hier in anderen ähnlichen
Beiträgen berichtet wird. Ist das gut oder schlecht?

Ich habe einen total normalen Blutdruck, kein Fieber, kein Reflux und schlafe sogar sehr gut ohne irgendwelche Schweißausbrüche. Deshalb
stelle ich mir dir Frage, ob ich überhaupt einen Blähbauch habe, oder einfach nur das Bindegewebe so stark geschwächt ist, daß sich der Bauch
durch die normale Eingeweidemasse so wölbt. Ich habe Angst davor, daß eine Hernie entstehen kann, wenn ich mich belaste oder plötzlich
husten oder niesen müßte, weil der Bauch so prall ist. Manchmal habe ich das Gefühl, daß ein Teil der linken Unterbauchwölbung beim Gehen
in Richtung linke Leiste drückt. Als Kind hatte ich dort mal einen Leistenbruch, der operiert wurde und ich denke ständig, daß diese Stelle
vorbelastet ist und wieder brechen könnte. Wenn der Bauch duch Liegen in der Nacht entlastet war und ich morgens aufstehe, ist er manchmal
erheblich dünner, wölbt sich aber innerhalb der nächsten Stunde wieder, ohne daß ich schon Nahrung zu mir genommen habe.

Hat jemand eine Idee, was ich noch probieren kann?

Aengstlicher
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Re: Blähbauch ohne übermäßiges Aufstoßen und ohne Blähungen

Beitrag von Aengstlicher »

272 Zugriffe und niemand eine Idee?

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