Dringend - Dubioser Befund vom Krankenhaus - Vater tot !

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jasmin-g
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Dringend - Dubioser Befund vom Krankenhaus - Vater tot !

Beitrag von jasmin-g »

Im Entlassungsbrief meine Vaters vom Krankenhaus stand Folgendes:

Im Rahmen des Aufenthaltes von uns ermittelte kumulierte Strahlenbelastung:
27,64 cGycm2, 3,49 µGYM2
Aus technischen Gründen kann die ermittelte Strahlenbelastung von der tatsächlichen Strahlenbelastung geringfügig abweichen.

Ich möchte dazu noch sagen, dass mein Vater ca. 10 Tage im KH war nur zur Entwässerung.
Er war herzkrank und bekam Furosemid als Infusion. Dabei nahm er 25 kg ab und hatte zum Schluss nur noch 50 kg....
Mein Vater starb 3 Tage nach der Entlassung.... Er hätte jedenfalls nicht entlassen werden dürfen....

Ich hoffe es kann mir hier jemand rasch Auskunft darüber geben. Danke !

FG,

Jasmin
Zuletzt geändert von jasmin-g am 05.03.20, 23:28, insgesamt 1-mal geändert.
Chandra
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Re: Dringend - Dubioser Befund vom Krankenhaus - Vater tot !

Beitrag von Chandra »

Hallo Jasmin,

Zur Strahlenbelastung kann ich persönlich Dir nichts sagen, vlt. kann Dir einer der Ärzte dazu Auskunft geben. Woher stammt denn die Strahlenbelastung bzw. welche Untersuchungen sind durchgeführt worden? Mir ist beim Lesen Deines Themas noch nicht ganz klar, was warum passiert ist. Also Dein Vater (wie alt, welche Vor- und Grunderkrankung?) war bei einer Herzerkrankung zur Entwässerung im KH. Wo hatte er Wasser eingelagert (Lunge? Knöchel? usw)? Unter der Furosemid-Gabe hat er dann innerhalb der 10 Tage 25kg abgenommen? Alles Wasser? Und woran ist er dann 3 Tage nach seiner Entlassung verstorben? Und was genau ist Deine Fragestellung? Ich vermute, Du gehst von einem Fehler des KH aus und möchtest wissen, was sie falsch gemacht haben? Um das zu beurteilen bräuchte man etliche Informationen mehr. In dem Fall würde ich Dir raten, Dich zunächst mit dem entsprechenden KH in Verbindung zu setzen und bei den Ärzten nachzufragen, die Deinen Vater behandelt haben.

Liebe Grüße
Chandra

P.S.:Vielleicht kannst Du den Namen des Medikamentes noch ändern. Um keine Schleichwerbung zu machen, sollten wir im DMF immer nur die Wirkstoffnamen verwenden. In Deinem Fall ist das Furosemid. :wink:
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jasmin-g
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Re: Dringend - Dubioser Befund vom Krankenhaus - Vater tot !

Beitrag von jasmin-g »

@Chandra

Zur Strahlenbelastung kann ich persönlich Dir nichts sagen, vlt. kann Dir einer der Ärzte dazu Auskunft geben. Woher stammt denn die Strahlenbelastung bzw. welche Untersuchungen sind durchgeführt worden? Mir ist beim Lesen Deines Themas noch nicht ganz klar, was warum passiert ist.

Es ist seltsam, dass am Anfang des Arztbriefes die Strahlenbelastung angegeben wurde....
Sowas hab ich jedenfalls noch nie gesehen....
Mein Vater war 82 Jahre alt und herzkrank... Er hatte seit einem Jahr einen Schrittmacher und 2 Stents....
Er hatte Wasser in der Lunge und ging daher regelmäßig zur Entwässerung....
Nur warum man ihm so viele Infusionen gab, bis er nur noch Haut und Knochen war, finde ich unverantwortlich.
Man hätte ihm Nährstoffe verabreichen müssen... -Die normale Nahrung hat er fast immer abgelehnt...
Er sagte mir oft, dass man hier furchtbar kochen würde....
Er hatte zuhause eine Pflegerin, die für ihn kochte.....
Nur war das eine neue Pflegekraft und er kam mit ihr nicht klar. Er war durch die Entwässerung sehr geschwächt und konnte den Kopf kaum halten.... Daher ließ meine Schwester ihn mit der Rettung wieder einweisen....
Leider genau in das KH, das mein Vater immer schon ablehnte...
Ich habe mit meiner Schwester geschimpft.... Doch sie meinte nur, dass dieses KH Aufnahme hatte...
Nur mein Vater war Klassepatient.....
2 Tage später rief das KH an, mein Vater würde plötzlich im Sterben liegen ???
Er lag im Bett, reagierte auf nichts mehr, auch die Augen wirkten eigenartig.... Braune Flecken waren
am Augenweiß zu sehen. Ich bin zurzeit selbst ans Bett gefesselt, musste mir die Berichte meiner Schwester anhören.
Mein Vater starb noch am gleichen Tag....
Meine Schwester sagte, dass er an keinen Geräten angeschlossen war, nur ein Sauerstoffschlauch in der Nase,
keine Infusionen, nichts.... Nur 2 Wasserflaschen auf seinem Nachtkästchen mit Schnabeltasche.... Eigentlich sehr makaber....
Für mich ist das grobe Fahrlässigkeit der Ärzte..... Es kann doch nicht sein, dass sie meinen Vater
einfach liegen lassen haben... Meine Schwester sagte mir am Telefon: Er liegt da, reagiert auf nichts mehr, Augen sind ganz komisch...
Sie glaubt, dass er Sauerstoffmangel im Gehirn hatte und es ist schon ein Hirnschaden entstanden.... Ja, aber warum ????
Das Krankenhaus, das mein Vater ablehnte, hat anscheinend um sich zu schützen einen Horrorarztbrief verfasst....
Es ist wirklich grauenhaft wie manche Ärzte sind..... Da schreibt man vor dem plötzlichen Tod noch schnell einen Befund, damit dann nachher keiner Beschwerde einlegen kann. Ich bin völlig fertig :(

LG,

Jasmin


Also Dein Vater (wie alt, welche Vor- und Grunderkrankung?) war bei einer Herzerkrankung zur Entwässerung im KH. Wo hatte er Wasser eingelagert (Lunge? Knöchel? usw)? Unter der Furosemid-Gabe hat er dann innerhalb der 10 Tage 25kg abgenommen? Alles Wasser? Und woran ist er dann 3 Tage nach seiner Entlassung verstorben? Und was genau ist Deine Fragestellung? Ich vermute, Du gehst von einem Fehler des KH aus und möchtest wissen, was sie falsch gemacht haben? Um das zu beurteilen bräuchte man etliche Informationen mehr. In dem Fall würde ich Dir raten, Dich zunächst mit dem entsprechenden KH in Verbindung zu setzen und bei den Ärzten nachzufragen, die Deinen Vater behandelt haben.
Chandra
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Re: Dringend - Dubioser Befund vom Krankenhaus - Vater tot !

Beitrag von Chandra »

Hallo Jasmin,

es tut mir Leid um Deinen Vater! Ich habe leider gerade nicht viel Zeit, vielleicht kann ich später ausführlicher antworten. Nur soviel vorab: Nicht alle Menschen werden an Geräte angeschlossen, um sie möglichst lange am leben zu halten, dafür muss es eine Indikation eben, also man muss davon ausgehen können, dass man den entsprechenden Patienten mit diesen teils sehr belastenden Methoden auch helfen kann (was leider nicht bei jeder Erkrankung der Fall ist). Auch wenn jemand in einer Patientenverfügung vermerkt hat, dass er die Gerätemedizin ablehnt, werden diese Maßnahmen nicht mehr durchgeführt, sondern stattdessen darauf geschaut, dass die Person in Frieden sterben kann, wenn die Zeit gekommen ist. Wie gesagt, aus der Ferne kann man es eigentlich nicht beurteilen, aber vielleicht ist man bei Deinem Vater davon ausgegangen, dass er im Sterben liegt. In dem Fall wird so wenig wie nötig gemacht, um ihn nicht noch zusätzlich zu belasten und es geht nur noch um Symptomkontrolle (z.B. starke Schmerztherapie). Da in einem Sterbeprozess auch der Stoffwechsel runterfährt, wird häufig die Ernährung reduziert (was zugegeben sehr befremdlich erscheint, wenn einem der Grund nicht erklärt wird) und die Menschen wollen und können von sich aus nichts essen. Um zu verstehen, warum die Ärzte in dem Fall so gehandelt haben, würde ich Dir wirklich raten, bei ihnen nachzufragen - manchmal gibt es triftige Gründe, auf die man von alleine nicht kommen kann und ich denke, es würde Dir helfen, das verarbeiten zu können. So muss das ein ziemlicher Schock gewesen sein.
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Parasympathikus
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Re: Dringend - Dubioser Befund vom Krankenhaus - Vater tot !

Beitrag von Parasympathikus »

Hallo,

mein Beileid zum Tod Ihres Vaters.

Was den Entlassungsbericht anbetrifft, denke ich nicht, dass der gepostete Ausschnitt zur Aufklärung beitragen kann: Zum einen ist die Angabe des sogenannten Dosisflächenprodukts mit Sicherheit nur ein marginaler Teil eines Klinikberichts, der zudem nicht "dubios", sondern bei radiologischen Interventionen gesetzlich vorgeschrieben ist. Es könnte z.B. eine (oder mehrere) Koronarangiografien durchgeführt worden sein.

Zum anderen benötigt man (=ein darauf spezialisierter Anwalt) zur Beurteilung, ob der Klinik mögliche Fehler unterlaufen sein könnten, die gesamte Krankengeschichte und eben den vollständigen Entlassungsbericht. Alles andere wäre reine Spekulation. Festzustellen ist allenfalls, dass es vonseiten des behandelnden Arztes offenbar erhebliche Informationsdefizite gab. Vielleicht sollten Sie hier als Erstes noch einmal das Gespräch suchen.
Viele Grüße,

Parasympathikus
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Re: Dringend - Dubioser Befund vom Krankenhaus - Vater tot !

Beitrag von Parasympathikus »

Chandra hat geschrieben: 06.03.20, 06:22 Hallo Jasmin,
Nicht alle Menschen werden an Geräte angeschlossen, um sie möglichst lange am leben zu halten, dafür muss es eine Indikation eben …
Dass im geschilderten Fall überzogene "Gerätemedizin" eingesetzt wurde, ist aus meiner Sicht nicht erkennbar.
Auch wenn jemand in einer Patientenverfügung vermerkt hat, dass er die Gerätemedizin ablehnt, werden diese Maßnahmen nicht mehr durchgeführt...
Die pauschale Formulierung "ich möchte keine Gerätemedizin" in einer Patientenverfügung entfaltet nicht nur keine Wirkung, sondern kann im Zweifelsfall sogar genau das Gegenteil des intendierten Zwecks bewirken. Die Probleme beginnen schon bei der Vorstellung, was der Verfasser unter "Gerätemedizin" versteht. So gesehen ist schon das Stethoskop ein Gerät oder z.B. das Vitalmonitoring nach chirurgischen Eingriffen oder nach einem Herzkasper eine "Maschine, an die man angeschlossen wird". Mögliche Szenarien und die entsprechenden Therapien müssen schon genau beschrieben werden, am besten gekoppelt mit Zeitvorstellungen (wenn Zustand x, und keine Besserung nach y Tagen, dann invasive Beatmung maximal z Tage o.ä.). Und natürlich Vertrauenspersonen, die entsprechendes Vetorecht haben. Und konsequenterweise Verfügungen darüber, wie mit der Schmerz-, Durst- und Angststillung nach Einstellung der Therapie(n) verfahren werden soll (z.B. maximale Schmerzstillung auch unter Inkaufnahme des Todes). Das ist kein einfaches Thema, aber man sollte sich unbedingt damit befassen und vom Arzt seines Vertrauens beraten lassen.
Viele Grüße,

Parasympathikus
Chandra
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Re: Dringend - Dubioser Befund vom Krankenhaus - Vater tot !

Beitrag von Chandra »

Parasympathikus hat geschrieben: 11.03.20, 23:31 Dass im geschilderten Fall überzogene "Gerätemedizin" eingesetzt wurde, ist aus meiner Sicht nicht erkennbar.
Aber das habe ich auch nirgendwo behauptet. Da ihr Vater eben vor seinem Tod nicht an Geräten angeschlossen war und Jasmin darüber verwundert wirkte, habe ich die Geschichte mit der Patientenverfügung und der Indikationsstellung erwähnt. ;-)
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