Kreislauf, innere Unruhe, Unwohlsein

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Telefonstreich
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Kreislauf, innere Unruhe, Unwohlsein

Beitrag von Telefonstreich »

Hallo,

ich habe ein Problem und zwar habe ich vermehrt mit Schwindel, inner Unruhe zu kämpfen.

Eigentich hatte ich nie Probleme vorher, doch seit ungefähr 1Woche habe ich diese Symthome täglich.

Eigentlich läuft das fast immer gleich ab, ich habe meist morgens leichten Schwindel, dann folgt innere Unruhe teilweise (eher selten, aber es kommt vor) Atemnot und Todesangst setzt ein. Nach 1 h ist alles wieder vorbei.

Ich war damit 2 mal im Krankenhaus und beide Male wurde mir gesagt,dass es eine "Panikattacke" sei. Blutdruck war im Krankenhaus 127 zu 65.

Im EKG konnte nichts festgestellt werden. Auch die Neurologen konnten nichts feststellen, meine Blutwerte sind sehr gut.

Kurz zu meiner Person: Ich bin 34 Jahre, bin 1.85m groß und wiege ca. 87 KG treibe 3 mal in der Woche Sport (joggen, Calisthenics, ab und zu Fußball)
Ernähre mich eigentlich ganz gesund, jeden Tag Haferflocken zum Frühstück, Mittags Salat mit frischem Gemüse. Abends dann Brot oder eine warme Mahlzeit. Ich trinke täglich 3 ca. 3 Liter Wasser, 2 Tassen Kaffee
Ich schlafe täglich 8h und habe einen entspannten Bürojob.
Es gibt auch keine privaten Probleme (Familie oder ähnliches), welche so eine Attacke hervorrufen könnten.

Die Nachuntersuchung bei meinem Hausarzt war auch unauffällig. Blut ok, Schilddrüsenwerte ok.

Mich nervt das total, da ich eigentlich nie solche Probleme hatte , gibt es vllt Hinweise, was ich nochmal von meinem Hausarzt abklären lassen könnte?
Ich will mir keine Panik machen, aber ich habe von einem stillen Herzinfarkt gelesen, wo die Sympthome: Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, sind. Diese Sympthome verschwinden dann auch immer( so wie bei mir) und man nimmt diesen sogenannten Herzinfarkt, als solchen überhaupt nicht wahr. Auch das EKG soll bei einen solchen Herzinfarkt nicht immer anschlagen.

Vllt habt ihr ja eine Idee.

Beste Grüße

David DMF
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Beiträge: 2
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Re: Kreislauf, innere Unruhe, Unwohlsein

Beitrag von David DMF »

Hallo,

Symptome wie Schwindel, Zittern, Herzrasen oder Übelkeit werden meistens mit Kreislaufschwäche in Verbindung gesetzt. Außerdem kann es bei einem Schwächeanfall auch zur Beeinträchtigung der Hörfunktion, zu Sehstörungen und beschleunigter Atmung (Hyperventilation) kommen. Bei extremer Schwäche besteht das Risiko einer Ohnmacht.

Eine Bewusstlosigkeit tritt allerdings im Zusammenhang mit einem Schwächeanfall nur selten auf. Der Schwächeanfall ist ein vorübergehendes Phänomen, welches in der Regel nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Wenn dein Blutdruck ständig zu niedrig ist, sind häufige Schwächeanfälle nicht ausgeschlossen. Ausgeprägte Kreislaufbeschwerden sollten deshalb ärztlich behandelt werden. Dein Hausarzt wird einige Untersuchungen veranlassen, damit die Ursache für deine Kreislaufprobleme gefunden und weiteren Schwächeanfällen vorgebeugt werden kann.

Da es bei einem dauerhaft niedrigen Blutdruck häufiger zu Schwächeanfällen kommen kann, solltest du regelmäßig körperliche Aktivitäten einplanen, die den Kreislauf in Schwung bringen. Blutdruckschwankungen kannst du verhindern, indem du Sport machst, auf eine gesunde Ernährung und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achtest. Es empfiehlt sich, bei niedrigem Blutdruck den Alkoholkonsum einzuschränken, da Alkohol die Gefäße erweitert, sodass der Blutdruck sinkt und Schwächeanfälle ausgelöst werden.

Wenn du mehr über das Thema erfahren möchtest, empfehle ich diesen Ratgeber:
Zuletzt geändert von jaeckel am 26.06.20, 11:43, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kommerziellen Links sind im DMF nicht erwünscht, daher entfernt.

MaxiB
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Re: Kreislauf, innere Unruhe, Unwohlsein

Beitrag von MaxiB »

Hallo Telefonstreich,

die Antwort von David DMF solltest Du besser mal außer acht lassen, das waren viele (leere, teils sachlich falsche) Worte als Schmuck für einen mittlerweile wieder entfernten kommerziellen Link.

Bei den von Dir genannten Stichworten "Innere Unruhe" und "Todesangst" solltest Du die psychosomatische Variante betrachten. Wenn die Psyche aus dem Takt gerät, kann sich das auch durchaus physisch widerspiegeln, z.B. in Kreislaufbeschwerden. Und ich rede jetzt nicht von einer manifesten, psychiatrisch relevanten Erkrankung - sondern schlicht und ergreifend von einer Symptomatik, die nicht unbedingt einer medikamentösen oder fachärztlichen Hilfe bedarf.

Nun schreibst du, dass du dich in einer entspannten Lebenssituation befindest. Nichtsdestotrotz kann "unsichtbarer Stress" entstehen, neudeutsch spricht man auch von "Mental Load". Das empfindet man meist überhaupt nicht als Stress, weil es Dinge sind, die man gerne tut, weil man sich das Ergebnis daraus wünscht (Arbeit, Familie, Freunde usw.), trotzdem kann es die Psyche (über)anstrengen.

Da die Standarddiagnostik bei Dir ohne Befund war, würde ich an Deiner Stelle der Entspannung einen höheren Stellenwert geben bzw. diese aktiv fördern. Es gibt viele verschiedene Entspannungsmethoden, die man mittlerweile auch alle online "lernen" kann. Die progressive Muskelentspannung z.B., andere schwören auf Yoga oder auf Meditation. Gib der Entspannung einfach mehr Raum in Deinem Leben. Und gerade die progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist auch in der akuten Situation sehr hilfreich, weil sie Situationen, wie du sie beschreibst, sehr gut auflösen kann.

onkelandi
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Re: Kreislauf, innere Unruhe, Unwohlsein

Beitrag von onkelandi »

Bevor man die Psyche ins Visier nimmt, sollte immer erst das organische abgeklärt sein.

Welche neurologischen und kardiologischen Untersuchungen wurden genau gemacht? Wurde ein kipptischtest gemacht? Du sagtest, deine Beschwerden sind morgens am stärksten, im stehen? Auch im Liegen? Wie ist dein Puls morgens im Liegen / stehen? Wie ist dein Blutzucker morgens nüchtern? Google mal „Schellong-Test“ und mach das mal. Das ist keine Diagnose, kann aber einen Hinweis darauf geben was los ist.

Grüße

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