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Darmspiegelung

Verfasst: 12.06.19, 11:44
von gunnit50
Guten Tag,

wenn bei einer Darmspiegelung eine Info ausgehändigt wird, in der nach "Narkose" gefragt wird: Ist das immer eine, wenn auch kurze, Vollnarkose oder ist damit nur die Sedierungsspritze gemeint? Kann auch letztere Nebenwirkungen haben?
Weiter heißt es in der Info, man solle ab 7 Tage davor u.a. kein Vollkornbrot und keine Tomaten essen - Rotwein und rote Säfte sind aber nicht "tabu", oder?

Danke im Voraus!

Gunnit

Re: Darmspiegelung

Verfasst: 12.06.19, 16:45
von Chandra
Hallo Gunnit,

das genaue Procedere der Darmspiegelung kann sich von Klinik zu Klinik unterscheiden. Bisher habe ich jedoch immer nur in totalen Ausnahmefällen mitbekommen, dass die Darmspiegelung in kompletter Narkose durchgeführt wird (z.B. bei Kindern), ansonsten wird bei einer längeren Darmspiegelung meist nur eine Sedierung gegeben. Diese kann - wie alles übrigens, das eine Wirkung hat - Nebenwirkungen haben. :wink:

Bei den Ernährungsempfehlungen 1 Woche vor der Spiegelung gehts darum, zu verhindern, dass der Patient etwas konsumiert, das sich gerne lange im Darm hält und das man dann in der Untersuchung noch vorfinden würde - wie Vollkorn, z.B. :wink: Alles, was flüssig ist sollte m.E. so lange vorher kein Problem darstellen, solang es sich nicht um Kohlsuppe oder etwas anderes, stark Blähendes handelt. Im Zweifel kann man sich immer sehr gut auf die angegebenen Empfehlungen beziehen. Wenns da nicht aufgeführt ist, dürfte es kein Problem sein.

Alles Gute für die Untersuchung, lg
Chandra

Re: Darmspiegelung

Verfasst: 13.06.19, 16:40
von gunnit50
Danke schon mal! Eine kurze Nachfrage: Gilt Propofol als Narkosemittel oder als Sedativum - anders gefragt: ist es weitgehend unbedenklich (abgesehen von üblichen "Restrisiko", das man nie ausschließen kann?
Danke!!

Re: Darmspiegelung

Verfasst: 13.06.19, 17:37
von Chandra
Hallo Gunnit,

auch wenn Propofol gerne als Narkosemittel verwendet wird, hat es "nur" eine sedierende/ hypnotische Wirkung (schlaffördernd). Zu einer "richtigen Vollnarkose" bräuchte man also noch weitere Medikamente. Es wird extrem häufig eingesetzt, v.a. weil man seine Wirkung wegen der kurzen Halbwertszeit gut steuern kann und weil es meist gut vertragen wird. Aber wie gesagt kann es wie bei jedem Medikament trotzdem zu Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten kommen.

Alles Gute, lg