Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Mangel an fettlösl. Vitaminen nach genau 4 Stunden, wieso?
Aktuelle Zeit: 18.11.18, 13:51

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 03.10.18, 21:29 
Offline
Interessierter

Registriert: 03.10.18, 21:20
Beiträge: 5
Hallo,

Nicht zu glauben:
Bei mir gibt es nach ziemlich genau 4 Stunden nach dem Essen (+ zusätzlichen Supplimente an fettlöslichen Vitaminen) einen Mangel genau dieser.
Auch ist die Zufuhr an Dextrose notwendig, und ich könnte fast die Stoppuhr nehmen.
Es dürfen weder die Vitamine noch die Dextrose fehlen, sonst gibt es stärkere Verdauungsbeschwerden und Befindlichkeitsstörungen.
Wieso kann sowas sein?

Vielen Dank für Antworten im Voraus.

:lol:


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 04.10.18, 00:26 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 07.09.14, 22:15
Beiträge: 372
Hallo,

wie genau stellen Sie diesen Vitaminmangel fest? Normalerweise hat unser Körper eine gewisse Speicherfähigkeit für Vitamine, so dass ein Mangel nicht nach Uhrzeit auftritt.

Der erste Schritt wäre also, einen Vitaminmangel labortechnisch auszuschließen. Liegt tatsächlich einer vor, fällt er nach einer fachgerechten Ersatztherapie normalerweise nicht schlagartig wieder ab.

Umgekehrt lassen Beschwerden, die meist erst bei schwerwiegendem Vitaminmangel entstehen, nicht durch einmalige (orale) Gabe nach.

Daher verstehe ich die Frage nicht so ganz.

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 04.10.18, 13:50 
Offline
Interessierter

Registriert: 03.10.18, 21:20
Beiträge: 5
Parasympathikus hat geschrieben:
Hallo, wie genau stellen Sie diesen Vitaminmangel fest?


Das ist recht schnell erkennbar. Im Stundenverlauf kommt es zu brennenden geröteten Augen. Innerhalb 24 Std. werden die Haare trocken, der Augenzustand noch schlechter, und deckt sich mit der Symptombeschreibung von Vitamin-A-Mangel aus vielen Informationen die man findet, auch Nachtblindheit. Auch tagsüber habe ich eine leichte Sehunschärfe. Nach 48 Std. kann es zum Gerstenkorn am Auge kommen. Die Haut kriegt immer mehr Pickel usw. Die Haare werden sehr trocken und spröde.

Parasympathikus hat geschrieben:
Liegt tatsächlich einer vor, fällt er nach einer fachgerechten Ersatztherapie normalerweise nicht schlagartig wieder ab.


Falsch. Genau das tut es aber. Das ist keine Langzeitentwicklung, sondern dauert wie oben beschrieben. Akuter Vitamin-A-Mangel, und ebenso bei E und D. Bei Vitamin K fallen die Symptome nicht auf, oder ich weiß nicht wie es sich auswirken muss.

Es findet außerdem eine vollumfassende Vitamin- und Mineralstoffergänzung statt. Aber bei Mineralstoffen und wasserlöslichen Vitaminen sage ich mir, die werden halt irgendwann auch wieder ausgeschieden, manche sogar nach Stunden (auch beim Gesunden). Bei den fettlöslichen dagegen sollte das nicht sein.

Warum, wäre halt die Frage?

1.) Wegen einer besonders hohem Verbrauch oder gar Zerstörung bei inneren Krankheiten?
2.) Oder wegen entsprechend schlechter Resorption aus dem Darm heraus?
3.) Wegen einer fehlender Speicherfähigkeit?

Es gibt ein paar Blutwerte die grenzwertig sind (oder leicht zu hoch, auch leicht zu wenig), in Fettdruck:

Labor:
Kreatinin: 0.9 mg/dl,
geschätzte GFR CKD-EPI: * 103.60 mll min/1 . 73m2,
Harnsäure: 3.3 ↓ mg/dl,
Bilirubin (gesamt): 0.5 mg/dl,
Calcium: 2.31 mmol/1,
GOT (ASAT) 37 Grad: 28 U/1,
GPT (ALAT) 37 Grad: 28 U/1,
gamma-GT 37 Grad: 17 U/1
Alk.Phosphatase 37Gr: 80 U/1
LOH 37 Grad: 223 U/1,
Gesamteiweiss: 7.0 g/dl,
Elektrophorese: s.Anlage,
Albumin%: 59.9 %,
Alpha-1-Giobuline %: 3.6 %,
Alpha-2-Giobuline %: 8.0 %,
Beta-Globuline %: 8.8 %,
Gamma-Globulin %: 19.7 ↑ %,
Albumin aus Elpho ber: 4.2 g/dl,
Alpha-1-Giobuline ber: 0.3 g/dl,
Alpha-2-Giobuline ber: 0.6 g/dl,
Beta-Globuline ber: 0.6 g/dl,
GammaGlobulin ber: 1.4 g/dl,
Thrombopi.Zt.(Quick): 87 %,
INR: 1.08,
PTT: 42.2 ↑ sec ,
Leukozyten: 7.01 /nl,
Erythrozyten: 5.11 /pl,
hypochrome Erythroz.: 0.1 %,
Haemoglobin: 15.7 g/dl,
Haematokrit: 43.5 %,
MCV: 85.2 fl,
MCH: 30.7 pg,
MCHC: 36.1 ↑ g/dl,
Thrombozyten: 204 /n\,
Neutrophile: 70.9 %,
Lymphozyten: 19.8 ↓ %,
Monozyten: 5.0 %,
Eosinophile: 2.2 %,
Basophile: 0.7 %,
gr.ungefaerbt.Zellen: 1.5 %,
Neutrophile Gr. abs.: 4.97 /nl,
Lymphozyten abs.: 1.39 /nl,
Monozyten abs.: 0.35 /nl,
Eosinophile abs.: 0.15 /nl,
Basophile abs.: 0.05 /nl,
Retikulozyten %: 1.9 %,
Retikulozyten abs.: 94.3 /nl,
Retikulozyten HKT-korrigiert %: 1.8 %,
Retikulozyten-Prod.s-lndex RPI: * 1.8,
Hb-Gehalt Retikulozyten: 32.0 pg,
TSH (Thyreotropin): "0.41 1-JU/m\,
Immunglobulin G: 1600 mg/dl,
Immunglobulin A: 80 mg/dl,
Immunglobulin M: 274 mg/dl,
LK-Kappa frei Serum: 9.61 mg/1,
LK-Lambda frei Serum: 41.00 ↑ mg/l,
fKappa / fLambda-Quot 0.23 ↓,

lmmunfixation: • s. Text,
Haptoglobin: 86 mg/dl,
CMV-IgG-Ak: neg AE/ml,
CMV-IgM-Ak: neg,
EBV-IgG (Line-Assay): *positiv
EBV-IgM {Line-Assay): neg,
HIV-1/2-Aklp24-Ag: neg
Gliadin ak IgA: 53,8 RE/ml (Norm: < 25 RE/ml)

Krankheitsbild:
Ich habe Darmbeschwerden mit Durchfall, wenn ich die Nahrungsergänzung 3x/Tag (Hauptmahlzeiten) weglasse, und wäre (zumindest anteilig) arbeitsunfähig. Es kommt zu anhaltenden Kopfschmerzen, Unwohlsein, Müdigkeit, Gelenkzustände verschlechtern sich spürbar, der Bauch ist richtig aufgebläht wegen den Verdauungsbeschwerden. Die körperliche Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt, oder nicht lange anhaltend gut.

Ein Ausschnitt aus der Blutbildbeurteilung sagt aus:
"ln der Eiweißelektrophorese zeigt sich eine leichte polyklonale Gammaglobulinvermehrung, möglicherweise auch als Hinweis auf eine zugrundeliegende Hepatopathie."

Die Leber aber ist laut Leberzentrum völlig in Ordnung, groß, unvernarbt usw. Eine Lebererkrankung will keiner so richtig diagnostizieren. Allerdings gab es eine leicht vergrößtere Milz, die zumindest mal wieder in einer Verlaufskontrolle geprüft werden sollte, was auch immer die damit zu tun haben kann.

Desweiteren habe ich sehr wohl das Gefühl, dass sich im Darm noch beim Essen etwas Positives tut, wenn ich bestimmte entzündungshemmende Lebensmittel esse.

Die Dosierung der fettlöslichen Vitamine am Tag ist sehr hoch, und übersteigt die Tageempfehlungen bei Gesunden um ein mehrfaches. Aber ich kenne die Grenzen mittlerweile, es schadet nicht. Im Gegenteil. Es nicht zu nehmen löst die vielen Schwierigkeiten aus.

Den Vitaminstatus auszulesen wollte man auf Nachfrage nicht machen. Die Kosten müsste ich (bei damaligem Stand) selbst übernehmen, dann schon. Fand das aber etwas fraglich, bei so schwerwiegenden Symptomen die ich ohne Supplimente hätte. Geld war damals sehr knapp.

Seit der Kindheit (vor 35-40 Jahren) gab es mehrere Amalgamfüllungen in den Zähnen, die erst vor knapp 2 Jahren entfernt wurden. Danach ging es mir schlagartig besser. Ich vermute es lag eine Quecksilbervergiftung vor. Nur, den momentan bestehenden Schaden/Krankheit (Organe, sonstige Störungen) kann ich nicht benennen, und im Moment auch kein Arzt, zumindest nicht konkret.

Nach der Amalgamentfernung ließ ich eine Dickdarm- und Dünndarm Untersuchung machen. Es gibt keine Resultate auf irgendwas. Positiverweise auch keine Zysten, Geschwüre usw.

:|


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 04.10.18, 23:53 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 07.09.14, 22:15
Beiträge: 372
Ich fasse einmal zusammen:

    - Sie haben keinerlei Laborwerte zum Vitaminstatus, schließen aber aufgrund von Internetinformationen auf einen Mangel (hier Vit. A)
    - Sie haben einen unauffälligen Magen-Darm-Befund, so dass zumindest kein Anhalt für schwerwiegende Resorptionsstörung besteht
    - Sie haben einen unauffälligen Leber-Befund, so dass man wahrscheinlich von einer normalen Retinol-Speicherung ausgehen kann
    - Sie nehmen (fettlösliche) Vitamine in Überdosierung zu sich und gehen davon aus, dass das unschädlich für den Organismus ist
    - Sie haben weitgehend normale Laborbefunde (Ausnahme: Gliadin-AK-Positivität kann manchmal ein Hinweis auf Sprue mit entsprechender Malabsorption sein, dann hat man aber meistens auch histologische Hinweise bei der Koloskopie, Anämie u.a. klinische Auffälligkeiten).

Meine unverbindliche Ansicht ist, dass Sie die Selbstdiagnose und -behandlung mit Nahrungsergänzungsmitteln einstellen und sich mit ihren Sorgen und Beschwerden einem Arzt vorstellen sollten. Mehr kann man dazu nicht sagen.

Zitat:
Falsch
Medizin ist kein Quiz. Folglich ist es nicht sehr höflich, mit Begriffen wie "Falsch" oder "Richtig" zu jonglieren. Die Speicherung fettlöslicher Vitamine ist ein physiologischer Vorgang, beim Vitamin A sogar für mehrere Jahre! Wenn Sie die Substanz dauerhaft überdosiert zuführen, gibt es sachlogisch nur zwei Möglichkeiten: Entweder Sie verfügen über einen normalen Metabolismus, dann hätten Sie jahrelang keinen Mangel - erst recht nicht innerhalb von Stunden. Oder Sie können Vitamin A nicht (über den Verdauungstrakt) aufnehmen oder verstoffwechseln - dann hätten Sie einen permanenten Mangel. Einen Vitaminmangel diagnostiziert man nicht (allein) über Symptome, sondern über das Labor. Mir erschließt sich einfach nicht, warum Sie sich in tiefgehende Fragen über mögliche Aufnahme- oder Speicherstörungen versteigen, ohne überhaupt einen Mangel diagnostiziert zu haben. Eine Überdosierung der genannten Vitamine ist keineswegs so unschädlich, wie Sie denken.

Zitat:
Amalgamfüllungen in den Zähnen ... entfernt wurden. Danach ging es mir schlagartig besser. Ich vermute es lag eine Quecksilbervergiftung vor.
Über den Sinn oder Unsinn der Amalgamsanierung wird selbst unter Experten heftig gestritten. Da halte ich mich raus. Allerdings darf bezweifelt werden, dass "schlagartig" nach der Amalgamentfernung Vergiftungssymptome (welche auch immer) verschwinden. Mittlerweile ist auch unter den größten Amalgamsanierungs-Päpsten unstrittig, dass nach der Amalgamentfernung, so sorgfältig sie auch gemacht wird, der Quecksilberspiegel im Organismus eher noch mal signifikant ansteigt, um dann über Wochen bis Monate langsam abzufallen.

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 05.10.18, 12:45 
Offline
Interessierter

Registriert: 03.10.18, 21:20
Beiträge: 5
Parasympathikus hat geschrieben:
Meine unverbindliche Ansicht ist, dass Sie die Selbstdiagnose und -behandlung mit Nahrungsergänzungsmitteln einstellen und sich mit ihren Sorgen und Beschwerden einem Arzt vorstellen sollten.


Genau an dem Punkt kam ich ja nicht weiter. Deshalb die Selbsthilfe, mit der es mir ja besser geht wie ohne...

Parasympathikus hat geschrieben:
Oder Sie können Vitamin A nicht (über den Verdauungstrakt) aufnehmen oder verstoffwechseln - dann hätten Sie einen permanenten Mangel.


Nun, wenn man von Morbus Crohn ausginge, dann wäre die Resorption nur "deutlich eingeschränkt", aber nicht völlig unmöglich. Ich kenne leider nicht viele Darmkrankheiten namentlich, falls in meinem Fall irgendwas zuordnungsfähig wäre.

Parasympathikus hat geschrieben:
Einen Vitaminmangel diagnostiziert man nicht (allein) über Symptome, sondern über das Labor. Mir erschließt sich einfach nicht, warum Sie sich in tiefgehende Fragen über mögliche Aufnahme- oder Speicherstörungen versteigen, ohne überhaupt einen Mangel diagnostiziert zu haben.


Man geht zum Arzt, weil man "Symptome" hat. Vorher ja nicht. Wenn sich die Symptome mit denen von Vitamin A-Mangel decken (und darüber gibt es genug Lektüre), und sich die Symptome lindern oder gar verschwinden, wenn auch nur für Stunden, was ist an diesem Schritt dann falsch? Die Frage in meinem Fall wäre nur, warum es nicht so lange anhält?

Parasympathikus hat geschrieben:
Eine Überdosierung der genannten Vitamine ist keineswegs so unschädlich, wie Sie denken.


Was würde denn konkret bei dieser Überdosierung passieren?

Parasympathikus hat geschrieben:
Über den Sinn oder Unsinn der Amalgamsanierung wird selbst unter Experten heftig gestritten. Da halte ich mich raus. Allerdings darf bezweifelt werden, dass "schlagartig" nach der Amalgamentfernung Vergiftungssymptome (welche auch immer) verschwinden.


Ich selbst bezweifle es nicht, weil ich es erlebt habe. In Verbindung mit einer sinnvollen "Entgiftungskur" dauert das nicht viele Monate oder gar Jahre. Wenn Pollenallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten sich schon nach den ersten Tagen (für mich "schlagartig") lindern und dann immer mehr verschwinden, sind das für mich Indikatoren ohne irgendwelche Laborwerte. Muss erst ein Laborwert feststehen, damit man sich wohlfühlen kann?

Der Grund für diesen Thread ist vielmehr zu verstehen, welche Krankheit vorliegen kann.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.10.18, 00:19 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 07.09.14, 22:15
Beiträge: 372
Zitat:
Nun, wenn man von Morbus Crohn ausginge, dann wäre die Resorption nur "deutlich eingeschränkt", aber nicht völlig unmöglich
Auch eine eingeschränkte Resorptionsfähigkeit erklärt eher keinen spontanen "An-Aus"-Effekt der komplizierten Stoffwechselkaskade beim Vitamin A. Ein manifester Mangel muss i.d.R. vollständig und langfristig ausgeglichen werden, damit überhaupt ein Effekt beobachtbar ist.
Zitat:
Wenn sich die Symptome mit denen von Vitamin A-Mangel decken (und darüber gibt es genug Lektüre), und sich die Symptome lindern oder gar verschwinden, wenn auch nur für Stunden, was ist an diesem Schritt dann falsch?
Nicht falsch, aber unlogisch ist Ihre Konsequenz. Wenn man Symptome hat, die auf einen bestimmten Mangel hinweisen, geht man zum Arzt und lässt sich auf diesen Mangel untersuchen. Es gibt in der Medizin eine Vielzahl von Effekten und (Schein-)Korrelationen, die uns Zusammenhänge suggerieren, wo keine sind. Und der Vitamin A-Mangel ist bei uns ein relativ seltenes Phänomen. Daher muss das Ziel eine Objektivierung sein. Bei einem manifesten Mangel könnte man zudem das Vitamin in einer Form zuführen, die eine langfristige Versorgung sichert. Aber vielleicht wollen Sie den Laborwert aus einem anderen Grund nicht: Er würde Sie in eine tiefe Krise stürzen, falls sich herausstellt, dass Sie der ganzen Zeit einer falschen Theorie aufgesessen sind.
Zitat:
Was würde denn konkret bei dieser Überdosierung passieren?
Wenn Sie so viel über Ihren "Mangel" recherchiert haben, dürften Ihnen kaum die Hypervitamose entgangen sein: Hepatomegalie, Splenomegalie, Gelenk-/Knochenbeschwerden, STAPA, Haarausfall, Sehstörungen u.v.m.
Zitat:
Ich selbst bezweifle es nicht, weil ich es erlebt habe. In Verbindung mit einer sinnvollen "Entgiftungskur" dauert das nicht viele Monate oder gar Jahre. Wenn Pollenallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten sich schon nach den ersten Tagen (für mich "schlagartig") lindern und dann immer mehr verschwinden, sind das für mich Indikatoren ohne irgendwelche Laborwerte. Muss erst ein Laborwert feststehen, damit man sich wohlfühlen kann?
Sehen Sie, dass macht den Unterschied zwischen empirischer Wissenschaft und Glauben. Wenn eine Pollenallergie verschwindet, kann das aufgrund einer bestimmten Therapie sein. Muss aber nicht. Es kann z.B. auch daran liegen, dass die natürliche Pollenkonzentration in der Luft nachgelassen hat. Nun gibt es für den Betroffenen zwei Möglichkeiten. Man kann sich entweder freuen, dass die Therapie gewirkt hat, wie auch immer. Oder man will die Kausalkette ergründen. Letzteres ist ja bei Ihnen eher der Fall. Dann braucht man aber eben auch die Laborwerte, um objektive von subjektiven Erkenntnissen zu differenzieren.
Zitat:
Der Grund für diesen Thread ist vielmehr zu verstehen, welche Krankheit vorliegen kann.
Das wird hier ja die ganze Zeit zu erklären versucht :wink:. Wenn, trotz ausreichender Aufnahme, ein Mangelversorgung gemessen wird, dann kann man sich auf die Suche nach der Ursache machen. Es gibt z.B. Testverfahren, die die Resorptionsfähigkeit des Verdauungstraktes quantifizieren. Darüber hinaus wäre die Krankheit dann fürs Erste ja schon durch eine Vitamin-Infusion ruhiggestellt. Wenn keine Mangelversorgung gemessen wird, muss die Ursache für Ihre Verdauungs- und Befindlichkeitsstörungen eine andere sein.

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.10.18, 01:10 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 18.05.15, 15:05
Beiträge: 27
Bzgl. der vermeintlichen Vitaminmangelsituation gebe ich Parasympathikus recht.
Ein Vitaminmangel muss erst einmal verifiziert werden, und da reichen das Vorhandensein unspezifischer Beschwerden nicht aus.
Ferner ist es, wie P. ebenfalls darauf hinweist, nicht möglich, dass der Vitaminspiegel innerhalb von Stunden sich signifikant verändert bzw. auf subnormale Werte abfällt.
Gerade bei fettlöslichen Vitaminen sollte man zudem mit der Supplementation aufpassen, da diese relativ leicht überdosiert werden können.
Ein Mangel an fettlöslichen Vitaminen ist mit Ausnahme von Vitamin D hier wenig verbreitet und meist mit Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, der Bauchspeicheldrüse oder der Leber assoziiert.

Wenn ich die Blutwerte betrachtet, fallen mir die Auffälligkeiten der Leichtketten und der LK-Ratio auf. Das sieht man bei einer polyklonalen Gammopathie eigentlich nicht.
Ist die Elektrophorese mal mit Immunfixation gemacht worden? Die ist sensitiver und genauer als nur die Elektrophorese.
Die pos. Gliadin-AK müssen nichts bedeuten, könnten aber im Kontext der Magen-Darm-Beschwerden doch auf eine Zöliakie hinweisen. Wurde mal eine glutenfreie Ernährung versucht?
Die Auffälligkeiten bei den LK könnten im Kontext der Darmbeschwerden für eine auf den Darm betreffende LK-Amyloidose sprechen, bei der die normale Elektrophorese sogar unauffällig sein kann; die Bestimmung der LK sind in der nicht-invasiven Diagnostik am sensitivsten und spezifischsten.
Wie lange bestehen die Darmbeschwerden überhaupt?
Dass die Darm- und Augenbeschwerden sich sofort verschlechtern, sobald die Vitaminsupplementierung weggelassen wird, halte ich dagegen für einen Nocicebo-Effekt.
Diese Beschwerden
Zitat:
n Augen. Innerhalb 24 Std. werden die Haare trocken, der Augenzustand noch schlechter, und deckt sich mit der Symptombeschreibung von Vitamin-A-Mangel aus vielen Informationen die man findet, auch Nachtblindheit. Auch tagsüber habe ich eine leichte Sehunschärfe.

könnte man im Kontext einer autonomen Neuropathie sehen, die bei Amyloidose häufig auftritt.
Dabei kann es auch zu Blutzuckerschwankungen und postprandiale Hypoglykämien kommen.
Die Bauchspeicheldrüsenfunktion (Elastase im Stuhl) könnte auch einmal untersucht werden.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.10.18, 13:12 
Offline
Interessierter

Registriert: 03.10.18, 21:20
Beiträge: 5
Parasympathikus hat geschrieben:
Wenn Sie so viel über Ihren "Mangel" recherchiert haben, dürften Ihnen kaum die Hypervitamose entgangen sein: Hepatomegalie, Splenomegalie, Gelenk-/Knochenbeschwerden, STAPA, Haarausfall, Sehstörungen u.v.m.


Genau diese Symptome zeigen sich: Splenomegalie, Gelenk-/Knochenbeschwerden, STAPA, Haarausfall, Sehstörungen, sobald ich die Vitamin-Supplimentierung absetze. Hinzu kommt ein sehr lästiges Gerstenkorn, dass aufgrund eines Vitamin-A-Mangels entsteht, und wie schon beschrieben schon sehr bald, erlebt durchaus nach 48 Std. zahlreiche andere Beschwerden schon nach wenige Stunden.

Wenn ich die Vitaminisierung mit "meinen" Möglichkeiten, also Kapseln fortsetze, dann legen sich diese Symptome wieder, und das ebenfalls "sehr schnell". Ich kann die Aussage von Ihnen beiden leider nicht nachvollziehen, dass die Versorgung über lange Zeit aufgebaut werden muss. Irgendwie auch unlogisch. Warum sollte der Körper Vitamin A erst dann zum Einsatz bringen, wenn die Speicher 100% voll sind (so ungefähr verstehe ich Ihre fachliche Erklärung, die ich durchaus achte). Aber ein Auto fährt auch nicht erst, wenn der Tank 100% vollgetankt ist, sondern sich bereits 1 Liter im Tank befindet.

Ich spreche bei mir von Vitamin-A-Mengen, die rechnerisch wohl in den Überdosierungsbereich fallen. Ich selbst musste diese "Höchstmengen/Tag" auch erst einmal herausfinden. Aber auch das dauert keine Monate oder Jahre. Wenn ich nur 1000 I.E. am Tag mehr zu mir nehme wie aktuell ermittelt, dann zeigen sich bei mir Vitamin-A typische Überdosierungserscheinungen: Kopfschmerzen, Müdigkeit bis hin zur Schläfrigkeit, Verdauungsstörungen, Juckreiz auf der Haut, Gelenkschmerzen, im Extremfall Benommenheit, vielleicht noch weiteres. Selbst Ärzte müssen manchmal "testen", wenn bei einem Patienten übliche Dosierungen von Medikamenten nicht vertragen werden.

Aber: Das musste ich schlimmstenfalls an ein paar wenigen Tagen austesten, dann war das vorbei. Nun nehme ich schon längerer Zeit jeden Tag immer die gleiche ausgetestete Menge zu mir, dann bessern sich ALLE Symptome die ich sonst hätte, die von Ihnen beschriebenen, und die ganzen Wohlfühl-Symptome. Ich habe so keine Überdosierungserscheinungen.

Die ganze Problematik besteht schon seit der Kindheit (genauer kann ich es nicht sagen). Die Vitaminisierung praktiziere ich aber erst seit Beginn des Erwachsenenalters, damals allerdings nur mit einfachen Multivitamintabletten in denn alles drin ist. Worauf ich hinaus will ist, dass nicht Vitaminisierung etwas krankhaftes ausgelöst haben kann, es bestand schon vorher etwas. Was ich aber seit der Kindheit im Körper hatte, sind Amalgamfüllungen, und zwar gleich mehrere. Die Entfernung dieser hat definitiv ein Besserung wie beschrieben gebracht.

Außerdem weiß ich nicht, warum man sich hier so sehr auf das Vitamin A einschießt. Ich weiß, Vitamin A ist, sagen wir, das gefährlichste Vitamin. Es ist mir bewusst. Mit Vitamin E und D habe ich dennoch das gleiche Mangelproblem. Also speziell die fettlöslichen Vitamine. Wo ich leider nicht wirklich etwas feststellen kann, ist Vitamin K.

Ein weiteres Problem: Ich war schon bei verschiedenen Ärzten. Blutuntersuchungen, Abtasten, Ultraschall, Röntgen, Darmspiegelung. Alles kein Problem. Aber von meinem Vitamin-Problem wollte keiner etwas wissen. Deshalb existiert kein Vitaminstatus.

Wenn ich das Kürzel "STAPA" richtig interpretiere:
Ich habe eine diagnostizierte Papillen-Exkavation (richtig geschrieben?). Für Mitleser: Eine Art Aushöhlung um den Sehnerv herum, könnte irgendwann den grünen Star auslösen (lt. Arzt). Diese Aushöhlung schreitet laut Augenarzt aber nicht fort. Er schließt generell nicht aus, dass es eine Variante ist, die von Geburt aus existiert und so bleibt (soll es laut ihm geben). Jetzt komme ich mit der eigenen Ergänzungs-Diagnose: Wenn Sie die STAPA hier als Mangelerscheinung aufführen, dann liegt in meinem Fall sehr wohl der Verdacht nahe, dass dies genau dadurch entstanden ist. Aus den mehrjährigen Untersuchungsergebnissen interpretiere ich weiterhin, dass dann wohl die hohe Vitaminisierung dies gestoppt hat, wenn ein Mangel es ausgelöst hat? Ich wills aber nicht sicher behaupten.

Also wenn ich mich "mit" der Vitaminisierung viel wohler, fitter fühler, damit "evtl." die Krankheit grüner Star verhindere, sich der Augenzustand auch äußerlich bessert und das Sehverhalten (vor allem Nachts), dann mache ich damit weiter :D

-------

Zu @OPIC:

1.) Ich weiß nichts von einer Elektrophorese?

2.) Ich habe keine Zöliaki (wurde untersucht). Allerdings habe ich "vor" der Amalgamentfernung Weizen nicht vertragen. Danach dann wieder. Dinkel dagegen habe ich aber "vor" der Amalgamentfernung vertragen. Dinkel enthält auch Gluten, also kann Zöliaki schon deshalb nicht sein, theoretisch könnte man sich eine Untersuchung sparen, habs aber gemacht. Man hat mir aber bestätigt, dass das man Weizen entweder aufgrund von Gluten, oder aufgrund des Getreides ansich nicht vertragen kann.

3.) Die Darmbeschwerden bestehen, vermutlich wie alle anderen Befindlichkeitsstörungen auf die ich hier im Thread eingehe, schon seit der Kindheit/Jugend. Damals ging ich das Problem nicht an.

4.) Zu dem Rest ihrer Informationen kann ich nichts sagen, zu viel Fachbegriffe. Von einem mir "eingebildeten" Effekt gehe ich allerdings nicht aus.

-------

Ich überlege mir grade, wie ich Ihren Empfehlungen, ärztlichen Rat einzuholen nachkommen kann. Allerdings habe ich in diesem letzten Beitrag von mir erklärt, dass die konsultierten Ärzte auf die Vitamingeschichte nicht so richtig eingehen wollten.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.10.18, 21:37 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 07.09.14, 22:15
Beiträge: 372
Zitat:
Aber ein Auto fährt auch nicht erst, wenn der Tank 100% vollgetankt ist, sondern sich bereits 1 Liter im Tank befindet.
Es mag Ihnen unlogisch erscheinen, aber lebendige Organismen sind aber nun mal kein Maschinen. Wären Lebewesen solche Blackboxen, die aus einem gegebenen Input den immer gleichen Output erzeugen, könnten Informatiker die "Fehlersuche" übernehmen. Insbesondere hat ein Auto keine Depotspeicher, die benötigte Substanzen über komplexe Botenstoffe und in Transportmoleküle verpackt freisetzen.
Zitat:
Außerdem weiß ich nicht, warum man sich hier so sehr auf das Vitamin A einschießt.
Das haben Sie selbst exemplarisch vorgegeben. Was Sie sonst noch einnehmen, ist nicht bekannt.
Zitat:
... dass die konsultierten Ärzte auf die Vitamingeschichte nicht so richtig eingehen wollten.
Das sollten Sie den Ärzten nachsehen, denn Sie präsentieren zugegebenermaßen eine ziemlich abenteuerliche Interpretation. Jeder seriös arbeitende Heilberufler wird mit berechtigtem Argwohn auf Ihre Eigentherapie schauen und vor weiterer Diagnostik den tatsächlichen Vitaminststatus erheben wollen.

Ihr Körper gehört Ihnen. Wenn Sie sich so wohl fühlen, dann können Sie natürlich einnehmen, was Sie wollen. Es wird sich dann allerdings auch schwer jemand finden, der Ihrer Theorie unkritisch folgt. Ich wünsche Ihnen natürlich trotzdem alles Gute und dass Sie doch noch einen Arzt des Vertrauens finden.

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.10.18, 22:46 
Offline
Interessierter

Registriert: 03.10.18, 21:20
Beiträge: 5
Parasympathikus hat geschrieben:
Was Sie sonst noch einnehmen, ist nicht bekannt.


Ich gebe zu, es war viel Text:

>>>Akuter Vitamin-A-Mangel, und ebenso bei E und D. Bei Vitamin K fallen die Symptome nicht auf, oder ich weiß nicht wie es sich auswirken muss.
>>>Es findet außerdem eine vollumfassende Vitamin- und Mineralstoffergänzung statt.

Eine Art "Schlüsselproblem" scheinen mir die fettlöslichen Vitamin ADEK zu sein, deshalb bin ich auch selbst mehr auf den Bereich eingegangen.

Zitat:
Ich wünsche Ihnen natürlich trotzdem alles Gute und dass Sie doch noch einen Arzt des Vertrauens finden.


Ich versuche damit zu leben, dass Sie fast rein labortechnisch denken (vermutlich auch arbeiten, und es in dem Fall vielleicht auch müssen). Ich selbst lebe von Tests und deren Auswirkungen, und die Ergebnisse sind gut (im Vergleich zu früher).

Vielen Dank für Ihre Mühe und Zeit.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y

Datenschutzrichtlinie
© Deutsches Medizin Forum 1995-2018. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!