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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Bluthochdruck durch Angst?
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 Betreff des Beitrags: Bluthochdruck durch Angst?
BeitragVerfasst: 16.09.18, 19:30 
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Registriert: 16.09.18, 19:20
Beiträge: 1
Guten Tag,
ich bin weiblich, 29 Jahre alt, habe mit 83 kg bei 1,65 cm Übergewicht und bin Lehrerin kurz vor der Verbeamtung. Dementsprechend steht der Gang zum Amtsarzt kurz bevor. Daher liegt mir viel daran, meine Krankenakte jetzt klein zu halten - was mich unter Druck setzt.

Außerdem habe ich eine Schilddrüsenunterfunktion im Graubereich und erhalte zur Zeit keine Medikamente, da es mir sonst gut geht und meine Werte in Ordnung sind.

Vor gut einer Woche hatte ich durch meine verspätete Regel starke Schmerzen. Außerdem fühlte ich mich komisch und habe daher den Blutdruck gemessen. Dieser lag mal bei 140/108, mal bei 142/98 und mit einem Spitzenwert von 158/112. Unter 130/95 kam ich auch nach ein paar Tagen nicht. Der Puls lag immer rund um 80 Schläge pro Minute. Ich fühlte mich innerlich sehr unruhig, was für mich absolut untypisch ist!
Außerdem habe ich gelegentlich Gliederschmerzen insbesondere in den Beinen. Mal schmerzt das linke Bein mehr, mal das rechte Bein, dann sind es die Schultern, die extrem verspannt sind. Dann spüre ich mein Herz wieder rasen...
Nachdem der Blutdruck nicht runter ging, ging ich Donnerstag am späten Nachmittag zum Arzt. Dieser riet mir, dass wir mit einer Behandlung noch warten, bis die Verbeamtung durch ist. Außerdem sei der Blutdruck nicht so erhöht, dass es gefährlich wird, und es sei zeitlich Spielraum.

Am nächsten morgen war mein Blutdruck bei 113/78 - der Wert blieb in etwa den ganzen Tag gleich.

Nun kommt seit gestern wieder erhöhter Blutdruck dazu (140/100) und meine Gliederschmerzen fangen auch wieder an. Außerdem kommen Halsschmerzen, Nießen und Appetitlosigkeit hinzu. Ich mache mir wirklich Sorgen und habe das Verlangen ständig meine Parameter zu überprüfen. Ich vermute aber, dass es mich noch mehr stressen würde und habe daher das Blutdruckmessgerät verstecken lassen. So kenne ich mich gar nicht. Ich schaue stark auf meinen Körper und habe die Vermutung, dass das Wissen - jetzt nicht zum Arzt gehen zu können (Amtsarzt steht vor der Tür) - eine Angst in mir auslöst, was wiederum körperliche Symptome erschafft. Normalerweise bin ich auch nicht so. Wenn es mal im Körper sticht oder ziept, wird es mit einem Achselzucken hingenommen.

Meine Frage: Klingt das für Sie nach einer gefährlichen Situation oder eher nach einer Überreaktion meinerseits? Und noch viel wichtiger: Wie kriege ich das weg?

Meine Behandlung bisher: Vitaminpräparate inkl. Eisen und Magnesium, Beruhigungstee, versuchte Ablenkung durch Arbeit.

Liebe Grüße
Natalie


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 Betreff des Beitrags: Re: Bluthochdruck durch Angst?
BeitragVerfasst: 17.09.18, 09:11 
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DMF-Mitglied

Registriert: 03.08.18, 07:09
Beiträge: 95
Wohnort: Bremen
Hallo Mizzi,
die häufigsten Ursachen des Hypertonus liegen im vegetativen Bereich. Ich denke, dass Ihr Hausarzt organische Ursachen ausgeschlossen hat. Ein labiler Hypertonus zeigt ab und zu erhöhte Werte, entwickelt sich aber erfahrungsgemäß meist zu einem „stabilen“ Hypertonus. Was Sie schildern klingt nicht nach einer gefährlichen Situation und ist wohl der Angst geschuldet.
Langfristig kann ich Ihnen nur unbedingt die Meditation empfehlen. Sie ist inzwischen wissenschaftlich in ihrer Wirkung ausführlich dokumentiert(siehe Internet). Täglich 15-30 Minuten über einen langen Zeitraum.
LG


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