Angst vor Gallenkrebs

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SvenjaSche
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Angst vor Gallenkrebs

Beitrag von SvenjaSche » 04.08.18, 08:44

Hallo,
nochmal wegen der Galle.
ich hatte 2014 während der SS massive Gallenkoliken. Danach nie mehr Probleme bis Sommer 2017. Ab da merkte ich hier und da mal ein pieken, keine Koliken. Seit letzter Woche Sonntag habe ich aber Dauerschmerzen. Keine Koliken und wenn dann nur ganz leichte, die höchstens 15min dauern.
Die OP ist geplant für 4.9
Der Arzt redete von einer chronischen Entzündung seit wohl 3-4 Jahren :O. Er hat Ultraschall gemacht.
Ich hab jetzt soviel gegoogelt und gefunden das man durch eine so lang andauernde chronische Entzündung auch Krebs bekommen kann. In meiner Familie ist Krebs extrem häufig. Umso mehr Angst hab ich jetzt.
Mit jedem mit dem ich mich unterhalte höre ich nur "ich hatte bis vor der OP Koliken, keine Dauerschmerzen ". Und genau diese Dauerschmerzen machen mich unsicher.
Ich hab teilweise nach dem Essen (egal ob fettig oder nicht) kurz heftige Schmerzen, die in Durchfall enden. Der leichte Dauerschmerz bleibt. Auch beim Liegen merke ich, dass da etwas stört / leicht wehtut.

Ist hier jemand der auch eine längere chronische Entzündung hatte?
Jemand mit Dauerschmerzen?
Vielleicht jemand der mich etwas beruhigen kann?
Würde man im Ultraschall einen Tumor sehen? Laut Arzt sind die Gallenwände leicht verdickt, ein riesiger Stein . Kann man im Ultraschall einen Gallenstein vom Tumor unterscheiden?
lg

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Angst vor Gallenkrebs

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 04.08.18, 16:06

Hallo,
"Kann man im Ultraschall einen Gallenstein vom Tumor unterscheiden?"- normalerweise kann man dies immer. Typisch sind dann irreguläre Raumforderungen. Verdickte Gallenwände sieht man immer bei einer chronischen Entzündung. Ihre geschilderten Symptome sprechen absolut für eine chron. Entzündung. Gallenkarzinome sind selten und betreffen fast nur ältere Menschen.Der Häufigkeitsgipfel liegt bei über 70jährigen. Nur 1-2 % der Steinträger entwickeln ein Karzinom. Es besteht also m.E. kein Grund zur Besorgnis.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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