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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Splenomegalie, Herzrasen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel
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BeitragVerfasst: 31.07.18, 19:01 
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Hallo liebes Forum,
nachdem ich hier ein bisschen umhergestöbert habe und beeindruckt von euch bin erhoffe ich mir ein paar neue Impulse oder Ideen durch euch.

Vorab ein dickes Danke an jeden der sich folgenden Roman durchliest und eventuell eine Idee dazu hat!


Kurz zu mir:
Ich bin männlich, 28 Jahre jung, arbeite als KFZ-Meister und habe vor in die Selbstständigkeit zu gehen.
Sport reduziert sich inzwischen auf kurze Spaziergänge, vor dem ganzen war noch Radfahren und Schwimmen dabei.

Alles begann vor ca. einem Jahr (Juli17): nächtliches Herzrasen mit Rythmusstörungen (Extrasystolen)
Es folgte eine stationäre Aufnahme mit Kardio—MRT, BelastungsEKG,RuheEKG und LangzeitEKG - alles ohne besondere Befunde.
Wortlaut des Entlassungsbericht:
1. symptomatische Sinustachykardien a.e. im Rahmen eines viralen Infektes unklarer Genese
2. Ausschluss einer strukturellen Herzerkrankung
3. 12mm großes Gallenblasenkonkrement
Kardiovaskuläres Risikoprofil:
— Adipositas (175cm, 108Kg)
— Hypertritlyzeridämie

Soweit so gut, alles war prima, es blieben ab und zu ein paar Extrasystolen die aber normal wären.

September 2017
Plötzlich auftretender Schwindel, Blutdruckabfälle, starke Extrasystolen, Appetitlosigkeit, Brechdurchfälle und Verstopfungen, permanentes Unwohlsein, Gewichtsverlust von +- 1,5KG pro Woche. 20KG in 4 Monaten, zuletzt stärkste Schmerzen im rechten Unterbauch. (Blinddarm?)
Mein Hausarzt hat noch eine Fettleber festgestellt.

Es folgte eine Odyssee beim Hausarzt der schließlich resignierte und mich ins Krankenhaus einwies.
(2 Anmerkungen dazu: ich halte meinen Hausarzt für sehr kompetent und man hat mich bei der ersten Einweisung ins KH abgewiesen mit der Begründung es sei chronisch)
Nach dem ich ein zweites Mal im KH vorstellig wurde, wurde zügig eine Magen— und Darmspiegelung gemacht und zu meinem Erstaunen nicht gefunden außer einem einzelnen Divertikel im Dickdarm.
Es folgten noch 3 Ultraschalluntersuchung
Nach 3 Tagen war ich wieder raus, weil die akuten Schmerzen sich besserte und augenscheinlich gab es keine Befunde.
Im Anschluss an die stationäre Aufnahme wurde ambulant ein MRT—Sellink/Abdomen gemacht, bei welchem ich auch gleich das Bewusstsein nach legen des Zugangs verlor.
Im MRT wurde der Gallenstein bestätigt und eine vergrößerte Milz festgestellt. Diese hat mein Hausarzt seitdem beobachtet und mehrfach vermessen. (12,8cm)
Über die gesamte Zeit habe ich weiter Gewicht verloren trotz erhöhter Kalorienzufuhr und stehe zur Zeit bei 80KG bei 175cm.
Nicht perfekt aber erstmal okay, da ich dieses Gewicht zur Zeit bei normaler Kalorienzufuhr halte.

Mein Hausarzt vermutete das Pfeiffersche Drüsenfieber und verordnete Ruhe. Die Symptome änderten sich aber nicht wirklich so das mein Hausarzt eine Überweisung zum Neurologen schrieb. Dieser führte nach einigen Gesprächen und Tests ein MRT des Schädels an. Gesagt — getan — kein Befund.
Das war Januar 2018.
Seitdem versuche ich damit zu leben, mehr schlecht als recht.
Als nächstes steht eine Untersuchung beim Onkologen/Hämatologe an.

Mein Hausarzt scheint mich auf den Eppstein—Barr Virus getestet zu haben, das habe ich aber erst herausgefunden als ich die Blutbilder für den Onkologen abgeholt haben.
( Warum hat er nichts gesagt ? )
Die Übersicht der Blutwerte finden sich weiter unten.

Anfang des Monats ging es wieder von vorne los, stärkste Schmerzen im rechten Unterbauch, ohne Einmischung des Blinddarm. Und ich stehe mit einer Liste von Symptomen und Feststellungen vor der Frage was ich noch unternehmen kann.
Nach einem erneuten Herzrasen heute morgen nach oder während mein Blutdruck in den Keller ging hat mein Hausarzt wieder alles gegeben: abhorchen, RR gemessen, Troponin—Test, EKG.
RR:
07:49 97/72 bei 71 bpm
07:53 86/70 bei 78 bpm
Es folgte ein (für mich regelmäßiges) Herzrasen mit ca. 160 bpm (Pulsoxymeter) für eine Minute.
07:58 119/79 bei 75 bpm

Kontrolle Hausarzt gegen 09:30
120/85 bei 90bpm

Dazu die üblichen Symptome:
    - Schwindelgefühle (fast permanent)
    - häufige Übelkeit
    - Sehstörungen
    - Müdigkeit / Abgeschlagenheit
    - Mangelnde körperliche Leistungsfähigkeit
    - Sporadische Extrasystolen
    - Druckgefühle in der Brust
    - Schmerzen in Brust und Rücken
    - Durchfall & Verstopfung im Wechsel allerdings auch beschwerdefreie Zeiten
    - Schmerzen im rechten Unterbauch
    - Depressive Verstimmungen
    - Schweißausbrüche
    - Hitzewellen oder kalte Extremitäten
    - Vergesslichkeit
    - Häufige Kopfschmerzen
    - Gewichtsabnahme von 20Kg in 4 Monaten (25 nach 12 Monaten)
    - Lichtempfindlichkeit
    - Häufig blaue Flecken
    - Schmerzen am linken Rippenbogen (Milz?)

Was wir bisher wissen:
    - 1 Gallenstein
    - Milzvergrößerung
    - 1 Divertikel
    - paroxysmale Tachykardien
    - Morbus Meulengracht

Welche Untersuchungen gelaufen sind:

    - MRT Kardio (KH ABC)
    - MRT Sellink (KH ABC)
    - MRT Schädel (Dr. X)
    - Magenspiegelung (KH ABC)
    - Darmspiegelung (KH ABC)
    - Langzeit-EKG (KH ABC + Dr. Y)
    - Atemtests (Unverträglichkeiten) (Dr. Z)
    - diverse Blutbilder
    - diverse Ultraschalluntersuchungen

Zur Zeit habe ich wieder extrem hohen Leidensdruck, weil ich Angst habe urplötzlich an Herzversagen zu sterben.
Eine zweite Sache ist mir noch aufgefallen, in den Blutbildern sind immer die Lymphozyten sehr niedrig, sollte ich mir da Sorgen machen?

Ich hoffe es ist okay, wenn ich das Blutbild und das EKG mal hier hochlade, habe auf Anonymität geachtet.

Bild

Bild

Wie gesagt, wenn jemand Ideen oder Fragen hat immer gerne antworten, freue mich über jeden neuen Input.

Mit freundlichen Grüßen
Matthias


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BeitragVerfasst: 04.08.18, 14:46 
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Kurzes Update zu meinem Fall.

Termin beim Onkologen/Hämatologen verlief nach holprigen Start ganz gut. Die zweite Frage war ob ich hypochondrisch veranlagt wäre. :|

So etwas ist nämlich genau das Problem, man wird nicht mehr ernst genommen, zum Glück hatte ich meine langjährige Freundin dabei die ihm bestätigte das ich mich in besagtem Zeitraum schon verändert habe und sonst um Verletzungen und Krankheiten nicht viel gegeben habe.

Ergebnis seiner Blutanalyse sei ein hoher Hämatokrit-Wert, ob ich denn genug trinken würde.
Ja, 2,5 Liter Wasser + mindestens 0,5 Liter Tee + eventuell den ein oder anderen Softdrink.

Nach dem Ultraschall sagte er mir die Milz und der Bauchraum wären völlig unauffällig und eine Splenomegalie würde bei 12,4cm nicht vorliegen. Seine Fragen gingen in die Richtung von Reisen in tropische Gefilde, habe aber seit 14 Jahren nicht mehr Deutschland oder die direkten Nachbarländer verlassen.

Sein weiteres Vorgehen ab jetzt: 24 Stunden Sammelurin, CT Kopf bis Abdomen, Laborwerte nüchtern.

CT wurde Freitag gemacht und jetzt warten wir auf das Ergebnis, ich musste 1 Liter Kontrastmittel trinken und mir wurde während der Untersuchung noch Kontrastmittel gespritzt. Vielleicht kann mir dazu jemand was erklären, dachte es ist entweder oder?
Auf dem Überweisungsschein stand „Ausschluss von Hypocholesterinämie, z.N. adipositas“
Würde mir jemand dieses Gedankengang vielleicht jemand erklären?

Seit gestern Abend habe ich ziemlichen Druck auf der Brust, mir ist schwindeliger als sonst und ich bekomme schlecht Luft, deswegen sind wir heute morgen in die Notfallpraxis. (Nicht die Notaufnahme)

EKG unauffällig / Lunge frei / Sättigung SPO2 95% / RR 96/68 / HR 81

Ich soll mich zuhause hinlegen, ich würde das Wetter nicht vertragen.

Jetzt bin ich natürlich noch verunsicherter.

Hat jemand eine Idee was er mit dem CT eventuell erreichen möchte?
Mit den Sammelurin untersucht er wohl endokrine Vorgänge.

Mit freundlichen Grüßen
Matthias


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BeitragVerfasst: 05.08.18, 20:05 
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Der Arzt will ausschließen, dass ein sog. Phäochromozytom (katecholaminproduzierender neuroendokriner Tumor) die Ursache der Beschwerden ist. Eine Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) wurde wahrscheinlich schon ausgeschlossen? Als sog. Differenzialdiagnosen muss man auch an ein Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) und an eine Porphyrie bzw.genauer ein akutes hepatisches Porhyrie-Syndrom denken.

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Herzlichen Gruss
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Dr. med. Achim Jäckel
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BeitragVerfasst: 05.08.18, 20:10 
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Vielen Dank erstmal für diese ausführliche Antwort, mit diesen möglichen Diagnosen und Differenzialdiagnosen muss ich mich jetzt erstmal auseinander setzten.

Mein Hausarzt hat mehrfach die Schilddrüse geschallt und diverse Blutuntersuchungen gemacht, mir hat er stets mitgeteilt mit der Schilddrüse wäre alles in Ordnung.

Könnte eine davon damit zusammenhängen das sich mein Brustbein inzwischen anfühlt als würde es brennen?


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BeitragVerfasst: 06.08.18, 16:30 
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Matthias26 hat geschrieben:
Könnte eine davon damit zusammenhängen das sich mein Brustbein inzwischen anfühlt als würde es brennen?

Die komplette sog. Diffenzialdiagnose des Brust-/Thoraxschmerzes /-brennen ist umfangreich:
  1. Kardiale Brustschmerzen (vom Herzen)
  2. Nichtkardiale Brustschmerzen (nicht vom Herzen)
    • Erkrankungen der Lunge oder des Lungen-/Rippenfells
    • Erkrankungen des Mediastinums und der Aorta
    • Erkrankungen der Speiseröhre
    • Erkrankungen der Rippen, Wirbelsäule, Nerven
    • Erkrankungen des Bauchraums mit Austrahlung in den Brustkorb
    • funktionelle Brustschmerzen
Die klinische Untersuchung und Anamnese gibt dem Arzt meist Hinweise darauf, welche Art von Brustschmerzen vorliegt. Basisdiagnostik: Anamnese, körperliche Untersuchung, EKG, Blutdruck, Labor, Ultraschall des Herzens, Rö-Thorax in 2 Ebenen.

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BeitragVerfasst: 06.08.18, 16:40 
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Danke für Ihre Antwort, witzigerweise wollte ich gerade sowieso eine Nachricht zu diesem Thema verfassen, da ich aktuell stationär im Krankenhaus aufgenommen wurde.
In der letzten Nacht wachte ich verschwitzt schreckhaft auf und stelle einen Puls >140bpm fest. Da ich noch Urin sammeln musste und sich das Herzrasen relativ schnell wieder legte habe ich den 24h Urin und eine Blutprobe abgegeben. Kurz darauf verlor ich das Bewusstsein. Die Praxis liegt unmittelbar neben dem Krankenhaus weswegen man mich dorthin brachte.

Erster Stand bis jetzt: Perikarderguss
Jetzt heißt es 24h an der Telemetrie zu hängen.

Herzenzyme und Blutwerte sein im Normalbereich und die Röntgenbilder sind unauffällig.

Die Mediziner hier zeigen sich relativ besorgt über den teilweise sehr niedrigen Blutdruck.

Fragen:
- Haben Sie eine Idee ob dies typisch für eine der vorher genannten Erkrankungen wäre?
- Sind CT-Aufnahmen mit Kontrastmittel intravenös nutzbar um die Herzkranzgefäße bzw. das Herz allgemein zu beurteilen? Diese wurden vom Krankenhaus bei dem zuständigen Kardiologen angefordert.

So langsam habe ich das Gefühl ich verliere das Vertraueb in mein Herz.

Ich werde weiter berichten.

Vielen Dank und ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Matthias


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BeitragVerfasst: 06.08.18, 17:05 
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Ein Perikarderguss kann verantwortlich für einen niedrigen Blutdruck und Herzrasen sein. Man spricht dann von Herzbeuteltamponade und bei Zuspitzung dieser Symptome punktiert man zwingend den Herzbeutel.
Matthias26 hat geschrieben:
Sind CT-Aufnahmen mit Kontrastmittel intravenös nutzbar um die Herzkranzgefäße bzw. das Herz allgemein zu beurteilen?
Das kommt auf das CT an. Es gibt spezielle für das Herz ausgelegte Force CTs mit hoher Auflösung. Entzündliche Herzmuskelerkrankungen sind eine Domäne der Kardio-MRT.

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BeitragVerfasst: 06.08.18, 18:01 
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Vielen Dank.
Ich werde jetzt mal die weiteren Untersuchungen abwarten und dann weiter hier berichten.

Mit freundlichen Grüßen
Matthias


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BeitragVerfasst: 07.08.18, 15:15 
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Kurzes Update:
- Von dem Perikarderguss wird nicht mehr gesprochen.
- Ich wurde an den Schultern und am Hals geschallt, vermutlich um die Artieren zu beurteilen?
- Nach der Ergometrie (nur 50% erreicht, wie gesagt ca. 1 Jahr mein Sport mehr) wurde mir sehr schwindelig und übel, ich musste mich übergeben und habe das Bewusstsein verloren.
Erwacht bin ich nassbeschwitzt im Schockraum.
Der Blutdruck sei wohl nicht mehr messbar gewesen. (? Ist das nicht nur bei einem Herzstillstand so ?)
Nach einer Infusion in der sich auch Vomex befand habe ich das Gefühl immer noch nicht ganz wieder bei der Sache zu sein.
Der Chefarzt hat kurz reingeschaut um meinte das sei ein klassisches vagales Ereignis.
(Was auch immer er damit meint?)
-Morgen früh soll eine Kipptisch-Untersuchung folgen.

Meinte der Chefarzt evtl das diese Synkope (bzw. die Synkopen) durch den Nervus Vagus verursacht wurden? Er sprach noch von Training was es dagegen gibt.

Was mir spontan aufgefallen ist als ich mich ein bisschen über den Nervus Vagus informiert habe, ist die Tatsache das viele meiner Symptome bei einem komprimierten Nervus Vagus auftreten können. Das passiert wohl durch einen verschobenen Atlas.
Sollte ich den Arzt mit dieses Idee konfrontieren?

Mit freundlichen Grüßen
Matthias


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BeitragVerfasst: 07.08.18, 18:42 
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Matthias26 hat geschrieben:
Erster Stand bis jetzt: Perikarderguss

Matthias26 hat geschrieben:
Von dem Perikarderguss wird nicht mehr gesprochen.

Würfeln die? Entweder man sichert im Echo einen Perikarderguss oder man schließt ihn aus.
Ich bin hier raus.

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Dr. med. Achim Jäckel
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BeitragVerfasst: 08.08.18, 12:57 
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jaeckel hat geschrieben:
Würfeln die? Entweder man sichert im Echo einen Perikarderguss oder man schließt ihn aus.
Ich bin hier raus.


Scheinbar ja, fühle mich in diesem Krankenhaus nicht wirklich ernst genommen.
In erster Linie scheinen die drauf bedacht zu sein die Ursache für die Synkopen zu finden, welche scheinbar an dem niedrigen Blutdruck liegen. Was ich mitbekommen habe war gleichbleibende HF und ein Abfall des Blutdrucks.
Das ganze nach 30 Minuten Kipptisch und der Gabe von Nitro.

Ich verstehe wenn Sie (jaeckel) sich nach dieser Aktion nicht mehr dazu äußern wollen, bin Ihnen für Ihre Hilfe aber sehr dankbar!
Für eventuell andere Betroffene und Interessierte werde ich den weiteren Verlauf hier noch beschreiben.

Meine Vermutung heute:
Morgen früh wird der Chefarzt bei der Visite feststellen das mein Herz gesund ist, ich mehr Sport treiben soll und mehr trinken soll.
Auf die anderen Symptome wird dann nicht mehr eingegangen und er wird versuchen mich zu entlassen.


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BeitragVerfasst: 09.08.18, 17:20 
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Ich melde mich noch mal kurz zu Wort.
Bin heute nach einem Cardio-CT aus der Klinik entlassen worden, da mein Herz ja gesund wäre und ich damit kein Notfall mehr wäre.
Das Cardio-CT wurde aufgrund von EKG-Veränderungen während der Ergometrie gemacht.
Ich soll mehr trinken, Stehtraining machen und Kompressionsstrümpfe tragen. Dieser Aussage hat ein zweiter Arzt kurz danach wiedersprochen und nur zu Stehtraining geraten.

Jetzt liege ich wieder zuhause mit meinem Blutdruck von 90/60 und hab die gleichen Beschwerden wie vorher und weiß noch ein kleines bisschen besser, dass mein Herz tatsächlich gesund ist.
Habe mir vorsichtshalber die gesamte Patientenakte kopieren lassen und muss mich jetzt weiter umschauen.

Extra für jaeckel habe ich mir das Protokoll zu Farbdopplerechokardiographie nochmal durchgelesen.
Zitat:
Normal großer LV und RA.
Normal großer LV mit kräftigem Myokard, noch gute systolische LV-Funktion, geschätzte EF um 55%,
keine eindeutigen regionalen WBST.
Normal großer RV mit noch guter systolischer Funktion.
TAPSE: 25mm
Geringer PE.
PK, AK, MK und TK: keine relevanten Vitien.
Keine diastolischeFunktionsstörung.


Sagt mir alles nichts, außer das PE was wohl für Perikarderguss steht, habe den Arzt angerufen und er meinte das sei ein ganz kleiner mit wenigen Millilitern Flüssigkeit. Die müsste das sein und das wäre nicht behandlungswürdig.

[url=Https]Für Interessierte: der Arztbrief[/url]
Edit: Musste den Link leider noch mal runternehmen.

Jede Meinung ist gerne gesehen.

Mit freundlichen Grüßen
Matthias


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BeitragVerfasst: 10.08.18, 01:57 
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Registriert: 20.01.14, 19:41
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Hallo Matthias,

Da hast du ja schon eine gute Tortur Hinter dir :( ich bin kein Arzt, dies vorweg. Meiner Einschätzung nach muss das alles nicht zwingend eine Erkrankung sein, manchmal hat man auch Läuse und Flöhe.

Um das Ganze mal etwas auseinander zu nehmen:

Übelkeit, Brechdurchfall etc. -> was genau steht in der magenspiegelung als Befund? Hast du einen Zwerchfellbruch? Reflux?
Herzrasen, niedriger Blutdruck -> wie war dein Blutdruck vor der massiven gewichtsreduktion, höher? Dadurch, dass du so abgenommen hast, wäre der niedrigere Blutdruck eine Konsequenz. Das herzrasen könnte als kompensation passieren um deinen niedrigen Blutdruck auszugleichen. Hast du das Protokoll deines Kipptischtests?

Ich persönlich bin vom pots Syndrom betroffen, was ebenfalls mit Synkopen und herzrasen, Schwindel Übelkeit etc einhergeht. Dies kann über einen Kipptisch festgestellt werden. Allerdings ist das Syndrom nur eine Beschreibung des Zustands, nicht die Ursache. Einige Ursachen hat Jaeckel ja bei dir schon aufgelistet, die deine Problematik erklären könnten. Was mir bei deinem Blutbild allerdings fehlt sind die freien Schilddrüsenhormone, ft3, ft4 und darüberhinaus ferritin. Tsh allein ist zu ungenau, wenngleich auch ein Indikator.

Lass dich nicht in die Psycho Schiene schieben, das kenne ich zu genüge, wenn die Antwort nicht gleich auf der Hand oder durch Blut und bildgebende Verfahren auf der Hand liegen. Notfalls würde ich mich mal ab Zentren für seltene Erkrankungen wenden, oder, besse noch, an die Ambulanz des autonomen nervenzentrums in Aachen, falls das in deiner Nähe ist. Die testen etwas intensiver wodran sie Synkopen liegen könnten.

Viele Grüße
Andreas


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BeitragVerfasst: 25.08.18, 22:06 
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Registriert: 11.08.06, 15:56
Beiträge: 176
Matthias26, ich habe gerade mit Interesse Ihre Berichte gelesen und möchte Ihnen alles Gute für die Zukunft wünschen, besonders auch gute Ärzte mit Verständnis und Mitgefühl.

Leider weiß ich aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn man mit Beschwerden (oder auch 'nur' Bedenken oder Fragen) nicht ernst genommen wird; man fühlt sich hilflos und verloren, was mitunter dazu führen kann, dass sich körperliche Beschwerden noch verstärken. Das wünsche ich Ihnen natürlich nicht. Sondern ganz bald gute Besserung.

Und bitte berichten Sie gerne weiter hier.

Viele Grüße von
Tecna


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