WHR-Quotient zu hoch - was tun?

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Kitsune_
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WHR-Quotient zu hoch - was tun?

Beitrag von Kitsune_ » 30.07.18, 23:59

Hallo,

mein Taille-Hüfte-Verhältnis (= WHR, quasi analog zum BMI) ist sehr ungünstig und zu hoch laut den Tabellen.

Der WHR beläuft sich bei mir auf 0,895, also etwa 0,9.

Dadurch soll ich ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes haben, was mich schon sehr überrascht hat.

Da mein LDH-Wert in der letzten Blutuntersuchung im Mai zu niedrig war und es in meiner Familie mehrere Verwandte mit Herzerkrankungen gibt, möchte ich gerne wissen, wie ich meinen WHR-Wert verbessern kann bzw. wie ich dieses erhöhte Erkrankungsrisiko auf ein normales Risikolevel bringen kann?

Meine Daten:
LDH: 50 mg/dl (Normalbereich: über 60 mg/dl)

Taille: 68 cm
Hüfte: 76 cm
WHR: 0,9
BMI: 18,0
KfA (professionell gemessen): 14 - 16 %
Alter: Anfang 30
Geschlecht: weiblich
Vorerkrankungen: Hashimoto, Histaminintoleranz


Ich sehe zwar am Bauch kein Fett, sondern allenfalls Muskeln, aber der WHR-Wert ist nunmal zu hoch laut allen Tabellen.

Ist es möglich sich eine "Sanduhrfigur" anzutrainieren? Damit wäre der WHR-Wert ja gleich viel besser. Bei mir ist die Taille fast so wie die Hüfte. An der Hüfte setze ich nichts an.

Da sich der KfA meines Wissens nach nicht gezielt an einzelnen Körperstellen abbauen lässt: Sollte ich versuchen meinen KfA insgesamt zu reduzieren? Der ist ja eigentlich schon niedrig und Sport (Kampfsport) mache ich bereits; habe auch in meinem Leben immer Sport gemacht die meisten Zeit. Aber laut WHR bin ich am Bauch ja "verfettet" - evtl. ja innen um die Organe?

Brigitte Goretzky
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Re: WHR-Quotient zu hoch - was tun?

Beitrag von Brigitte Goretzky » 31.07.18, 05:51

Hallo,

beim LDH (=Laktatdehdrogenase, ein Leberwert) gibt es keinen Mindestwert, sondern einen Normbereich. Wird der überschritten, gilt dies als Hinweis auf Zellschaden, typischerweise in Leber oder Herz; natürlich muss man die klinische Präsentation sowie andere Laborparameter im Zusammenhang betrachten. Die Einheit für LDH ist Units pro Liter (U/l)

Im Zusammenhang mit kardialen Risikofaktoren interessiert allerdings eher das Cholesterin. Traditionell wurde das Gesamtcholesterin betrachtet, aussagefähiger sind die Unterwerte LDL und HDL (low density lipoprotein und high density lipoprotein). Das LDL hat dabei einen Höchstwert von 130 mg/dl, darüberhinaus wird es als krankhaft angesehen. Demhingegen hat das HDL einen Mindestwert von 40 mg/dl, ideal sollte es über 50 mg/dl sein.

Bei allen Betrachtungen sollte man die Triclyzeride nicht vergessen, auch die sind kritisch.

Verändern kann man das Gesamtcholesterin nur wenig, da das meiste vom Körper selbst synthetisiert wird und bei geringer Zufuhr der Körper mehr macht. Ernährung hat jedoch Einfluss auf die Ratio von LDL zu HDL. So kann kohlenhydratreiche Ernährung zu einem schlechten Verhältnis führen, interessanterweise scheint eine KH-arme und fettreiche Ernährung meist zu einer Verbesserung. Während einer Gewichtsreduktion erhöhen sich Cholesterinwerte meist, denn Cholesterin ist wichtig für den Fetttransport im Körper. Nach einer Reduktion des Körpergewichts gehen die Cholesterinwerte in der Regel wieder zurück.

Fazit: der von ihnen angeführte LDH passt nicht zur Thematik kardiales Risiko, die angegebenen Mindestwerte nicht zum LDH.

Ihr Körperfettanteil, sofern er akurat mittels DEXA-Scan gemessen wurde, ist für eine Frau zu niedrig, weiter reduzieren sollten Sie ihn nicht. Ob Sie ein "Tofi" sind (thin outside, fat inside), bei dem sich recht gefährliches Fett um und in Organen angelagert hat, kann ein Ultraschallscan oder MRT zeigen

Allen weiteren individuellen Therapien müssen Sie mit ihrem Arzt besprechen, denn Fernbehandlungen können und dürfen wir nicht.
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Kitsune_
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Re: WHR-Quotient zu hoch - was tun?

Beitrag von Kitsune_ » 31.07.18, 13:56

Hallo Brigitte Goretzky,

vielen Dank für die informative Antwort.
Brigitte Goretzky hat geschrieben:beim LDH (=Laktatdehdrogenase, ein Leberwert) gibt es keinen Mindestwert, sondern einen Normbereich. Wird der überschritten, gilt dies als Hinweis auf Zellschaden, typischerweise in Leber oder Herz; natürlich muss man die klinische Präsentation sowie andere Laborparameter im Zusammenhang betrachten. Die Einheit für LDH ist Units pro Liter (U/l)
Pardon, mein Fehler.

Es sollte oben in meinem Beitrag nicht LDH, sondern HDL heißen. Die anderen Werte waren alle in Ordnung:

HDL: 50 mg/dl (Normal: über 60)
LDL: 100 mg/dl (Norm: unter 150)
TRI: 50 mg/dl (Norm: 35 - 150)
CHOL: 150 mg/dl (Norm: 120 - 240)
Brigitte Goretzky hat geschrieben:Ihr Körperfettanteil, sofern er akurat mittels DEXA-Scan gemessen wurde, ist für eine Frau zu niedrig
Wie die Methode sich nannte, weiß ich leider nicht. Gemessen wurde der KfA-Wert mittels Strom, der über die Hände/Arme zu den Beinen/Füßen floss. Von meinem sichtbaren Fettverteilungsmuster her dürfte ich das meiste Fett eher an den Oberschenkeln und Waden ansetzen, deshalb schien mir das recht gut hinzukommen von der Messmethode; mein Oberkörper samt Hüfte sind eher "sehnig" bis knochig + muskulös oder wie man das nennen könnte - halbverhungert sehe ich allerdings auch wieder nicht aus.

Meine Sexualhormone sind alle normgerecht und Zyklusbeschwerden habe ich nicht. Ich bin vielleicht etwas abnorm gebaut für eine Frau, weil ich schmale Hüften, kaum Hintern und kaum Oberweite und trainierte aber schmale Oberschenkel/Beine sowie einen sehr flachen, muskulösen Bauch habe selbst wenn ich länger keinen Sport mache. Das gilt gemeinhin auch biologisch als angeblich unweiblich. Meine Sexualhormone sind aber XX und nicht XXY - intersexuell bin ich nicht.

Typisch weiblich mit äußerlich sichtbaren Fettpolstern und weiblichen Rundungen habe ich noch nie ausgesehen; Gewichtsschwankungen hatte ich allerdings: V. a. durch Wassereinlagerungen in den Beinen durch die Unterfunktion der Schilddrüse vorher. Mein BMI war aber maximal bei 20 in meinem Leben, egal wie ich mich ernährt habe und auch trotz Schilddrüsenunterfunktion und sehr wenig Bewegung im Alltag.

Warum ist der KfA-Wert zu niedrig für eine Frau? Laut Online-Angaben kann der KfA-Bereich normal sein bei Frauen (wobei sich das dort immer auf Leistungssportlerinnen bezieht - das bin ich bei Weitem nicht).
Brigitte Goretzky hat geschrieben:Allen weiteren individuellen Therapien müssen Sie mit ihrem Arzt besprechen, denn Fernbehandlungen können und dürfen wir nicht.
Das versteht sich von selbst. Vielen Dank soweit.

Eine Folgefrage hätte ich noch:
Wie aussagekräftig ist der Waist-To-Hip-Quotient?

Den BMI finde ich z. B. im Vergleich für die Mehrheit der Bevölkerung recht aussagekräftig, obwohl der eben auch seine Schwächen hat.

Gibt es Studien, wonach Frauen, deren Hüfte ähnlich breit wie deren Taille gebaut ist, ein höheres Herz-Kreislaufrisiko haben?

Es könnte ja einen wahren Kern haben, dass Frauen, die "typisch weiblich" aussehen, also mit breitem Becken und schmaler Taille (= niedrige WHR-Wert) als fruchtbarer und gesünder betrachtet werden.

Brigitte Goretzky
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Re: WHR-Quotient zu hoch - was tun?

Beitrag von Brigitte Goretzky » 31.07.18, 14:33

Kitsune_ hat geschrieben: Gemessen wurde der KfA-Wert mittels Strom, der über die Hände/Arme zu den Beinen/Füßen floss.
Das ist die Impedanzmethode. Von wenigen Laboren, die ein entsprechend hochwertiges Gerät benutzen und sich pedantisch an alle Regeln zur Anwendung halten, ist diese Messung sehr unzuverlässig.
Ausserdem misst man den Widerstand, wenn ein leichter Strom durch den Körper geschickt wird. Wie jeder mit rudimentären Physikkenntnissen weiss, hängt der Widerstand von der Leitfähigkeit ab. Ob jemand schwitzt oder gerade geduscht hat, ob er heute etwas mehr Wasser im Gewebe eingelagert hat als gestern, all dies beeinflußt das Ergebnis.
Warum ist der KfA-Wert zu niedrig für eine Frau? Laut Online-Angaben kann der KfA-Bereich normal sein bei Frauen (wobei sich das dort immer auf Leistungssportlerinnen bezieht - das bin ich bei Weitem nicht).
Weil bei Frauen ein Körperfettanteil von um die 20% als normal gilt, im höheren Alter sogar bis 30%. Siehe: Denis M Medeiros, Robert H Friis, Denis M Medeiros, Robert E. C. Wildman: Advanced Human Nutrition. Jones & Bartlett Publishers, 16. Dezember 2013.
Wie aussagekräftig ist der Waist-To-Hip-Quotient?
Da das kardiale Risiko davon abhängt, wo das Fett sitzt, und die Waist-to-hip-ratio Auskunft über die Fettverteilung gibt, ist er recht aussagekräftig.
Den BMI finde ich z. B. im Vergleich für die Mehrheit der Bevölkerung recht aussagekräftig, obwohl der eben auch seine Schwächen hat.

Der BMI gibt weder Aufschluss über die Körperzusammensetzung noch die Fettverteilung, daher ist er nur sehr wenig aussagefähig.
Gibt es Studien, wonach Frauen, deren Hüfte ähnlich breit wie deren Taille gebaut ist, ein höheres Herz-Kreislaufrisiko haben?
Ja, zumindest wenn es um normale Körperfettanteile geht und die Waist-to-hip-ratio aufgrund der Fettverteilung 1 oder größer ist.

Übrigens: für eine Frau ihres Alters ist auch der BMI zu niedrig. Das passt zu ihrem niedrigen Körperfettanteil und deutet vor allem in eine Richtung: sie sollten zu- und nicht abnehmen. Was Sie selbst als athletisch bezeichnen, wird von anderen vermutlich als "Hungerhaken" beschrieben. Die Kommentare, dass ihr Körper unweiblich sei, passen ins Bild.
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Kitsune_
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Re: WHR-Quotient zu hoch - was tun?

Beitrag von Kitsune_ » 31.07.18, 16:03

Brigitte Goretzky hat geschrieben:Weil bei Frauen ein Körperfettanteil von um die 20% als normal gilt, im höheren Alter sogar bis 30%.
Bedeutet normal hierbei = gesund oder bedeutet normal hierbei = bei den meisten Menschen ist das so?

Die Mehrheit der Bevölkerung hierzulande ist ja bekanntlich zu dick. Normal wäre demnach Übergewicht.

Es könnte auch gut sein, dass mein KfA in Wirklichkeit doch einges höher liegt, weil die Messmethode bei mir ja als ungenau gilt:
Brigitte Goretzky hat geschrieben:Von wenigen Laboren, die ein entsprechend hochwertiges Gerät benutzen und sich pedantisch an alle Regeln zur Anwendung halten, ist diese Messung sehr unzuverlässig.
Brigitte Goretzky hat geschrieben:Da das kardiale Risiko davon abhängt, wo das Fett sitzt, und die Waist-to-hip-ratio Auskunft über die Fettverteilung gibt, ist er recht aussagekräftig.
Danke, dann habe ich am Bauch vermutlich doch zu viel Fett, auch wenn man das von Außen nicht sehen kann. Ich werde das weiter abklären lassen.
Brigitte Goretzky hat geschrieben:Was Sie selbst als athletisch bezeichnen, wird von anderen vermutlich als "Hungerhaken" beschrieben. Die Kommentare, dass ihr Körper unweiblich sei, passen ins Bild.
Ich habe ja nicht nur solche Kommentare zu hören bekommen, vor allem als Teenager. Es gibt auch viele Komplimente. Die Männer, die mir Komplimente gemacht haben und mehr sowie manche Frauen, waren aber evtl. latent pädophil und fanden mich deshalb sexuell attraktiv, das könnte ja sein - wer würde das schon zugeben?! :(

Sie haben recht, mein Körper ist unweiblich und nicht normal; ich denke selbst seit Jahren, dass doch etwas dran ist, dass nur Schwule und Pädophile Frauen mit meinem Körper sexuell anziehend finden (können) und eine normale Frau große Brüste und eine Sanduhrfigur hat. Die negativen Kommentare bezogen sich alle darauf, dass ich von oben nach unten recht gerade statt "kurvig" gebaut bin, man meine Bauchmuskeln sieht und ich gerade mal Körbchengröße A habe - vor allem meine Oberweite wurde als Indikator für einen unweiblichen Körper herangezogen.

Leider verändert sich meine Figur nicht hin zu einer größeren Oberweite und einer "kurvigeren" Figur bei Taille, Hüfte und Hintern, wenn ich zunehme. Es ist dann sogar so, dass meine Brüste im Vergleich zum restlichen Körper (der einfach etwas "breiter" wird, aber gleichmäßig wie bei einem Baumstamm) die Brüste noch kleiner wirken und ausfallen im Verhältnis zum restlichen Körper. Dann sehe ich erst recht unterentwickelt aus und unweiblich. :(

Den KfA-Wert werde ich evtl. erneut bestimmen lassen - derzeit gehe ich davon aus, dass die Messmethode den falsch-niedrig angezeigt hat. Die meisten anderen Menschen, denen ich u. a. auch im Bikini oder nackt begegnet bin, fanden mich nicht zu dünn oder sonstwie erschreckend aussehend. Auch Ärzte nicht, aber vielleicht wollten die ja auch einfach nicht taktlos sein. Mir wäre das aber lieber gewesen, wenn meine Ärzte mir mitgeteilt hätten, dass ich unweiblich aussehe, das ungesund ist und ich dagegen was tun sollte.

Ich werde mich bzgl. einer Brustvergrößerung beraten lassen, weil mich diese negativen Kommentare, dass ich einen Kinderkörper hätte etc. von Früher doch sehr tief verletzt haben. Das kam vor allem von anderen Frauen. Evtl. gibt es auch Möglichkeiten, sich Fettzellen an die Hüfte spritzen zu lassen und an den Hintern. Das würde auch den WHR-Wert verbessern, weil meine Figur dann kurviger bzw. gesünder würde.

Das hätte ich schon längst tun sollen - ich dachte nur immer, dass mein Körper ja doch normal sein könnte für eine Frau und fühle mich darin an sich wohl, aber er ist biologisch betrachtet dann ja doch verkehrt. Mich hat es nie so ganz losgelassen, wie ja auch andere Frauen mit einem Figurtyp wie bei mir gerade auch online beschimpft werden. "Hungerhaken" ist da ja noch relativ nett und harmlos ausgedrückt.

Ich hoffe, dass ich u. a. mit einer größeren Brust und hoffentlich breiteren Hüfte sowie weniger sichtbaren Muskeln nicht mehr mit solchen Kommentaren rechnen muss und für jeden ausreichend wie eine richtige Frau aussehen werde und außerdem mein Herz-Kreislauf-Risiko senken kann, das aktuell zu hoch ist.

Herzlichen Dank, Sie haben mir sehr geholfen!

Brigitte Goretzky
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Re: WHR-Quotient zu hoch - was tun?

Beitrag von Brigitte Goretzky » 31.07.18, 21:01

Kitsune_ hat geschrieben: Die Mehrheit der Bevölkerung hierzulande ist ja bekanntlich zu dick. Normal wäre demnach Übergewicht.
Nein, normal ist normal für normalgewichtige Menschen. Übergewicht ist Übergewicht und adipös ist adipös.
Ich werde mich bzgl. einer Brustvergrößerung beraten lassen, weil mich diese negativen Kommentare, dass ich einen Kinderkörper hätte etc. von Früher doch sehr tief verletzt haben.
Das wird allerdings nichts an einem ungesunden Körperfettanteil ändern. Silikonkissen sind kein körpereigenes Gewebe.
Evtl. gibt es auch Möglichkeiten, sich Fettzellen an die Hüfte spritzen zu lassen und an den Hintern. Das würde auch den WHR-Wert verbessern, weil meine Figur dann kurviger bzw. gesünder würde.

Kann man machen, allerdings bedeutet eine artifiziell "normalisierte" Waist-to-hip ratio nicht, dass man gesünder ist. Solche Operationen sind rein kosmetisch, ähnlich wie Silikonkissen im Hintern. Nach einiger Zeit sind sie weg und man hat den eigenen "Normalzustand" wieder.
Das hätte ich schon längst tun sollen - ich dachte nur immer, dass mein Körper ja doch normal sein könnte für eine Frau und fühle mich darin an sich wohl, aber er ist biologisch betrachtet dann ja doch verkehrt.

Sie widersprechen sich. Würden Sie sich wohl fühlen, würden Sie nicht über eine Brustvergrößerung nachdenken.
Körperbau ist auch nicht falsch oder richtig, bei ihnen stimmen das Gewicht und die Waist-to-hip ratio nicht. Silikonkissen im Busen werden das aber nicht ändern.
Herzlichen Dank, Sie haben mir sehr geholfen!
Nichts zu danken. Ich fürchte jedoch, dass ich ihnen nicht geholfen habe. Aus ihrem letzten Posting spricht eine gestörte Körperwahrnehmung; das ändert man allerdings nicht mit kosmetischen Operationen, ebenso wenig wie das kardiale Risiko.
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Kitsune_
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Re: WHR-Quotient zu hoch - was tun?

Beitrag von Kitsune_ » 01.08.18, 12:13

Hallo,

ich habe nochmal recherchiert und herausgefunden, dass ein KfA bis ca. 12 % bei Frauen durchaus normal und gesund sein kann - nicht nur bei Leistungssportlerinnen. Indikator ist, ob frau ihre Periode regelmäßig bekommt, die Sexualhormone ok sind und natürlich, wie man sich damit fühlt.

Bei mir ist insofern alles ok, selbst wenn mein KfA tatsächlich bei 14 - 16 % liegen sollte.

Meine Mutter und meine Großmutter sind auch so zierlich mit wenig Brust und gerade an der Taille-Hüfte gebaut und leicht untergewichtig oder im unteren Normalgewicht und haben wenig Körperfett, obwohl sie anders als ich nichteinmal Sport machen. Dito bei meinem Vater, wobei der ja auch ein Mann ist, aber der ist auch relativ schmal gebaut an den Gelenken mit langen Gliedmaßen und muss aufpassen, nicht abzunehmen. Die Erscheinung meiner Eltern und meiner Oma wurde noch nie von irgendeinem Arzt bemängelt. Ich habe gestern in meiner Familie extra nochmal nachgehakt. Die dummen Sprüche kamen von anderen Verwandten (die ihrerseits wieder anders gebaut sind.)

Wenn ich zunehme, verändert sich nicht meine Grundproportion bzgl. des Taille-Hüfte-Verhältnisses. Der WHR-Wert bleibt gleich schlecht. Da ich zu denen gehöre, die schlecht zunehmen, habe ich auch wenig Lust, mir die kgs draufzuquälen - zumal die dann eh schnell wieder weg sind. Essen tue ich im Vergleich zu anderen Menschen eh schon relativ viel und oft, auch alles andere als fettarm. Mein Hausarzt meinte, das wäre bei mir eben so, ich würde zu den leptosomen Menschen gehören.

Da ich mich fit fühle, meine Sexualhormone allesamt ok sind und mein KfA nicht bedenklich ist und eine Zunahme wie mehrfach gesagt nichts an dem Taille-Hüfte-Verhältnis bei mir ändert, sehe ich keinen Sinn in einer gegenüber meinem Körper erzwungenen Zunahme. Wenn ich im Lebensverlauf so zunehme, ist das was anderes und auch in Ordnung.

Eine gestörte Körperwahrnehmung habe ich nicht, denke ich. An sich mag ich meinen Körper wie gesagt, aber es verunsichert und verletzt mich eben schon, wenn es so verbreitet heißt, dass mein Figurtyp unnatürlich/unweiblich sei in den Medien und auch vereinzelt so von anderen Menschen konkret mir gegenüber, eben nicht richtig und "ein Kinderkörper", man müsse dafür hungern/wäre krank etc..

Ob ich mir die Brüste vergrößern lasse, habe ich noch nicht entschieden. Ich möchte mich dahingehend beraten lassen und dann entscheiden. Vielleicht lasse ich auch alles wie es ist, weil eine kleine Oberweite beim Sport m. E. Vorteile hat (ich mache regelmäßig Kickboxen im Verein - bin damit aber natürlich kein Leistungssportler wie die Athleten, die bei Olympia usw. antreten). Meinen Körper mag ich an sich - anders als Sie werde ich das selbst am besten beurteilen können, ob ich mich/meine Erscheinung mag.

Wenn ich die Brüste vergrößern lassen würde und ggf. operativ meine Grundfigur (hin zu einer Sanduhrfigur) täte ich das, um den Kommentaren zu entgehen und mich mehrheitsfähiger statt als körperliches Alien zu fühlen - vor allem unter anderen Frauen. Ich muss das aber noch abwägen, ob mir der erhoffte Vorteil so eine OP wert ist, zzgl. der ganzen anderen Kosten. Vergrößern lassen würde ich sie wenn eh maximal auf B, das sollte reichen - mehr fände ich bei mir nicht schön.

Bzgl. des karidalen Risikos werde ich das entsprechend weiter abklären lassen, ob ich wirklich so viel ungesundes, nicht äußerlich sichtbares Fett um die Organe habe am Bauch.

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