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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Milz zu groß - etwas Sorgen
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 Betreff des Beitrags: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 23.07.18, 09:17 
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Hallo zusammen,

folgender Fall macht mir momentan etwas Angst.

Bei meiner Frau wurde im April 2017, bei einer MRT Untersuchung, zufällig eine leichte Vergrößerung der Milz festgestellt.

Daraufhin ist sie zum Hausarzt gegangen, dieser konnte dies durch Ultraschall bestätigen. Es wurde auch Blut genommen und sie wurde zu einem Spezialisten ins Krankenhaus überwiesen.
Dieser hat natürlich auch nochmals untersucht und ebenfalls die Blutwerte eingeschickt.
Ergebnis war damals (Sommer 2017), dass die Blutwerte nicht perfekt waren aber in einem Grenzbereich in dem man noch nichts machen müsse. Meine Frau musste daher zur Beobachtung regelmäßig (alle 2- 3 Monate) zur Kontrolle ins Krankenhaus. Mal war das Blut etwas besser, mal etwas schlechter, aber immer im Grenzbereich so, dass man keine weiteren Schritte durchführen musste.
Vor 5-6 Wochen wurde jetzt festgestellt, dass die Milz sich weiter vergrößert hat. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat die Milz eine Größe von ca. 20cm. Der Arzt im Krankenhaus hat daraufhin entschieden, dass man etwas machen müsse, da die Milz sonst auf andere Organe drücken könne.

Es wurde vergangene Woche nochmals Blut genommen und meiner Frau gleich mitgeteilt, dass man heutzutage keine Milz Operation mehr durchführe, sondern dies mit einer Spritzenkur oder Infusionskur behandle und die Milz sich somit wieder verkleinere, aber die genaue Therapie wird nach dem Blutergebnis entschieden.
Die Blutergebnisse kamen Ende der vergangenen Woche. Meiner Frau wurde mitgeteilt, dass das Blut auch nicht perfekt ist und man nun eine Infusionstherapie mache. Sie würde da ca. ein halbes Jahr Infusionen bekommen, die erste solle wohl 3 Stunden dauern und dann mtl. einmal 30 Minuten. Nach einem halben Jahr sollte die Milz dann wieder kleiner sein. Ihr wurde schon das Zimmer usw. gezeigt wo das durchgeführt wird.
Die Ärzte gehen wohl davon aus, dass die Milz der Auslöser für das ganze ist.
Meine Frau konnte sich auch nicht alle Fachbegriffe merken, sie meinte aber, dass was mit den Lymphozyten (zu viel ?? zu wenig ???) nicht in Ordnung war und ein anderer Wert (wohl was mit Haar…, den sie zuvor noch nie gehört hat).
Ich muss dazu sagen, dass meine Frau Mitte 60 ist, aber wirklich fit ist. Läuft viel und ist viel unterwegs. Einzig was Sie bemerkt hat, dass in letzter Zeit die Milz etwas drückt und sie evtl. etwas müde ist. Aber keine anderen Anzeichen wie Fieber etc.
Die Ärzte haben immer gesagt, und sagen das auch jetzt noch, man könne nicht erkennen warum die Milz größer ist und man gehe davon aus, dass die Milz der Auslöser ist…
(Im Internet liest man natürlich wieder, dass dies sehr selten ist und meist andere Krankheiten der Auslöser sind.)


Es wird jetzt wie folgt behandelt. Da der Arzt nun eine Woche im Urlaub ist, wird in 1,5 Wochen eine Knochenmarksprobe (oder Rückenmark? sie war sich nicht mehr sicher) entnommen, daraufhin sollte dann eben die Infusionstherapie beginnen.



Dennoch mache ich mir da schon etwas Sorgen.
Wenn man im Internet liest, stößt man ja gleich auf das Thema Leukämie (allerdings hat sich davon keine der Anzeichen wie Fieber etc.)


- Auch die Knochenmarksprobe beschäftigt mich, macht man dies nicht nur beim Verdacht auf Krebs?

- Auch mit den Lymphozyten hört sich doch irgendwie so an… aber warum wurde dann noch nie früher reagiert…. Wie gesagt, lt. Arzt waren die Werte nie so, dass man was machen hätte müssen.


- Aber dann frage ich mich, hätte man dies(Leukämie) nicht schon vor einem Jahr bemerkt bei den vielen Blutuntersuchungen? Sie wurde ja extra ins KKH geschickt und dort wurden genauere Blutbilder durchgeführt und eingeschickt.


- Wäre der Fortschritt der Krankheit (Leukämie) dann nicht schon viel weiter wenn man über 1 Jahr nichts gemacht hätte, denn sie hat ja die vergrößerte Milz schon wie gesagt seit mindestens Frühjahr 2017.


- Hätte der Arzt einen schlimmeren Verdacht, würde er dann wirklich warten bis er wieder aus dem Urlaub kommt ? Würde er dann die Patientin nicht an einen Kollegen „weitergeben“?



- Können Sie mit den Therapien welche die Ärzte anwenden wollen etwas anfangen?



Als ich nach Infusionen bei vergrößerter Milz gestöbert habe, bin ich auch auf Morbus Gaucher gestoßen. Da habe ich allerdings gelesen, dass man lebenslänglich Infusionen bekomme… Daher weiß ich nicht ob das so passt…Ich weiß auch nicht ob das Blutbild dazu passt…

Ich weiß, ihr werden jetzt sagen das wir den Termin abwarten solle. Aber ich würde mich über eine Info freuen, da die Wartezeit von 2 Wochen echt lang werden kann…


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 24.07.18, 22:57 
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Hallo,

das Warten auf den Befund kann zermürbend sein, aber bis dahin bleibt alles andere spekulativ.

Eine Milzvergrößerung kann eine ganze Reihe von Ursachen haben. Bei den wenigen Stichworten Müdigkeit, Lymphozytose, Knochenmarkbiopsie und Infusionen würde man auch daran denken, dass die Ärzte hämatologische Krankheiten wie z.B. eine chronische lymphatische Leukämie (CLL) oder Osteomyelofibrose ausschließen wollen. Sollte es in diese Richtung gehen, sind die Therapiemöglichkeiten heute besser als noch vor wenigen Jahren. Auch autoimmune Prozesse, sogenannte Speicherkrankheiten oder chronische Entzündungen kommen infrage. Dass die Milz selbst die Ursache für ihre Vergrößerung ist, kommt hingegen eher selten vor. Wie gesagt, alles bislang spekulativ.

Zitat:
Knochenmarksprobe (oder Rückenmark?)
Es wird eine Probeentnahme von Knochenmark, üblicherweise am Beckenkamm, gemacht. Die Entnahmestelle wird dabei lokal betäubt. Da der Knocheninnenraum oft schmerzsensibel auf das Ansaugen der Probe reagiert, von außen aber nicht betäubt werden kann, wird meistens eine leichte Narkose angeboten.

Es gibt zwar auch die "Rückenmarkspunktion" (es wird hier allerdings nicht das Rückenmark, sondern der Lumbalkanal zur Entnahme von Nervenwasser punktiert). Das sollte hier jedoch keine Rolle spielen.

Zitat:
Auch die Knochenmarksprobe beschäftigt mich, macht man dies nicht nur beim Verdacht auf Krebs?
Man macht das vor allem, um gut- oder bösartige Krankheiten am blutbildenden System zu erkennen bzw. auszuschließen. Da die Blutbildung im wesentlichen im Knochenmark erfolgt, ist diese Untersuchung hier sehr aufschlussreich. Eine Ausnahme bildet die CLL, die kann man eindeutig aus einer Blutprobe (nicht jedoch allein über ein Blutbild, sondern mit aufwändiger Zytometrie) diagnostizieren.

Zitat:
Wäre der Fortschritt der Krankheit (Leukämie) dann nicht schon viel weiter wenn man über 1 Jahr nichts gemacht hätte, denn sie hat ja die vergrößerte Milz schon wie gesagt seit mindestens Frühjahr 2017.
Gerade bei den chronischen Formen der Leukämie gibt es die unterschiedlichsten Verläufe und es ist keine Seltenheit, dass sich zeitlebens kein wesentlicher Krankheitsfortschritt und somit keine Behandlungsbedürftigkeit einstellt. Diese besonders bei der CLL häufigen Fälle nennt man Watch-and-Wait (Beobachten und Abwarten). Aber noch ist es ja völlig unklar, ob überhaupt eine Leukämie vorliegt.

Alles Gute und berichten Sie bitte mal vom Ergebnis!

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Viele Grüße,

Parasympathikus


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 25.07.18, 08:57 
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ich denke und hoffe aber wenn es bisher immer so im Bereich war , dass man nichts machen musste , das es dann jetzt noch im Anfangsstadium ( chronisch ) ist und man noch viel behandeln kann.
und nicht das es auf einmal im 2. oder . 3 Status schon ist...

wie gesagt , wurden im letzten jahr alle 3 Monate blut genommen.... bisher hat man immer gesagt man müsse noch nichts machen.. und jetzt reagiert man.. ich hoffe das es dann nicht auf einmal schon einen schritt zu weit ist.. bei der chronischen gibt es ja 3 schritte...


es wird übrigens eine Vollnarkose bei der knochenmarksprobe angewendet...



aber was meint der Arzt wenn er sagt , es wird eine infusionstherapie angewendet ...
ein halbes jahr , mtl. einmal kommen für 30 min.
nach einem halben jahr sollte die milz wieder kleiner sein...

vor dem letzten blutergebnis hat er sogar gesagt entweder behandle man mit spritzen oder mit infusion. nach dem bluttest hat er dnan gesagt man müsse mit infusion behandeln...


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 25.07.18, 16:02 
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Eberhardt hat geschrieben:
aber was meint der Arzt wenn er sagt , es wird eine infusionstherapie angewendet ...
ein halbes jahr , mtl. einmal kommen für 30 min. nach einem halben jahr sollte die milz wieder kleiner sein...

Kommt auf die Krankheit an. Wenn die Diagnose in Richtung Speicherkrankheit wie Morbus Gaucher etc. geht, würde man das dann fehlende Enzym per Infusionen ersetzen. Läge eine CLL, Haarzell-Leukämie etc. zugrunde, wird mit Zytostatika-, Immun- oder Antikörpertherapie die Anzahl der klonal vermehrten Lymphozyten reduziert.

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Viele Grüße,

Parasympathikus


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 27.07.18, 10:11 
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meint ihr es kann sich sogar um eine akute Leukämie handeln ??

oder wäre dann der Krankheitsverlauf schon weiter vorangeschritten ?

wie gesagt , im April 2017 wurde ja bereits die vergrößerte Milz entdeckt und daraufhin mehrmals das Blut untersucht und aber noch abgewartet !?!?!?!?

körperliche Anzeichen wie Fieber , Infetkionen usw. sind keine da...

hätte man eine akute Leukämie schon festgestellt nach dieser ZEit ? oder kann man diese nur doch Knochenmakrsuntersuchung feststellen ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 27.07.18, 12:33 
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Akute Leukämien haben in aller Regel so schwere Symptome und auch hochauffällige Blutbilder, so dass die Aussagen
Zitat:
aber wirklich fit ist. Läuft viel und ist viel unterwegs
und
Zitat:
dass die Blutwerte nicht perfekt waren aber in einem Grenzbereich in dem man noch nichts machen müsse ...
damit eher nicht vereinbar sind.

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Viele Grüße,

Parasympathikus


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 31.07.18, 12:48 
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heute war jetzt bei ihr die Knochenmarksuntersuchung.
blut wird in ein labor nach münchen geschickt. die ergebnisse dauern ca.7 bis 10 tage.
sehr lange oder ? wenn man da was akutes hat und 10 tage warten muss...

der arzt hat wohl noch gesagt , man müsse das ergebniss abwarten um zu sehen ob erst mal spritzen ausreichen oder infusionen benötigt werden....

aber es wurde ihr sonst nichts weiteres gesagt


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 31.07.18, 15:45 
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Hallo,

das Münchner Leukämie Labor ist eine Art bundesweites Referenzlabor für diverse hämatologische Erkrankungen.
Wenn die umfangreiche Analyse der Knochenmarkproben in 10 Tagen erledigt ist, dann halte ich das für eine Rekordgeschwindigkeit. Immerhin müssen die Zellen aufwändig vermehrt und für die einzelnen Untersuchungsschritte aufbereitet werden. Bei den zytogenetischen Untersuchungen geht es z.B. um die Beurteilung von Anomalien in der DNA im Zellkern einer insgesamt gerade mal zehn Mikrometer großen Zelle. Üblicherweise rechnet man mit 2-3 Wochen.

Was das Warten anbetrifft: Es ist, auch wenn sich die Therapie dadurch verzögert, dennoch gut angelegte Zeit. Denn nichts ist in der Hämatologie schlimmer, als wenn im Eifer des Gefechts eine falsche Therapie begonnen wird.

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Viele Grüße,

Parasympathikus


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 01.08.18, 07:38 
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es ist nur wirklich so , das sie mir nicht recht sagen will was Sache ist. oder der Arzt ihr nicht gesagt hat was es sein kann...

nur das er wieder gesagt hätte , es wäre gut das man es früh erkannt hat.

und das man nach den Ergebnissen schauen würde , ob man mit spritzen oder Infusion behandle...

sie sagt zu mir immer noch , lt. Arzt wäre die milz der Auslöser und hätte man nicht bemerkt das diese zu groß ist , dann wäre diese immer größer geworden und das blut immer schlechter....


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 16.08.18, 20:59 
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Heute hat sie Beim Arzt angerufen.die verschiedenen Ergebnisse sind in den letzen Tagen gekommen und heute ist der letzte Wert eingetroffen.der Arzt war kurz am Telefon...
Sie hat mir dann wiedergegeben was gesprochen wurde.
Sie sagte gleich dass er gesagt hätte es ist gut das man es gleich am Anfang bemekrt hat..aber nicht lebensbedrohlich ist....am Anfang des Gesprächs sagte er das man nicht unbedingt was behandeln müsser aber er dazu rät.am ende des Gesprächs sagte er dann das man es schon behandeln müsse...er sagte wohl was von Anämie...aber das man alles weitere dann am Montag bespricht...

Was meint iht dazu?


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 20.08.18, 12:49 
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also , heute war das Gespräch.
sie bekommt eine chemo.

erkrankung steht auf dem zettel "NHL" , habe mal etwas gegoogelt und auch gesehen das dies eine blutkrankheit ist.....

arzt hat wohl wieder gesagt , dass es nicht lebensbedrohlich ist. aber wenn man nichts machen würde, dann könnte es evtl. werden...

gut sei wohl das man es gleich am anfang bemekrt habe , bevor es ihr schlecht geht.

sie hat jetzt immer 3 tage infusionen dann 4 wochen pause. dies wiederholt sich 6 mal.
sie bekommt nicht immer eine chemo sondern auch manache infusionen mit antikörper


hoffe das dies noch alles gut ausgeht


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 21.08.18, 00:24 
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Beiträge: 70
Hallo Eberhardt,

das hört sich alles nicht so schön an. (Ich hatte deine Postings regelmäßig verfolgt.) Soll deiner Frau für die Infusionen ein Port gelegt werden? Fiel der Begriff der (ggf. klassischen) Haarzell-Leukämie noch mal? Du erwähntetest das Wort am 23. Juli einmal.

Ich wünsche deiner Frau, dass die kombinierte Therapie von Chemo und Antikörpern gut wirkt – was sehr häufig der Fall sein soll!!!
Und auch dir wünsch ich alles Gute! Denn ich weiß, dass auch die Angehörigen bei so etwas irgendwie mitbetroffen sind.

Bestimmt meldet sich auch Parasympathikus nochmals, um dir noch ein paar Erläuterungen zu geben.

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"Wer sich nur tragen lässt, lernt weder laufen noch tragen." (Kyrilla Spiecker)


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 21.08.18, 00:27 
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Hallo,

das NHL (Non Hodgkin-Lymphom) ist ein Sammelbegriff für Krebserkrankungen des lymphatischen Systems. Gemeinsam haben alle NHL, dass eine krankhafte Vermehrung von Lymphozyten (meistens B-Lymphozyten, manchmal T-Lymphozyten, selten NK-Zellen) stattfindet. Ansonsten sind sie grundverschieden in Verlauf und Malignität (Bösartigkeit).

Sie könnten also noch beim Arzt nachfragen, um welche Art von NHL es sich handelt. Vermutlich eine sogenannte niedrigmaligne (auch: indolente) Form wie CLL, PLL, HCL oder MCL.

Die Chemo-Antikörpertherapie ist erst seit einigen Jahren etabliert und ist eine der wenigen Krebstherapien, bei der man ohne Übertreibung von einer Sensation sprechen kann. In den meisten Fällen erzielt man damit eine langanhaltende, oft lebenslange Abwesenheit der bösartigen Zellen. Bei der ersten Antikörpergabe kann es manchmal zu (meist leichten) allergieähnlichen Reaktionen kommen, darauf sind die Spezialabteilungen aber eingerichtet.

Zitat:
gut sei wohl das man es gleich am anfang bemekrt habe , bevor es ihr schlecht geht.
Ganz am Anfang eines NHL stehen meist diskrete Laborveränderungen (Anämie, milde Leukozytose, etc.), denen erfahrungsgemäß aber wenig Bedeutung beigemessen wird.

Einerseits sind diese Veränderungen sehr unspezifisch. Andererseits hat eine "zu" frühe Entdeckung der Erkrankungen durchaus das Potential, einem viele Jahre Lebensfreude zu nehmen, ohne dass man anfänglich irgendetwas mit einer Therapie ausrichten kann oder muss. Manche Betroffene haben viele Jahre zuvor schon die Diagnose MBL (monoklonale B-Lymphozytose) erhalten, die per se keine Krebserkrankung ist, wohl aber manchmal in ein NHL übergehen kann. Meistens passiert das ganze Leben aber gar nichts.

Kurzum stellt sich bei der Abklärung einer persistierenden Leukozytose (ohne weitere Symptomatik) manchmal die Frage, ob man dem Patienten mit einer umfassenden Lymphozytentypisierung einen Gefallen tut, oder ihn bis ans Lebensende in eine psychische Ausnahmesituation versetzt. Im Falle Ihrer Frau war es eher keine Frühdiagnose, aber glücklicherweise eine rechtzeitige Diagnose, da ja Komplikationen mit der Milz drohten und eine Behandlung angezeigt ist.

Zitat:
hoffe das dies noch alles gut ausgeht
Die Chancen stehen gut. Ich drücke die Daumen! Ein kleiner Verlaufsbericht wäre für alle natürlich sehr informativ und nützlich.

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Viele Grüße,

Parasympathikus


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 21.08.18, 00:34 
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Registriert: 07.09.14, 22:15
Beiträge: 372
Euphemia hat geschrieben:
Bestimmt meldet sich auch Parasympathikus nochmals, um dir noch ein paar Erläuterungen zu geben.
Hiermit geschehen (siehe oben) :D. Unsere Beiträge haben sich wohl gerade überschnitten.

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Viele Grüße,

Parasympathikus


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 Betreff des Beitrags: Re: Milz zu groß - etwas Sorgen
BeitragVerfasst: 21.08.18, 00:49 
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Registriert: 17.06.16, 23:48
Beiträge: 70
Danke, Parasympathikus! Das ist wirklich sehr liebenswürdig. :D

Meine Antwort war natürlich wenig hilfreich, weil ich keine Ahnung von der Thematik habe. Ich hatte sie nur deshalb abgesetzt, weil Eberhardt nun quasi schon dreimal Selbstgespräche führen musste bzw. den Verlauf der Diagnostik schilderte, ohne dass er eine Reaktion erhielt.
Ich bin dann immer ein bisschen betrübt, wenn jemand, der sich gerade arg sorgt, keine Antworten erhält. Eberhardt sollte halt nicht meinen müssen, hier würde niemand mit ihm mitfühlen.

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