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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Wie weit gehen, wenn Schmerzen nur psychisch sein sollen?
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BeitragVerfasst: 01.03.18, 23:21 
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Hallo,
ich leide seit dem Spätsommer an einer Reihe von Schmerzsymptomen.

Erst fing es mit Gebärmutter und Eierstöcke an. Dann wanderten die Schmerzen weiter Richtung rechter Niere und Solarplexus, dann zum Herz/Lunge und Kopf. Jetzt zum rechten Unterbauch. Zudem leide ich an Narkolepsie und meine Müdigkeit hat sich seit dem Herbst verschlechtert.

Mittlerweile habe ich fast alle Ärzte und Standarduntersuchungen durch. Meine Hausärztin war sofort der Meinung, dass das alles nur von der Psyche kommt. Ich selber glaube an sowas aber nicht.

Die Schmerzen sind meistens nur leicht. An das vermehrte Schlafbedürfnis habe ich mich schon gewöhnt. Leiden tue ich eigentlich nur unter den Kopfschmerzen, die sind stärker. Alle anderen Schmerzen bereiten mir eher Sorgen, weil da immer der Hintergedanke da ist, dass ich vielleicht doch eine schlimme Krankheit habe. Die Narkolepsie wurde ja auch erst nach 10 Jahren entdeckt.

Ich gehe auch absolut nicht gerne zum Arzt. Sollten die Schmerzen von der Psyche kommen dann glaube ich auch nicht, dass mir ein Psychiater wird helfen können. Psychopharmaka werde ich auch nicht einnehmen. Damit hat man damals jahrelang versucht meine unerkannte Narkolepsie zu behandeln, was total daneben ging. Seitdem weigere ich mich Medikamente zu nehmen ohne absolut sichere Diagnose.

Die Frage ist aber, was ich mache, wenn jetzt der letzte Arzt auch nichts findet? Dann bliebe wohl wirklich nur noch eine Bauchspiegelung oder? Das bedeutet eine Narkose. Damit habe ich wegen der Narkolepsie auch nur schlechte Erfahrungen gemacht. Und eine Ursache für die Kopfschmerzen lässt sich vermutlich eher nicht in einer schmerzenden Niere finden...

Also wie weit sollte man gehen, wenn man das Standardprozedere durch hat und noch immer ohne Diagnose dasteht? Bei der Narkolepsie bin ich damals bestimmt 2-3 Jahre ergebnislos von einem Arzt zum Anderen gerannt um jedes Mal als Psycho, Faulpelz oder Sozialschmarotzer abgestempelt zu werden. Das will ich mir nicht noch einmal antun.

Und bitte mir braucht niemand mit Physiotherapie, Heilpraktiker, etc. ankommen. Dafür habe ich kein Geld, ich bekomme nur eine kleine Rente und meine Versicherung erstattet dafür keine Kosten.

MfG

_________________
Dr.med.Holger Fischer


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BeitragVerfasst: 02.03.18, 09:04 
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Beiträge: 245
Angelus Noctis hat geschrieben:
Sollten die Schmerzen von der Psyche kommen dann glaube ich auch nicht, dass mir ein Psychiater wird helfen können. Psychopharmaka werde ich auch nicht einnehmen.
MfG


Lass dich trotzdem darauf ein, wenn alles andere aus unterschiedlichen Gründen keine Option für dich ist.
Ich empfehle eine Verhaltenstherapie bei einem Psychotherapeuten (kein Psychiater, keine Medikamente!)
Eine Psychotherapie tut jedem gut! Du hast Symptome, es wird bezahlt, also versuch es.
Dabei ist es wichtig, dass du mit den Therapeuten gut auskommst und sich ein Vertrauensverhälnis aufbauen kann. Deswegen bezahlt die KK probatorische Sitzungen, erkundige dich mal.

_________________
LG von kardamom


Zuletzt geändert von kardamom am 02.03.18, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 02.03.18, 12:58 
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Registriert: 19.11.16, 13:41
Beiträge: 73
Ich schrieb doch schon, dass ich nur eine kleine Rente habe. Mir bleiben monatlich noch 345 Euro. Davon zahle ich ganz sicher keine Psychotherapie, erst recht nicht, da ich an sowas gar nicht glaube. Außerdem bringt es mir rein gar nichts, wenn ich in 3 Jahren einen Therapieplatz bekomme.

Oder wer sonst soll die Psychotherapie bezahlen?

Ich werde nie mit einem Arzt oder Therapeuten gut auskommen und es wird sich nie ein Vertrauensverhältnis zu solchen Leuten bei mir aufbauen.

Ich darf auch nicht in die KK wechseln.

_________________
Dr.med.Holger Fischer


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BeitragVerfasst: 02.03.18, 14:28 
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Beiträge: 245
Angelus Noctis hat geschrieben:

Oder wer sonst soll die Psychotherapie bezahlen?


Die Psychotherapie bezahlt die KK!
Oder lebst du nicht in D? In Österreich muss man glaub ich selbst zahlen.


Angelus Noctis hat geschrieben:
Ich werde nie mit einem Arzt oder Therapeuten gut auskommen und es wird sich nie ein Vertrauensverhältnis zu solchen Leuten bei mir aufbauen.


Falls sich das bestätigen sollte, kannst du jederzeit abbrechen. Es wird niemand zur Therapie gezwungen, so lang er nicht sich selbst oder andere gefährdet.

Es ist deine Enscheidung. Denk nochmal darüber nach. Deine Frage ist, wie weit du gehen sollst, aber das und das und das geht aus den unterschiedlichsten Gründen nicht.
Ich rate Dir, mal einen Schritt weiter zu gehen und deine Komfortzone zu verlassen. Was gibt keinen Grund (sofern du in D lebst) es nicht zu versuchen, oder?

Noch was: Das "nur" in deiner Überschrift gehört da nicht hin. Wenn Schmerzen psyschisch bedingt sind, dann tun sie genauso weh wie körperlich bedingte.

Und an was du "glaubst" ist eigentlich auch egal, wenn der Leidensdruck groß genug ist.

_________________
LG von kardamom


Zuletzt geändert von kardamom am 02.03.18, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 02.03.18, 14:35 
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Registriert: 14.09.08, 19:51
Beiträge: 245
Angelus Noctis hat geschrieben:
Außerdem bringt es mir rein gar nichts, wenn ich in 3 Jahren einen Therapieplatz bekomme.


Das sehe ich anders. Vielleicht sind die Schmerzen in zwei Jahren noch da und du bist froh, nicht mehr so eine lange Wartezeit zu haben.

_________________
LG von kardamom


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