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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Lungenentzündung
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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 26.02.18, 18:50 
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Beiträge: 91
Guten Tag Herr Dr. Fischer,

ich bin leider immer noch etwas beunruhigt. Heute wurde ein Herzultraschall gemacht. Ist ist wohl nicht zu einer Rechtsherzbelastung gekommen. Beide Lungenflügel sind entzündet und im rechten Lungenflügel unten ist die Embolie. Das würde laut Arzt in den Unterbauch ausstrahlen und dann auch die Krämpfe auslösen. Kann das sein? Es wurden auch die Nieren geschallt: alles in Ordnung. Die Gefäße in den Beinen und in der Leiste/Becken sind unauffällig.

Der Arzt will Morgen von Heparin-Spritzen auf Tabletten umstellen. Dann soll es wohl auf die Normalstation gehen. Kreislauf und Sauerstoffsättigung sind in Ordnung. Aber liegen geht wie gesagt noch nicht. Die Krämpfe mit Luftnot sind wohl nur geringfügig besser geworden. Ab Morgen könnte er dann wohl schon aufstehen. Geht das so in Ordnung?

Der Arzt meinte, dass er nach dem KH-Aufenthalt 3 Wochen krankgeschrieben wäre. Wenn ich seinen Zustand so sehe, halte ich das für unmöglich. Beim Luftholen hebt sich der Brustkorb ganz schön. Es sieht schwerfällig aus.
3 Wochen gibt es dann den Blutverdünner (Tablette) Früh und am Abend. Danach wohl noch ein halbes Jahr. In der Zeit auch Thrombosestrümpfe.

Nach den 6 Monaten soll noch mal beim Hämatologen eine Gerinnungsanalytik gemacht werden (das befürworte ich sehr).

Ist der blutige Auswurf normal?

Wäre eine Kur angebracht? Die Ärztin gestern sagte was davon. Der Arzt heute fand es überflüssig. Der HA hält es für eine gute Idee....


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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 26.02.18, 19:28 
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DMF-Moderator

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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Abend,
berichten Sie doch auch mal etwas Erbauliches, hoffentlich bald.
Embolien können durchaus in die Nachbarschaft ausstrahlen und werden daher gelegentlich übersehen- mit entsprechend fatalen Folgen.
Ich denke, dass die Klinikärzte es schon korrekt einschätzen, die schnelle Umstellung auf orale Antikoagulantien erscheint mir jedoch relativ früh. Aufstehen unter antitrhrombotischer Therapie ist möglich, die Frage ist jedoch, inwiefern er in der Lage ist, ohne Atembeschwerden das zu vollziehen, evtl. tritt dann eine gewisse Belastungsdyspnoe ein und er wird schnell wieder in sein Bett flüchten. Ich will aber auf keinen Fall hier schwarz malen. Auch 6 Monate Antikoagulation ( da gibt es seit einigen Jahren sehr moderne neue Präparate) ist okay. Blutiger Auswurf ist leider bei einer schweren Pneumonie nicht außergewöhnlich. Neben dem Fieber ist natürlich auch das CRP und die Leukozyten ein Parameter bzgl. der Besserung. Bei bakteriellen Infekten ist auch der Verlauf des Procalcitonin ein hervorragender Kontrollwert ( nicht bei viraler Ursache), wird aber leider oftmals nicht veranlasst. Zur Kur kann ich nichts sagen, das hängt auch vom weiteren Verlauf ab und wird auch eher bei chronischen Lungenerkrankungen( Fibrose, COPD, Asthma bronchiale usw.) durchgeführt.

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Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 27.02.18, 07:25 
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DMF-Mitglied

Registriert: 28.10.16, 11:42
Beiträge: 91
Guten Morgen Herr Dr. Fischer,

im Moment immer noch nichts Erbauliches. Jetzt hat er auch noch Fieber. Ist schon ganz schön aufregend. Aber das Positive: keine Rechtsherzbelastung! Ich bin ja auch nicht der Arzt. Der sprach gestern von 3 Wochen Krankschreibung nach dem KH-Aufenthalt. Ich allerdings sehe das ganz und gar nicht so. Ich kenne den Patienten sehr gut. Und im Moment ist das jetzt wirklich der Tiefschlag. Er war ja schon mit einer Lungenentzündung zu Hause. Da war es noch eine leichte. Und die Lungen waren letzten Montag ja schon frei. Kein Fieber und nur noch ganz leichter Husten am Morgen und am Abend.

Ich hatte ihnen ja schon eher geschrieben, dass beim Blutbild die Thrombozyten zu hoch waren. In der Notaufnahme war auch etwas mit den Leucozyten. Aber ich weiß jetzt nicht mehr, ob zu hoch oder zu niedrig. Wird dem Zustand so entsprechen. Die Nieren waren etwas gestaut.
Welche Werte noch abgenommen wurden? Keine Ahnung. Sagt ja keiner was. Das erfahren wir erst, wenn wir den Arztbrief am Entlassungstag in den Händen halten und öffnen.

Ich habe ihm geraten, bei der Visite noch mal einige Sachen anzusprechen. Aber ich sagte ja: Es ist nicht das Krankenhaus des Vertrauens. Und ich weiß - aus eigener Erfahrung - man kann sich den Mund fusselig reden. Auf den Patienten wird gar nicht eingegangen. Es wird stur ihr Standardprogramm gefahren. Ich bekam zur Antwort: Wir machen hier keine Diagnostik, nur Basis. Unser Hausarzt sagte mir gestern, er schickt niemanden mehr in das KH. Vor mir war auch ein Angehöriger von einem Lungenentzündungspatienten drin. Da müssen schlimme Sachen passiert sein. Zu mir hieß es dann: Wenn ich jemals noch mal einen Krankenwagen rufe, dann soll ich sagen, die sollen nach .... fahren und nicht in das KH. Ich wusste nicht, dass das geht. Hatte gedacht, der Notarzt bestimmt das. Und hier auf dem Land sind die Wege ja nicht so kurz. Hätte ich es gewusst, dann hätte ich es getan. Ich habe selbst schon immer gesagt, wenn ich noch sprechen kann, dann sage ich, dass ich da nicht hin will. Der HA sagte gestern nur, dem Arzt vom Herzultraschall könne man vertrauen. Aber eben nicht allen dort. Und zum HA haben wir sehr großes Vertrauen. Er ist ein sehr guter Arzt. Er kümmert sich, dass alles an Untersuchungen und Diagnostik gemacht wird. Ich kenne das auch anders (ehem. HA). Mir wurde jahrelang erzählt, ich hätte mich übernommen. Untersuchungen: keine. Ich wurde sogar genervt angesehen: "Was wollen sie schon wieder?"

Heute soll er auf Normalstation. Der Arzt sagte gestern sogar noch, er können dann draußen rumlaufen und frische Luft tanken. Wir haben heute - 16 Grad. Und er hatte gestern Fieber. Ich denke nicht, dass das richtig wäre? Da ist der Arzt vermutlich etwas voreilig. Solch eisige Luft kann doch für die Lunge nicht gut sein, oder?

Ich hatte jetzt auch überlegt, ob es besser wäre, wenn wir dann für später einen Notfallausweis anlagen. Schon wegen den Blutverdünnern. Müsste ich auch bei Autoimmunthyreoiditis und Hypertonie einen haben?
Medikamente schreibt man ja auch drauf. Bei manchen ändert sich da ja auch die Dosis. Könnte man da z. B. nur Valsartan schreiben (ohne Mengenangabe)?
Wie ist das bei Diagnosen? Bei mir steht auf dem Befund vom Rheumatologen: undiff. Kollagenose und "keine Kollagenosesymptome". Mündlich hieß es vom Rheumatologen, ich hätte nichts. ANA, aber bei 1:1000 !
Wie behandelt man solche Sachen in Anbetracht "Notfallausweis"?

Zur Kur: Also wäre die wahrscheinlich nur möglich, wenn chronische bzw. bleibende Schäden wären (zum Beispiel: das er schlecht Luft bekommt)? Das wollen wir ja auch nicht hoffen.
Ich hatte nämlich schon einmal gegoogelt und eine Reha gefunden, die Lungenembolie-Patienten aufnehmen. Das betrifft vermutlich dann die Patienten, die beatmet wurden? Sehe ich das richtig?


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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 27.02.18, 09:24 
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DMF-Moderator

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Guten Morgen,
bei diesen Temperaturen sollte er nicht spazieren gehen, erst dann, wenn er 3 Tage absolut fieberfrei ist. Früher erhielt man bei Marcumar ( Blutverdünner) einen Ausweis und auch eine Ampulle Konakion, damit man bei Blutungen ein Gegenmittel damit hat. Wie es bei den modernen Antikoagulantien ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
"Müsste ich auch bei Autoimmunthyreoiditis und Hypertonie einen haben?". nein, diesbezüglich gibt es keine speziellen Ausweise. Es ist aber kein Fehler, wenn man eine Art " Medikamentenpaß" bei sich trägt, man erlebt immer wieder, dass bei Befragung nach Medikamenten die Pat. die Namen nicht wissen. Bei rheumatologischen Erkrankungen würde so ein " Zettel" auch hilfreich sein. Gerade bei Antirheumatika kann eine Interaktion mit vielen Medikamenten erfolgen, die gemeinsam über das Cytochrom p 450 verstoffwechselt werden- da muß man extrem aufpassen.
Wenn eine Lungenembolie komplikationslos ausheilt, sehe ich persönlich keinen zwingenden Grund für eine Reha-Maßnahme. Weiterhin alles Gute.

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Grüße Dr. Fischer
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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 27.02.18, 10:03 
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Guten Morgen,

vielen Dank nochmal für Ihre Meinung. Die Temperatur heute Morgen 37,1. Er darf heute schon Aufstehen und ein wenig im Zimmer umherlaufen. Vorhin hat er einen Versuch gestartet, sich flach hinzulegen. 1 Minute ging es wohl ohne Krampfanfall und Atemnot. Dann hatte er aber Angst, dass es bald wieder los geht und hat das Kopfteil wieder hochgestellt.
Er meint, heute wäre der Schmerz beim Husten besser. Blut war heute früh aber nochmal mit dabei.
Gestern Abend gab es schon 2 Tabletten Blutverdünner. Laut Aussage bei der Visite wären die höher dosiert als in der Spritze?!
Die Vitalfunktionen wären in Ordnung und das Herz wäre auch okay. Nur etwas vergrößert, was ja aber als Ausdauersportler auch normal ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 27.02.18, 10:27 
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Guten Tag,
das klingt doch schon etwas erfreulicher.
"Laut Aussage bei der Visite wären die höher dosiert als in der Spritze?!"- das kann man doch nicht vergleichen, der Angriffspunkt in der Kaskade der Gerinnung ist doch völlig unterschiedlich. Die unterschiedlichen Medikamente greifen an unterschiedlichen Gerinnungsfaktoren an. Ist aber egal, dennoch ist natürlich die stärkste Antikoagulation immer noch die mit Heparin.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 27.02.18, 11:14 
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Guten Tag Herr Dr. Fischer,

danke für Ihre ehrliche Meinung. Sollte ich jetzt noch einmal mit der Hausärztin telefonieren. Sie würde bestimmt noch einmal im KH anrufen und etwas Ärger machen! Oder können wir das jetzt so hinnehmen - also kann da jetzt nochmal eine lebensbedrohliche Situation draus werden?
Anprechen beim Arzt im KH als Patient brauchen wir es nicht. Wie gesagt: man darf seine Meinung nicht sagen. Ignoration komplett! Die ziehen das durch nach ihrem Basis-Programm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 27.02.18, 12:09 
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Guten Tag,
"und etwas Ärger machen!"- das würde nichts bringen, schon allein in Anbetracht der Tatsache, dass die Grundtherapie bzgl. der LE schon korrekt ist.
"Wir machen hier keine Diagnostik, nur Basis"- dies allerdings ist schon bedauerlich und es kommt in mir der Verdacht auf, dass eben nach dem Abrechnungsprinzip ( Fallpauschalen) lediglich die Behandlung der LE erfolgt, alle weiterführenden Dinge wie Ursachenforschung sind aufwendig und kostenintensiv für das Krankenhaus und werden daher nicht erbracht -das ist die heutige medizinische Versorgung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 27.02.18, 12:22 
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Guten Tag,

okay. Das ist schon alles sehr aufregend. Man will ja die beste Behandlung. Mit Ihrem Verdacht (Abrechnungsprinzip) haben Sie mit Sicherheit recht! Ich kenne jemandem der Mal für die Krankenhauskette gearbeitet hat. Der hat Andeutungen diesbezüglich gemacht. So wird es dann mit Sicherheit sein!

Jetzt kam er gerade auf Normalstation. Wie schätzen Sie das ein? Es gibt ja 4 Stadien von Lungenemobilie. Eine schwere (also 3 oder 4) dürfte es ja nicht sein. Keine Rechtsherzbelastung, Vitalfunktionen und Blutdruck: alles in Ordnung.

Wie lange werden sie ihn "noch da behalten"? Wie lange ist mit einer Krankschreibung zu rechnen?
Was können wir zu Hause tun?

Der Schreck sitzt noch ganz schön tief. Und im Moment habe ich das Gefühl, ich müsste 24 Stunden daneben stehen und Überwachungsarbeit leisten!


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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 27.02.18, 14:15 
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Guten Tag,
"Wie lange werden sie ihn "noch da behalten"? Wie lange ist mit einer Krankschreibung zu rechnen?
Was können wir zu Hause tun?"- das sind Fragen, die ich aus der Ferne nicht beantworten kann. Man muß den weiteren Verlauf abwarten, denke aber ( vorsichtig), dass er in 1 Woche nach Hause kann.
Daheim müßte man abklären, ob eventuelle Risikofaktoren vorliegen, die für eine Thrombose bzw. eine Embolie ursächlich sein können. Normalerweise ist selbst mit einer schweren Pneumonie nicht auch automatisch eine LE zu befürchten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 27.02.18, 18:54 
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Guten Tag Herr Dr. Fischer,

habe jetzt schon einmal Kontakt mit der Gerinnungsambulanz aufgenommen. Die wollen den Krankenhausbericht sehen und einen Überweisungsschein haben. Dann bekomme ich einen Termin zur Thrombopiliediagnostik.
Mit der Hausärztin habe ich gesprochen. Sie befürwortet das und händigt mir beides aus, wenn er aus dem Krankenhaus entlassen ist.
Wann sollte der Termin dann stattfinden? Nach dem halben Jahr (Blutverdünnereinnahme)?


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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 27.02.18, 19:21 
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Guten Tag,
das kommt darauf an, welche Untersuchungen gemacht werden. Da gibt es welche, die man ohne Einfluß von Medikamenten durchführen kann, andere hingegen nicht. Klären Sie das mit der Ambulanz ab. Ich denke, dass die Werte nach Beendigung der Antikoagulantientherapie bestimmt werden sollten, da dann absolut keine Störfaktoren mehr vorhanden sind und eine einwandfreie Diagnostik so ermöglicht wird. Ferner hat es ja momentan keinerlei Konsequenzen, solange therapiert wird.
Prinzipiell erfolgen die Bestimmungen alle aus einer Blutprobe, hätte also theoretisch auch der Hausarzt bestimmen können. Einzig und allein muß man wissen, welche Untersuchungen auf dem Laborzettel anzukreuzen sind. Wenn ich aus meinem Fachgebiet die Gerinnungsanalytik angefordert habe, entnahm ich das Blut selbst. Letztlich aber spielt es keine Rolle, Hauptsache ist, dass es durchgeführt wird und keine Faktoren zu wenig bestimmt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 28.02.18, 18:52 
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Guten Tag Herr Dr. Fischer,

seit heute bekommt er Physiotherapie. Nun soll es doch zur Reha gehen. Morgen soll ich SV-Nummer und zuständigen RV-Träger mitbringen.

Er bekommt einen neuen Blutverdünner: Rivaroxaban (Xarelto). Hatte jetzt mal den Beipackzettel aufgerufen. Man muss bei diesem wohl nichts mit Nahrungsmitteln beachten. Muss er damit öfter Gerinnungswerte testen lassen?
Die Frau vom Sozialdienst sagt, wir müssen uns unbedingt informieren und mit allem auskennen.

Das es mit der Reha direkt nach dem KH-Aufenthalt klappt wird nicht gehen. Es könnte lt. Sozialdienst wohl sein, dass er noch 1 - 2 Wochen zu Hause ist. Er soll sich nicht belasten. Nicht schwer heben. Keine körperliche Anstrengung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 10.03.18, 16:08 
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Guten Tag Herr Dr. Fischer,

die Reha wegen der Lungenembolie hat noch nicht begonnen. Aus dem KH ist er schon entlassen.
Die Physiotherapeutin im KH hatte zuletzt Atemübungen gemacht und hat ihn Treppen nach oben laufen lassen (ca. 45 Stufen).
Das mit den Treppenstufen haben wir jetzt auch jeden Tag gemacht (gleiche Anzahl). Kann man jetzt auch schon ein wenig an die frische Luft? Es ist ja schon milder oder ist das noch zu anstrengend (wären ca. 40 Stufen nach unten, ich dachte an max. 5 - 10 Min. ums Haus laufen und 40 Stufen wieder nach oben)?

Wie sieht das mit Baden aus? Ich hatte was gelesen, dass man bei Thrombose nicht in die Badewanne sollte - lieber duschen?!
Kann er die Thrombosestrümpfe am Abend ausziehen und dann Duschen? Es dürfte ja nichts mehr passieren (hat ja die Blutverdünner), oder? Nachts kann er die Thrombosestrümpfe auslassen.

Wie Verhalten wir uns da jetzt richtig?


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 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 10.03.18, 19:49 
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DMF-Moderator

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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Abend,
ich denke, dass etwas Bewegung keinen Schaden anrichten sollte. Allerdings müssen ja diese 40 Stufen auch wieder nach oben bewältigt werden- mit kleinen Pausen.
Heiße Bäder würde ich vorwerst vermeiden.
Bei den modernen Gerinnungshemmern ist eine Bestimmung der BLutgerinnung zu den anderen Medikamenten nicht nötig.

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