Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Lungenentzündung
Aktuelle Zeit: 20.08.18, 20:06

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 48 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 11.03.18, 07:37 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 28.10.16, 11:42
Beiträge: 70
Guten Tag Herr Dr. Fischer,

finden Sie die 40 Stufen zu viel? Wir wollen auf keinen Fall was falsch machen. Die Physiotherapeutin ist 2 x 22 Stufen mit ihm gelaufen. Wir hatten bei den 40 Stufen jeweils auf dem Treppenpodest Pause gemacht. Die 5 - 10 Min. draußen wären dann vermutlich zu viel - also belassen wir es bei den Stufen?

Duschen wäre aber okay, wenn wir das Wasser nicht zu heiß stellen?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 11.03.18, 08:45 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
wenn er schon diese Treppenzahl erreicht hat, ist das okay. Duschen ist durchaus möglich.
Bis zu 10 Minuten spazieren ist auch möglich.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 11.04.18, 13:00 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 28.10.16, 11:42
Beiträge: 70
Guten Tag Herr Dr. Fischer,

es geht noch einmal um die Lungenembolie. Nun ist die 1. Woche Reha vorbei. In der Reha werden 3 x die Woche 5 km Wandern gemacht (in ca. 1 Std). Außerdem Ergometertraining 30 Min. Der Puls darf dabei 110 nicht überschreiten. Das klappt bei 100 Watt. Es gibt Muskelentspannungstraining und leichtes Krafttraining.

Ansonsten geht es ihm schon deutlich besser. Es wurde in der Reha-Einrichtung auch ein Herzultraschall gemacht. Es ist wirklich nicht zu einer Rechtsherzbelastung gekommen. Sämtliches Sportprogramm klappt gut. Auch mit der Luft ist es deutlich besser (nachdem Krankenhausaufenthalt, hörte man ihn nach Luft schnappen bei der kleinsten Anstrengung).

Heute war wieder ein Arztgespräch. Der Arzt meinte, er bekäme nach dem Reha-Aufenthalt einen Reha-Sport-Schein. Außerdem wäre er nach der Reha nochmal krank geschrieben. Wie lange ist man bei einer Lungenembolie nach der Reha noch arbeitsunfähig? Im Moment sieht ja alles sehr gut aus. Er wird nun nicht gleich wieder zum Leistungssportler, aber er schnappt nicht mehr nach Luft und die o. g. Trainingseinheiten klappen ohne Probleme. Laut Arzt müsste er nach der Reha nochmal 2 Monate warten und er könnte mit dem Lauftraining anfangen. Sollte man nicht vielleicht erstmal mit Nordic Walking anfangen? Er könnte dann Anfang Juli beginnen mit dem Training. Aber ich denke, da wird es - auch wegen der Hitze in den Sommermonaten - zu viel?!

Es wäre lt. Arzt auch kein Hamburger Modell o. ä. notwendig. Er könnte nach der Krankschreibung wieder normal auf Arbeit anfangen.

Was uns jetzt skeptisch macht: Er darf wirklich LKW-Fahren? Es handelt sich um Nahverkehr mit Entladestellen (so ähnlich wie Paketdienst). Allerdings sind auch Lagertätigkeiten mit dabei, so dass er nicht volle 8 Stunden fährt. Die weiteste Fahrstrecke sind 3 - 4 Std. am Stück. Das ist allerdings vielleicht 2 - 3 Mal im Monat. Ansonsten sind es kleinere Touren von 1 - 2 Stunden fahren am Stück. Dann lädt er ab und fährt evtl. zum nächsten Kunden. Das können am Tag 5 Kunden sein. Aber es kann auch mal nur 1 Kunde sein. Wenn wenig Fahrten sind, arbeitet er im Lager (mit Spapler, Hubwagen, Sackkarre).

Wir haben einen Termin beim Betriebsarzt, weil in diesem Jahr auch der Lkw-Führerschein bzw. die "95" verlängert werden muss. Beim Termin ausmachen hieß es nur: Bitte Krankenhaus- und Reha-Befund mitbringen.

Kann es noch Probleme geben in beruflicher Hinsicht - also dass er doch nicht Lkw-Fahren darf?

Unsere Hausärztin hatte vom LKW-Fahren abgeraten, wollte aber noch den Reha-Befund arbwarten.

Ist es wirklich unbedenklich, dass er in seinen alten Beruf zurückkehrt?

Nun noch eine Frage zu mir selbst:

Wahrscheinlich hat mich der Vorfall mit der Embolie doch ganz schön mitgenommen oder könnte es noch an der überstandenen Influenza liegen?

Mein diastolischer Blutdruck ist jeden Tag über 90 (i. d. R. zwischen 95 - 98) trotz Blutdrucksenker. Das war vor der Grippe besser. Außerdem habe ich jetzt schon mehrmals beobachtet, dass mir die linke Hand zittert. Da ich auch Hashimoto habe, dachte ich erst an die SD. Aber ich fühle mich ansonsten wohl und nicht überdosiert. Und müssten dann nicht beide Hände zittern? Könnte es evtl. eine Stressreaktion sein?

Mir wurden auch mal Nebennierenhormone abgenommen. Kann dieser Stress auch Auswirkungen auf den Cortisolspiegel haben bzw. auf die Nebennieren? Gibt es eine Nebennierenschwäche?

Beim Arzt war ich bisher nicht. Heute wurden routinemäßig SD-Werte, Nieren- und Leberwerte und ein kleines Blutbild gemacht. Reicht es aus, wenn ich den Befund erstmal abwarte? Sollte dort nichts auffällig sein - kann ich dann davon ausgehen, dass es die momentane stressige Familiensituation ist?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner vielen Fragen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 11.04.18, 17:20 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
zuerst zu Ihnen,
ich denke, dass es wirklich ausreicht, bis die Werte Ihrem Arzt vorliegen. Stress kann erhebliche Auswirkungen auf den Blutdruck haben, allerdings ist hierbei meist der systolische Wert erhöht, der diastolische eher weniger.
ZU " unserem" Patienten kann ich bzgl. der weiteren Berufstätigkeit keine Aussagen treffen, das übersteigt mein Wissen. Da wäre der richtige Ansprechpartner eher die Reha-Klinik, sie hat sicher diesbezüglich große Erfahrung.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 11.04.18, 18:17 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 28.10.16, 11:42
Beiträge: 70
Guten Tag Herr Dr. Fischer,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Die Reha-Klinik sieht hinsichtlich seines Berufes keine Einschränkungen. Nach dem Reha-Aufenthalt erfolgt wohl noch einmal eine Krankschreibung und dann könnte er normal wieder arbeiten.
Wir waren nur skeptisch, weil die Reha-Klinik ja für den Versicherungsträger arbeitet. Und die will den Patienten ja unbedingt arbeitsfähig haben. Sie verstehen, wie ich es meine?!
Wir wollen allerdings kein Risiko eingehen. Deshalb dachten wir an einen "unabhängige" zweite Meinung.

Da der Lkw-Führerschein sowieso dieses Jahr verlängert werden muss, werden wir im Mai einen Betriebs-/Arbeitsmediziner aufsuchen. Der dürfte ja dann eine unabhängige Meinung haben....

Ich hatte mal gegoogelt, es gibt Leitlinien für die Fahreignung...


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 11.04.18, 18:32 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Abend,
"Wir waren nur skeptisch, weil die Reha-Klinik ja für den Versicherungsträger arbeitet. Und die will den Patienten ja unbedingt arbeitsfähig haben. Sie verstehen, wie ich es meine?!"-ja, das ist ein Aspekt, den man durchaus etwas kritisch sehen kann. Letztlich aber ist bzgl. der weiteren AU-Bescheinigung ( = Krankschreibung) der behandelnde Hausarzt zuständig. Die Krankenkasse kann wiederum- wenn ihr die Krankmeldung zu lange und unnötig vorkommt- ihrerseits den MDK einschalten zur Begutachtung.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 15.04.18, 05:26 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 28.10.16, 11:42
Beiträge: 70
Guten Tag Herr Dr. Fischer,

nun noch eine Frage zum Sport. Laut Reha-Arzt darf er 2 Monate nach dem Entlassungstag aus der Reha mit dem Joggen anfangen.

Im Moment steht Wandern 5 km auf dem Programm. Wann könnte man es auf Walken steigern? Das Wandern wäre wohl schon in ziemlich straffen Schritt.

Joggen wäre dann in etwa ab Ende Juni/Anfang Juli möglich. Sollte es mit der Arbeit alles so klappen, könnte er allerdings nur in der Nachmittagshitze Joggen. Das würden wir dann doch lieber lassen? Es wäre dann nur 1 x die Woche (am Sonntag) möglich morgens wenn es noch nicht so heiß ist, zu joggen. Vermutlich wird er dann erst ab Herbst richtig mit Joggen anfangen können? Hitze ist doch vermutlich schlecht für seine Lungen?

Können Sie mir "Infarktpneumonie" erklären? Auf dem Befund steht Lungenembolie mit Infakrtpneumonie. Da ist ja Gewebe kaputt gegangen, oder? D. h. ihm fehlt jetzt ein Stück funktionstüchtige Lunge?
Vom Reha-Arzt hieß es, dass er vermutlich nicht mehr so schnell Laufen wird wie früher (ist dort immer vorn "Top 10" mit dabei gewesen).

Sollte er sich in Zukunft gegen Lungenentzündung impfen lassen?

Was können wir sonst noch tun, dass das hoffentlich nie wieder passiert? Risikofaktoren waren ja keine. Da könnten wir also nur darauf achten, dass er nicht zu lange sitzt und viel Flüssigkeit trinkt?

Der Reha-Arzt sagt, dass etwa in 6 Monaten nach der Embolie, der Zustand also die Leistungsfähigkeit, beim alten Level sein soll (außer vorn unter den Top 10 Laufen)?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 15.04.18, 08:52 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
1. Walken nach 1 Monat.
2. Joggen ab Juli-beginnend mit schnellerem Traben, nicht schneller als 5 km/h, nicht in der Hitze, also gegen früh oder abends. Ich habe mal kurz vor dem Ziel einen Hitzeschlag erlitten und war für 2 Std. auf der Intensivstation.
3. Infarktpneumonie ist mit einem Herzinfarkt zu vergleichen. Der Thrombus hat verursacht, dass ein kleiner Bezirk des Lungengewebes abgestorben ist. Das ist aber bzgl. Atmung usw. nicht so relevant. Selbst mit einer Lungenresektion/Teilresektion kann man sogar noch wandern und leicht joggen.
"ihm fehlt jetzt ein Stück funktionstüchtige Lunge?"-.das klingt sehr drastisch und dramatisch, ist es aber wirklich nicht. Er wird also weiterhin zu den Topläufern gehören. War selbst bei den Marathonärztemeisterschaften 1986 auf Platz 20 gewesen und weiß nur allzu gut, wie es ist, wenn das nicht mehr so locker geht.
Eine Impfung ist ratsam, grundsätzlich aber bei allen Menschen ab 60 Jahren.
Zur Vorbeugung kann er nichts beitragen, seine Lebensgewohnheiten sind sowieso sicherlich in Ordnung. Man könnte auf genetische Anomalien im Gerinnungssystem suchen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 15.04.18, 09:17 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 28.10.16, 11:42
Beiträge: 70
Guten Tag Herr Dr. Fischer,

wegen den genetischen Anomalien bzw. erblichen Faktoren hat er einen Termin in der Gerinnungsambulanz. Allerdings wird dies erstmal nur ein Vorgespräch sein (Befundsichtung und Besprechung des weiteren Procedere). Denn die Blutverdünner muss er noch 1/2 Jahr nehmen. Danach - also nach Absetzen - ist erst eine Thrombophiliediagnostik geplant.

Dann bleiben wir im Mai also noch beim Wandern/Spazierengehen?! Im Reha-Zentrum hat er Ergometertraining. Wir könnten also auch zu Hause Radtouren fahren? 10 km auf dem Ergometer sind zwar was anderes als draußen, aber die frische Luft ist vermutlich nicht hinderlich und er bekäme wohl auch einen Reha-Sport-Schein. Dort ist dann vermutlich auch Ergometertraining usw.

Sollte man sich in psychologische Behandlung geben, wenn jetzt noch Ängste hinsichtlich einer evtl. erneuten Embolie bestehen oder soll er noch abwarten. Vielleicht wird es ja mit der Zeit besser, wenn er wieder mehr "zutrauen" hat?!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 15.04.18, 09:38 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
"Sollte man sich in psychologische Behandlung geben"- davor würde ich eher warnen, es könnte sein, dass er dann zu sehr auf seine Krankheit fixiert wird und stigmatisiert.
Radfahren ist natürlich für ihn optimal, ein gutes Fitnessbike ( oder Rennrad) mit Schaltung Ultegra oder XT-Schaltung, da sollte er problemlos mit einem Schnitt von 20 km/h durchaus 1-2 Std. fahren können. Hierbei wird bei guter Kondition die Lungentätigkeit sehr wenig beansprucht.
Kurz zu mir: einige Marathonläufe absolviert, seit 2 Jahren aus unerklärlichen Gründen Belastungsasthma. Joggen strengt mich ziemlich an und macht somit keine Freude mehr. Seither sitze ich auf dem Rennrad, über Winter immer 3000 km auf dem Ergometer runtergestrampelt und somit schaffe ich auch schwere Alpenpässe. Vielleicht sollte er so etwas mal probieren, macht mir wesentlich mehr Freude als Joggen und natürlich hat man wesentlich mehr landschaftliche Eindrücke. Kann ich ihm sehr ans Herz/ Lunge legen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 01.05.18, 05:56 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 28.10.16, 11:42
Beiträge: 70
Guten Tag Herr Dr. Fischer,

nochmal eine Frage zum Sport wegen der Lungenembolie. Sie hatten ja geschrieben Walken nach 1 Monat. Die Embolie war am 24.02. Die Reha-Entlassung am 24.04. Bei der Hausärztin war er auch schon vorstellig. Sie fand den max. Puls von 110, den die Reha-Klinik vorgeschlagen hat, sehr niedrig. Er soll sich von wandern ein wenig steigern und hatte Walken erlaubt. Vom 1. Juli als Beginn für das Joggen würde sie allerdings abraten aufgrund der Temperaturen im Sommer.

Nun haben wir Nordic Walking ausprobiert - aber in meinem Tempo. 4,2 km in 45 Min. Für mich war es zügiges gehen. Den eigentlichen Patienten hat es kaum angestrengt. Mit der Luft war alles in Ordnung. Er war auch mit Pulsuhr unterwegs. Puls im Durchschnitt 85. Als Maximum würden wir bei Puls 110 bleiben. Ist das in Ordnung?

Mit dem Joggen haben wir überlegt, dass er vielleicht erst im September anfängt. Das ist es vermutlich nicht mehr ganz so warm. Solange würden wir beim Radfahren und Nordic Walking bleiben?!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 01.05.18, 08:13 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
"Als Maximum würden wir bei Puls 110 bleiben. Ist das in Ordnung?"- ja. Wenn Sie zusammen walken und der Patient schneller wäre, kämen Sie ja nur hechelnd hinterher. Ansonsten könnte er durchaus bis zu einer HF von 120/min steigern. Messung mittels Pulsoxymeter. Pulswellen auf regelmäßige Rhythmik beobachten, natürlich SpO2-Konzentration betrachten- das Ganze nur in der Pause.
Natürlich bestünde auch durchaus die Möglichkeit, den Walkingumfang zu erhöhen, also z.B. 3x/Woche mit einer Dauer von jeweils 1 Std.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 22.05.18, 19:59 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 28.10.16, 11:42
Beiträge: 70
Guten Abend Herr Dr. Fischer,

es geht nochmals um den Lungenembolie-Patienten: Wir waren in der Gerinnungsambulanz. Dort wurde nochmals eine Beinvenenthrombose per Ultraschall ausgeschlossen. Damals im Krankenhaus wurde eine Thrombose auch schon ausgeschlossen.

Es hieß nun, er braucht die Thrombosestrümpfe nicht tragen, wenn er keine Thrombose hat. Stimmt das, oder könnte man sie dann prophylaktisch tragen. Der Kopf sagt "anziehen" - vermutlich steckt da noch ein wenig Angst dahinter.

Beruflich gibt es laut Reha-Klinik und Ambulanz keine Einschränkungen (bei Fahr- und Lagertätigkeiten). Es wird allerdings folgendes empfohlen:

- Zur Verminderung des Blutungsrisikos empfehlen wir die abendliche Einnahme von Xarelto, da damit der Spitzenspiegel in der Nacht auftritt und bereits ein abfallender Spiegel am Tage besteht. Zudem kann nach einer initialen Behandlungsdauer von 6 Monaten und Ausschluss einer schweren Gerinnungsstörung die Antikoagulation auf eine Sekundärprophylaxedosis reduziert werden, die mit einem nur minimalen Blutungsrisiko einhergeht.

Unsere Fragen: Wenn er tagsüber Auto oder Lkw fährt und die Xarelto am Abend nimmt, damit der Spitzenspiegel/Peak in der Nacht auftritt, ist dann tagsüber das Risiko einer erneuten Embolie o. ä. höher, weil das Blut dann nicht ganz so dünn ist wie in der Nacht? Oder kann man davon ausgehen, dass er komplett vor einer weiteren Embolie geschützt ist, wenn er die Xarelto aller 24 Std. regelmäßig nimmt (unabhängig vom Einnahmezeitpunkt)? So hört es sich ja für einen Leien an, als wäre das Blut dann nachts dünner und am Tage etwas dicker?!

Welcher Blutverdünner käme für eine Sekundärprophylaxe in Frage? Auch Xarelto, aber 15 mg oder sogar 10 mg? Oder ASS?

Die Abklärung (Thrombophiliediagnostik) erfolgt im Herbst.

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung unserer Fragen.

MfG


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 23.05.18, 07:30 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
die Halbwertszeit beträgt bei Jüngeren 5-9 Std., bei Älteren-also in diesem Fall-11-13 Std.
Wenn er Rivaroxaban um 22 Uhr nimmt, hat er demzufolge um 10 Uhr am nächsten Tag immer noch die Hälfte des Wirkstoffes im Blut- das sollte eigentlich ausreichen.
Thrombosestrümpfe sind aus medizinischen Gründen nicht erforderlich. Wenn er aber stundenlang LKW fährt, wäre es kein Fehler, sie bei solchen Fahrten zu verwenden.
Als Sekundärprophylaxe käme das alttbewährte ASS in Betracht.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Lungenentzündung
BeitragVerfasst: 23.05.18, 08:13 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 28.10.16, 11:42
Beiträge: 70
Guten Tag Herr Dr. Fischer,

wir hatten gedacht, dass Rivaroxaban um 19 Uhr zu nehmen. Das würde dann ja bedeuten, dass er um 7 Uhr am nächsten Tag noch die Hälfte des Wirkstoffes im Blut hat. Da beginnt ja der Arbeitstag erst. Für die Blutungsgefahr bei evtl. Verletzungen wäre das ja gut. Aber wie sieht es aus mit dem Schutz vor einem Rezidiv also einer erneuten Embolie. Ab 7 Uhr sitzt er im Lkw. Nicht stundenlang. Er fährt Nahverkehr und hat immer wieder zwischendurch mit Auf- und Abladen und auch Lagertätigkeiten zu tun.
Sollte man dann nicht doch bei der morgentlichen Einnahme bleiben? Welches Risiko ist höher: das er sich verletzt und stark blutet oder das er ein Rezidiv bekommt? Ist irgendwie die Wahl zwischen "Pest und Cholera"?!
22 Uhr könnte er das Rivaroxaban nicht nehmen, da er es mit einer Mahlzeit einnehmen soll. Das wäre dann 19 Uhr schon ziemlich spät (Abendessen).

MfG


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 48 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Peter1307 und 3 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y

Datenschutzrichtlinie
© Deutsches Medizin Forum 1995-2018. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!