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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ausländisches Medikament bekommen – Suche nach Arzt
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BeitragVerfasst: 26.03.17, 04:31 
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Beiträge: 4
Guten Tag an Alle,

ich leide seit anderthalb Jahren permanent an krampfartigen Magenschmerzen, -druckgefühl und -blähungen. Der Darm ist weitgehend unproblematisch. Das diagnostische Programm habe ich seitdem durch: Magenspiegelung, Darmspiegelung, MRT mit KM, Ultraschall, umfangreiche Blutbilder – alle ohne Befund. Organisch bin ich voll gesund. Die Diagnose lautet daher „Reizmagen“. Das ist beruhigend in dem Sinne, dass nichts Schlimmeres draus werden kann, aber ernüchternd, weil nichts hilft. Angesichts meiner Symptome liegen eigentlich Spasmolytika zur Therapie nahe. Alles, was hierzulande auf dem Markt ist, bleibt aber entweder ohne Effekt (Domperidon, auch diverse pflanzliche Präparate); oder aber Wirkung und Nebenwirkung stehen so im Missverhältnis, dass ich es gar nicht erst ausprobiere. Denn die Absicht ist eine Langzeitanwendung, um im besten Fall eine bleibende „Entwöhnung” von den Symptomen zu erreichen. Es gibt nun einen neueren Arzneistoff, Acotiamid, der bei Symptomen wie den meinen einigen Erfolg zeigt und dabei nebenwirkungsarm ist. In Japan ist er seit vier Jahren zu diesem Zweck zugelassen und wird dort recht umfangreich angewendet und erprobt (siehe z.B. eine nicht-placebokontrollierte Langzeitstudie mit Verbindungen zur Herstellerfirma, Hinweis auf geringe Passage der Blut-Hirn-Schranke [S.40]), außerdem ist er seit 2016 offenbar auch in Indien zugelassen. Ich möchte diesen Arzneistoff deshalb ausprobieren. Das Problem ist, dass für den Import ein Rezept vonnöten ist, das die meisten Ärzte nicht so gerne ausstellen, weil sie den Stoff ja nicht kennen (und sich auch nicht einlesen möchten). Ich suche deshalb nach einem Arzt, der auch zur Verschreibung mäßig-erprobter, ausländischer Arzneimittel bereit ist, wenn eine gewisse Aussicht auf Erfolg besteht.

tl;dr: Suche Arzt, der ein Medikament verschreibt, wenn man ihn (mit guter Begründung) darum bittet. Idealerweise in der Umgebung von Mannheim.

Da wohl im öffentlichen Forum und vielleicht auch zu einem solchen Thema keine Namen genannt werden sollen, würde ich darum bitten, mir eine private Nachricht zu schreiben. Das hilft dann leider nicht den übrigen Lesern, wäre aber der einzige Weg, zumindest mir zu helfen.

Dafür
Vielen Dank
Sibelian


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BeitragVerfasst: 26.03.17, 08:28 
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DMF-Moderator

Registriert: 26.08.06, 21:00
Beiträge: 3322
Wohnort: Friesland
Das Medikament ist in Deutschland nicht zugelassen. Daher werden Sie keinen in Deutschland praktizierenden Arzt finden, der es Ihnen verschreibt.
Da hilft auch die Umgehung der Forenregeln über die PN nicht.

_________________
And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


Then she made the world round and laughed and laughed and laughed...


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BeitragVerfasst: 26.03.17, 18:44 
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Registriert: 26.03.17, 03:44
Beiträge: 4
Sehr geehrte Frau Goretzky,
die Therapiefreiheit der Ärzte in Deutschland gestattet es, im Rahmen eines individuellen Heilversuchs nach sorgfältiger Abwägung auch nicht zugelassene Medikamente zu verschreiben (siehe z.B. hier [S.2]). Die ärztliche Verschreibung ist legal, und mit ihr wäre es auch die Einführung des Arzneistoffs. Nun einen Arzt zu finden, der ihn tatsächlich verschreibt, ist eine praktische Schwierigkeit, welche ich eben zu lösen versuche.

Ich persönlich erkenne deshalb auch keine „Umgehung“ der Forenregeln, weil mein Anliegen m.E. weder illegal noch unseriös ist (auch wenn es unbestritten kontrovers ist); die Aufforderung zur Privatnachricht dient der Wahrung der Privatsphäre etwaiger Ärzte und nichts anderem. Aber natürlich liegt die Entscheidung letztlich bei Ihnen und Ihren Moderatorenkollegen.

Bitte entschuldigen Sie meine Nennung von Markennamen, was Sie oder Kollegen nun zu „diversen pflanzlichen Präparaten“ abgeändert haben.

Mit freundlichen Grüßen
Sibelian


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BeitragVerfasst: 26.03.17, 22:12 
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Beiträge: 316
Hallo,

die Nichtzulassung bezieht sich bei einer Off-Label-Therapie allerdings auf den Anwendungszweck, nicht auf die arzneimittelrechtliche Zulassung. Heißt das Medikament bzw. der Wirkstoff an sich sollte schon in Deutschland zugelassen sein. Wie sonst sollte ein Arzt ein Rezept für eine deutsche Apotheke ausstellen, wenn es dort gar nicht in Verkehr ist?

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


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BeitragVerfasst: 26.03.17, 22:46 
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Registriert: 26.03.17, 03:44
Beiträge: 4
Hallo Parasympathikus,
noch klarer steht es hier, S. 8:
Zitat:
Individueller Heilversuch: Im Rahmen seiner Therapiefreiheit kann der Arzt
im individuellen Heilversuch (§41 AMG) ein Medikament verordnen, das in
Deutschland noch keine nationale Zulassung hat, und von BfArM für die
entsprechenden Altersgruppen oder Indikationen (noch) nicht zugelassen ist.
Voraussetzung ist das Fehlen, oder die Erfolglosigkeit von Alternativen, die
wissenschaftliche Plausibilität des Therapieansatzes und sowohl eine
allgemeine als auch individuelle positive Nutzen-Risiko-Abwägung der in
Aussicht genommenen Behandlung.


Ärzte können also solche Rezepte ausstellen. Bestimmte Apotheken importieren Arzneimittel, auch aus dem EU-Ausland. Nur eben: auf Rezept.

Sibelian


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BeitragVerfasst: 27.03.17, 01:20 
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Registriert: 07.09.14, 22:15
Beiträge: 316
Hallo,

das praktische Problem bleibt, wie der Arzt das Medikament verordnen soll (falls er das darüber hinaus aus haftungsrechtlichen Gründen überhaupt jemals tun würde). Insbesondere dann, wenn er sich in möglichen Antragsverfahren (oder falls Komplikationen auftreten) kritischen Fragen der wissenschaftlichen Plausibilität und des Nutzen-Risikos aussetzen muss. Manche Dinge scheinen in der Theorie manchmal deutlich einfacher als in der gelebten Praxis.

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


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BeitragVerfasst: 27.03.17, 02:03 
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Beiträge: 4
Hallo,
dass die meisten Ärzte damit hadern, sehe ich natürlich. Ich weiß nicht, ob meine Suche Erfolg haben wird. Die Tatsache, dass der Arzneistoff mindestens Japan zu genau dem beabsichtigten Zweck zugelassen ist, macht das immerhin plausibel. Ein Antrag ist nicht zu stellen, der Arzt handelt eigenverantwortlich. Die Sache ist durchdacht, wie man sie vorab durchdenken kann; ich kann jetzt nur noch abwarten, ob sich jemand findet.


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