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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Unerklärliche Magenschmerzen - kein Arzt weiß Rat
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BeitragVerfasst: 25.02.17, 19:08 
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Registriert: 25.02.17, 18:35
Beiträge: 4
Liebe Forengemeinde,

ich habe einen Freund, 28 Jahre alt der seit Monaten unerklärliche Magenbeschwerden hat und mitlerweile nicht mehr weiß, was er noch machen soll.

Zur Symptomatik: Leichte mit mittlere Schmerzen im Ober- und Mittelbauch- stechend und ziehend, manchmal ein Kribbeln. Anfangs mit Übelkeit und Erbrechen. In den Regionen ist wohl auch ein Schmerz zu spüren, wenn er drauf drückt. In den letzen 5-6 Monaten hat er ca. 17 kg abgenommen. Dazu kommt eine eine allgemeine Abgeschlagenheit, Müdigkeit aber auch Angstgefühle insbesondere vor Krebserkrankungen und Tot auch phasenweise leichte Depressionen in dieser Zeit.

Diagnostik: Mehrere große Blutbilder, Ultraschall der Organe, Urin und Stuhlproben, Mrt mit Kontrastmittel, Magenspiegelung (leichte Magenschleimhautentzündung), Darmspiegelung alles ohne Befund bis auf ein paar normale Kleinigkeiten.

Er hat Pantroprazol eingenommen und verschiedene Schmerzmittel erhalten. Auch intravenöse Gabe in der Klinik mit einem "Tumorschmerzmittel" brach keinerlei Besserung.
Nun haben mehrere Ärzte gesagt, es wäre eine psychische Sache und er solle sich zwecks Psychotherapie informieren. Das möchte er allerdings nicht glauben bzw. möchte jede andere Erkrankung ausgeschlossen haben.

Die Ärzte wissen nicht weiter und so rennt er von Arzt zu Arzt und ist seit Monaten krankgeschrieben da er sich so elend fühlt. Selbst beim "pusten" war er schon. Da er keinerlei Darm oder Verdauungsprobleme hat, spricht für eine Lebensmittelunverträglichkeit doch nicht besoders viel oder? Aber Gluten soll noch Untersucht werden sagte der neue Facharzt letze Woche.
Die Beschwerden treten auch nicht Nahrungsabhängig auf.

Hat denn irgendjemand eine Idee in welche Richtung er noch schauen könnte, was sinnvoll wäre?

Ganz liebe Grüße sendet
Alex


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BeitragVerfasst: 26.02.17, 14:49 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11875
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
" In den letzen 5-6 Monaten hat er ca. 17 kg abgenommen. Dazu kommt eine eine allgemeine Abgeschlagenheit, Müdigkeit aber auch Angstgefühle insbesondere vor Krebserkrankungen und Tot auch phasenweise leichte Depressionen in dieser Zeit."
Ich habe mir den Text mehrmals durchgelesen und komme auch zu der Meinung, dass evtl.eine psychosomatische Erkrankung die Ursache sein könnte ( familiäre Probleme, Verlust einer geliebten Person, Probleme am Arbeitsplatz usw.). Auch in solchen Fällen kann ein derartiger Gewichtsverlust durchaus auftreten, ansonsten natürlich auch bei den sogenannten konsumierenden Erkrankungen-
kann man unter diesem Wort auch googeln. Diesbezüglich hätten die Ärzte aber sicher eine Ursache gefunden in Anbetracht der doch bisher zahlreich erfolgten Untersuchungen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 28.02.17, 11:03 
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DMF-Mitglied
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Registriert: 15.07.07, 19:45
Beiträge: 262
Wohnort: Duisburg
Ergänzend habe ich noch eine Idee:

Ggf mal den Gang zu einem Immunologen in Betracht ziehen. Ober/ Mittelbauch kann auch den Darm betreffen und dort wird ein Großteil unseres Immunsystems gebildet. Vielleicht ist ja da was im argen!?

_________________
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BeitragVerfasst: 26.03.17, 03:35 
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Registriert: 25.02.17, 18:35
Beiträge: 4
Hallo,

lieben Dank für die Antworten.
Er war erneut in einem anderen Berliner Krankenhaus die sehr gut ausgestattet sind und wurde erneut durchgescheckt. Ein weiteres Ct mit Kontrastmittel wurde gemacht, Ultraschall, Blut und Stuhluntersuchungen, HIV Test etc. alles ohne Befund. Auch hatte er mit der psychatrischen Abteilung Gespräche.
Im Endeffekt ist er so schlau wie vorher, hat Schmerzen und auch die Ärzte denken, dass dies wohl keine alleinigen psychosomatischen Schmerzen sind, er aber begleitend dennoch eine Psychotherapie dringend machen sollte (was er auch machen wird), aufgrund des Leidensdrucks.
Nun soll er abwarten und schauen wie es sich entwickelt, ob er weiter Gewicht verliehrt. Ist dem so, wird eine operative Spiegelung des Bauchfells durchgeführt. Hier könnte evt. der Auslöser sitzen.

Nun hat er natürlich mächtige Angst am Bauchfellkrebs erkrankt zu sein, welcher tatsächlich ja nur über diesen Eingriff erkennbar ist.

Man weiß garnicht, wie man ihm noch helfen soll außer zuzuhören.
Bin selbst Herzkrank geworden mit bereits 19 Jahren, nehme seit 9 Jahren Medikamente und stehe nun vor der Entscheidung mir den Aicd deaktivieren zu lassen, da die Batterie leer ist. Brauche ihn medizinisch gesehen nicht wirklich mehr. Daher weiß man, wie sich jemand fühlt, der wirklich Angst um sein junges Leben hat.

Hat noch jemand einen Rat?

Nochmals Danke für die Kommentare und liebe Grüße sendet
Alex S.


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