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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ständige Müdigkeit, Schlappheit und Konzentrationsschwäche
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BeitragVerfasst: 03.02.17, 12:21 
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Registriert: 20.01.17, 13:11
Beiträge: 8
Hallo ihr Lieben :)

Ich wende mich an euch, weil ich wirklich ratlos bin. Ich versuche, mich kurz zu fassen:

Seit schon längerer Zeit fühle ich mich ständig müde, abgeschlagen und irgendwie schwach. Mir ist oft schwindelig, ich habe regelmäßig leichte Kopfschmerzen und es fällt mir zeitweise schwer, mich zu konzentrieren.
Nun ist es so, dass mein Hausarzt auch schon öfters gesagt hat, ich hätte schlechte Eisenwerte und ich "solle mal was dagegen tun". Das habe ich versucht: Probiert habe ich es mit sämtlichen Präparaten aus der Drogerie und auch mit einem sehr starken Eisensaft (Namen darf ich ja nicht nennen), von dem mir schon oft berichtet wurde, dass er schnell und gut hilft. Geändert hat sich rein gar nichts. Ich bin auch schon immer sehr blass und habe Augenringe. Ebenso fällt meine Periode immer sehr, sehr stark und schmerzhaft aus. Meine Gynäkologin konnte mir außer Hormonen, vor denen ich mich fürchte, aber nichts anraten.

Ich bin wirklich ratlos, da ich immer mehr das Gefühl habe, dass mein Körper das Eisen irgendwie gar nicht aufnehmen kann. Ich kann gar nicht mehr ungeschminkt raus, weil mich jeder fragt, was um Gottes Willen ich eigentlich für eine Krankheit habe, weil ich so blass bin und müde aussehe.

Kennt hier jemand diese Symptome bzw. hat jemand eine Idee?

Ich wäre euch unglaublich dankbar!

Liebe Grüße,

Goldie Bee


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BeitragVerfasst: 04.02.17, 00:28 
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Registriert: 07.09.14, 22:15
Beiträge: 316
Hallo,

zunächst eine systematische Abklärung, ob die Abgeschlagenheit (allein) auf den Eisenmangel zurückzuführen ist (also ob andere Erkrankungen ausscheiden UND eine behandlungsbedürftige Eisenmangelanämie vorliegt), und wenn ja, ob die Periode die (alleinige) Ursache für den Eisenmangel ist. Primäres Ziel ist immer die Beseitigung möglicher Blutungsquellen, was natürlich bei der Regelblutung nur begrenzt möglich ist (Stichwort Hypermenorrhoe).

Der nächste Schritt wäre die Eisensubstitution. Bei einem handfesten Eisenmangel reichen Säfte aus der Drogerie etc. normalerweise nicht aus bzw. der Saldo aus Eisenzufuhr und -verlust bleibt immer noch negativ. Eisentabletten bzw- kapseln zeigen nur dann eine Wirkung, wenn eine ausreichende Resorption im Organismus erfolgt. Das ist bei vielen Menschen nicht der Fall, darüber hinaus reagieren sie auf Eisensalze mit Verdauungsbeschwerden. Ihr Gefühl, dass der Körper das Eisen vielleicht nicht aufnehmen kann, kann man über einen Eisenresorptionstest objektivieren.

Fällt dieser negativ aus oder werden orale Präparate nicht vertragen, bleibt als letztes Mittel die Eiseninjektion bzw. -Infusion. Der wesentliche Unterschied zu Eisentabletten ist, dass der Körper hier zur Aufnahme "gezwungen" wird und über keinerlei eigene Möglichkeiten verfügt, überschüssiges Eisen kurzfristig wieder loszuwerden. Das ist bei erwiesenem Eisenmangel erwünscht. Allerdings sollte man wissen, dass die therapeutische Breite relativ schmal ist und ein Zuviel an Eisen schwere Schäden im Körper bzw. den Organen anrichten kann. Viel hilft hier nicht viel. Darüber hinaus treten all die Symptome, die ein Eisenmangel verursacht, bei einer Eisenüberladung verstärkt wieder auf. Was ich damit sagen will ist, dass die parentale Eisensubstitution in die Hand eines auf diesem Gebiet erfahrenen Hämatologen gehört.

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


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BeitragVerfasst: 04.02.17, 19:36 
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Registriert: 04.11.06, 12:35
Beiträge: 684
Hallo Goldie Bee,

auch ich habe die geschilderten Symptome, es wurde Eisenmangel festgestellt, mit Saft versucht, erfolglos.
Nun bekomme ich wöchentlich eine Infusion und schon nach dem 2. mal verspüre ich zunehmend Energie,
bin nicht mehr so müde, kann mich besser konzentrieren. Nach dem dritten mal wird das Blut überprüft.
Auch muss eine Darmspiegelung durchgeführt werden um einen etwaigen Blutverlust dort auszuschliessen.

Hämatologe wäre zu empfehlen, wenn der Hausarzt einen Eisenresorptionstest nicht durchführen kann.


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BeitragVerfasst: 08.03.17, 14:20 
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Registriert: 20.01.17, 13:11
Beiträge: 8
Hallo ihr zwei,

vielen Dank für die Antworten! Ich bin nun bei einem neuen Hausarzt und dieser hat ein Blutbild gemacht. Der Eisenwert war wieder einmal niedrig, sodass er mir Eisenpräparate aufgeschrieben hat. 100 St pro Packung, die ich einmal tägl. nehmen soll. Habe die Tabletten nun circa eine Woche genommen (morgens zusammen mit Orangensaft) und habe dadurch sehr starke Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden bekommen. Mit der Müdigkeit wird es immer doller, mir wird sehr schnell schwindelig, mir ist kalt und ich könnte überall schlafen. Neuerdings beobachte ich Herzrasen nach Treppensteigen etc. Weiß jemand von euch, wie schnell diese Tabletten wirken sollten normalerweise? Bis auf die Nebenwirkungen hat sich keine Wirkung eingestellt.

Liebe Grüße und habt Dank! :)

Goldie Bee


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BeitragVerfasst: 31.03.17, 22:53 
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Registriert: 07.09.14, 22:15
Beiträge: 316
Hallo,

die Wirkung der oralen Eisensubstitution setzt erst nach einigen Wochen ein. Sinnvoll ist es, nach frühestens vier Wochen den Hb-Wert zu kontrollieren. Er sollte dann um etwa 2 g/dl gestiegen sein. Das Ferritin natürlich auch. Wenn sich gar nicht tut, kann -wie gesagt- eine Störung der Eisenaufnahme im Darm vorliegen, was gar nicht selten vorkommt.

Verdauungsstörungen sind eine häufige Nebenwirkung. Ist zwar für die Eisenaufnahme nicht optimal, aber notfalls zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen. Manchmal hilft auch Präparatewechsel.

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


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BeitragVerfasst: 26.04.17, 22:13 
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Interessierter

Registriert: 20.01.17, 13:11
Beiträge: 8
Hallo nochmal,

Danke für die Antwort! Ich werde nun weiter die Tabletten nehmen, bis im Mai noch einmal ein Blutbild gemacht wird. Mein Arzt kontrolliert dort auch die Schilddrüse, allerdings sah sie im Ultraschall ganz normal aus - kann sie dennoch fehlgesteuert sein?

Ich danke dir / euch nochmal ganz herzlich und wünsche einen schönen Abend!

Goldie Bee


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