Herzinfarktrisiko frühzeitig erkennen?

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smacy
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Herzinfarktrisiko frühzeitig erkennen?

Beitrag von smacy » 04.07.16, 15:36

Hallo,

ist es möglich Verengungen der Arterien frühzeitig zu erkennen? Auch im früheren Alter?
Wenn ja wie (außer mit den Kontrastmitteln).
Und warum macht man das nicht generell, sofern man zumindest ein Risikopatient ist (dick...)?

Danke

Parasympathikus
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Re: Herzinfarktrisiko frühzeitig erkennen?

Beitrag von Parasympathikus » 04.07.16, 23:08

Hallo,
ist es möglich Verengungen der Arterien frühzeitig zu erkennen? Auch im früheren Alter. Wenn ja wie (außer mit den Kontrastmitteln).
Ja, etwa indem man die Gefäßverhältnisse z.B. der Karotiden sonografisch beurteilt und daraus indirekt auf den Zustand z.B. der intrakraniellen oder der kardialen Gefäße folgert.
Und warum macht man das nicht generell, sofern man zumindest ein Risikopatient ist (dick...)?
Das Für und Wider von Früherkennungsuntersuchungen wurde hier schon erschöpfend diskutiert. Als Contra-Argument wird gelegentlich ins Feld geführt, dass Vorsorge zur wörtlichen Vor-Sorge führen kann (als Gesundheitssorgen, ohne dass ein Grund besteht, oder ohne dass es eine frühzeitige Behandlungsoption gibt). Der eigentliche Grund ist aber einfach oft das liebe Geld, d.h. bei nur gering positivem Effekt auf das Gesamtüberleben sehen sich die ökonomischen Jongleure der GKVen nicht zur Übernahme genötigt.

Da die Ultraschall-Doppleruntersuchung eine nichtinvasive und ungefährliche Untersuchung ist und -in fachlicher Hand- eigentlich sehr zuverlässige Aussagen liefert, die auch zu unmittelbar präventiven Konsequenzen führen kann, gibt es hier eigentlich wenig Gegenargumente. Bei Risikopatienten oder symptomatischen Patienten wird es auch kaum Probleme bei der Kostenübernahme geben.
Viele Grüße,

Parasympathikus

smacy
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Re: Herzinfarktrisiko frühzeitig erkennen?

Beitrag von smacy » 05.07.16, 11:45

D.h. jeder Kardiologe könnte mit Ultraschall so etwas erkennen? Ohne kompliziertes Kontrastmittel usw...?

Parasympathikus
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Re: Herzinfarktrisiko frühzeitig erkennen?

Beitrag von Parasympathikus » 07.07.16, 00:09

Muss nicht unbedingt ein Kardiologe sein, sondern ein Arzt, der für die Ultraschalldiagnostik der extrakraniellen Gefäße qualifiziert ist.

Man erkennt den Zustand von hirnversorgenden Gefäßen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Daraus ergeben sich Hinweise auf den Zustand des Herz-Kreislauf-Systems.

Für eine direkte Beurteilung z.B. der Herzkrankgefäße kommt man allerdings um Kontrastmittel (im Rahmen z.B. eines Cardio-CT) bzw. eine Angiografie (Herzkatheter) nicht herum. Wenn man jünger als etwa 40 Jahre ist und sich im Ultraschall, EKG, Herz-Echo usw. keine Auffälligkeiten bzw. Symptome ergeben, sind solche invasiven Untersuchungen aber äußerst selten erforderlich.
Viele Grüße,

Parasympathikus

downcase
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Re: Herzinfarktrisiko frühzeitig erkennen?

Beitrag von downcase » 07.07.16, 22:12

hallo,

der wichtigste grund dafür, warum man nicht nach engstellen sucht, im das infarktrisiko festzustellen liegt darin, dass die meisten infarkte nicht im bereich bedeutsamer engstellen auftreten. die suche nach ihnen würde also die frage nach dem risiko nicht beantworten.

grüße

downcase

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