Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

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Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 01.02.19, 14:39

Hallo,
Sie haben ja einen hormonellen Zyklus der okay ist, sonst hätten Sie ja keine Menstruationen. Zu der Größe der Zysten sagen Sie mir ja leider nichts, daher kann ich die Frage nicht beantworten. Fakt ist, dass nur sehr große Zysten ( über 5-7 cm und mehr) Beschwerden machen, oftmals überhaupt nicht, selbst wenn sie wirklich enorm groß sind. Was soll denn die Pille oder gar eine Hormonspirale bezwecken? Hat man mehr oder weniger regelmäßige Perioden, ist man noch weit entfernt von den Wechseljahren.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

kk1981
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 06.02.19, 06:55

Sehr geehrter Dr. Fischer,

es geht nochmal um den upside down magen. Jetzt kommt trotz Medikamente wieder lauter braunes hoch...(ist das magensäure mit blut)? Über nacht ist eine ganze Tüte mit "Spucktüchern" zusammen gekommen. Druck im brustkorb besteht auch und brennen. Essen geht nur suppe und selbst dann kommt dieses braune zeug raus. Nun liegt er wieder im Krankenhaus. Diesmal haben die Ärzte gesagt, dass es so nicht weitergehen kann. Er bekommt über Tropf Flüssigkeit und Nährstoffe. Auch Medikamente. Nun ist eine Verlegung zum Ende der Woche in die Uniklinik geplant. Wieder hat die Ärztin gesagt,dass die op für ihn wegen seinem Alter und Erkrankungen erhebliche Risiken hat. Aber so bleiben geht auch nicht meinte sie.

Was soll man jetzt machen? Das ist die Auswahl zwischen Pest und Cholera....entweder eine Art 50:50 Chance dass die op gut geht oder nicht oder eine art lang andauerndes verhungern? Ich gehe wohl richtig in der Annahme, dass es keine Alternativen Medikamente gibt? Und wenn er jetzt die op ablehnt, müsste er dann künstlich ernährt werden? Gibt es sowas überhaupt? Es sind ja nur geringste mengen suppe, die er isst.

Wie ist das mit der herzschwäche und den extrasystolen (sves und ves)...können die in narkose schlimmer werden?

Vielen Dank für eine Antwort.

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 06.02.19, 07:35

Guten Morgen,
das sind sehr viele Fragen und da der Patient sowieso in einer Klinik ist, sollte man alle Punkte genauestens mit den dortigen Ärzten besprechen, sie können so etwas vor Ort besser einschätzen.
Grüße Dr. Fischer
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kk1981
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 14.02.19, 18:45

Sehr geehrter Dr. Fischer,

kann man von opiaten Muskelschwäche, Müdigkeit und Probleme mit der Luft bekommen? Sind das dann Nebenwirkungen oder hat das eher was mit der Dosis zu tun, vor allem bei älteren Menschen mit nierenproblemen?

Vielen Dank für eine Antwort.

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 15.02.19, 07:25

Guten Morgen,
das sind Nebenwirkungen der Opiate. Sie sind:
:arrow: abhängig von der Dosis
:arrow: abhängig vom Alter
:arrow: abhängig von dem Funktionszustand der Leber und der Niere, d.h. man hat eine Akkumulation, wenn Leber und/oder Niere nicht gesund sind, also bei einer Niereninsuffizienz.
:arrow: abhängig von der Art des Opiates
Grüße Dr. Fischer
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kk1981
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 15.02.19, 09:45

Sehr geehrter Dr. Fischer,

also könnte es durchaus sein, dass ein knapp 81 jähriger mit etwas nierenschwäche solche Symptome vom opiat bekommen kann. Ich war richtig schockiert....er war sehr schläfrig, mit der Physiotherapie ging es diesmal gar nicht und er hatte Probleme mit der Luft. Der brustkorb hebte und senkte sich stark und beim sprechen hatte er auch wie schnappatmung. Nun soll die Dosis des opiat gesenkt werden. Ich hoffe das bringt etwas.

Wie lange muss man nach einer 4 stündigen op generell in dem Alter mit Erholung rechnen? Und wie lange gibt man nach einer op solche hochdosierten schmerzmedikamente in etwa?

Und noch eine Frage wegen meiner blutdrucksenkerproblematik: der Nephrologe hat gesagt, dass er den betablocker weglassen würde. Wenn er es im Befund der Endokrinologin sieht mit latenter unterfunktion. Er meint, wenn man da noch einen betablocker draufgibt,bräuchte ich mich nicht wundern,warum ich mit betablocker noch schlapper bin, der würde den stoffwechsel verlangsamen. Jetzt soll ich einen anderen calciumblocker nehmen. Ich habe nur angst, dass dieses morgendliche herzrasen dann wieder nicht aufhört. Das hatte ich ja auch schon mal. Er meinte, wenn das so nochmal kommt, dann würde es einen calciumblocker geben, der auch den Puls senkt....irgendwas wie verapamil oder so ähnlich hiess der.

Macht es denn Sinn, überhaupt nochmal einen calciumblocker zu nehmen, egal welchen?

Ansonsten wäre noch spironolacton alternativ zur blutdrucksenkung, meint er. Aber eine wassertablette, wenn ich kein Wasser im Körper habe?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 15.02.19, 10:44

Hallo,
" Nun soll die Dosis des opiat gesenkt werden. Ich hoffe das bringt etwas. "- ja, hoffentlich. Dass er eine derart lange OP hinter sich hatte, das haben Sie ja leider nicht erwähnt.
Mit einer Erholungszeit von einigen Tagen muß man schon rechnen. Die Dauer der Opiatgabe ist lediglich abhängig von den Schmerzen.
Zu der Problematik der antihypertensiven Therapie kann ich mich nicht kompetent äußern.
Grüße Dr. Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 15.02.19, 11:40

Sehr geehrter Dr. Fischer,

Die op war am Montag Nachmittag und ging knapp über 4 Stunden. Es wurde mit minimalinvasiv angefangen,aber er hatte mit dem Kreislauf Probleme bekommen und vorhofflimmern. Dann wurde entschieden, dass offen weiter operiert wird. Das ging dann mit dem Kreislauf. Der magen hat schon ziemlich hoch im brustkorb gesteckt. Jetzt ist der magen am richtigen Platz. Es wurde ein Netz eingesetzt, um den zwerchfellbruch zu schliessen und der magen wurde auch festgemacht.

Habe gerade mit ihm gesprochen am Telefon. Nach opiat Reduktion ist er finde ich etwas besser drauf, Luft ist minimal besser.ab gestern Abend wurde ja das opiat reduziert. Vielleicht braucht das auch, dass der Pegel im Blut sinkt?

Momentan ist er noch oft durcheinander und vergesslich. Vielleicht noch Nachwirkungen von der narkose?

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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 15.02.19, 12:40

Hallo,
"Vielleicht noch Nachwirkungen von der narkose?"- ja, das ist durchaus denkbar.
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 18.02.19, 12:48

Sehr geehrter Dr. Fischer,

ich habe mal eine Frage zur tetanus-impfung. Kann man sich impfen lassen, wenn man dauernd Schnupfen hat. Das geht nun schon wochenlang, aber die impfung ist seit oktober letzten jahres überfällig.

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 18.02.19, 15:48

Hallo,
der Impfstoff ist sehr verträglich, eine Impfung ist möglich.
Grüße Dr. Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 23.02.19, 18:46

Sehr geehrter Dr. Fischer,

bei meinem Vater ist ein Stück von der klammernaht aufgegangen. Gestern wurden nach 11 Tagen die klammern von der ca. 20 cm langen narbe abgemacht. Nun ist oben für ca. 1,5 cm Länge die naht aufgegangen. Man könnte vom Daumen praktisch ein stück kuppe reinstecken.
Da es genässt und geblutet hat und ich mir unsicher wegen infektionsgefahr war, habe ich den Bereitschaftsdienst angerufen.

Dieser meinte, dass man so was nicht nochmal klammert oder zunäht. Es wurde eine in Jod getränkte gaze draufgelegt und eine Kompresse drauf und ein Pflaster. Es soll nun von unten her selbst heilen.

Morgen soll ich das alles nochmal wechseln und schauen, ob es schlechter aussieht. Ich hab ein wenig Angst, dass es sich trotzdem noch mit Keimen infizieren kann....was mache ich, wenn es wieder so soll nässt oder blutet..?

Was meinen Sie, ist das alles so richtig? Wie verhalte ich mich weiter?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 24.02.19, 07:30

Hallo,
" Es soll nun von unten her selbst heilen."- völlig richtig, man klammert keine alte Wunde. Stören Sie sich nicht am Nässen und an geringen BLutungen, das ist normal. Einfach tgl. Pflasterwechsel, aber die weißen Pflaster, die rundum abschließen. Sie können auch noch eine antiseptische Salbe verwenden.
Grüße Dr. Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 24.02.19, 11:34

Sehr geehrter Dr. Fischer,

eine Frage habe ich mal bezüglich der Kontrolle der schildrüsenwerte bei Einnahme von L Thyroxin bei Struma nodosa und Hashimoto Thyreoiditis. Der Patient bekommt nur tsh abgenommen und die freien Werte ft4 und ft3 soll er selbst auf privatrechnung zahlen. Hier geht es doch nur um das Budget oder? Den ich kenne einen anderen internisten/Hausarzt, der ohne Probleme bei jeder Kontrolle alle 3 Werte abnimmt.

Gibt es vielleicht irgendwelche Regelungen für die Abrechnung? Muss man sich das so gefallen lassen?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 24.02.19, 12:39

Hallo,
zur Kontrolle reicht normalerweise TSH, es ist aber üblich-und natürlich Kassenleistung- ft3 und ft4 auch zu bestimmen.
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