Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

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Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 30.11.18, 08:15

Hallo,
etwa 10 % der Hashimotopatienten haben keine AK, nicht 30 %.
Ein heißes Bad sah man früher als bewährtes Hausmittel an, belastet aber den Kreislauf zu sehr, der ja bei einer Infektion sowieso schon Mehrarbeit leisten muß. Geeigneter wäre eine Inhalation mit einem ätherischen Ö als Dampfbad- auch aus alten Zeiten, aber immer noch aktuell.
" Eigentlich müsste ich die Wohnung putzen und Wäsche waschen und aufhängen, einkaufen gehen..."- etwas viel auf einmal. Aber jeden Tag etwas abarbeiten müßte möglich sein.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

kk1981
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 03.12.18, 17:16

Sehr geehrter Dr. Fischer,

bei einem Vitamin d Wert von 15 (Norm ab 20), wie viel Vitamin d kann man dann nehmen? 1000 IE 3x in der Woche?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 03.12.18, 18:05

Guten Abend,
diese Dosierung ist okay, da sie noch deutlich unter der Maximaldosierung liegt. Zum rascheren Auffüllung des Speichers können Sie auch für 3 Wochen tgl. diese Dosierung wählen.
Bei chronischen Nierenerkrankungen ist ein Vit D- Mangel nicht selten, oft, aber nicht immer, ist dann auch das Serumcalcium erniedrigt.
Nebenbei: es wundert mich, dass seit einigen Jahren sehr gern Vit D und auch Omega überprüft wird- eine Modeerscheinung? Es wundert mich, wie viele einen diesbezüglichen Mangel haben.
Grüße Dr. Fischer
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kk1981
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 07.12.18, 12:48

Sehr geehrter Dr. Fischer,

heute habe ich meine neuen Werte bekommen:

Tsh 2,22 (0,30-3,94)
Ft3 5,26 (3,71-6,7)
Ft4 13,8 (12,3-20,2)

AAK gg. dsDNA 10 (kleiner 100)
Tpo 9 (kleiner 34)
Trak 1,0 (kleiner 1,5)

Da die Schilddrüse gering echoarm und leicht inhomogen ist,meinte die Hausärztin, dass ich l thyroxin nochmal probieren sollte. Die Endokrinologin nicht unbedingt. wiedermal Verunsicherung bei mir....

Mein morgendliches herzrasen ist seit meinem grippalen Infekt mit Fieber komischerweise verschwunden.ich hoffe,dass es so bleibt. Seitdem ist es mit Schwindel und Schwäche besser geworden.

Bloß was mache ich jetzt mit dem thyroxin bei unterschiedlichen Aussagen?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 07.12.18, 14:10

Hallo,
Endergebnis einer veränderten SD-Struktur ist ja im schlimmsten Fall dann an Hand der Laborwerte zu sehen- das geht Hand in Hand. Daher bin ich ebenfalls der Meinung, daß trotz der Strukturveränderung momentan keine Hormongabe erforderlich ist.
Grüße Dr. Fischer
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kk1981
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 09.12.18, 11:00

Sehr geehrter Dr. Fischer,

diesmal eine Frage von meiner Schwester, die seit 2015 Euthyrox nimmt. Sie hat gehört, dass 2019 auch in Deutschland Euthyrox in veränderter Rezeptur auf dem Markt kommen soll. In Frankreich hätte es eine riesen Nebenwirkungswelle gegeben.Angeblich sogar mit 19 Todesfällen, wo nicht klar ist, ob es von dem neuen Euthyrox gekommen ist.

Sollte man sich lieber auf eine andere Firma einstellen lassen oder ist die Sorge unbegründet? Haben sie auch davon gehört?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Frage.


Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 09.12.18, 13:07

Guten Tag,
dazu kann ich nichts beitragen.
Grüße Dr. Fischer
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kk1981
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 14.12.18, 07:51

Sehr geehrter Dr. Fischer,

nun endlich und nach mehreren Abläufen habe ich die Koloskopie hinter mich gebracht. Sie wurde stationär durchgeführt. Folgendes kam dabei heraus:

Vorgeschichte:

Lymphfollikel im Rektum ED 2014, histologisch aktivierte intramukosale Lymphfollikel, immunhistoschemisch mit reaktiv entzündlichen Veränderungen und ohne anhalt für Malignität oder Neoplasie

2015 erneuter Nachweis von Lymphfollikel bei Sigmoidoskopie

01/2018 Sigmoidoskopie erneut mit Lymphfollikeln


Aktuell: koloskopie mit nachweis zahlreicher hyperplastischer Lymphfollikel.Im terminalen Ileum,Coecum,ileozökalklappe, acendens und rektum finden sich zahlreiche ca. 2mm Größe Läsionen,die sich von der schleimhaut kaum unterscheiden. Im c. Transversum, descendens und Sigma sind diese nahezu nicht zu finden.

Diagnose: Verdacht auf hyperplastische Lymphfollikel. Keine blutungsquelle im eingesehen Bereich.

Histologie ausstehend.


Arzt erklärte mir, dass man diese Lymphfollikel nur im Dünndarm hätte und das eigentlich als Baby/Kleinkind.aus dem Alter bin ich ja nun mit 37 Jahren raus. Bisher waren diese follikel auch nichts böses, aber was haben sie dann dennoch zu bedeuten, wenn lymphozyten abwehrzellen sind?

Er zeigte mir Bilder der Koloskopie. Es sah aus wie lauter weisslich gräuliche schneeflöckchen und die beschriebenen Läsionen sahen aus wie zahlreich aneinandergereihte rundlich eiförmiger darmwandfarbende Gebilde.

Meine Hausärztin fand diese bilder kurios, hätte sie noch nie in einer kolo gesehen. Sie meinte, dass es vielleicht auch autoimmune Vorgänge sein könnten, denn in zahlreichen Blut und stuhlproben konnten wir keine Infektion feststellen.da ich ja die membranöse Glomerulonephritis und die seronegative hashimoto habe, wäre dass villeicht nicht abwägig...da dies ja schon Autoimmunerkrankungen sind.

Was sagen Sie zum Koloskopie Ergebnis?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 14.12.18, 08:29

Guten Morgen,
wie Sie ja selbst wissen, gehören diese Lymphfollikel zu den B-Lymphozyten, sind Teil des humoralen Immunabwehrsystems und reagieren auf ein Antigen. Insofern könnten diese Follikel bei Ihnen durchaus auch Zeichen einer Autoimmunerkrankung in Ihrem Darm sein. Ob das aber wirklich der Fall ist, bleibt dahin gestellt. Mal sehen, was die Histologie bringt.
Grüße Dr. Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 18.12.18, 13:01

Sehr geehrter Dr. Fischer,

heute habe ich mal eine Frage bezüglich meines Vaters,81
Jahre.

Seit einiger Zeit muss er nachts Luft aufstoßen, hat Sodbrennen und wenn er viel trinkt, dann läuft es zurück und er muss es ausspucken gehen. Essen kann er,aber manche Sachen verträgt er nicht mehr.

Er nimmt eigentlich schon 40 mg pantoprazol abends. Kann das sein, dass das von seinem monströsen zwerchfellbruch kommt?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 18.12.18, 14:20

Guten Tag,
ich nehme an, er hat eine Hiatusgleithernie, eine der häufigsten Formen der Zwerchfellhernien. Daher könnten die Beschwerden durchaus stammen.
Grüße Dr. Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 19.12.18, 05:07

Sehr geehrter Dr. Fischer,

nun habe ich schon wieder mal eine Frage...

ich habe schon ein paar mal hintereinander meine menstruation schon 18 Tage nach der letzten bekommen. Diese dauerte 5 Tage, wenn man sie menstruation nennen kann. Ich hatte ja erläutert, dass nun fast nach einem Jahr Pille absetzen sich nichts mehr so wie früher einpendelt.immer noch habe ich leicht stoppen am Kinn....

Nun hat mir meine Hausärztin gestern bei Auswertung meines Langzeit ekg's gesagt, dass ich morgens sinustachykardien mit bis zu 140 puls in ruhe habe und dass das nach ca. 45 min. Verschwindet. Sie hat keine erklärung dafür. Sie meinte, dass es vielleicht hormonell ist.früh schwitze ich und nachmittags habe ich wie Schüttelfrost.

Aber was nun hormonell? Kann das mit dem Puls und der menstruation noch mit der abgesetzten Pille zu tun haben, oder doch mit der Schilddrüse (Tsh 2,22) oder kann ich mit fast 38 doch schon Wechseljahre haben? Meine Gynäkologin macht nichts, sie sagt immer, dass ich abwarten soll.

Das verunsichert mich irgendwie schon wieder....

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 19.12.18, 09:02

Hallo,
Sinustachycardie als Zeichen eines weiblichen Hormonmangels kenne ich nicht. Die frühzeitige Periode spricht für einen Gestagenmangel. Man kann so etwas sehr leicht beheben, indem man ab dem Zyklustag 14 ein Gestagen einnimmt über 12-14 Tage lang. Nach dem Absetzen kommt dann die Periode. Gestagene haben eine sehr wichtige Aufgabe im Körper.
Wechseljahre können Sie zwar theoretisch auch in diesem Alter schon ausnahmsweise bekommen, glaube ich aber eher weniger. Allerdings ist der Beginn der Wechseljahre durch den allmählichen Ausfall der Gestagene erklärt. Laborwerte ( FSH, LH und Estradiol) am 5. Zyklustag sind oft noch völlig normal. Tachycardien hat eher dann, wenn die SD-Hormondosis zu hoch ist, das entfällt also auch, da Sie ja aktuell keine Hormone nehmen. Bei Hypothyreose-nebenbei erwähnt- ist oft ein Gestagenmangel zu verzeichnen.
Grüße Dr. Fischer
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Re: Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?

Beitrag von kk1981 » 19.12.18, 11:20

Sehr geehrter Dr. Fischer,

der Tsh zeigt ja,auch ohne L Thyroxin, keine hypothyreose mit 2,2 - so meine Ärztin. Wenn ich meine Gynäkologin anspreche auf das Thema mit der menstruation, dann sagt sie ich solle warten wegen der abgesetzten Pille.es würde sich noch einpendeln. Nun ist Anfang Februar allerdings dann schon ein Jahr rum mit absetzen.

Dann habe ich selbst schon recherchiert, in dem manche Endokrinologen bei Hashimoto einen tsh um 1 empfehlen.da wäre ich ja immer drüber. Manche sehen das wieder nicht so.

Meine Proteinurie ist auch schlimmer, wenn ich kurz vor der menstruation stehe.auch ist die tachykardien zu diesen Zeitpunkt am schlimmsten. Da sagte mir der Nephrologe allerdings, dass Autoimmunerkrankungen durch weibl. hormone negativ beeinflusst werden.deshalb wird auch meist von der Pille abgeraten.

Die thyroxin Einnahme ist mir freigestellt -praktisch-. Habe eine Schachtel hier,aber bei Puls von 140 am frühen Morgen, sehe ich auch nicht die Möglichkeit es jetzt einfach zu probieren.

Ich weiss echt nicht mehr was ich denken soll....vielleicht sind die tsh referenzierte falsch? Und es muss mit Hashimoto doch niedriger sein,wie die besagten 1,0?
Oder es ist mit dem Puls eine hashitoxikose?

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