Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?
Aktuelle Zeit: 20.08.18, 20:06

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 378 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22 ... 26  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 18.12.17, 11:28 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 01.11.17, 22:14
Beiträge: 32
kk9979 hat geschrieben:
Hallo Kittie,

ich finde immer, dass das Ungewisse einen mehr zu schaffen macht, als konkret zu wissen, was man hat. Da kann man damit besser umgehen. Finde ich. Wenn ich jetzt genau eine Diagnose hätte, dann könnte ich an den Tagen sagen, wo es mir schlecht geht "aha heute ist es wieder ....".

Das mit den 1x autoimmun kommt selten allein stimmt. Habe ich auch gehört. Außerdem bin ich ja schon 1x autoimmun (membranöse Glomerulonephritis). Eine Freundin von mir hat Hashimoto, perniziöse Anämie und Morbus Addison, krass oder? Und weil das nicht reicht, hat ihr ihr Arzt gesagt als sie Krebs bekam " wer an einer Autoimmunerkrankung leidet, hat auch ein erhöhtes Krebsrisiko". Daran muss generell was stimmen, denn ich musste auch schon mehrfach zur Tumorsuche bei bestimmten Problemen und der o.g. membran. GN.

Kittie, darf ich fragen, welche Autoimmunerkrankung du hast?

Im Falle von Hashimoto, welche ich auch habe, ändert es ja an der Therapie wirklich nichts - es gibt so oder so L-Thyroxin.
Im Falle von Rheuma ist das aber was ganz anderes, denn niemand verschreibt einem auf gut dünken eine Basistherapie und ja, da ist man irgendwann froh, wenn das Kind einen Namen hat.

Dass man bei Autoimmunerkrankungen generell ein erhöhtes Krebsrisiko hat würde ich jetzt doch eher bezweifeln. Das hängt dann wohl viel mehr von der Art der Autoimmunerkrankung ab. Sjörgen-Syndrom, eine AI-Erkrankung die die Tränen- und Speicheldrüsen befällt und zerstört kann Lymphome zur Folge haben. Problematisch sind da sicher oft auch die Therapien - immunsupprimierende Mittel. Ein supprimiertes Immunsystem biete nicht nur Viren und Bakterien leichteres Spiel, sondern sicher auch bösartigen Zellen. Das ist aber nur eine Theorie /logische Schlussfolgerung von mir, ich bin da nicht vom Fach.

Ich habe ebenfalls Hashimoto, Psoriasis-Artritis sowie Verdacht auf Sjörgen-Syndrom und eine chronisch-entzündliche ZNS-Erkrankung.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 18.12.17, 12:41 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 13.07.13, 08:26
Beiträge: 213
Hallo kittie,

ja, an der Therapie zwecks Hashimoto würde sich nichts ändern. Nur weiss ich nicht zu 100% ob es Hashimoto sein kann. Meine SD wäre 8 ml gross und inhomogen. Antikörper habe ich keine. Ich hatte einmal einen tsh von 5,85. Jetzt ist er von allein wieder auf 1,2. Mein Problem sind viele Beschwerden. Am schlimmsten ist die Muskelschwäche, Müdigkeit und Schwindel. Dann habe ich noch hohen Blutdruck und morgens ist der Puls so unruhig. Das macht mich fertig. Sport ist so nicht möglich. Manchmal habe ich. Sogar Probleme einkaufen zu gehen,also die einfachsten Dinge werden zum Hindernis. :cry:


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 19.12.17, 16:38 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 01.11.17, 22:14
Beiträge: 32
kk9979 hat geschrieben:
Hallo kittie,

ja, an der Therapie zwecks Hashimoto würde sich nichts ändern. Nur weiss ich nicht zu 100% ob es Hashimoto sein kann. Meine SD wäre 8 ml gross und inhomogen. Antikörper habe ich keine. Ich hatte einmal einen tsh von 5,85. Jetzt ist er von allein wieder auf 1,2. Mein Problem sind viele Beschwerden. Am schlimmsten ist die Muskelschwäche, Müdigkeit und Schwindel. Dann habe ich noch hohen Blutdruck und morgens ist der Puls so unruhig. Das macht mich fertig. Sport ist so nicht möglich. Manchmal habe ich. Sogar Probleme einkaufen zu gehen,also die einfachsten Dinge werden zum Hindernis. :cry:

Das sind Symptome die durchaus von der Schilddrüse kommen können. Internetforen sind ja leider zum Bersten gefüllt mit Leidensgenossen denen lange erzählt wurde ihre Schilddrüsenwerte seien gut und die Symptome könnten nicht von der Schilddrüse kommen und die dann doch eines besseren belehrt wurden. Man muss seine individuellen Wohlfühlwerte finden.
Man darf aber auch nicht den Fehler machen irgendwann alles was einem so auffällt auf die Schilddrüse zu schieben.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.12.17, 07:30 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 13.07.13, 08:26
Beiträge: 213
Sehr geehrter Dr. Fischer,

heute habe ich folgenden Befund erhalten:

Schilddrüsenuntersuchung:

Normalgröße Schilddrüse mit echoarm-inhomogenen Schallmuster bds. Volumen rechts 4,8 ml und links 3 ml. Keine abgrenzbaren Herdbefunde.

Trak,tak, TPo- Antikörper negativ, euthyreose tsh 2,86

Empfehlung: keine Medikation erforderlich, gelegentliche Sonografie und Kontrolle der Schilddrüsenparameter empfohlen.

Mehr steht nicht drin. Das ist doch nicht Fisch oder Fleisch! Woher kommt echoarm und inhomogen? Jetzt bin ich ja wieder keinen Schritt weiter und mir geht es nach wie vor nicht gut. Was sagen sie dazu?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.12.17, 10:44 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
" Jetzt bin ich ja wieder keinen Schritt weiter und mir geht es nach wie vor nicht gut. Was sagen sie dazu?"- dazu fällt mir leider auch nichts ein. Sie könnten evtl. LT 12,5 nehmen, ich weiß, dass Sie zumindest unter 25 Mikrogramm Herzflattern usw. erhielten, denke aber, dass es aber auf keinen Fall schaden kann, eine geringe Dosis LT zu nehmen. Ich glaube nicht, dass Sie rasch in eine Überfunktion dadurch kommen. Leider orientiert man sich zunehmend an Laborwerten- vor allem jüngere und oftmals weniger erfahrene Kollegen meinen, jedem kleinen auffälligen Laborwerte nachgehen zu müssen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.12.17, 11:25 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 13.07.13, 08:26
Beiträge: 213
Sehr geehrter Dr. Fischer,

was mich irritiert an dem Befund ist,dass es eine echoarm-inhomogene Schilddrüse ist, aber es nicht dazu steht WARUM? Soweit ich mich erinnern kann, ist eine normale SD homogen und echonormal. Irgendwie muss es ja zu dieser Veränderung gekommen sein.

Mein Blutdruck spielt immer noch verrückt. Habe noch kein RR Medikament, da ich so viele nicht vertragen habe bzw. Angioödeme bekam. Vorschlag des Arztes war aliskeren also Rasilez. Ich weiss nicht,ob der Arzt die Packungsbeilage gelesen hat, da stand drin "darf nicht eingenommen werden, wenn sie Angioödeme unklarer Ursache hatten"!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.12.17, 12:54 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
Sie wissen sicherlich, dass Hashimoto eigentlich korrekt genommen eine chronisch lymphozytäre Thyreoiditis ist. Wenn Sie wirklich wissen wollen, ob Hashimoto bei Ihnen vorliegt, kann man problemlos unter Ultraschallkontrolle eine Feinnadelbiopsie an den entsprechenden Arealen durchführen. Dann ist die Diagnose gesichert. Aber evtl. ist Ihnen so ein Eingriff ja bereits schon vorgeschlagen worden.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.12.17, 13:38 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 13.07.13, 08:26
Beiträge: 213
Sehr geehrter Dr. Fischer,

eine Biopsie hat niemand vorgeschlagen. Leider.

Was ich generell nicht verstehe ist, dass ich doch nicht überall Entzündung haben kann.

1. SD inhomogen und echoarm - vermutlich Entzündung
2. Bioptisch gesicherte membranöse Glomerulonephritis, jetzt wieder Protein im Urin - Entzündung aktiv!?!!!?
3. 2 Demyelinisierungsherde Marklager und Linsenkern - lt. 2 Neurologen Möglichkeit einer Entzündung bei Vorgeschichte der GN, kontroll MRT und neurophysiologische Tests vorgeschlagen.
4. Hausarzt vermutet Darmentzündung, muss zur Koloskopie
5. Ösophagitis
6. Gastritis

Da frage ich mich ernsthaft,ob das noch normal sein kann oder was systemisches?

Es ist bei mir irgendwie kompliziert. Das Problem sehe ich daran,dass wenn ich die Ursache nicht richtig kenne,dann kann man nicht behandeln. Ein Arzt sagte Mal zu mir: Symptome behandeln bringt nichts,man muss so lange suchen bis man die Ursache gefunden hat. Aber welche Ursache??????!!!! Bisher hat sie keiner gefunden, nur Vermutungen.

Nephrologe meinte,dass er Autoimmunreaktionen vermutet. Ja, aber sichern konnte niemand eine. Weder Lupus noch Hashimoto,noch was anderes.

Mal eine andere Frage. Was bedeutet es eigentlich,wenn der Kreatinin wert zu niedrig ist?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.12.17, 14:53 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
Kreatinin ist eigentlich nur bei Untergewicht oder Muskelschwund erniedrigt. Erniedrigte Werte sind sehr selten. Will man die Nierenleistung noch besser als mit GFR bestimmen, empfiehlt sich die Bestimmung von Cystatin C, wird zu selten veranlasst und reagiert auch bei einigen Autoimmunerkrankungen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 02.02.18, 10:09 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 13.07.13, 08:26
Beiträge: 213
Sehr geehrter Dr. Fischer,

in der Zwischenzeit hat sich nichts getan und es geht mir immer noch nicht gut. Mein Blutdruck ist immer noch nicht eingestellt. Der Diastolische Wert liegt immer über 90 teilweise über 100. Der Arzt meint, dass er sich nicht mehr traut mir irgendwas aufzuschreiben aufgrund der Unverträglichkeiten und/oder Angioödeme.

Mittlerweile ist es so, dass mein Puls immer wieder ca. 1 Stunde nach dem Aufstehen so unruhig ist und bei der kleinsten Bewegung anfängt zu rasen. Puls 106 mit zittrigen Beinen, Schwindel, Benommenheit und gar Ohnmachtsgefühlen. Ich kann kaum noch vernünftig laufen. Selbst in der Wohnung wird es schon teilweise schwierig mich auf den Beinen zu halten. Wenn ich abwasche oder Essen koche muss ich mich dazu hinsetzen. Der Blutdrucksenker Carmen wurde abgesetzt, weil der das Herzrasen noch verschlimmert hat. Hinzu kommt jetzt eine Art Atemnot. Es fühlt sich an, ob ich in einem Panzer stecke. Langsam bin ich mit meinem Latein am Ende und die Ärzte wohl auch.

Hinzu kommt ein aufgedunsenes Gesicht. Ich sehe um die Augenlider aufgequollen und teilweise auch im ganzen Gesicht entstellt aus, wenn man das Bild neben ein anderes von mir, wo ich "normal" aussehe, hält. Deshalb haben wir nochmal ein Test auf Proteinurie gemacht.

Meine Proteinurie beträgt wieder 1g. Das kann nicht normal sein. GFR und Kreatinin sind im Normbereich.

Keiner weiß, woran das noch liegen kann. Habe nochmal die Nephrologin kontaktiert. Sie hält es für möglich, dass die Niere nur ein "Nebenschauplatz" ist und eine Erkrankung vorliegen muss, die die Niere auch mit krank macht. Wir finden diese "Krankheit" aber nicht. Es gibt bis auf erhöhte Ana-Titer, keinen Hinweis für etwas Rheumatisches. Oder was anderes. Den einzigsten Anhaltspunkt, den wir haben, ist die Schilddrüse. Diese zeigte sich inhomogen als eventuelle Autoimmunthyreoditis ohne Antikörper. Aber die Werte waren im Normbereich.

Hinzu kommt, dass ich die Nephrologin nochmals gefragt habe bezüglich dem Auftreten einer Hashimtoto-Thyreoiditis zusammen mit einer membranösen Glomerulonephritis. Hier wäre noch nicht klar, ob es nur ein Zufall ist, dass beide Autoimmunerkrankungen zusammen auftreten oder die eine einen Einfluss hat auf die andere. Ich selbst habe im Internet nochmal recherchiert. Dort zeigten sich auch Fälle, dass die Proteinurie mit Einnahme des Thyroxins zurückging. Allerdings waren das zumeist Personen mit manifester Hypothyreose oder einer latenten Hypothyreose, aber abnormer Tsh-Spiegel (über 100 oder über 37). Meine Werte sind aber im Normalbereich.

Ich selbst habe noch die Vermutung, dass es sich vielleicht um zwei unterschiedliche paar Schuhe handeln könnte. Das Herzrasen, diese Atemnot, diese Erschöpfungs- und Schwindelgefühle haben sich ja verstärkt, aber nirgends gibt es eine Erklärung dafür - Könnte dies nicht doch auf die Lamuna zurückzuführen sein? Zumal ich auch Stopeln am Kinn habe (kein richtiger Bart). Aber das weist ja schon daraufhin, dass mit den Hormonen was nicht stimmten kann. Allerdings waren diese bei Untersuchungen alle normal.

Und die Proteinurie könnte man einzeln sehen? Denn hier ist ja die membranöse GN bekannt. Außerdem hatte ich vor ca. 20 Jahren auch keine anderweitige Symptomatik beim nephrotischen Syndrom sogar. Dort hatte ich nur Wasser in den Beinen und im Gesicht, sonst nichts. Ich sage mal so: Wären die Wassereinlagerungen nicht gekommen, es hätte mich töten können und ich hätte es noch nichtmal bemerkt.

Ich habe dann nochmal mit dem Nephrologen Rücksprache gehalten: er meinte auch: "eine primäre membranöse GN macht sowas nicht" - bezogen auf Herzrasen, Atemnot etc...Symptome kämen erst, wenn ich in einem Stadium wäre kurz vorm Nierenversagen.

Kann das jetzt wirklich noch alles an der Schilddrüse liegen? Aber bei Werten, die im Normalbereich sind? Könnten solche Symptome nur allein von der Tatsache ausgehen, dass die SD möglicherweise entzündet ist?

Oder könnte auch ein Zusammenhang mit der Lamuna bestehen, zumindest, was die Herz-Kreislauf-Symptomatik betrifft?

Was ist aber mit meinem verquollenen Gesicht?

Selbst einen Heilpraktiker habe ich schon konsultiert. Er meinte, dass man Schilddrüsenfunktionsstörungen auch von der Pille bekommen kann. Auch meine ganze Vitamin b12-Mangelzustände rühren daher. Generell tippt er darauf "das mein Körper von den ganzen Chemikalien vergiftet ist". Ich müsste eine Darmsanierung machen und viel trinken.
Stimmt das, dass die Pille auch Schilddrüsenfunktionsstörungen machen kann? Zumindest habe ich mal gelesen, dass Frauen die die Pille haben einen erhöhten Thyroxin-Bedarf haben. Muss ja was dran sein oder?

Ich weiß echt nicht, wie ich vorgehen soll???!!!! Aber in Anbetracht meines Zustandes bin ich der Überlegung nahe, die Lamuna abzusetzen. Bezüglich der Mens-Bauchschmerzen habe ich mir einen Termin in der Endometriose-Sprechstunde gemacht. Dort wird man hoffentlich vielleicht noch eine andere Lösung für mich parat haben. Ich hoffe, dass dies eine kluge Entscheidung ist. Angst habe ich nur davor, dass die Symptome bleiben, trotz absetzen. Dann habe ich mich in die Pfanne gehauen.....

Habe ich denn eine Wahl???!!!

Vorab werde ich nochmal die SD-Werte checken lassen.

Ich bin echt am Verzweifeln, ich führe förmlich momentan das Leben einer 80 Jährigen...

Haben sie noch einen Tipp für mich? Auch bezüglich der Lamuna? Doch lieber absetzen? Die Gyn meinte, dass wenn ich absetze, dann könne ich auch nie wieder anfangen, in Anbetracht meines Alters von fast 37 Jahren und dass das Thrombose-Risiko dann im ersten Jahr wieder am höchsten ist.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 02.02.18, 10:46 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
es besteht eine Wechselwirkung zwischen der Pille und der SD in dem Sinn, dass der Bedarf an L-Thyroxin erhöht ist, liegt also z.B. eine latente Hypothyreose vor, kann sie manchmal dann in die manifeste Form übergehen. Andererseits haben Sie normale SD-Werte. Aber Laborwerte geben auch nicht immer das wieder, was im Körper sich wirklich abspielt. Wir sind viel zu viel " laborgläubig".
Die Pille selbst verursacht eigentlich keine kardialen Symptome. Es ist richtig, wenn man die Pille absetzt und später wieder damit beginnt, ist im ersten Jahr das Thromboserisiko erhöht. Aber es ist durchaus eine Überlegung wert, statt der Pille eine alternative Verhütung zu erwägen.
Auf keinen Fall rate ich zu einer dauerhaften Gestagentherapie ( hormonhaltige Spirale, implantiertes Stäbchen), was bei Endometriose gern gegeben wird. Die Dauererfolge liegen nur bei etwa 60 %, sehr oft tritt nach Beendigung der Hormontherapie die Endometriose erneut auf. Nebenwirkungen unter Gestagengabe ist auch nicht zu vernachlässigen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 04.02.18, 09:32 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 13.07.13, 08:26
Beiträge: 213
Sehr geehrter Dr. Fischer,

am Montag nehme ich die letzte Tablette aus der Lamuna vor der 7-tägigen Pillenpause. Kann ich sie 1-2 Tage länger nehmen, damit ich die Untersuchungen beim Arzt noch machen kann?

Ob ich tatsächlich Endometriose habe ist nicht raus. Ich habe nur immer sehr starke Regelschmerzen gehabt.

Ich werde sehen, was mir dort geraten wird.

Die Kardiologin des Herzzentrums meinte damals zu Befund, Symptomatik und Medikamentenplan, wo auch die Lamuna aufgeführt ist: "Wenn ich sehe, was sie hier so alles haben, dann hätte ich die Pille schon längst weggeworfen. Ich als Kardiologin bin sowieso ein Feind von solchen Tabletten."

Meine Gynäkologin meinte, dass es sowieso nur noch bis 40 geht mit der Lamuna, und dann müsste man sich was neues einfallen lassen. Was ich aber nicht ganz verstehe ist, wenn sie jetzt ein reines Gestagenpräparat empfiehlt oder Spirale mit Gestagen, das kann doch dann auch nicht die Lösung sein???!!! Denke, das Gestagen ist entscheidend, was das Thrombose-, Schlaganfall und -infarktrisiko angeht? Außerdem bei Gynefix, Spirale und Co. gleich ob mit oder ohne Hormone....das ist doch ein "Fremdkörper", ob das gut ist, bei Autoimmunerkrankungen. Beim Zahnarzt weiß ich, dass einem mit Autoimmerkrankungen von Implantaten abgeraten wird.

Von Leuten mit Rheuma weiß ich, dass die mit Spirale, Netz bei Leistenbruch nur Probleme bekommen haben......also so besagten "Fremdkörpern".

Zur Schilddrüse:

das schlimme ist, dass ich das Gefühl habe, dass keine Einigkeit in der Fachwelt besteht. Es kann doch nicht sein, dass der eine sagt, man behandelt ab Tsh 2,5, der nächste ab 4,0 und der übernächste behauptet erst ab 10,0. So steht ja der Patient da und es ist ihm nicht geholfen. Es muss doch eine klare Linie geben? Bei Leuten mit Nierenversagen weiß man ja auch, ab welchen Wert bzw. Stadium man eine Dialyse macht. Verstehen sie, was ich meine. Alles ist so eindeutig, nur die Schilddrüse, da soll es keine Klarheit geben?

Selbst über die seronegative Form von AIT wird gestritten. Die einen kennen sie, die anderen wollen noch nie was davon gehört haben.

Außerdem habe ich mal gelesen, dass bei Hashimoto der Tsh max. 1 betragen soll (Brakebusch/Heufelder). Wenn dem so ist, dann laufen wahrscheinlich viele Menschen mit einer im Ultraschall gesehenen Hashimoto-Thyreoiditis rum, mit Werten im "Normbereich" und fühlen sich schrecklich....Außerdem kommt ja auch hier wieder die Unklarheit über den Normbereich zu Tage.
Das ist doch wirklich ein Dilemma.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 04.02.18, 10:55 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
"dann laufen wahrscheinlich viele Menschen mit einer im Ultraschall gesehenen Hashimoto-Thyreoiditis rum, mit Werten im "Normbereich" und fühlen sich schrecklich...."- nicht nur Hashimotopatienten, sondern sehr viele, die eine "normale" subklinische Hypothyreose haben, die gemäß Laborwerten nicht behandelt werden. Ich schrieb ja einst, man solle sich nicht nur nach Laborwerten richten.
Sie können jegliche Antibabypille länger nehmen und somit die Periode verschieben um jene Tage, die Sie benötigen.
Das mit der Endometriose ist so eine Sache. Sehr viele Frauen haben ja eine Dysmenorrhoe ( schmerzhafte Periode) und haben keine Endometriose, Ursache ist sehr oft eine vermehrte Prostaglandinbildung in der Gebärmutter, daher hilft ja auch sehr gut deren Antagonisten wie z.B. Ibuprofen. Ich würde mir bzgl. der Endometriose keine Sorgen machen, eine sichere Abklärung müßte über die Bauchspiegelung erfolgen und selbst da kann man manche Herde durchaus übersehen.
Inwiefern eine Spirale ( bitte wenn schon dann hormonfrei, also meist kupferhaltig) bei Autoimmunerkrankung Probleme bereitet, entzieht sich meiner Kenntnis.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.02.18, 15:28 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 13.07.13, 08:26
Beiträge: 213
Sehr geehrter Dr. Fischer,

heute war ich nun bei der Gynäkologie in der Uniklinik. Dort wurde mir bei hohen Blutdruck sowie membranöser Glomerulonephritis von der Lamuna sowie anderen Pillen mit Östrogen konsequent abgeraten. Möglich wären auch reine Gestagenpräparate. Allerdings hatte ich cerazette schon probiert mit dem "Erfolg" von Eierstockzysten mit Unterleibsschmerzen und dauerhaften Schmierblutungen.

Ich werde jetzt erstmal abwarten,wie es mir ohne künstliche Hormone geht. Vielleicht habe ich die schlimmen Menstruationsschmerzen auch nicht mehr.bin ja älter geworden.

Könnte es sein dass sich das Absetzen der Lamuna auch positiv auf die Schilddrüsenfunktion auswirken könnte?

In der Endokrinologie habe ich die Befunde abgegeben. Die Schwester meinte,dass wenn es wirklich eine Autoimmunthyreoiditis ist,darf der tsh nicht über 2,5 sein. da wäre ich schon ein paar Mal drüber gewesen.zuletzt 3,70. die Ärztin meldet sich bei mir nochmal dazu.

Werde weiter Berichten....


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.02.18, 15:51 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11814
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
"Könnte es sein dass sich das Absetzen der Lamuna auch positiv auf die Schilddrüsenfunktion auswirken könnte?"- ja, das wäre denkbar. Auch ich rate Ihnen von jeglicher hormoneller Verhütung ab.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 378 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22 ... 26  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Peter1307 und 3 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y

Datenschutzrichtlinie
© Deutsches Medizin Forum 1995-2018. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!