Metoprololsuccinat...dringende Frage

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Kassy
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Metoprololsuccinat...dringende Frage

Beitrag von Kassy »

Hallo,

da es für mich für die weitere Behandlung sehr wichtig ist,würde ich gerne gezielt eine Frage stellen.

Ich nehme seit 1 Jahr oben genanntes Medikament in der Dosierung ... 0,5 - 0 - 0....mit 23,75 mg.

Seit einigen Jahren waren ganz leicht erhöhte Leberwerte bekannt,sowie Fettunverträglichkeit.
Ich habe ganz normal gelebt,mal zu festlicher Angelegenheit etwas getrunken..und auch normal gegessen.
Keinerlei Probleme.

Am 18.6.2014 musste ich auf Grund einer Bluthochdruckkrise ins KH...dort wurde mir dann Metoprololsuccinat 1 - 0 - 0 ....47.5 mg.........gegeben...musste geändert werden nach ein paar Wochen auf oben genannte Dosierung, da Schwindel,Kopfschmerzen und...und auftraten....habe es bis jetzt so beibehalten und es geht ganz gut.Es wurde bei der Einweisung auch ein Blutbild gemacht...wo wie gesagt es nur ganz leicht erhöht war.

Was aber auffällt je länger ich das Metoprololsuccinat nehme ...meine Leberwerte steigen.
Es wurde Sono gemacht...alles ohne Befund und in Ordnung,kann ich gerne einstellen + Blutwerte.

Nun meine Frage da sich mein HA über die Dosierung amüsiert und der Meinung ist,dass ist als würde ich NICHTS nehmen.

Dazu muss ich noch sagen,ich trinke nicht,nehme keinerlei anderen Tabletten
( es besteht eine riesige Aversion dagegen ),nehme auch nicht die Pille nur bis zu meinem 27. Lebensjahr
( Unverträglichkeit )...ach so falls von Wichtigkeit ich bin 54 Jahre.

Von anderer Seite habe ich aber auch schon zu hören bekommen das dieses Medikament doch auf die Leber geht.

Meine Frage kann es unter diesem Medikament zu erhöhten Werten kommen,....und vor allem ist diese Dosierung von
0,5 - 0-0 ...23,75 mg....ein NICHTS - wie mein HA meint ?

es geht darum dieses abzusetzen und dann eventuell ein anderes zu nehmen.
Im Verlauf von 3 Monaten soll eine erneute Kontrolle sein...da man nichts gefunden hat.....und hat dann vor ,eine Leberpunktion zu machen...wo meine beiden Ärzte ein ...nein...von mir erhielten...rein picksen und dann doch wieder nichts finden....das möchte ich nicht.

Vielen Dank für Ihre Mühe

nette Grüße

Kassy

Ralf Tillenburg
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Re: Metoprololsuccinat...dringende Frage

Beitrag von Ralf Tillenburg »

Hallo,

23,75 mg sind in der Tat eine äußerst niedrige Dosierung, da würde ich fast schon an der Wirksamkeit zweifeln. Aber eben auch an den Nebenwirkungen.

Zur Beurteilung, ob eine Leberpunktion sinnvoll ist, benötige ich Ihre Blutwerte.
Alles Gute
Ralf Tillenburg
Facharzt für Allgemeinmedizin
http://www.praxis-tillenburg.de

Kassy
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Re: Metoprololsuccinat...dringende Frage

Beitrag von Kassy »

Guten Morgen Dr. Tillenburg,

das eine Wirksamkeit bei mir da ist denke ich schon denn wenn es bei mir zu einer Stresssituation kommt und mein Herz wieder mal daneben will mit harten Schlägen und schnellem Puls,dauert es nicht lange und ich merke wie alles wieder nach unten kommt.
Vielleicht bin ich einer der Menschen die doch sehr empfindlich auf Medis reagieren ?
Nur ein Beispiel gehört nicht ganz hier her...aber...ich musste in die Röhre 2014 ...als ich wieder raus konnte,war es als wäre ich unter Strom ich fibrierte am ganzen Körper...meine Frage an den Arzt...kann das möglich sein ?...Er ja...empfindliche Menschen reagieren darauf.

Meine ersten Blutwerte 18.06.2014
(Blutbild vom Krankenhaus - keiner sagte was dazu ?)

GOT normal 35....war 48

GPT normal 35....war 52

AP normal 40-150....war 154

g-GT normal 36.... war 146


Leuko /nl 4-9 11.1+

Erythroz. /pl 4.2 - 5.4 4.1-

Hb g/dl 12.0-16.0 13.0

Hk % 37-47 38.5

MCV fl 81.0-100.0 93.3

MCH pg/Zelle 26.0-34.0 31.5

MCHC g/dl 31.0-37.0 33.7

RDW 11.8-14.8 13.6

Thromboz. /nl 140 - 400 296


Gerinnung

Quick % 70-100 > 100 +

INR 0.85-1.15 0.96

PTT s 26-36 26


Klinische Chemie


Na mmol/l 135-145 140

K mmol/l 3.5-5.1 3.5

Ca mmol/l 2.1-2.55 2.53

GFR(gesch) ml/min > 90 84

Kreatinin mg/dl 0.57-1.11 0.81

Glucose mg/dl 70-115 104

LDH U/l 135-250 158

CK U/l 10-170 61

CRP mg/dl < 0.5 < 0.5

Eiweiss g/dl 6.4-8.3 7.0


Hämatologie II

Neutrophile % 50.0-75.0 58.7

Lymphoz. % 20-40 33.5

Mono % % 2-9 5.4

Eos % 2-4 1.2 - (was bedeutet das ?)

Baso. % < 1 0.3

LUC % < 4 0.9

Neutrophile /nl 1.80-7.70 6.53

Lymphoz. /nl 1-4.8 3.7

Mono /nl 0-0.8 0.60

Eos /nl < 0.5 0.14

Baso /nl < 0.2 0.03


Klinische Chemie II

Trop.I _g/l < 0.03
(diagn.Grenzwert) <0.010


Kreatinin /S mg/dl 0.57-1.11 0.81



Schilddrüse


fT3 pg/ml 1.71-3.71 2.37

fT4 ng/l 8.00-15.00 10.90

TSH _E/ml 0.3-3.5 3.48


Blutsenkung

BSG (EDTA) mm < 30 14



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Vom Februar 2015


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Darauf hin wurde ein Termin beim Gastrenologen Mai 2015 gemacht.....der auch noch mal Blut abnahm und eine Sono gemacht wurde.


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...ups da gingen wohl nicht alle Werte drauf


LKM : negativ

ANCAP : < 1 : 10 (Titer ) = < 1: 10

FE : 35 - 150 ( Ug/dl ) = 92

TRSA : 16 - 45 (% ) = 30

SLA : negativ....../ negativ

heißt das ? A 1 A : 90 - 200 (mg/dl) = 170

BILLI : < 1.3 (mg/dl) = 0.3

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Das ist der Arztbrief dazu...

So nun mal an die Schreibarbeit....abgeschrieben vom Ärztebrief.

Labor: Phatologisch verändert waren Gamma - GT ,AP,GPT GOT....die Werte schreibe ich nicht noch mal mit her.

Im Bereich der Norm lagen :

Blutbild,Bilirubin,Cholinesterase, Eiweiss , Elektrophorese, Triglyceride, HbA1c, Transferinsättigung, Quick, PTT,
Alpha1-Antitrypsin 170 mg/dl , AFP 2,5 ug/l .

HBs - ag negativ , anti - HBc negativ , Anti - HCV negativ , ANA negativ , AMA negativ , SMA negativ SLA - negativ , LKM - negativ , pANCA negativ.....was immer das alles heißt.

Abdominale Sonographie:

Das Pankreas ist im Caput - Corpus - und Caudabereich gut einsehbar,homogen , glatt konturiert , nicht aufgetrieben , es finden sich keine Raumforderungen.

Der Ductus wirsungianus ist zart . Die Aorta abdominales ist glattwandig , normal weit , die Vena cava schmal atemabhängig spielend .

Die Leber ist normal groß mit homogenem Parenchym von regelrechter Echogenität . Die Leberoberfläche ist glatt , der Leberunterrand ist spitz , die Gefäßarchitektur ist regelrecht. Keine erkennbaren Raumforderungen .

Die Gallenblase ist wandzart , binnenechofrei , der Ductus hepatocholedochus ist zart.

Es besteht ein Normalbefund im Bereich beider Nieren und an der Milz.
Keine phatologischen Kokarden , keine freie Flüssigkeit.

Beurteilung:

Frau ....... sieht einen zeitlichen Zusammenhang mit der Neueinnahme von Metoprolol.

Laborchemisch fanden wir eine deutliche Erhöhung der gamma - GT , der AP , sowie eine mäßige Erhöhung der Serumtransaminasen.

Anhand oben angegebener Laborparameter ergab sich kein Hinweis auf eine Hämochromatose , einen Alpha1 - Antitrypsinmangel , eine chronische Hepatitis B oder C Virusinfektion , eine primär biliäre Zirrhose , eine primär sklerosierende Cholangitis oder eine Autoimmunhepatitis .

Der sonographische Befund im Bereich der Leber und Gallenwege war unauffällig.

Die Leberenzymerhöhung ist somit ungeklärt . Auf Grund des zeitlichen Zusammenhangs mit der Einnahme von Metoprolol empfehle ich primär die antihypertensive Therapie zu beenden oder auf eine andere Produktgruppe umzustellen.
Sollten sich die Leberwerte in den nächsten 3 Monaten hierunter nicht deutlich bessern , so empfehlen wir zur weiter gehenden Diagnostik eine Wiedervorstellung zur Leberpunktion.

mfg.... u.s.w.


So das ist nun das Neueste....es sollen die Tabs abgestzt werden....3 Monate warten bis sich alles normalisiert...aber Blutabnehmen......und dann wenn die 3 Monate um sind...ab nochmals zur Kontrolle.



Aber .....ich soll die Schokolade weg lassen und wenn es mal garnicht geht ganz wenig,Eier auch mit Vorsicht.....mein HA sagte da der Cholesterinwert beim letzten Mal so hoch war.....es könnte auch sein das dieser auf die Leber geht...also bitte nicht soviel Fett und husch weg mit Schoko....schnief.



Nun ist es aber eine ganze Menge geworden......viel Arbeit Dr. Tillenburg....ich Danke Ihnen jetzt schon.

nette Grüsse Kassy

Ralf Tillenburg
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Re: Metoprololsuccinat...dringende Frage

Beitrag von Ralf Tillenburg »

Hallo Kassy,

also, da sind sie ja sehr gut durchuntersucht worden. Bedrohlich sind die Werte alle nicht.

Die leichten Veränderungen sind unspezifisch und können auch bei Gesunden auftreten.

Auffallend sind lediglich die Leberwerte. Wenn ich das richtig interpretiert habe, sind diese gestiegen, oder? Da jedoch die "schlimmen" Leberkrankheiten alle ausgeschlossen werden, würde ich jetzt auch am ehesten den Betablocker als Ursache ansehen. Also richtig, Betablocker absetzen, dann Laborkontrolle. 3 Monate muss man aber nicht warten, bereits nach vier Woche kann man eine Kontrolle machen.

An Schokolade und Eier glaub ich nicht, außerdem sind Eier nachgewiesen nicht Schuld an erhöhtem Cholesterin. Ich würde beides weiter genießen.
Alles Gute
Ralf Tillenburg
Facharzt für Allgemeinmedizin
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