COPD, Sauerstoff, Werte...

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baluxy
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COPD, Sauerstoff, Werte...

Beitrag von baluxy » 25.11.14, 06:41

Guten Morgen,
Ich bin neu hier und habe folgendes Anliegen.
Bei mir ( 40 Jahre Männlich ) wurde letztes Jahr eine COPD III mit Emphysem Diagnostiziert, im September hatte ich eine Exacerbation wo man mich mit Notarzt ins KH brachte, ich nenne nun nurmal die wichtigsten Werte:
FEV 1 im August 34 %
nach der Exacerbation im September FEV 1=19 % FEV1/Vcin 55% PEF 17% RAWtot 104 % VCin-B 34 % MEF75 = 17% MEF 50= 7% MEF 25= 10%

Im Krankenhaus machte man u.a ein Herzecho man tat sich schwer das Herz zu betrachten, weil zuviel Luft vom Emphysem, dort kam raus: Linksventrikuläre Muskulatur Grenzwertig und beginnende diastolische Funktionsstörung mit E/A, was bedeutet eigenlich E/A?

Nun war ich letzte Woche beim Lungenarzt, der übrigens wo ich aus dem KH entlassen wurde meinte bräuchte nicht zu ihm, sondern erst beim Regulären Termin der 2 Monate später war, es wurde beim Lungenarzt eine BGA gemacht wo raus kam:
pH = 7,456, pcO2 37.6 mmhg, pO2 66.0mmhg O2 SAT 94 %

Zum vergleich im September im Krankenhaus die BGA, also 2 Monate vorher war:
pH Wert 7,415 pCO2 4,92 pO2 7,59 Sauerstoffsättigung 90,2 %

Beide BGA wurden nur in Ruhe gemessen.

Dazu sei gesagt fühle mich Dauermüde bzw.Dauerschlapp, gehe 5 Meter bis ins Bad und schnappe nach Luft, Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelschmerzen, Schlafe Nachts kaum noch, bestimmt hab ich noch was vergessen, an Medikation nehme ich für die COPD aktuell: Spiromax 320/9 2 Hub am Tag, ACC, Seebri 1 Hub am Tag und Inhaliere 2 mal Täglich Atrovent dazu Berotec als Notfallspray also bei Bedarf.

Nun sagte mir mein Lufa meine BGA wären zwar niedrig aber noch nicht niedrig genug für Sauerstoff ( Im Krankenhaus die Tage bekam ich Sauerstoff und fühlte mich Allgemein wohler/Fitter war nicht mehr so Müde, keine Muskelschmerzen. ).

Ist meine BGA wirklich noch nicht im Bereich des Sauerstoffs?
Merkte ja den Unterschied wo ich Sauerstoff bekam und nun wo nicht, dazu fängt ja das Herz an Probleme zu machen, wartet man da wirklich solange bis die Probleme größer werden bzw.Organe mehr geschädigt sind?

Dazu sei gesagt ich nehme schon Herzmittel wegen meines hohen Blutdrucks dies ist Ramipril 2 mal Täglich 2,5 mg, ASS 100 und Bisoprolol 2,5 mg und noch Medik.für meine PSA.aktuell trage ich ein BTM Pflaster.

Der Lungenarzt meinte ich müsse nun erst in 6 Monaten wieder vorstellig werden, müssten normal die Werte bzw.die BGA nicht engmaschiger Kontrolliert werden?
Weiß ja nicht wie schnell die 66 mmhg sinken können.

Ich bin stark verunsichert und hoffe hier Tipps/Erfahrungen zu finden:
Ob Sauerstoff wirklich noch nicht Notwendig ist, wenn das Herz nun anfängt Schaden zu nehmen?
Ich weiß das man hier nichts genaues sagen, aber würde gerne eure Meinung zu den Werten erfahren, kenne mich absolut nicht mit Sauerstoff aus und der Lungenarzt war kurz angebunden.

Wie schnell der pO2 von 66 mmhg sinken kann, weil halt erst in 6 Mon.wieder Termin.?
beginnende diastolische Funktionsstörung mit E/A, was das ist weiß ich aber was bedeutet E/A?

Auch meine Frau hat natürlich Angst, das man zulange wartet bis die Organe noch mehr angegriffen wurden.

Vielen lieben Dank für eure Antworten.

Mit lieben Grüßen,
Baluxy

baluxy
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Re: COPD, Sauerstoff, Werte...

Beitrag von baluxy » 19.12.14, 07:35

Guten Morgen,
Schade kann mir niemand was dazu schreiben?
Ich Rätsele immer noch, vor allem was : Linksventrikuläre Muskulatur Grenzwertig und beginnende diastolische Funktionsstörung mit E/A, was bedeutet eigenlich E/A?

Bedeutet, also dieses E/A


Habe mir mittlerweile einen Pulsoximeter erworben, dieser zeigt Tagsüber zwischen 89 und 91 % an ( Finger ), leider ist dieser ohne Aufzeichnung, da ich aber sehr schnell erschöpft bin umso länger ich wach bin sinkt der gegen Mittag auf 86-87 %, Nachts wenn ich wach werde messe ich im Halbschlaf dort zeigt er mir 82 % an, wie ich seit längerem vermute sinkt der Tagsüber und Nachts, alles in Ruhe gemessen.
Dazu ist seit einigen Wochen mein Puls dauerhaft zu hoch der schwankt zwischen 100 und 110, trotz Betablocker, mein Blutdruck hingegen ist normal-dank der Tabletten.

Kann es sein weil meine Sauerstoffsättigung zu niedrig ist, deswegen der Puls dauerhaft erhöht ist?

Vielen Dank

Liebe Grüsse

baluxy
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Re: COPD, Sauerstoff, Werte...

Beitrag von baluxy » 08.01.15, 17:02

Hallo,
Entschuldigung glaub das ist im Falschen Bereich vielleicht wäre ein Mod.so Nett und verschiebt es in den richtigen, evtl.kam deswegen noch keine Antwort.Sorry für die umstände.

Zum Thema: Wirklich schlauer bin ich noch nicht was zb. E/A bedeutet bezgl.des Herzens, hab mal einen Test gemacht nachdem die Sättigung bis auf 78 sank, bin ich ein paar Tage später 4 Min.durch die Wohnung gegangen, wollte 6 Minuten schaffte ich leider nicht bekam Würgereiz, vor dem Test lag die Sättigung bei 87 % nachdem Test bei 90 %, das heißt in Ruhe ist meine Sättigung niedriger als wie bei Belastung, normal ist es doch andersrum?

Liebe Grüsse

baluxy
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Re: COPD, Sauerstoff, Werte...

Beitrag von baluxy » 12.01.15, 08:44

Guten Morgen,
Kann meinen Beitrag leider nicht Editieren, die Frage nachdem E/A hat sich erledigt , damit die ist E und A Welle gemeint.
Bleibt nur noch die Frage wegen dem Sauerstoff bzw.vom welchen Zeitraum man in der Regel ausgeht in dem der pO2 66.0mmhg sinkt und ob die Möglichkeit besteht diesen irgendwie wieder erhöhen zu können, Medikamente nehme ich ja schon.

kosa
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Re: COPD, Sauerstoff, Werte...

Beitrag von kosa » 12.01.15, 22:49

Guten Abend,
baluxy hat geschrieben:Ist meine BGA wirklich noch nicht im Bereich des Sauerstoffs?
Nein, eine Langzeit-Sauerstofftherapie wird erst ab einem Sauerstoffpartialdruck <55mmHg begonnen. Eine Ausnahme ist das Cor pulmonale.
baluxy hat geschrieben:müssten normal die Werte bzw.die BGA nicht engmaschiger Kontrolliert werden?
Akute Exazerbationen können, unabhängig von den Werten, jederzeit auftreten.
baluxy hat geschrieben:Ob Sauerstoff wirklich noch nicht Notwendig ist, wenn das Herz nun anfängt Schaden zu nehmen?
Eine beginnende diastolische Dysfunktion erhöht das Risiko, ist aber nicht gleichzusetzen mit einer Herzinsuffizienz.
baluxy hat geschrieben:vor dem Test lag die Sättigung bei 87 % nachdem Test bei 90 %, das heißt in Ruhe ist meine Sättigung niedriger als wie bei Belastung, normal ist es doch andersrum?
"Sportliche" Aktivitäten verbessern ganz allgemein das Befinden bei COPD, weshalb Atemtherapie und Lungensport (nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt) zu empfehlen ist, um die Atemnot zu lindern.
baluxy hat geschrieben: hab mal einen Test gemacht nachdem die Sättigung bis auf 78 sank, bin ich ein paar Tage später 4 Min.durch die Wohnung gegangen, wollte 6 Minuten schaffte ich leider nicht bekam Würgereiz
Gegebenenfalls kann Ihr Lungenfacharzt einen Belastungstest veranlassen aber auf Experimente dieser Art sollten Sie lieber verzichten.

Wurden Sie mal auf Alpha-1-Antitrypsin-Mangel getestet.

Ansonsten gibt es im Netz viele Informationen zu Ihrer Erkrankung.
Ein Austausch mit anderen Betroffenen kann ebenfalls hilfreich sein.
Hier dazu als Beispiel.

Gruß
kosa

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