Geschwollene Lymphknotan am Hals

Moderator: DMF-Team

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Alekto
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Geschwollene Lymphknotan am Hals

Beitrag von Alekto »

Hallo liebes Ärzte Team,

hätte mehrere Titel wählen können, aber hauptsächlich sind derzeit mein Hausarzt und HNO nicht einig über meine geschwollen Lymphknoten am Hals.
Im Sommer hätte ich bereits laut dem einen Hausarzt (Gemeinschaftspraxis, daher die verschiedenen Meinungen) zum Hämatologen gehen sollen wegen erhöhter Lymphozyten 55% (Ref bis 40%) und niedriger Leukos.
Der andere HA hielt es besser mich erst zum HNO zur Sonografie zu schicken und Blutwerte erneut im Sept. zu machen.
HNO meinte ich soll ins Krankenhaus und einen Lymphknoten entfernen lassen, Speicheldrüse sei auch nicht ganz in Ordnung. Außerdem wurde ich auch auf EBV und Zytomegalie usw. positiv getestet. Hausarzt möchte eine Zweitmeinung von einem anderen HNO. Nächste Woche soll ich hin. Hämatologen Termin verschoben. Diese geteilten Meinungen machen gerade völlig fertig. Ist es Krebs? Keine Antwort drauf. Wie geht es weiter? Auch keine Antwort.

Was würden Sie mir hier raten und kann es Krebs sein?
Die Leukozyten waren beim letzten Blutbild wieder höher, die Lymphozyten sind wieder auf 55%. EBV konnte ich ein Ergebnis sehen irgendwas mit mit <600 in rot. Was kann das alles bedeuten?


Hoffe ihr könnt mir etwas weiterhelfen.


Freundliche Grüße

Anästhesieschwester
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Re: Geschwollene Lymphknotan am Hals

Beitrag von Anästhesieschwester »

Hallo,

eine maligne Erkrankung kann man nur sicher ausschließen oder bestätigen, wenn man einen Lymphknoten bzw. die Speicheldrüse entfernt und histologisch untersucht. Alles andere sind Spekulationen.

Gruß
Die Anästhesieschwester

Alekto
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Re: Geschwollene Lymphknotan am Hals

Beitrag von Alekto »

Hallo

Danke Dir für die schnelle Antwort.
Wer entscheidet das? Vor allem wenn sich Hausarzt und HNO uneinig sind. Kann mich nicht selbst operieren.
Selbst kann ich das ja auch nicht entscheiden, habe kein medizinischen Wissen um zu verstehen ob ich es machen muss/sollte oder nicht.

Ich weiss, über das Internet sind Ferndiagnosen usw. nicht möglich, aber hoffe auf einen Rat wie ich weiter vorgehen soll und vor allem, ob sowas nicht immer gleich Krebs bedeutet.

Freundliche Grüße

Anästhesieschwester
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Re: Geschwollene Lymphknotan am Hals

Beitrag von Anästhesieschwester »

Hallo,

es gibt offizielle Leitlinien in der HNO zum Vorgehen bei vergrößerten Lymphknoten. Ich würde den Arzt mal danach fragen und mir diese erläutern lassen. Vielleicht kommt man dann leichter zu einer einvernehmlichen Entscheidung.

Gruß
Die Anästhesieschwester

Alekto
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Re: Geschwollene Lymphknotan am Hals

Beitrag von Alekto »

Hallo,

danke nochmal. Aber es beruhigt mich immernoch nicht. Habe so viele Fragen und keine Antworten.
hm, bedeuten dicke Lymphknoten immer Krebs? Ist eine Ultraschalluntesuchung garnicht aussagekräftig?
Was bedeuten erhöhte Lymphozyten? Mit dem googlen möchte ich garnicht erst anfangen, denn da werde ich sicher nur auf Horror Diagnosen treffen.

herbstliche Grüße

jule_jule
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Re: Geschwollene Lymphknotan am Hals

Beitrag von jule_jule »

Hallo Alekto,
Alekto hat geschrieben:hm, bedeuten dicke Lymphknoten immer Krebs?
Nein. Lymphknotenschwellungen müssen nicht maligne sein (und in den meisten Fällen sind sie es nicht). Oft liegt eine reaktive Lymphknotenvergrößerung zugrunde.
Alekto hat geschrieben:Ist eine Ultraschalluntesuchung garnicht aussagekräftig?
Doch, ist sie. Mit Hilfe der Sono-Bilder bekommt der Behandler einen ersten Eindruck von der Beschaffenheit der LK. So gibt es typische Zeichen im US-Bild für maligne oder entzündliche LKs. Selbstverständlich sollten LK-Vergrößerungen in regelmäßigen Abständen kontrolliert und bei weiterer Vergrößerung evtl. eine histologische Untersuchung angestrebt werden.
Alekto hat geschrieben:Was bedeuten erhöhte Lymphozyten?
Diese müssen keinen Krankheitswert haben, können jedoch einen haben. Ohne Kenntnisse aller Blutwerte die im Labor bestimmt wurden lässt sich hierzu nichts interpretieren. Evtl. kannst Du noch die restlichen Werte posten, dann kann man mehr sagen. In Verbindung mit dem Befund des Ultraschalls, wäre eine Interpretation noch besser möglich.

Viele Grüße

Jule

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