Darmspiegelung

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amy
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Darmspiegelung

Beitrag von amy » 06.05.14, 15:00

Hallo, nachdem ich schon lange Untereibschmerzen und jetzt auch blut im Stuhl hatte, habe ich Dienstag einen Temin zur Darmspiegleung und totale Panik. Erst mal vor der Sedierung, aber ich hab mit dem Arzt abgesprochen, da er mich erst nur ein bisschen sediert und dann nach Bedarf mehr. Dann hab ich Angst vor Schmerzen während der Spiegelung, eine blutprobe vorher wurde gemacht udn der Arzt sagte, keine Enzündungszeichen, aber er sagte auch, das das blut durch eine Darmentzündung kommen kann. Sieht man diese denn nicht im blut und tut die Spiegelung dann nicht total weh, wenn der Darm entzündet ist?
Danke und gruss
Amy

klaus1
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Re: Darmspiegelung

Beitrag von klaus1 » 06.05.14, 15:33

Blut im Stuhl kann die verschiedensten Ursachen haben, einfach mal im Internet danach suchen. Darmentzündung ist nur eine mögliche Ursache.
Dass deine Entzündungswerte in Ordnung sind, spricht gegen eine Darmentzündung. In einem solchen Fall würden sie sehr stark in die Höhe gehen und zunächst stationär mit starken Antibioptikainfusionen bekämpft werden.
Die Schmerzen im Unterleib und vor allem den Blut im Stuhl solltst du dennoch sehr ernst nehmen und eine Darmspiegelung ist ein Instrument, um die Ursachen zu ergründen.
Was die Sedierung bei einer sehr großen Angst vor der Darmspiegelung betrifft - ich würde dir da eher zu einer stärkeren Variante raten. So bist du wesentlich entspannter, was sowohl für dich als auch für den untersuchenden Arzt positiv ist. Kläre in diesem Fall vorher ab, ob du allein oder nur mit einer Begleitperson wieder nach Hause gehen darfst. Für besonders ängstliche Patienten bieten einige Einrichtungen auch eine Darmspiegelung in Narkose an - die Kostenübernahme solltest du vorher mit deiner Krankenkasse klären.
Auch einige Krankenhäuser, speziell die sog. "Bauchzentren", bieten ambulante Darmspiegelungen an. Der Vorteil dort: für den "Fall der Fälle" steht das komplette Notfallequipment direkt bereit.
Ich wünsche dir alles Gute!

Elli 68
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Re: Darmspiegelung

Beitrag von Elli 68 » 06.05.14, 18:14

Hallo,
mir steht das auch übernächste Woche bevor.Habe auch sehr große Angst.
Der Arzt sagte mir auch das die Dosis der Sedierung angepasst wird.Ich habe Angst das es nicht richtig wirkt,oder zu stark oder Nebenwirkungen auftreten.

Bei mir wird es auch in einer Praxis gemacht.
Berichte mal wie es war.

LG

Ralf Tillenburg
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Re: Darmspiegelung

Beitrag von Ralf Tillenburg » 06.05.14, 20:25

Hallo,

hier die Erfahrungen meiner eigenen Darmspiegelung. Vielleicht hilft es. :wink:

http://info-medico.de/index.php/meine-darmspiegelung
Alles Gute
Ralf Tillenburg
Facharzt für Allgemeinmedizin
http://www.praxis-tillenburg.de

kk9979
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Re: Darmspiegelung

Beitrag von kk9979 » 07.05.14, 04:03

Hallo,

ich hatte vor 1 1/2 Monat eine Darmspiegelung. Vor dem Abführen und vor der Sedierung hatte ich große Angst, zu mal ich unter chronischer Nesselsucht und Schwellungen leide und auch eine seltene Nierenerkrankung habe. Das Abführen war gar nicht schlimm. Ich habe insgesamt 6 Liter Abführmittel trinken und ich habe auch die ganzen Liter geschafft. Dadurch, dass man eh nichts im Magen hatte, war das für mich kein Problem. Ich habe zwar einige Stunden auf Toilette verbracht, aber auch das fand ich nicht schlimm. Ich hatte mit Bauchkrämpfen beim Abführen gerechnet. Es war gar nichts, außer dass man eben musste.

Am Spiegelungstag war ich sehr doll aufgeregt. Mein Blutdruck war 170/130 so habe ich mich vor Angst verrückt gemacht. Habe Midazolam, Propofol und Buscopan bekommen. Als es gespritzt wurde war mir kurz schwindelig und dann weiß ich nichts mehr. Bin dann im Aufwachraum wach geworden. Es war wie morgens, wenn man aufsteht. Dann musste ich 2 Stunden noch dort liegen, dabei wurde regelmäßig Blutdruck gemessen und die Sauerstoffsättigung. Mehrmals kam eine Krankenschwester oder Pfleger und fragten, ob alles in Ordnung sei. Als ich gehen durfte war es so, als ob nichts passiert ist. Einzigste was man gemerkt hat, war zumindest bei mir so, dass ich noch ein wenig schlapp war. Ich hatte keine Probleme hinterher: keine Blähungen, Bauchschmerzen oder irgendwas.


Ich habe die Untersuchung in der Klinik vornehmen lassen, genaugenommen in der Uniklinik. Das habe ich aber gemacht, weil man auch in der selben Klinik meine o.g. Erkrankungen diagnostiziert hatte, so dass dort alle über alles Bescheid wussten bzw. Befunde einsehen konnten.

Ich kann dazu sagen, dass man sich nicht verrückt machen braucht, es ist alles halb so schlimm...

ThoSa
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Re: Darmspiegelung

Beitrag von ThoSa » 07.05.14, 15:50

Meine Erfahrungen der heutigen Darm und Magenspiegelung.

Ich habe seit ungefähr 6 Wochen undefinierte Bauchschmerzen, die zwar in den letzten Tagen weniger wurden, ich mich aber trotzdem zu einer Untersuchung angemeldet habe.
Ein weiterer Grund ist, das meine Mutter Darmpolypen hat und ich diese eventuell geerbt haben könnte.
Beide Untersuchungen fanden heute vormittag statt. Natürlich hatte auch ich die letzten Tage riesige Angst davor. Leider gibt es ja immer welche in solchen Foren, die Panikmache schick finden.
Ich habe also gestern die wahrlich ekelig schmeckende Flüssigkeit getrunken. Insgesamt 2Liter und dazu ca 4 Liter Kamillentee über 6 Stunden insgesamt zu mir genommen.
Der Kamillentee, den ich immer sofort nach einem Glas von der "Abführmedizin" getrunken habe, tat dann auch richtig gut. Ich habe keine Würgeanfälle und auch keine Bauchschmerzen bekommen.
Natürlich wären mir 2 Liter Bier leiber gewesen :) Aber das musste eben sein, damit der Darm richtig sauber wird. Ich war mehr als 10 mal auf dem Klo und es ging gut flüssig zur Sache :lol: .
Habe dann gut geschlafen und heute morgen um 10.00 ins Krankenhaus. Dort wurde erst mal Ultraschall gemacht. Alles ok soweit. Danach wieder etwas warten, was einem die Angst nicht leichter macht. Nun gings in einen anderne Raum mit verschiedenen Schläuchen und Apparaturen, die ich mir aber gar nicht erst angeschaut habe. Ich konnte meinen Pullover und Socken anbehalten. Lediglich unten rum ausziehen war angesagt. Dann konnte ich eine schicke OP Hose mit Loch am Po anziehen :oops: :-). Ich legte mich auf die linke Seite auf die Liege. Eine Kanüle wurde mir vorsichtig in die Vene geschoben, wo dann die Spritze zur Kurznarkose eingegeben wurde. Der Arzt sagte noch, nachdem ich auf sein Gummiteil mti Loch beissen sollte 8dort wird der Schlauch eingeführt), das ich gleich schön schlafen würde. Die Panik löste sich in mir und ehe ich drüber nachdenken konnte, was passieren würde, schlief ich ein und ja......ich habe sogar schön geträumt. Als ich aufwachte wusste ich nicht so recht wo ich bin und dachte mir, das jetzt ja gleich anschliessend die Darmspiegelung losgehen würde. Da kam eine hübsche leibe Schwester und sagte mir, das alles vorbei sei, ich solle aber noch leigen bleiben. Ich konnte es kaum fassen, Magen und Darmspiegelung habe ich total verschlafen. Nicht das ihr denkt, ich wäre darüber unglücklich, doch so einfach und schmerzfrei habe ich mir das nicht vorgstellt. Nach weiteren 30 Minuten ausruhe durfte ich mich von meiner Frau abholen lassen. So...jetzt habe ich noch zu Hause etwas geschlafen und fühle mich total glücklich, da es keinen Befund gab. jippiehhh.
Niemand brauch also Angst haben davor. Es ist zumindest bei mir so was von super abgelaufen, das ich in spätestens 5 Jahren wieder zur Vorsorge gehe. Dann aber ohne Panik :P

Elli 68
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Re: Darmspiegelung

Beitrag von Elli 68 » 07.05.14, 18:19

Noch eine Frage die mich beschäftigt.
Ich habe nachmittags 14.00 Uhr Termin.Darf am Vortag noch Frühstücken und dann nur noch klare Suppe.So steht es auf dem Zettel den ich bekommen habe.

Also über 24 Stunden nichts essen.
Mir wird bei Hunger immer sehr schnell schlecht und schwummrig.

Wie ist das mit dem Hungergefühl ? Ist das richtig so,das man solange nichts essen darf ?
Darf man Traubenzucker zu sich nehmen ?

Und ist am nächsten Tag wieder alles normal,kann man arbeiten ?

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