Weicher/breiiger Stuhlgang

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derarme1
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Weicher/breiiger Stuhlgang

Beitrag von derarme1 » 05.01.14, 10:00

Hallo,

ich habe seit einigen Jahren, das Problem, dass ich zu weichen/breiiger Stuhl habe. Ich habe schon Lactos und Fructose Testen lassen, alles ohne Befund, Darmspiegelung auch und da ist auch nichts bei raus gekommen. Die Ärzte sind alle Ratlos und ich verzweifel langsam, da ich manchmal bis zu einer halben Stunde auf Klo sitze und mich sauber machen muss. Mir ist das echt unangehmen.
Ich habe es schon mit Flohsammenschalen versucht und momentan versuche ich es mit Heilerde und Joguhrt mit Bananen.
Wenn ich z.B. 1 Imodium akut lingual nehme, ist der Stuhlgang normal.
Hat jemand noch irgendeine Idee, was es sein könnte? Oder noch eine Idee wie ich den Stuhlgang "etwas" fester kriegen kann?
Ich hatte vor 7 Jahren einen schweren Überfall und seit knapp 6 Jahren habe ich die Probleme.

Ich danke euch schon mal

Neosedinus
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Re: Weicher/breiiger Stuhlgang

Beitrag von Neosedinus » 06.01.14, 08:47

Hallo derarme1,

die Vorgeschichte mit dem Überfall und der zeitliche Zusammenhang lässt, wenn sonst alle Untersuchungsbefunde normal sind, an eine psychosomatische Verursachung denken. Wurde dem an sich ja neheliegenden Zusammenhang nachgegangen?

Neosedinus

derarme1
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Re: Weicher/breiiger Stuhlgang

Beitrag von derarme1 » 06.01.14, 09:28

Hallo Neosedinus,

Vielen Dank für deine Antwort.
Diesbezüglich wurden noch keine Untersuchungen gemacht, zu welchem Arzt muss ich da hin?
Lg

pOtH
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Re: Weicher/breiiger Stuhlgang

Beitrag von pOtH » 06.01.14, 14:34

derarme1 hat geschrieben:Ich habe schon Lactos und Fructose Testen lassen, alles ohne Befund, Darmspiegelung auch und da ist auch nichts bei raus gekommen. Die Ärzte sind alle Ratlos...
Eine Psychosomatische Ursache würde ich (als Laie!) erstmal ausschließen, denn eine erhöhte kontraktion des Darms wäre bei der Darmspiegelung vermutlich aufgefallen u. wäre dementsprechend im Arztbrief vermerkt!

Wann wurde das letzte mal Antibiotika eingenommen u. ist der Durchfall ggf. erst danach aufgetreten?
Wurdest du bereits auf Zöliakie getestet?
Wurde bereits untersucht wie lange es dauert bis alles durch die einzelnen Darmpassagen durch ist?
Wieviele Kohlenhydrate werden (ca.) am Tag zugeführt?
Da der Darm ja auch Flüssigkeit aufnimmt, stelle ich mir die Frage ob hier ggf. eine Störung vorliegt u. dem "Nahrungsbrei" nicht genügend Flüssigkeit entzogen wird...

Ps.: Imodium u. Co sollten nicht regelmäßig eingesetzt werden... Durchfall ist nur ein Symptom, keine (eigenständige) Krankheit!

derarme1
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Re: Weicher/breiiger Stuhlgang

Beitrag von derarme1 » 06.01.14, 20:35

Hallo,

ich habe gerade noch mal im Befunden nach geschaut und die Darmspieglung war leider vor dem Überfall und nicht wie ich erinnerung hatte nach...

derarme1
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Re: Weicher/breiiger Stuhlgang

Beitrag von derarme1 » 23.11.16, 09:05

Hallo,

ich war gestern mal wieder zur Darmspiegelung, leider o.B. Der Arzt meinte nun es wäre ein Reizdarm und dann wurde ich entlassen. Kann mir jemand sagen, was ich nun beachten soll, oder Tipps geben, was ich machen soll. Ach und in dem Befund, schrieb der Arzt das er es auf das Trauma zurückzuführen ist. Jetzt meinte die LWL mein Trauma sei beseitigt, ich weiß leider auch nicht mehr weiter. Wartezeiten beim Psychologen ca. 6 Monaten. Meine Arbeit leidet auch schon drunter.

Aber falls mir jemand auf das Thema Reizdarm weiterhelfen könnte, wäre ich schon sehr dankbar, da dies meinen Leben auch schon komplett bestimmt (Stuhlgang zu bestimmten Zeiten)

pOtH
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Re: Weicher/breiiger Stuhlgang

Beitrag von pOtH » 17.02.17, 07:54

Sorry, ich schaue nur alle paar Wochen mal hier ins Forum... ^^


Wurden der Stuhl mal untersucht? Wenn man nach "Calprotectin" (Im Laborbefund war er bei mir als "Calpro" abgekürzt) googelt, dann stellt man fest, das man "Reizdarm" u. eventuell chronischer Darmerkrankungen alleine schon anhand der Laborbefunde unterscheiden kann.

mmmusik
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Re: Weicher/breiiger Stuhlgang

Beitrag von mmmusik » 16.04.17, 21:25

Hallo,
ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen und erzählen was mir geholfen hat. Nach vielen Untersuchungen o.B. habe ich nach der Verdachtsdiagnose Reizdarm jeweils ein paar Wochen auf verschiedene mögliche Trigger verzichtet z.B. Laktose und Histamin -beides ohne Erfolg. Ich habe ein Ernährungstagebuch geführt und jede Kleinigkeit aufgeschrieben und wie es mir nach dem Essen ging. Hierbei fiel auf, dass ich nach dem Frühstück (Brot) und z.B
Bier direkt die schlimmsten Symptome hatte. Das brachte mich auf die Idee Gluten wegzulassen. Bei dem Verzicht auf Gluten konnte ich nach ein paar Tagen schon feststellen, dass es meinem Körper überraschend gut tut. Ich konnte morgens frühstücken und alle Reizdarmsymptome waren nahezu verschwunden. Zwischendurch traten immer nochmal Durchfälle/Magengrummeln auf, hinterher habe ich aber meist gemerkt, dass iwo versteckt Gluten enthalten war z.B. in Soßen oder Süßigkeiten.
Ich habe mir ein sehr sehr gutes Buch zugelegt, aus dem ich viel gelernt habe. Einfach ist es nicht, herauszufinden, was den Reizdarm triggert aber es lohnt sich allemal.
Ich verzichte inzwischen ca ein halbes Jahr auf Gluten und jetzt werd ich mal versuchen, den Darm durch ne Darmsanierung und Probiotikum etwas Gutes zu tun. Wenn man z.B. mal Antiobiotikum genommen hat und hinterher nicht direkt was für den Aufbau getan hat oder viel Stress hat, rächt sich der Darm halt scheinbar iwann.

Vlt hilft dir das etwas.

Alles Gute:)

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