Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

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Lariah
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Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Lariah » 16.03.13, 07:55

Hallo,

ich bin mir nicht sicher ob ich im richtige Forenbereich gelandet bin, nicht zuletzt, weil bisher auch Ursachen nicht eindeutig abgeklärt wurden.

In der Hoffnung auf die ein oder andere Idee, auch in Sachen möglicher Behandlungswege/passender Spezialisten, erläutere ich einfach mal meine derzeitige Situation.

Weiblich, 34 Jahre alt, stark übergewichtig (140kg).

Vor ca. 3 Jahren litt ich vorrübergehend unter Wasseransammlungen in den Füßen, die seinerzeit seitens des Hausarztes mittels Entwässerungstabletten behandelt und somit beseitigt wurden.
Einige Wochen darauf enstand am linken äusseren Knöchelbereich eine erst leicht, später stark juckende, rauhe Stelle, die auch leicht verfärbt war (bräunlich). Ich habe dieser nicht besonders viel Bedeutung beigemessen bzw. führte das auf meine sowieso grundlegend recht trockene Haut und die Jahreszeit (Winter, Heizungsluft etc.) zurück.

Mit der Zeit bildeten sich weitere kleinere Stellen am linken Fuß, die sich ähnlich entwickelten und etwa ein Jahr später begann das ganze auch am rechten Fuß. Das ich damals bereits einen Arzt hätte aufsuchen müssen ist mir bewusst, jedoch habe ich aus Zeitmangel und womöglich auch Bequemlichkeit das Vorhaben vorstellig zu werden immer weiter hinaus gezögert, bis es vor etwa einem Jahr so schlimm war, das vorwiegend Scham und die Angst vor der Predigt seitens des Arztes mich die stark juckende, indes recht verhornte und auch stellenweise nässenden Stellen ertragen ließ.

Ich probierte in Eigenregie alles mögliche aus, in der Hoffnung eine Besserung zu erzeugen und somit zumindest nicht mit dem ganz fatalen Ergebnis zum Arzt zu gehen, aber, wie ich nun weiß, habe ich mir damit eher keinen Gefallen getan.

Vor etwa 1.5 Monaten entzündete sich die Haut im inneren Gelenkbereich an beiden Beinen derart stark, das ich Schmerzen hatte und nicht mehr auftreten konnte und somit auch der Weg zum Arzt für mich unvermeidlich wurde.
Mein Hausarzt, war wie erwartet geschockt, ich nahm die Standpauke beschämt hin und war dennoch froh das ganze nun endlich in Angriff zu nehmen.
Er wies mich noch am gleichen Tag ins Krankenhaus ein, wo die stark entzündeten und geschwollenen Stellen operativ geöffnet wurden, da man Eiter vermutete.
Diese Vermutung bestätigte sich nicht und so wurde ich mittels Bepanthensalbe, dicken Verbänden und täglichem Fußbad in Jodlösung, Schmerzmitteln und Antibiotika 5 Tage lang behandelt.
Eine vermutete Diabetis konnte nach entsprechender Blutentnahme ausgeschlossen werden.
Weitere Untersuchungenn fanden nicht statt.

Ich wurde am 5. Tag recht plötzlich entlassen, hatte selbst aber eher den Eindruck es wäre noch zu früh, da mir das Auftreten noch immer Schmerzen bereitete.
Mit dem Hinweis ich sollte doch mal bei einem Hautarzt vorstellig werden verließ ich somit das Krankenhaus, bog direkt bei meinem Hausarzt ab, um ihn zu unterrichten.

Weiteres versuche ich kurz zu halten:

2 Tage nach Entlassung aus dem Krankenhaus beim Hautarzt vorstellig geworden.
Blickdiagnose: Kontaktekzem, dessen Ursache sich nur schwer bis gar nicht ermitteln ließe
Behandlung: Zinksalbe, Verband
Medikamente: Roxithromycin AL 300 mg (tägl. 1), Prednisolon acis 50mg (tägl. 1), rezeptfreies Antiallergikum zur Stillung des Juckreizes (Cetirizin-ADGC), Pyolysin Salbe, Verbandszeug zur Selbstversogung

Zum Fragen stellen kaum Gelegenheit (fühlte mich eher nur schnell abgefertigt). Neuer Termin wurde nicht ausgestellt, auf Nachfrage hieß es, das alles andere der Hausarzt klären solle.
Frage wie ich mich in Sachen Medikamente verhalten solle (was wenn aufgebraucht) hieß es: bis Packung alle, das sollte reichen.

Nächste Station wieder Hausarzt, wo mich eine vorrübergehend anwesende unbekannte Lehrschwester empfing, die erstmalig einwarf, das ein Venenproblem sehr wahrscheinlich wäre und die mich sehr ausführlich über das Thema aufklärte. Das schien meine Hausärztin erstmalig darauf zu bringen mich zum Venerologen zu schicken.

5 Tage später beim Venerologen vorstellig geworden (bis dahin bekannte Behandlung, Salbe drauf, Verband drum, Tabletten einnehmen).
Blickdiagnose: Stauungsekzem/Veneninsuffizienz
Behandlung: Zinksalbe, Verband, Kompressionsverband
Medikamente: nichts neues dazu gekommen

Verband/Kompression wurde über knapp 3 Wochen hinweg nun alle 4-5 Tage vor Ort in der Praxis erneuert und es stellte sich jeweils merkliche Besserung ein.
Sprich, Juckreiz weg, Wassereinlagerungen jeweils merklich reduziert, Ekzem nahezu ganz verschwunden, Haut noch verfärbt, dünn und empfindlich aber einem normalen Hautbild näher kommend.

Am vergangenen Mittwoch nahm ich die letzten Tabletten ein, die ich anfangs vom Hautarzt verschrieben bekommen hatte und stellte bereits am Donnerstag fest, das es wieder begann zu nässen. Gegen Abend entfernte ich den Kompressionsverband (der zudem eh derart locker war indes, das an Kompression kaum zu denken war) und behalf mir für die Nacht mit Saugkompressen.

Haut an Knöcheln und stellenweise Fußrücken aufgequollen, leicht bis zeitweise stark juckend, Füße wieder dick, Haut gespannt und schmerzend, Auftreten möglich-Schmerzen dabei erträglich.

Am Freitag Morgen wurde ich erneut bei meinem Venerologen vorstellig, welchen diese Entwicklung aus der Bahn oder zumindest seiner Zeitplanung zu werfen schien (er hatte bei vorherigen Behandlungen kaum mehr als 30 Sekunden im Behandlungszimmer verbringen müssen, da er lediglich "weiter machen wie bisher" anordnete).

Ich informierte ihn darüber, das meine Tabletten seit Mittwoch aufgebraucht wären, das mein Hautarzt seinerzeit meinte, es wäre nicht nötig, die Einnahme zu verlängern und auch informierte ich ihn, das mein eigenes Verbandszeug aufgebraucht sei.
Darauf hin verschwand er samt der Packungsbeilagen der bisherigen Medikamente in seinem Büro und kam anschließend mit einer Überweisung zum Hautarzt, aber ohne Rezepte zurück.

Da indes Freitag Mittag und einem Weg von 60km zu meinem Hautarzt, informierte ich ihn über meine Sorge, dort vor dem Wochenende nicht mehr vorstellig werden zu können.
So verwies er mich an einen Hautarzt vor Ort, der wohl noch bis 14 Uhr Sprechstunde hätte.

Die Schwester legte mir auf Anweisung des Arztes den üblichen Verband an, warf jedoch ein, das sie nicht verstehe, welchen Sinn das hätte, da dieser spät. heut Abend eh durchnässt wäre, in Ermangelung von Saugkompressen und gab mir noch den Hinweis ich solle mich ja nicht abwimmeln lassen beim Hautarzt.
In Sorge darum, das ich im Zweifelsfall mit nassen Füßen am Wochenende da sitze, ist sie nochmal ins Büro des Arztes um nachzufragen ob er nicht zumindest ein Rezept für Verbandsmaterial ausstellen würde. Aus welchen Gründen auch immer, wollte er das nicht tun.

Anschließend zum entsprechenden Hautarzt, Praxis nach durchfragen gefunden, erfreut festgestellt, das ich laut Sprechzeiten nicht zu spät bin, um dann an der Anmeldung zu erfahren, das der Arzt gar nicht im Hause sei und eine Behandlung noch am selben Tag entsprechend auszuschließen ist.
Also führte mich der Weg in meiner nun wachsenden Verzweiflung zurück zum Hausarzt, in der Hoffnung zumindest neues Verbandsmaterial verschrieben zu bekommen.

Dieser war überrascht darüber, das ich nun nach Behandlung von 2 Fachärzten mit dem alten Problem wieder vor ihm stehe, verschrieb mir das ersehnte Verbandsmaterial und beordete mich für Montag erneut zu ihm, um es dann mal mit sogenannten Zinkverbänden zu probieren.

Nun ist es Samstag früh, der gestrige Verband ist feucht, aber das Tragegefühl noch halbwegs angenehm, so das ich versuche den Verband bzw. die Kompression so lange wie möglich dran zu lassen, und bin ein wenig verzweifelt angesichts der Tatsache, das ich nicht so richtig einordnen kann, ob ich einfach nur an schlechte/nachlässige Ärzte geraten bin oder ob ein solches Leiden derart selten vorkommt, das selbst Fachärzte damit überfordert sind und auch warum mich schlussendlich alles immer wieder zum Hautarzt verweist, wenngleich die Fuße prall von Wasser sind und das Problem doch mehr als offensichtlich nicht ausschließlich durch Behandlung der Haut behoben werden kann.
Fraglich fand ich von Anfang an, das im Grunde eine Lehrschwester beim 2. Hausarztbesuch, nach Krankenhaus und Hautarzt (der übrigens auch in Venerologie geschult ist, weshalb ich mich gerade für ihn entschieden hatte) als erste überhaupt das Thema Venenproblem aufgriff.

Ich habe mich natürlich über die Zeit mehrfach zu diesem Thema belesen, was von Venentests, Ultraschall etc. zur Diagnostik gelesen, was natürlich stark kollidiert zu den Diagnoseverfahren, die ich bisher erlebt habe (alles durchweg Blickdiagnosen).

Dazu kommt das ich in einer recht ländlichen/dünn besiedelten Gegend lebe, im eigenen Ort keine Fachärzte in die Richtung vertreten sind und auch im näheren Umkreis (50km) nur lediglich 4 Hautärzte (Termine bei allen nicht unter 1-2 Monaten zu bekommen) und 2 Venerologen (davon einer im Krankenhaus praktizierend und damit schwer erreichbar) erreichbar sind.

Das ganze wird neben Medikamenten, Verbänden etc. auch aufgrund der Fahrtkosten so langsam auch eine finanzielle und vor allem zeitliche Frage (mehrmals die Woche über längere Zeit hinweg ständig Arzttermine wahrnehmen, wird entsprechend auch langsam im Job problematisch).

Alles Gründe, weshalb ich mich danach sehne, dieses Ärztehopping zu beenden und das Problem möglichst effizient von Grund auf anzugehen, statt nur oberflächlich zu behandeln und damit das ganze nur unnötig in die Länge zu ziehen.

Meine Fragen dahingehend:
Welche Diagnosemöglichkeiten in Hinblick auf eine Veneninsuffienz stehen Ärzten zur Verfügung sind gängig?
Gibt es ggf. weitere Therapiemöglichkeiten/Ansätze?
Gibt es Tipps im Alltag? (viel gehen, Übungen um den Fluss anzuregen/zu unterstützen o.ä.)
Ab wann sind Kompressionsstrümpfe sinnvoll einsetzbar? (können sie u.U. ggf. über einem leichten Verband getragen werden, um die noch empfindliche Haut nicht zu schädigen?)

Alles Fragen, die, so möchte man meinen nahezu jeder Arzt bei dem ich war mir beantworten müsste, auf die ich aber bisher keine/ausreichenden Antworten bekam bzw. wo ich stellenweise ja nichtmal dazu kam entsprechend nachzufragen, weil im Schnelldurchlauf abgefertigt)

Seelenspiegel
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Seelenspiegel » 16.03.13, 20:49

Hallo Lariah!
Lariah hat geschrieben:Meine Fragen dahingehend:
Welche Diagnosemöglichkeiten in Hinblick auf eine Veneninsuffienz stehen Ärzten zur Verfügung sind gängig?
Gibt es ggf. weitere Therapiemöglichkeiten/Ansätze?
Gibt es Tipps im Alltag? (viel gehen, Übungen um den Fluss anzuregen/zu unterstützen o.ä.)
Ab wann sind Kompressionsstrümpfe sinnvoll einsetzbar? (können sie u.U. ggf. über einem leichten Verband getragen werden, um die noch empfindliche Haut nicht zu schädigen? Ja, mit Zusage des Arztes)
Alles Fragen, die, so möchte man meinen nahezu jeder Arzt bei dem ich war mir beantworten müsste, auf die ich aber bisher keine/ausreichenden Antworten bekam bzw. wo ich stellenweise ja nichtmal dazu kam entsprechend nachzufragen, weil im Schnelldurchlauf abgefertigt)
Venenschwäche ist, anhand Ihrer Beschreibung, möglich.

Es gibt Maßnahmen zur Linderung, sollte es sich tatsächlich um dieses Krankheitsbild handeln.

Übergewicht ist ein entscheidender Faktor. Das Gewicht sollte möglichst reduziert werden.
Da ich aber nicht weiß, ob Ihr Übergewicht ernährungsbedingt ist oder durch hormonelle Störungen verursacht wurde, sollte dies geklärt werden.
Außerdem kann Bluthochdruck, Ödeme und Veneninsuffizienz verstärken. Haben Sie Bluthochdruck? Bekommen Sie (wenn) Medikamente?
Bewegung ist immer gut (z.B Spaziergänge)
Die Beine am Abend hochzulagern, ist meines Erachtens, auch nicht verkehrt.
Leichte, sportliche Bewegung (wie "Radfahren mit den Beinen", wenn man auf dem Rücken liegt, ist auch gut!)
Wissen Sie, wie ich das meine?

Wie gesagt, sollte es tatsächlich eine Veneninsuffizienz sein, kann diese mit Kompressionsstrümpfen gemildert werden.
Ich selbst habe oft Pütterverbände angelegt, die auch Verbesserung zeigten.

So, wie Sie es beschreiben, habe ich es des öfteren schon gesehen. Diese braune Verfärbung und das Nässen, hat wohl etwas mit dem Austritt der Erythrozyten zu tun, die sich durch die Venenschwäche, im Unterhautfettgewebe einlagern. Die Gefäßsdurchlässigkeit ändert sich. (Viel mehr weiß ich dazu nicht)

Die Ursache muss beseitigt werden. Und dazu gehört eine Reduktion des Körpergewichts, Ausschluss von Herz-/ Nierenkrankheiten. Bewegung (besonders bei Berufen mit stehenden/ sitzenden Tätigkeiten) ist sehr wichtig. Und wenn man nur eine Runde, täglich, um die Häuser läuft.
Rauchen Sie eigentlich?

So eine Venenschwäche kann auch erblich sein. Aber auch dann, müssen Risikofaktoren beseitigt werden.

Liebe Grüße!
Ich bin keine Ärztin!

Lariah
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Lariah » 17.03.13, 01:11

Vielen Dank für die Antwort.

Das mein Übergewicht die Ursache bzw. Krankheitsbgünstigend ist, dessen bin ich mir bewusst. Reduktion ist angestrebt, aber aufgrund der starken Höhe so oder so ein sehr langer Prozess, zumal gerade die Bewegung derzeit durch die Beschwerden eingeschränkt ist.

Mein Blutdruck ist im Normbereich, allerdings ist mein Puls über der Norm (ebenfalls Gewichtsbedingt). Das wurde vor 3 Jahren, als ich erstmals mit Wasser in den Beinen zu tun hatte, festgestellt.
Medikamente dahingehend nehme ich nicht ein.

Bezüglich Pütterverbänden habe ich mich belesen. Ich werde mal versuchen, ob es klappt mir einen solchen selbst anzulegen, da ich heute aufgrund der Nässe den am Freitag vom Arzt angelegten Kompressionsverband abnehmen musste (daher im Moment lediglich einen normalen Verband trage - Saugkompressen, Haftbinde drum) und mir daran gelegen ist das die Füße bis zum nächsten Arzttermin nicht weiter anschwellen.

Wie gesagt, vielen Dank für die Tipps.

Seelenspiegel
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Seelenspiegel » 18.03.13, 20:38

Guten Abend Lariah!
Lariah hat geschrieben:Bezüglich Pütterverbänden habe ich mich belesen. Ich werde mal versuchen, ob es klappt mir einen solchen selbst anzulegen...
Sie können es natürlich versuchen, aber es selbst zu machen, halte ich für sehr schwer. Der Druck muss ausreichend stark sein und vor allem gleichmäßig. Es sollten keine Falten entstehen.

Falls Sie mich falsch verstanden haben/ ich mich falsch ausgedrückt habe: Ich habe es bei Patienten gemacht, nicht bei mir selbst. (Ich bin Pflegerin)

Vielleicht wären Kompressionsstrümpfe für Sie besser geeignet. Diese können auch verschrieben werden. In Sanitätshäusern werden diese angepasst.

Alles Gute!
Ich bin keine Ärztin!

Lariah
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Lariah » 19.03.13, 00:51

Hallo nochmal,

Ja das so ein Pütterverband nicht leicht anzulegen ist habe ich bemerkt. Ich habe es nach ausführlicher Anleitung versucht, die ich im Netz gefunden habe.
Ob er jetzt geholfen hat bzw. ob ich es nun richtig gemacht habe, weiß ich nicht, jedoch sind die Füße nicht weiter angeschwollen (lag wohl mehr daran, das ich sie konsequent hochgelegt hatte, als an meinem Provisorium von Verband) und hat somit zumindest nicht geschadet.

Seit Montag Morgen trage ich nun einen Zinkleimverband, der sich sehr angenehm anfühlt. Wie gut er seinen Zweck erfüllt, werde ich dann sehen, wenn er am Mittwoch abgenommen wird.

Ansonsten habe ich für Mitte April einen Termin bei einem neuen Venerologen vereinbaren können und erhoffe mir, dort ggf. endlich mal näher untersucht zu werden. Mit etwas Glück ist mit dahin die Haut auch soweit in Ordnung, das vielleicht schon Kompressionsstrümpfe möglich sind (zur Zeit sind sie leider wg. der noch verletzten Haut keine Alternative).

Lariah
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Lariah » 31.03.13, 19:53

Einige Zeit ist nun vergangen, in der sich das ein oder andere ergeben hat.

Wie letztens geschrieben, erhielt ich testweise einen Zinkleimverband. Dieser fühlte sich (wohl auch weil er anfangs so toll kühlte) sehr angenehm und hilfreich an.
Am Abend vor dem nächsten Termin, bei dem dieser abgenommen werden sollte, stellte ich jedoch fest, das dieser an den akuten Stellen (Knöchelinnenseiten) durchnässt war und nahm ihn entsprechend ab, um zu verhindern, das die darunter liegende Haut wie schon häufiger in der Vergangenheit aufquillt.
Die Nacht überbrückte ich mit den noch vorhandenen Saugkompressen und begab ich am Folgemorgen zum vereinbarten Termin beim Arzt.

Dort wurde alles wie zuvor üblich behandelt. Zinksalbe drauf, Mull- und Saugkompressen drüber. (kein Kompressionsverband). Ich erhielt Rezepte für neues Verbandszeug und ein Rezept für eine Salbe, welche allerdings erst angerührt werden musste, weshalb ich diese erst 2 Tage später ausprobieren konnte.

Folgende Inhaltsstoffe sind angegeben: Dexamethasonum (0.175g) und Hydrophobe Triclosan Creme (3493,825g)
Fett darunter der Hinweis: Kortisonhaltig und "dünn auf die betroffene Hautstelle auftragen":

Das ließ mich etwas skeptisch werden, da ich zuvor gelesen hatte, das Kortison die Wundheilung eher hemmt und generell niemals direkt auf die Wunde aufgetragen werden soll (stimmt das?).

Da ich mich aber nicht schlauer als die Ärzte halte, habe ich das ganze am Abend nach Anweisung aufgetragen, den üblichen Verband angelegt und mich ins Bett begeben.

Keine viertel Stunde später vernahm ich zunehmende Schmerzen im aktuten Wundbereich. Das Schmerzgefühl als solches lässt sich nur schwer beschreiben.
Kein Dauerschmerz - sprich auftretend in kurzen Abständen (wenige Sekunden bis zu 1-2 Minuten), dann aber jeweils wie starke Stromschläge.
Nach etwa 30 Minuten hielt ich es nicht mehr aus, nahm den Verband ab und kühlte die Stellen mit in kaltem Wasser getränkten Handtüchern, was Linderung verschaffte und die Schmerzintervalle größer werden bzw. bis nach etwa 1-2 Stunden komplett verschwinden ließ.

Einen Verband wagte ich in der Nacht nicht mehr anzulegen und schlief mit den Handtüchern auf den Füßen ein.
Am nächsten Morgen war die Haut entsprechend trocken und schmerzte beim Auftreten (Papierhaut - kannte ich schon aus dem Krankenhaus, wenn die Füße nach den Bädern an der Luft trockneten).

Da ich nun komplett verunsichert war, was ich da nun am besten draufschmiere (so trocken konnte es nicht bleiben, weil schmerzhaft durch die reißende Haut bei Bewegung) griff ich zu Bepanthen Creme. Damit wurde das ganze im Krankenhaus ja auch eingeschmiert.

Draufgetan, Verband drum und anschließend versucht mir selbst einen Kompressionsverband anzulegen, der das Laufen durch die stützende Wirkung erleichterte.

Das ganze schien 3-4 Tage lang super zu sein. Fuß schön dünn (keine Einlagerungen), Haut nahezu glatt bzw. heilend. Anschließend fing das ganze allerdings zunehmend an stärker zu jucken (vor allem immer dann, wenn die Kompression ab war - also Nachts) und primär an den Knöchelinnenseiten (akute Stellen) auch wieder zu nässen.

Resultat: Ich nehme den Verband indes täglich 2-3 Mal ab, weil ich mich nicht mehr zusammenreißen kann (Juckreiz), sprich irgendwie dran muss. Ich versuche nicht zu kratzen (wäre zu zudem zu schmerzhaft), sondern versuche mit Druck/Reiben entgegen zu wirken (was sehr wahrscheinlich auch nicht besser ist bzw. die Sache nicht besser machen dürfte).
Das Jucken ensteht vor allem an Stellen, wo sich alte Haut sammelt (Hautschuppen wäre wohl untertrieben - halt so Hautfetzen, die sich leicht abziehen lassen bzw. nur noch lose aufliegen).
Oder anders gesagt - sind diese Hautfetzen runter, lässt der Juckreiz nach.
Träge ich Kompression, ist der Juckreiz ebenfalls geringer bzw. tritt erst nach mehreren Tragestunden auf.

Bei meiner Hausärztin war ich zwischendrin wieder gewesen. Ich teilte ihr mit das die Salbe gar nicht geht, woraufhin sie meinte, da könne sie nun nicht viel zu sagen, weil sie wäre ja kein FA für solche Dinge und daher wolle sie nun auch keine weiteren Experimente wagen. Das ich mich halbwegs regelmäßig dieser kleinen Hautfetzen entledige habe ich hingegen verschwiegen, wohl wissend ich würde sowieso nur zu hören bekommen, das ich da auf gar keinen Fall dran darf bzw. auch aus Sorge, sie würde eine weitere Behandlung alsbald ablehnen, da sie in letzter Zeit immer häufiger betont, das sie eigentlich der komplett falsche Ansprechpartner ist (einen anderen habe ich jedoch derzeit nicht, da Termine bei entsprechenden Fachärzten erst noch bevorstehen).

Mein Verbandszeug muss ich im Übrigen jedes Mal mitbringen zu den Terminen (ist das normal?).
Ich hakte beim letzten Termin nochmal nach wie es denn mit Kompressionsstrümpfen aussähe. Zum einen weil ich das Gefühl habe, das dieses Selbstwickeln nicht optimal ist und zum anderen weil mich dieses ständige Gewickel mittlerweile ernsthaft nervt.

Überraschenderweise schrieb sie mir anstandslos ein Rezept aus. Offene Kniestrümpfe Grad 2 mit Anziehhilfe.

Überglücklich endlich ein Licht am Wickeltunnel zu sehen ab ins nächste Sanitätshaus.
Die engagierte Dame hat mich ordentlich vermessen, geduldig alle meine Fragen beantwortet und schien zumindest sehr kompetent.
Allerdings warf der Besuch auch einige neue Fragen auf.

Sie meinte, es wäre schier unmöglich einen (auch nur leichten) Verband unter den Strümpfen zu tragen, da dieser sich wohl verschieben würde bzw. das ganze sich beim Anziehen als extrem hinderlich darstellen würde. Klang natürlich logisch und lässt mich nun stark zweifeln ob ich die Strümpfe denn überhaupt nutzen kann (würde sie im Laufe der kommenden Woche erhalten), da die Wunden immernoch nässen (mal mehr mal weniger stark) bzw. ich mir zur Zeit definitiv nicht vorstellen kann einen Kompressionstrumpf ohne was dazwischen zu tragen.
Gelesen habe ich jedoch von mehreren Patienten das dies ginge bzw. sie selbst ja auch Verbände unter den Strümpfen tragen.
Ich bin verunsichert.

Dazu meinte sie die Anziehhilfe wäre unnötig. Die würde wohl nur bei Oberschenkelhohen Strümpfe oder Strumpfhosen Sinn machen. Ist dem so? Auch hier habe ich mich informiert (Youtube Videos über Kompressionsstrümpfe/Anziehhilfen, wo diese fast ausschließlich an Kniestrümpfen demonstriert wurden).
Auch dahingehend bin ich verunsichert bzw. weiß nicht so richtig warum sie überhaupt von einer Anziehhilfe abgeraten hat, denn schaden dürfte diese ja wohl keinesfalls.

Ich habe dort auch diverse Schulungsvideos bezüglich Ulcus cruris angesehen. In einem (wohl schon etwas älterem) Video referierte ein Arzt darüber wie wichtig es sei die Hautschuppen regelmäßig zu entfernen, da sich darunter Entzündungen bilden würde. Auch das diverse Salben etc. das Problem nur verstärken würden.

Da die Bepanthen Salbe meine Haut nach längerer Anwendung zu sehr aufzuweichen scheint (fühlt sich stellenweise schwitzig an), lasse ich sie aktuell weg. Pappe also nur die Mull- und Saugkompressen drauf und lege darüber den Kompressionsverband an.

Generell ist das Abnehmen der Mull-/Saugkompressen derzeit recht schmerzhaft, weil sie anbappen. Kann man das verhindern bzw. etwas tun, damit sich das ganze leichter löst?

Ich habe wie gesagt am 16. einen Termin bei einem entsprechenden Facharzt für Venenleiden, der, soweit ich das in seinem Profil erlesen konnte auch auf Wundmanagement spezialisiert ist.
Das ganze ist nun aber noch gute 2 Wochen entfernt und ich weiß gerade nicht so richtig, wie ich die Zeit bis dahin am sinnvollsten überbrücke.

Rein vom Gefühl her, hat die Zinksalbe zuvor die Haut stark ausgetrocknet. Bepanthen hat sie hingegen glatt gemacht, seitdem ich das nutze nässt und juckt es aber auch wieder vermehrt.
Gar nichts (Luft ranlassen) ist nur kurzweilig angenehm, macht die Haut nach einigen Stunden aber extrem trocken und verursacht Schmerzen.

Keine Kompression empfinde ich als höchst unangenehm (Druckschmerz, wenn Beine unten). Kompression (Verband, selbst angelegt) fühlt sich besser an, aber hier weiß ich das ich weder den richtigen Druck hinbekomme, noch völlig Faltenfrei anlegen kann und habe Angst das ganze auf lange Sicht eher zu verschlimmbessern.

Mein Patentrezept derzeit besteht eigentlich nur aus konsequentem Hochlagern der Beine, was wiederum nicht nur unpraktisch ist, sondern mich die meiste Zeit ins Bett/aufs Sofa zwingt (liegen = langeweile = es juckt mehr bzw. ich nehme das jucken eher wahr = ich rödel dran rum = nicht gut).
Hochlagern beim Sitzen (z.b. am Schreibtisch = Beschäftigung = ich vergesse dieses wahnsinnige Jucken mal für ein paar Stunden) ist zwar machbar, aber erlaubt mir wenig Variation bei der Positionierung. Sprich - mir tut einfach der Hintern weh bzw. es ist recht schnell sehr unbequem. Zudem schläft mir mein rechtes Bein zumeist nach wenigen Minuten ein.

Was ich aktuell also zu verhindern versuche ist, das sich das ganze wieder in den Füßen staut (sie sind momentan schlank bzw. haben eine gesunde Form - würden sie wieder anschwellen empfände ich das als extremen Rückschlag).
Was ich gern unbedingt beheben würde:
-das Nässen der Wunden (Haut quillt auf = Teufelskreis)
-dieses furchtbare Jucken (gibt es da Hausmittel? Ich hatte was von Schwarzteewickeln gelesen, will nun aber auch nicht irgendwas anstellen, was das ganze im Zweifel schlimmer werden lässt)

Mein vorsichtiger Plan für die kommenden 2 Wochen.
Zähne zusammenbeißen und schmerzenden Hintern in Kauf nehmen - ergo versuchen weiterhin konsequent hochzulagern.
Versuchen die Finger von der Wunde zu lassen (sehr sehr schwer momentan).
Keine Salben unter'm Verband nutzen bzw. wenn überhaupt wieder auf Zink zurück zu greifen, da es dann gefühlt weniger nässt.
Strümpfe mit Verband testen, sobald ich sie in der Hand halte und beten das es irgendwie geht (meine große Hoffnung endlich dauerhaft sinnvolle Kompression und damit langfristige Besserung zu erzielen).

Es ist viel geworden - hoffe nicht zuviel, aber ich wollte nichts auslassen, das ggf. relevant oder ein Anhaltspunkt sein könnte.

Für Tipps, Erfahrungsberichte oder ähnliches wäre ich dankbar, denn so langsam raubt mir dieses ganze Tohuwabohu um meine Füße echt den letzten Nerv.

Muppet
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Muppet » 31.03.13, 21:26

Hallo,
kann wenig über deine Krankheit sagen aber:
nicht klebende Verband -> es gibt extra Gaze für Verbrennungen. Sind etwas teuerer, halten aber trocken und kleben nicht. Großpackungen kann man etwas günstiger online erwerben, falls sie dir helfen (werden in der Apotheke in 10er Packungen verkauft am Besten ausprobieren). Sie haben ein Art Silberbeschichtung. So liegt die Feuchtigkeit nicht direkt auf die Haut. Die sollten auch entzundungshemmend wirken. Ich habe die bei Verbrennungen 2./3. Grad benutzt (habe ein ca. 700 Grad heißes Stein angefasst - alle Finger und Handfläche verbrannt, hat ordentlich genässt. Man sieht heute fast gar nichts).

Zinksalbe trocknet aus (wird gern im Windelbereich benutzt). Für Dauernutzung eher ungeeignet.

Wenn man immer eine Wunde versiegelt hält, sollte man mit Salben vorsichtig sein. Bakterien und Pilze lieben es warm und feucht. Die Haut weicht relativ schnell auf. Wenn es aufgeht, ist es dann ein Infektionsherd.

Alles Gute
Muppet

Seelenspiegel
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Seelenspiegel » 31.03.13, 21:32

Liebe Lariah!

Welche Salbe für Sie die Richtige ist, welcher Verband oder gar keiner (nur Pflaster), kann ich Ihnen nicht genau sagen. ABER: Dexpanthenol ist nicht das beste Mittel bei tieferen, nässenden Wunden. Es ist eher für Schrammen/ Schürfwunden geeignet.

Wunden weisen verschiedene Erscheinungsbilder auf, nach denen entschieden wird, welcher Verband/ welche Wundauflage angelegt werden sollte ( z.B.nekrotisierend, infektiös, granulierend, stark nässend...).

Wenn Sie eine Wundauflage entfernen möchten, diese aber anklebt, empfehle ich sie mit lauwarmen Wasser zu begießen, kurz einweichen zu lassen und danach erst zu entfernen.

Ich weiß, dass man tatsächlich zusätzlich (zum Verband/ Pflastern) Kompressionsstrümpfe tragen kann. Es erfordert Übung diese "unfallfrei" darüber zu bekommen, aber aussgeschlossen ist es grundsätzlich nicht!
Meiner Kenntnis nach, fördern diese sogar die Wundheilung, denn das Ödem/ die erhöhte Durchlässigkeit der Gefäße, führt zu den nässenden Stellen.
Ohne Gefäßentlastung, wird die Wunde nicht zufriedenstellend abheilen können.


Mehr kann ich Ihnen leider nicht dazu sagen.

Liebe Grüße! Und trotzdem Frohe Ostern :)
Zuletzt geändert von Seelenspiegel am 31.03.13, 21:46, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin keine Ärztin!

Muppet
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Muppet » 31.03.13, 21:37

Frage vergessen: machst du Krankengymnastik? Lymphdrainage und ein paar Übungen die du zu Hause machen könntest, waeren vielleicht auch nicht verkehrt. Nur hochlegen hilft ja der Durchblutung und so die Wundheilung nicht so viel. Hat deine Hausarzt etwas in der Richtung vorgeschlagen?

Lariah
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Lariah » 01.04.13, 19:12

Vielen Dank für die Antworten.

Krankengymnastik im eigentlichen Sinne mache ich nicht. Ein paar Übungen, auf die Seelenspiegel hingewiesen hatte bzw. das was ich so beim googlen gefunden habe (Zehe auf und abstellen etc.) versuche ich, so gut es eben das Schmerzempfinden gestattet durchzuführen.

Empfohlen wurde mir seitens irgendeines Arztes bisher gar nichts in diese Richtung.
Wie geschrieben, die Fachärzte bei denen ich bisher vorstellig war, haben mich eher im Schnelldurchlauf abgehandelt (stellenweise nichtmal Zeit gehabt auf Fragen zu antworten) und meine Hausärztin betont immer wieder das ganze läge nicht in ihrem Fachgebiet (sie ist Chirugin) und deshalb wolle sie da gar nicht groß dran herumfuhrwerken und könne mir da auch nicht groß helfen.

Oder anders gesagt - sie behandelt mich momentan nur, weil sie die einzige greifbare Person ist bzw. ich irgendwoher ja Rezepte bekommen muss, für das ganze Verbandszeug. Ich bin entsprechend vorsichtig geworden damit, sie mit irgendwelchen Ideen/Anregungen zu behelligen.

Ansonsten decken sich eure Aussagen zu den Salben mit meinen Erfahrungen. Ich werde versuchen bis zum nächsten FA Termin weiterhin auf Salben zu verzichten.
Den Tipp mit dem lauwarmem Wasser zum ablösen nehme ich gern an.

Lariah
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Lariah » 22.04.13, 08:22

Es gibt neues zu berichten und vor allem es geht langsam aber sicher bergauf.

Die Kompressionstrümpfe habe ich indes erhalten und trage sie regelmäßig (anziehen klappt - auch mit Verband - problemlos).
Zudem war meine Hausärztin so nett mir eine Wundauflage aus Silikon zu verordnen, damit die Verbände nicht anpappen. Verbandwechsel seitdem ohne Schmerzen möglich, zudem nässt das ganze (fast) nicht mehr.
Salben lasse ich nun seit über 2 Wochen konsequent weg.

Der Termin letzten Dienstag beim Gefäßchirurgen ließ mich aufatmen. Nach eingehender Untersuchung, stellte dieser fest, das keine tieferen Schäden vorhanden sind.
Da ich nun seit einiger Zeit die Kompressionsstrümpfe trage und vorbildlich die Beine oben hatte, wenn ich saß, ist die akute Ursache des Ekzems vorerst beseitigt, so der FA. Nun wäre es faktisch nur noch ein Hautproblem, das man nun aber in den Griff bekommen könne.

Anschließend wurde ich noch über die richtige Wundversorgung unterrichtet.
Was wohl all die Wochen bzw. Monate komplett falsch gemacht wurde, war das im Grunde nie die alte Haut heruntergeholt wurde. Wurde dort dann auch gemacht (war etwas schmerzhaft aber auszuhalten). Darunter bereits rosige neue Haut zu sehen.
1-2 Mal die Woche Fußbad wurde mir empfohlen. U.a. auch um so die jeweils abgestorbene Haut besser runter zu bekommen.
Zu meiner Freude wurde mir direkt noch eine Ladung Verbandszeug in die Hand gedrückt und ein Termin beim Dermatologen empfohlen (schon vor Wochen gemacht, Termin leider erst Ende Mai).

Mir wurde zudem eine Lymphdrainage verschrieben, allerdings klärte mich die Physiotherapeutin, bei der ich anschließend den Termin vereinbaren wollte darüber auf, das dies erst möglich wäre, wenn die Füße abgeheilt sind.
Sie war sozusagen darüber verwundert, das mir beim aktuellen Zustand eine Lymphdrainage verordnet wurde, was mich nun natürlich die Frage aufkommen lässt, ob der Arzt hier nicht mitgedacht, als er das Rezept ausstellte oder hatte er dabei vielleicht etwas anderes im Sinn als die Physiotherapeutin?

Wäre eine Drainage nicht auch möglich, ohne die Füße einzubeziehen? Oder würde das keinen Sinn machen?
Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus.

Seelenspiegel
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Seelenspiegel » 22.04.13, 21:51

Hallo Lariah!

Tolle Nachrichten! :)

Ich freue mich für Sie!

Eine Lymphdrainage ist eine gute Idee. Wenn Ihre Therapeutin aber lieber noch etwas warten möchte, dann wird es wohl auch Anlass dazu geben.
Ich bin jetzt mal ganz ehrlich zu Ihnen:
Ich musste eben auch erstmal nachschlagen, was angebracht wäre. Allerdings ist es nicht so eindeutig. In manchen Büchern wird es empfohlen, in anderen wird lieber gewartet. Da ich Ihre Wunde nicht sehen kann, mag ich Ihnen diesbezüglich leider nichts sagen.

Aber ich drücke Ihnen weiter die Daumen!
Ich hoffe es hilft ein bisschen :)

Lieben Gruß!
Ich bin keine Ärztin!

Lariah
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Re: Veneninsuffizienz/Stauungsekzem

Beitrag von Lariah » 03.05.13, 02:55

Hallo nochmal,

Der Zustand hat sich in den letzten Tagen massiv verbessert. Keinerlei nässende Stellen mehr, Juckreiz nahezu weg, keinerlei Schmerzen, nichts entzündet.
Des Nachts lasse ich die Verbände mittlerweile komplett weg und tagsüber trage ich nur noch einen sehr dünnen Verband, eher auch nur, weil ich die Kompressionsstrümpfe noch nicht direkt auf der Haut haben möchte.
Damit ist zumindest die massive Materialschlacht vorbei (unglaublich wie lange ich jetzt mit dem noch vorhandenen Verbandszeug hinkomme) und bis auf die 5 Minuten, die morgens noch für den kleinen Verband und das Strümpfe anziehen drauf gehen generell keinerlei Einschränkung mehr.

Ich möchte mich sehr herzlich bedanken für die vielen Tipps, aber auch für die Möglichkeit sich mitzuteilen und damit damit auch psychisch etwas besser zurecht zu kommen! :)

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